Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Die mit Donnerstag erfolgte Öffnung der österreichischen Grenzen für alle Nachbarländer außer Italien hat bereits erste reziproke Maßnahmen hervorgerufen. Ab Freitag können Österreicher ohne Beschränkungen nach Slowenien einreisen, teilte die Regierung in Ljubljana mit. Tschechien kündigte wiederum eine Grenzöffnung an, die schon in der Nacht auf Samstag erfolgen könnte. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis sagte am Donnerstag, dass Tschechien die Beschränkungen an den Grenzen zu Österreich und Deutschland sowie für Einreisende aus Ungarn früher als geplant aufheben wird. Für den Freitag um 7.00 Uhr habe er eine außerordentliche Sitzung des Kabinetts einberufen, die das beschließen sollte, kündigte Babis während seines Besuches im Karlsbader Kreis an. Laut der Nachrichtenagentur CTK schloss er nicht aus, dass die bisherigen Beschränkungen “vielleicht schon ab Freitag Mitternacht” – gemeint ist die Nacht von Freitag auf Samstag – aufgehoben würden. In der Slowakei könnte eine ähnliche Entscheidung bevorstehen, deutete Außenstaatssekretär Martin Klus an. “Ich erwarte, dass in den nächsten Stunden zumindest über Österreich, Ungarn und einige weitere Länder, die wir schon zuvor als sicher eingestuft hatten, verhandelt wird.” Die Slowakei und Tschechien hatten am Donnerstag die gemeinsame Grenze geöffnet. Am Tag der Öffnung der Grenzen Österreichs hat sich das Verkehrsaufkommen an den verschiedenen Übergängen unterschiedlich gestaltet. Während in Westösterreich – etwa in Kufstein, Salzburg, am Kärntner Loiblpass und sogar am Brenner – am Donnerstag bereits vermehrtes Verkehrsaufkommen zu beobachten war, hielt sich der Verkehr im Osten eher in Grenzen. Österreichische Europaabgeordnete haben unterdessen eine Wiederherstellung des grenzkontrollfreien Schengen-Raums gefordert. “Sobald es die Sicherheit für die Menschen in Europa und deren Gesundheit erlaubt, muss der freie Personenverkehr wieder gewährleistet sein”, sagt der ÖVP-Europaabgeordnete Lukas Mandl vor Verabschiedung einer Resolution zum Schengenraum im Justiz- und Innenausschuss des EU-Parlaments. “Unter besonderer Berücksichtigung der Ausbreitung des Virus muss die EU-Kommission als Hüterin der Verträge die volle Wiederherstellung der Reisefreiheit vorantreiben”, forderte auch die SPÖ-Europaparlamentarierin Bettina Vollath. Die FPÖ sieht indes in der Entscheidung Österreichs, seine Grenzen zu den Nachbarländern bis auf Italien zu öffnen, einen “Verrat Südtirols” durch die Volkspartei. “Es habe sich gezeigt, “dass die Autonomie Südtirols im Ernstfall keinen Pfifferling wert ist, ebenso wenig wie das Papier, auf dem die Europaregion geschrieben steht”, sagte der freiheitliche Südtirolsprecher und Nationalratsabgeordnete Peter Wurm laut Aussendung. Für Personen, die aus Italien oder nicht-angrenzenden Ländern nach Österreich einreisen, gilt nach wie vor die Pflicht zur Quarantäne bzw. einem Gesundheitsattest. Das stellte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in einer Aussendung klar. Konkret wurden Einreisen aus Kroatien als Beispiel genannt. “Wenn man z. B. in Kroatien gewesen ist und z. B. über Slowenien wieder nach Österreich einreist, ist im Moment weiterhin ein Gesundheitsattest oder eine 14-tägige Heimquarantäne erforderlich”, hieß es in der Mitteilung. Kroatien gilt als eines der beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher.

Slowenien öffnet ab Freitag Grenzen für Österreicher

Außenminister Alexander Schallenberg unterzeichnet Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Westbalkanreise in Prishtina ein Abkommen zur finanziellen Unterstützung des Kosovo im Kampf gegen das Coronavirus. Die Soforthilfe in Höhe von 250.000 Euro ist Teil eines Nothilfeprogramms der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, das zur lokalen Pandemieeindämmung beitragen soll. “Angesichts der globalen Gesundheitskrise ist Solidarität und europäischer Zusammenhalt wichtiger denn je. Mit dieser Soforthilfe zeigen wir den Staaten des Westbalkan, dass sie auf die Unterstützung Österreichs durch konkrete Hilfe vor Ort zählen können”, unterstrich Schallenberg vor dem Abflug die engen Beziehungen Österreichs zur Region.

Schallenberg: 250.000 Euro Soforthilfe für den Kosovo

Die Welt hat im Juni eine Rekordhitze erlebt: Die globale Durchschnittstemperatur habe 0,53 Grad Celsius über der Juni-Durchschnittstemperatur in den Jahren 1981 bis 2010 gelegen, teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels am Dienstag mit. Der Juni 2020 liege damit gleichauf mit dem Vorjahresmonat, dem bisher wärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Eine “außergewöhnliche Hitze” verzeichneten die Wetterexperten in Sibirien. Dort lagen die Temperaturen im Juni den Angaben zufolge zehn Grad über dem Durchschnitt. Am 21. Juni verzeichnete Copernicus im Nordosten Russlands einen Temperaturrekord – eine Stunde lang zeigte das Thermometer 37 Grad an. Die seit Jänner beunruhigend hohen Temperaturen in Sibirien führten zu einem erneuten Aufflammen von Waldbränden. Bereits im vergangenen Jahr hatten zahlreiche Großbrände in der Region gewütet. Das Ausmaß der Brände nahm in Sibirien und Teilen Alaskas im Juni so extrem zu, dass auch die Kohlenstoffdioxid-Emissionen diesen Monat einen Rekordwert erreichte. Insgesamt verursachten die Feuer einen Ausstoß von 59 Millionen Tonnen CO2. Im Zuge des durch Treibhausgase verursachten Klimawandels ist die globale Durchschnittstemperatur seit Beginn des industriellen Zeitalters bereits um mehr als ein Grad gestiegen. Klimaexperten rechnen damit, dass die globale Durchschnittstemperatur im Fünfjahreszeitraum bis 2024 einen neuen Höchststand erreichen wird.

EU-Dienst verzeichnete weltweiten Hitzerekord im Juni

Als Dank an die Mitarbeiter, die trotz der Coronavirus-Epidemie voll im Einsatz sind, hat der italienische Lebensmittelkonzern Rana einen Plan mit Gehaltserhöhungen in der Größenordnung von zwei Millionen Euro für die 700 Mitarbeiter seiner fünf Produktionswerke beschlossen. 25 Prozent mehr Lohn für jeden gearbeiteten Tag und ein Bonus von 400 Euro für Babysitter-Kosten für Eltern, sieht der Plan vor. Die Lohnerhöhung betrifft rückwirkend die Tage ab dem 9. März und den ganzen Monat April, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Das Familienunternehmen, das vor allem wegen der Produktion von Ravioli und Fertiggerichten bekannt ist, schloss eine Versicherung zugunsten aller Mitarbeiter für den Fall ab, dass sie sich am Coronavirus anstecken könnten. Hinzu wurden die Vorsichtsmaßnahmen im Unternehmen verschärft.  

Italienischer Ravioli-Hersteller Rana erhöht Gehälter

Die Trinkwasserversorgung als kritische Infrastruktur in Österreich ist krisensicher. Dies hielt die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) anlässlich des internationalen Weltwassertags am Sonntag fest. In Zeiten der Coronavirus-Krise seien Bedenken zur Wasserqualität nicht notwendig.

Österreichs Trinkwasser krisensicher