Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00
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In Linz ist am Mittwoch eine 27-jährige Frau, die mit dem Coronavirus infiziert war, gestorben. Laut Landessanitätsdirektion war die Frau wegen schwerer Vorerkrankungen bereits länger im Kepler Universitätsklinikum in Behandlung. Es handelt sich um den ersten Corona-Todesfall in Oberösterreich.

27-Jährige in Oberösterreich gestorben

Ein Richter des Obersten Gerichts in Brasilien hat die Regierung seines Landes aufgefordert, die Corona-Zahlen wieder komplett und auf der Seite des Gesundheitsministeriums zu veröffentlichen. Alexandre de Moraes sagte in einer Erklärung, dass der Staat verpflichtet sei, der Gesellschaft die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Seit Wochenende keine Gesamtzahlen veröffentlicht Seit dem Wochenende waren auf der Webseite des Gesundheitsministeriums für Corona-Statistiken nur noch täglich die in den vorherigen 24 Stunden neu registrierten Zahlen und nicht mehr die Gesamtzahlen von Infizierten und Todesopfern bekannt gegeben worden. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung begonnen, die Corona-Zahlen statt um 19 Uhr um 22 Uhr zu veröffentlichen. Damit kamen sie erst nach Ende der am meisten geschauten Nachrichtensendung des Landes. Gesundheitsexperten, Parlamentarier und Juristen kritisierten die Änderungen scharf. Ein Zusammenschluss wichtiger Medienorgane des Landes veröffentlicht mittlerweile die Corona-Zahlen mit den Daten der Bundesländer als Grundlage. Mit mehr als 700.000 Infizierten und über 37.000 Toten im Zusammenhang mit dem Virus ist das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas nach den USA derzeit weltweit am meisten von der Covid-19-Pandemie betroffen.

Brasilien muss wieder Gesamtzahlen veröffentlichen

Die am Neujahrstag vermeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich liegen mit Stand 9.30 Uhr bei 2.096 Personen. Damit liegen die positiven Fälle nach über 2.900 am Vortagwieder näher beim Wochenschnitt von knapp unter 2.000 Fällen. Mit 39 Toten sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden zudem deutlich weniger Todesfälle registriert worden als zuletzt, im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage starben täglich 68 Personen. 478 Personen starben demnach in den vergangenen sieben Tagen, womit die Zahl der Toten in Österreich seit Beginn der Pandemie nun bei 6.261 liegt. Von den insgesamt bisher 362.911 mit Virus SARS-CoV-2 Infizierten Personen sind 334.901 wieder genesen, davon wurden 1.949 in den vergangenen 24 Stunden vermeldet. Das bedeutet 21.749 aktive Fälle, womit diese Zahl wie schon am Vortag erneut gestiegen ist, wie aus den Zahlen des Innenministeriums hervorgeht. Derzeit befinden sich 2.243 Personen wegen des Corona-Virus in einem Krankenhaus und davon 385 auf Intensivstationen, womit hier 99 bzw. elf weniger als am Vortag verzeichnet wurden. In den vergangenen sieben Tagen gingen die Krankenhausaufenthalte insgesamt um 211 Personen zurück, die Zahl der Intensivpatienten verringerte sich im selben Zeitraum um 24. Mit 408 Neuinfektionen ist Niederösterreich wieder das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen, es folgen Salzburg mit 351 und Wien mit 341. Die weiteren Bundesländer sind Oberösterreich (284), Steiermark (219) und Vorarlberg (153) sowie Kärnten mit 143 neuen Fällen. 136 Fälle wurden in Tirol registriert, 61 im Burgenland. Der Anteil an positiven Tests liegt sowohl im Sieben-Tages-Schnitt wie auch innerhalb der vergangenen 24 Stunden bei über zehn Prozent. Nur Vorarlberg liegt mit 5,4 Prozent knapp am WHO-Ideal von 5,0, konträr ist die Lage in Salzburg und Kärnten, wo mit 24,8 bzw. 26,7 Prozent mehr als doppelt so hohe Werte vorliegen. Mit 155,7 ist die Siebentages-Inzidenz in Österreich erneut leicht nach oben gegangen, im Bundesländervergleich fällt hier erneut Salzburg mit 317,2 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen auf, mit großem Abstand folgen Tirol mit 197,5 und Kärnten mit 186,2.  

Neuinfektionen in Österreich mit 2.096 wieder rückläufig

Nachdem Ungarn ja über Nacht ohne Vorwarnung die Grenzen dicht gemacht hat, ist es vor dem Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland zu einem Mega-Stau gekommen. Jetzt will Ungarn die Grenze heute um 21 Uhr bis morgen 5 Uhr Früh öffnen, damit rumänische und bulgarische Staatsbürger diese gestaffelt passieren können.

Ungarn öffnet Grenze

Als Netflix 1997 von Reed Hastings und Marc Randolph gegründet wurde, war es eine Videothek, die DVDs verschickte. 23 Jahre später ist das Medienunternehmen der weltweit führende Streamingdienst, der im Wettstreit mit alten Mitbewerbern (wie Amazon Prime) und neuen Konkurrenten (Disney+, HBO Max, Peacock) auf Diversifizierung des Angebots setzt. Um seinen 183 Millionen Abonnenten umfassenden Anteil am Streamingkuchen zu behalten, setzt Netflix auf große Geschichten und neue Kooperationen. Dazu gehört auch, die Erfolgswelle zu reiten, solange es geht. Nachdem sich die Fantasyserie „The Witcher“ als Bombenerfolg herausgestellt hat (nach offiziellen Zahlen sahen im ersten Monat 78 Millionen Haushalte die Serie), beackert man das Fantasygenre weiter: Heute startet mit der Serie „Cursed“ eine Neuinterpretation der Artus-Legende, basierend auf dem Buch von Frank Miller und Tom Wheeler. Wobei sich Artus und Merlin mit modernen Zeiten anfreunden müssen, ist die Hauptfigur doch eine Frau: Nimue (Katherine Langford) mischt als auserwählte Rebellin den Männerhaufen auf; eine Coming-of-Age-Geschichte als Überbrückung zur zweiten „The Witcher“-Staffel, deren Dreharbeiten nach fünf Monaten Pause ab 17. August fortgesetzt werden. Wie durchlässig das Film- und Fernsehgeschäft mittlerweile geworden ist, zeigt eine Kooperation zwischen Netflix und der „New York Times“ (NYT): Ab heute zeigt der Streamingdienst „Soldier, Father, Son“, eine von der NYT produzierte Doku-Serie über den US-Soldaten Brian Eisch. Die NYT-Journalistinnen Catrin Einhorn und Leslie Davis begleiteten Eisch und seine Familie zehn Jahre lang – vom verantwortungsvollen Single-Vater zum in Afghanistan verstümmelten Kriegsveteranen, der die Tragödie in seinem Leben überwinden muss. Die Langzeitstudie ist Teil eines raschen, aber bislang wenig beachteten TV-Wachstumsplans der NYT, die wie Netflix auf Transformation setzt, um erfolgreich zu bleiben.

Von Masse bis Nische: Netflix tanzt auf vielen Hochzeiten

Ab Dienstag (1. September) können Nachkommen von Opfern des NS-Regimes mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die österreichische Staatsbürgerschaft einfach per sogenannter Anzeige erhalten. Basis ist eine im September 2019 vom Nationalrat beschlossene Novelle des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes. Personen, die selbst Opfer des NS-Regimes waren, konnten bisher schon die österreichische Staatsbürgerschaft auf diese Weise erwerben. Nun sind auch ihre direkten Nachfahren, also Kinder, Enkel, Urenkel, usw. berechtigt. Auch Adoptivkinder können die Neuregelung in Anspruch nehmen, wobei die Adoption allerdings als Minderjähriger erfolgt sein muss, wie es in einem Informationsblatt des Außenministeriums in Wien heißt. Dabei ist eine Doppelstaatsbürgerschaft aus österreichischer Sicht zulässig. Opfer des NS-Regimes sind im Gesetz folgendermaßen definiert: Jene Personen, “die sich als österreichischer Staatsbürger oder Staatsangehöriger eines der Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie oder Staatenloser jeweils mit Hauptwohnsitz im Bundesgebiet vor dem 15. Mai 1955 in das Ausland begeben hat, weil sie Verfolgungen durch Organe der NSDAP oder der Behörden des Dritten Reiches mit Grund zu befürchten hatte oder erlitten hatte oder weil sie wegen ihres Eintretens für die demokratische Republik Österreich Verfolgungen ausgesetzt war oder solche zu befürchten hatte”. Für die Anzeige ist laut dem Außenministerium zunächst ein Online-Fragebogen auszufüllen. Dort müssen auch Angaben zum Vorfahren gemacht werden. Die Angaben sollen es den österreichischen Behörden, insbesondere dem Nationalfonds für Opfer des Nationalsozialismus, ermöglichen, in historischen Akten und Archivbeständen Recherchen anzustellen. Der Fragebogen ist auf Deutsch, Englisch, Hebräisch (Eingabe nur mit lateinischen Schriftzeichen möglich) und Spanisch verfügbar. Das eigentliche Anzeigeverfahren wird mit Einreichung eines Anzeigenformular, das mit den Angaben aus dem Online-Fragebogen vorausgefüllt wurde, sowie zusätzlich nötiger Dokumente in Gang gesetzt. Eingereicht werden kann bei der in der Regel zuständigen Wiener Magistratsabteilung 35 (Einwanderung und Staatsbürgerschaft) oder – im Ausland – bei österreichischen Vertretungsbehörden (Botschaften, Generalkonsulate), die die Unterlagen an die MA 35 weiterleiten. Das Ministerium weist darauf hin, dass Betroffene, die die österreichische Staatsbürgerschaft erwerben, nicht automatisch Doppelstaatsbürger sind. Sie könnten ihre bisherige Staatsbürgerschaft im Rahmen der österreichischen Gesetzesregelung zwar zusätzlich zur neuen, österreichischen behalten, obwohl Österreich Mehrfachstaatsbürgerschaften in der Regel eher ausschließt. Aufgrund des Rechts im jeweils anderen Land könnten sie ihre bisherige Staatsbürgerschaft aber auch verlieren, wenn sie die österreichische annehmen. Die “Sicherstellung professioneller Betreuung von NS-Opfern und deren Nachkommen bei den Verfahren in Umsetzung des Staatsbürgerschaftsgesetzes” ist im Programm der Bundesregierung aus ÖVP und Grünen vorgesehen. Nachkommen von NS-Opfern leben heute u.a. in Lateinamerika. Der österreichische Botschafter in Buenos Aires, Christoph Meran, der nicht nur für Argentinien, sondern auch für Uruguay und Paraguay zuständig ist, sagte laut der argentinischen Zeitung “El Libertador”: “Tausende Österreicher mussten vor den Schrecken der Verfolgung des Nationalsozialismus fliehen und fanden eine neue Heimat in Argentinien, Uruguay und Paraguay. Dass Nachfahren nun die österreichische Staatsbürgerschaft erwerben können, ist eine sehr gute Nachricht und ein großer Schritt, der in meinem Land gesetzt wurde.” Auch der britische “Guardian” widmete der Angelegenheit am Sonntag einen Artikel. Demnach kommen allein in Großbritannien “Zehntausende” Bürger als NS-Opfer-Nachfahren für die österreichische Staatsbürgerschaft infrage, insgesamt seien es “mindestens 200.000”. Mit der Novellierung bringe Österreich sein Staatsbürgerschaftsrecht “auf eine Linie mit den deutschen Gesetzen”, schreibt die Zeitung. Seit dem Votum für einen EU-Austritt Großbritanniens 2016, der Ende März 2019 erfolgt ist, stehen Pässe von EU-Ländern bei Briten hoch im Kurs – auch bei der jüdischen Bevölkerung, wird Simon Albert von der Jewish Historical Society of England zitiert. Die Gesellschaft hat ein Projekt laufen. Darin beschreiben ehemalige Flüchtlinge und ihr Nachfahren ihr Motivation, warum sie nun die Staatsbürgerschaft jenes Landes, aus dem sie bzw. ihre Eltern/Großeltern/Urgroßeltern geflohen sind, beantragen. Dass die jüdische Gemeinde in Österreich durch die Vergabe der Staatsbürgerschaften und Zuzug groß anwachsen werde, wird im “Guardian” bezweifelt. Laut dem Präsidenten der Europäischen Union Jüdischer Studenten, dem Österreicher Bini Guttmann, könnten die Nachfahren von NS-Opfern als Österreicher in Österreich aber doch Präsenz zeigen: “Nachfahren wissen, wohin Intoleranz führen kann. Als Bürger würde ich sie ermutigen, mit ihrer Wählerstimme bei der Richtung, die das Land nimmt, mitzureden. So bietet das Staatsbürgerschaftsrecht mehr als historische Gerechtigkeit, denn es kann dazu beitragen, (…) für Gerechtigkeit in der Zukunft zu sorgen”, sagte Guttmann. Die Gesetzesnovelle wurde in der Zeit der Bundesregierung unter Übergangs-Kanzlerin Brigitte Bierlein vorgenommen. ÖVP, SPÖ und FPÖ hatten sich auf einen gemeinsamen Abänderungsantrag geeinigt. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien und der Nationalfonds begrüßten das im September des Vorjahres. “Mit diesem Beschluss wird die Republik Österreich ihrer historischen Verantwortung gerecht”, erklärte IKG-Präsident Oskar Deutsch damals. Er strich damals lobend hervor, dass nicht nur Österreicher, sondern neu auch Bürger der ehemaligen Donaumonarchie-Staaten umfasst sind. Außerdem seien Ungleichbehandlungen – Nachfahren von weiblichen Überlebenden konnten im Unterschied zu Kindern männlicher NS-Opfer die Staatsbürgerschaft nicht erlangen – bereinigt worden, so Deutsch. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) erklärte anlässlich des Parlamentsbeschlusses auch als Vorsitzender des Kuratoriums des Nationalfonds der Republik für Opfer des Nationalsozialismus: “Österreich ist eine starke und gewachsene Demokratie und hat sich in den letzten Jahrzehnten auch den schweren Zeiten seiner Geschichte gestellt. Die Möglichkeit Nachkommen von Holocaustopfern die österreichische Staatsbürgerschaft zu verleihen, ist ein Zeichen der Verantwortung und des tiefen Respektes auch der nachfolgenden Generationen den Opfern des Holocausts gegenüber.”

NS-Opfer-Nachfahren erhalten leichter Staatsbürgerschaft