Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 12:00

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Mit der vorsichtigen, schrittweisen Öffnung mancher Geschäfte in Österreich werden nach den Osterfeiertagen auch die Testkapazitäten auf das Coronavirus erhöht. “Wir haben nun immer mehr Kapazitäten und konnten die Logistikkette entscheidend verbessern”, kündigte Rudolf Anschober am Wochenende an. Einen Schwerpunkt bilden dabei Tests in Alters- und Pflegeheimen, wo Hochrisikopatienten leben. Dort sollen Bewohner und Personal untersucht werden, ob sie möglicherweise mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Derzeit liegt die Gesamtzahl der Tests bei annähernd 150.000, durchschnittlich sind es rund 5.000 Tests pro Tag. Die Laborkapazitäten in Österreich würden laut Anschober mittlerweile für die Abwicklung von 20.000 Testungen pro Tag ausreichen, jedoch waren in der vergangenen Woche noch die dafür benötigten Reagenzien knapp. Der Minister hatte Nachschub versprochen.

Testkapazitäten in Österreich werden ab heute erhöht

Bis zu acht Wochen können Mitarbeiter gegen ihren Willen auf Urlaub geschickt werden. Zwei neue Absätze im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch würden das entsprechende Anordnungsrecht vorsehen. Dieses ermöglicht Dienstgebern, ihre Mitarbeiter zum Aufbrauchen von Urlaubstagen oder Zeitguthaben aufzufordern. Diese neue Regelung gilt bis Ende des Jahres und ist für Unternehmen gültig, die von der Coronakrise betroffen sind. Betriebe, die ihre Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet haben, sind allerdings davon ausgenommen.

Urlaub kann bis Jahresende angeordnet werden

Im November war mehr als ein Fünftel der in Österreich Verstorbenen mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigen von der APA ausgewertete Daten der Statistik Austria und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Demnach sind in den vier Wochen vom 2. bis 29. November 9.131 Personen gestorben, davon 2.065 mit einer Covid-19-Infektion. Das entspricht 22,6 Prozent und ist deutlich mehr als am Höhepunkt der ersten Infektionswelle Ende März/Anfang April. Zum Vergleich: In den vier Wochen vom 23. März bis zum 19. April sind in Österreich insgesamt 7.090 Menschen gestorben, davon 499 mit einer bekannten Covid-19-Infektion (sieben Prozent). Hohe Übersterblichkeit Angesichts der aktuell hohen Sterbefallzahlen weist das Europäische Mortalitätsmonitoring Euromomo für Österreich beginnend mit 9. November eine “sehr hohe Übersterblichkeit” aus. Es sterben also deutlich mehr Menschen, als um diese Jahreszeit üblich. Allein in der letzten Novemberwoche (vom 23. bis 29. November) zählte die Statistik Austria 2.445 Verstorbene. Das ist um über die Hälfte mehr als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Ein Viertel der Verstorbenen – 629 Personen – starb laut AGES mit einer bekannten Covid-19-Infektion. Somit sind vom 23. bis 29. November neuerlich so viele Personen in einer einzigen Kalenderwoche verstorben wie seit 1978 nicht mehr. Etwas nach unten korrigiert hat die Statistik Austria am Donnerstag die Todesfallzahlen der Woche vom 16. bis 22. November (von 2.431 auf 2.407). Die Differenz rührt daher, dass die Statistik Austria in der jeweils aktuellen Woche einige Todesfälle zuschätzen muss, weil noch nicht alle Standesämter ihre Daten eingemeldet haben. Wenn alle Meldungen vorliegen, werden die Zahlen (nach oben oder in diesem Fall nach unten) korrigiert.

Im November Fünftel der Verstorbenen mit Covid-Infektion

Nach entbehrungsreichen Wochen geht am Sonntag für Millionen Muslime weltweit der Fastenmonat Ramadan zu Ende. Das auch als Zuckerfest bekannte Eid al-Fitr steht dieses Jahr im Schatten der Corona-Pandemie. Üblicherweise kommen die Menschen zum Ramadan in Moscheen und mit ihren Familien zusammen, um gemeinsam zu beten und zu feiern. In mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern in Asien und im arabischen Raum hatten Länder aber strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Muslime feiern im Schatten von Corona

Während die österreichischen Fußball-Bundesligisten auf einen Trainingsstart am kommenden Dienstag hoffen dürfen, sind die Clubs der 2. Liga mit Ausnahme von Cupfinalist Austria Lustenau wegen der Coronavirus-Pandemie weiter zur Untätigkeit gezwungen. Das sorgt bei Gernot Zirngast, dem Vorsitzenden der Spielergewerkschaft VdF, für großen Ärger.

Spielergewerkschaft fordert Trainingsstart für Zweitligisten

Die ersten Tage des Ausnahmezustandes haben leider auch im Bezirk Wels und Wels-Land bereits hunderte neue Arbeitslose gebracht. Nationalratsabgeordnete Petra Wimmer apelliert deshalb an die regionalen Unternehmen: „Nutzen Sie die neue Corona-Kurzarbeit und retten Sie regionale Arbeitsplätze!“

Arbeitsplätze in der Region mit Kurzarbeit retten