Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Die von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) wiederholt angekündigten Sommerschulen in den beiden letzten Ferienwochen sollen sich vor allem der Deutschförderung widmen. Zielgruppe sind laut einem Bericht des “Standard” Schüler mit Problemen in der Unterrichtssprache, die Teilnahme daran ist grundsätzlich freiwillig. Laut einem Schreiben der Bildungsdirektion Oberösterreich an die Pflichtschuldirektoren des Bundeslands sind die Zielgruppe “außerordentliche Schülerinnen und Schüler, jene mit einem Nicht Genügend im Fach Deutsch im laufenden Schuljahr sowie jene, die in Deutsch zwischen den Noten 4 und 5 stehen”. Unterrichtet wird jeweils am Vormittag an ausgewählten Standorten, die Teilnahme für die Schüler ist kostenlos. Trotz Freiwilligkeit kann den Schülern eine Teilnahme bei erkannter Notwendigkeit “nachdrücklich empfohlen” werden. Unterrichtet werden soll in Kleingruppen von acht bis 15 Personen. Als Pädagogen fungieren jeweils zwei Lehramts-Studenten im Tandem. Dafür erhalten sie für ihr Studium fünf ECTS-Punkte angerechnet. Auf freiwilliger Basis können auch Lehrer mitwirken, sie bekommen dafür Mehrdienstleistungen – also Überstunden. Kooperiert werden soll mit den Sommerbetreuungsangeboten in den einzelnen Bundesländern – in Wien gibt es etwa eine umfassendere Lernförderung im Rahmen der “Summer City Camps”. Die SPÖ wertet die Sommerschulen auch als eigenen Erfolg und fordert eine Ausweitung zumindest auf Mathematik. Ab Herbst solle es außerdem kostenlose Nachhilfekurse in allen Schularbeitsfächern geben, so Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid in einer Aussendung.

Sommerschulen mit Schwerpunkt Deutschförderung

Die Coronavirus-Pandemie mit Betriebsschließungen und Ausgangsbeschränkungen hat per Ende März am stärksten die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmer im Bereich Beherbergung und Gastronomie (+145,1 Prozent, +60.784 Personen), am Bau (+94,8 Prozent, +28.191 Personen) und im Verkehr und Lagerwesen (+83,8 Prozent +13.728 Personen) nach oben schnellen lassen. Die Anzahl der Menschen ohne Job im Handel stieg per Ende März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 34,4 Prozent, bei der Herstellung von Waren (+34,2 Prozent), Arbeitskräfteüberlassung (+34,0 Prozent) und im Gesundheits- und Sozialwesen (+22,5 Prozent).

Massiver Arbeitslosenanstieg im Tourismus und am Bau

Die britische Königin Elizabeth II. hat sich am Samstag erstmals mit einer Osterbotschaft an die Öffentlichkeit gewandt. “Ostern ist nicht abgesagt, tatsächlich brauchen wir Ostern so sehr wie eh und je”, sagte die Monarchin in einer Audiobotschaft, die auf dem Twitter-Account der Königsfamilie veröffentlicht wurde. Die Geschichte über die Auferstehung Christi vom Tod könne nun Hoffnung geben, so die beinahe 94-Jährige. “Wir wissen, dass uns das Coronavirus nicht bezwingen wird. So düster der Tod sein kann – vor allem für Trauernde – Licht und Leben sind größer.” Sie wünsche allen, gleich welchen Glaubens und welcher Konfession ein gesegnetes Ostern, sagte die Queen.

"Coronavirus wird uns nicht bezwingen"

Obwohl in München das Oktoberfest auf der Kippe steht, werden im Internet für Tausende Euro Platzreservierungen in den Bierzelten angeboten. Sie werden nicht von den Wirten verkauft, sondern von Zwischenhändlern. Tische für zehn Personen werden teils für 5.000 Euro und zur Reservierung angeboten – obwohl es diese Plätze vielleicht nie geben wird.

5.000 Euro für Oktoberfest-Tische

In thailändischen Krankenhäusern helfen Roboter bei der Diagnose möglicher Corona-Patienten. Die eigentlich zur Überwachung von Schlaganfall-Patienten entwickelten “Ninja-Roboter” werden derzeit in vier Krankenhäusern in und um Bangkok eingesetzt, um bei einem Verdacht auf das neuartige Coronavirus Fieber zu messen – und damit das Personal vor einer Ansteckung zu schützen.

In Thailand messen Roboter das Fieber

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat sich im Jahresbilanz-Interview in der “ZiB 2” für die Corona-Toten in den Pflegeheimen entschuldigt. “Das Problem in den Heimen ist in allen Ländern Europas ein ähnliches, in der Frage ist einiges zu verbessern. Es ist eine Tragödie und ich stehe nicht an, mich dafür zu entschuldigen”, sagte Kogler im Gespräch mit Armin Wolf, nachdem dieser ihn auf eine ähnliche Entschuldigung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet angesprochen hatte. Trotzdem müsse man laut dem Vizekanzler darauf achten, dass die Menschen in den Heimen “nicht einen sozialen Tod sterben”. Kontakte zu Angehörigen werden in irgendeiner Form möglich sein müssen. Viele Fehler in der Handhabung der Corona-Krise sieht Kogler nicht. Die Kommunikation, allen voran das Timing, wann Verordnungen angekündigt werden, ist für den Vizekanzler eine der größten Herausforderungen. Hier sei noch einiges “verbesserungsfähig”. Flüchtlinge: Kogler hofft auf “Mehrheiten” mit der ÖVP Kogler hofft in der Frage der Aufnahme von Flüchtlingen aus griechischen Lagern auf “Mehrheiten” mit der ÖVP. Es sei “möglich, dass wir die noch erreichen”, zuständig sei aber allein ÖVP-Innenminister Karl Nehammer. Diesem habe man den Plan für die Aufnahme von 100 Familien vorgelegt, jetzt werde man weiter Druck machen. Die von der ÖVP durchgesetzte Teiltauglichkeit ist für Kogler “nicht das allergrößte Problem”. Der Idee, die Grünen könnten im Ministerrat ÖVP-Vorhaben blockieren, um ihre Forderung auf Aufnahme von Flüchtlingen durchzusetzen, trat Kogler entgegen: Es gelte “immer wieder Kompromisse zu finden”, “so einfach ist der Mechanismus nicht”, man bräuchte ja eine Mehrheit im Parlament. “Wir werden ja sehen was wir bewirken”, hielt er Kritik entgegen, die Grünen könnten in der Koalition mit der ÖVP nichts durchsetzen. Dass ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner jetzt die – vor Kurzem von Grüner Seite noch massiv kritisierte – Bundesheer-Teiltauglichkeit per Erlass vorbei am Regierungspartner durchsetzt, wird, so Kogler, “nicht das allergrößte Problem sein”. Denn prinzipiell habe man das “der Richtung nach” vereinbart, er kenne den Erlass auch nicht so genau. Negative Befunde über die Grüne Regierungsarbeit insgesamt ließ Kogler nicht gelten: Die Erfolge seiner Partei würden “sich sehen lassen”, sie hätten “sehr viel durchgesetzt” im Umwelt- und Klimaschutz, in Sozialpaketen zur Corona-Krise, mit der Erhöhung des Justizbudgets und des Auslandskatastrophenfonds. Am meisten positiv überrascht ihn an der ÖVP denn auch, dass sie die “ganz ganz große Offensive” im Klimaschutz zulasse. Der Frage, was ihn negativ überraschte, wich der Vizekanzler aus: “Lassen wir’s weg, die Zeit ist um”, verwies er auf die überschrittene Interview-Zeit.

Kogler: "Stehe nicht an, mich für die Toten zu entschuldigen"