Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich vor einer zu raschen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Krise gewarnt. “Die WHO will die Aufhebung der Beschränkungen genauso wie jeder andere auch”, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Eine vorschnelle Beendigung könne aber zu einem “tödlichen Wiederaufleben” der Coronavirus-Pandemie führen. “Der Weg nach unten kann genauso gefährlich sein wie der Weg nach oben, wenn er nicht richtig gehandhabt wird.” Der WHO-Chef sagte weiter, er arbeite mit den Ländern an Strategien, wie die Maßnahmen schrittweise gelockert werden könnten, aber es könne gefährlich sein, dies zu schnell zu tun.

WHO warnt vor vorschneller Aufhebung der Maßnahmen

Die Feuerwehr stand Freitagabend bei einem Kabelbrand in einem Weinlokal in der Welser Altstadt im Einsatz. Der Brand konnte rasch gelöscht werden.

Feuerwehr bei Kabelbrand in einem Weinlokal in der Welser Altstadt im Einsatz

Trotz der Coronavirus-Pandemie haben in Japan Zehntausende Menschen das Olympische Feuer bewundert. Mehr als 50.000 Menschen strömten am Samstag zum Bahnhof Sendai in der Präfektur Miyagi, wo die Flamme in einem goldenen Kessel gezeigt wurde. Die Warteschlange war japanischen Medienberichten zufolge teilweise 500 Meter lang. Die Olympischen Spiele in Tokio sind eines der wenigen sportlichen Großereignisse in diesem Jahr, das nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie noch nicht abgesagt wurde. Zuletzt war der Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) aber massiv gewachsen.

Japan: 50.000 Menschen beim Olympischen Feuer

Es beginnt mit einem gesprochenen Gedicht – was schon mal ein guter, feierlicher Anfang ist für einen Konzertfilm über einen Songpoeten. “Once there was a song…”, deklamiert Nick Cavemit seinem klangvollen Bariton, danach geht es um Elvis Presley, Las Vegas, die Flügel einer Taube und dunkle Liebesbotschaften. Der vor knapp 63 Jahren in Australien geborene, seit langem in England lebende Sänger durchschreitet die leeren Räume des Londoner Alexandra Palace und setzt sich ans Klavier, um als Solist ganz ohne Publikum seine Lieder für Coronazeiten zu singen. Der Auftritt aus dem Juni wird am Donnerstag (23. Juli) als “globales Streaming-Event” präsentiert. “Idiot Prayer – Nick Cave Alone at Alexandra Palace” dürfte all jene bestärken, die den Singer-Songwriter für eine der faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit halten. Das anfangs rezitierte Gedicht “Idiot Prayer” stammt von der puristischen Pianoballaden-Platte “The Boatman’s Call” (1997), Cave singt den rätselhaften Text dann mit mächtiger Stimme gleich noch zum Auftakt seines gut 80-minütigen Konzertprogramms. Die Lieder sind der gedrückten, wie so oft bei diesem Künstler auch düsteren Stimmung angemessen – traurige Musik für eine katastrophale Pandemie eben. “Sad Waters” etwa – erstmals tauchte das Stück 1986 auf “Your Funeral … My Trial” auf, einem frühen Werk von Nick Cave & The Bad Seeds. Diese kongeniale, bis heute existierende Rockgruppe hat der Sänger, den Kontaktbeschränkungen und Corona-Abstandsregeln entsprechend, für seinen neuen Konzertfilm außen vor gelassen. Auch Grinderman, Caves ruppige Zweitband, taucht im Alexandra Palace nur mittels Songauswahl auf (“Palaces Of Montezuma”, “Man In The Moon”). Besonders berührend gelingen im Londoner Solokonzert “Girl In Amber” und “Waiting For You” – zwei Lieder aus aktuelleren Alben, die der Musiker seinem bei einem Unfall getöteten Sohn Arthur widmete. Diese mit enormer Konzentration gesungenen und gespielten Stücke enthalten – wie auch die monumentalen Epen “The Mercy Seat” und “Galleon Ship” – typische Facetten des Songdichters Cave: Trauer, Angst, Melancholie, Pessimismus, aber auch Romantik und christliches Hoffen auf Erlösung durchziehen sein Gesamtwerk aus fast vier Dekaden. Der Film “Idiot Prayer” geht auf Caves Soloauftritte aus dem vorigen Jahr zurück. “Ich mochte es, bei diesen Shows dekonstruierte Versionen meiner Lieder zu spielen (…)”, sagt er. “Ich spürte, dass ich die Songs wiederentdeckte, und begann darüber nachzudenken, im Studio diese neu erschlossenen Versionen bei Gelegenheit noch mal aufzunehmen. Doch dann ging die Welt bekanntlich in den Lockdown. Die Welttournee mit den Bad Seeds wurde verschoben, Studios und Veranstaltungsorte machten zu. Und die Welt fiel in eine unheimliche, selbstreflexive Stille.” Zu dieser Stille passen die in einer nur sehr sparsam ausgeleuchteten Konzerthalle aufgenommenen, andächtigen Cave-Songs aus mehreren Karriere-Jahrzehnten perfekt. Der 62-Jährige mit der pechschwarzen Prinz-Eisenherz-Frisur wirft sich hinein in seine intensiven Klaviermelodien, einmal lacht er kurz über einen Anflug von überzogenem Pathos. Am Ende verlässt Nick Cave den Saal durch eine offene Tür – dem gleißenden Licht entgegen. Mit Stimmungen und Symbolbildern wusste er schon immer zu spielen. “Idiot Prayer” ist der dritte Cave-Film in einer Trilogie, nach “20.000 Days On Earth” (2014) und “One More Time With Feeling” (2016). Die Heldenverehrung für den Sänger und Romanautor (“Der Tod des Bunny Munro”) befindet sich gerade auf einem Höhepunkt. Seine Live-Auftritte mit den Bad Seeds waren zuletzt hoch emotionale, auch tränenreiche Begegnungen eines Künstlers mit seinem Publikum. Und in Kopenhagen wurde kürzlich, coronabedingt verspätet, die Ausstellung “Stranger Than Kindness” mit rund 300 Objekten aus Nick Caves kreativer Welt eröffnet – eine besondere Ehre für einen Rockmusiker.

Streaming-Film von Nick Cave: Traurige Musik für eine katastrophale Pandemie

Es kracht zunehmend im olympischen Gebälk. IOC-Präsident Thomas Bachspielt in der Frage nach der Austragung der Olympischen Spiele 2020 in Tokio weiter auf Zeit. “Die Absage würde den olympischen Traum von 11.000 Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam zerstören”, sagte der 66-jährige Deutsche. “Eine solche Absage wäre die am wenigsten faire Lösung.” Die Absage-Befürworter dürften aber das medizinische Fachpersonal mit im Boot haben. “Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können”, sagte etwa Virologe Alexander Kekule in der ARD-“Sportschau”. In Japan stehe die “ganz große Welle” an Infizierten noch aus, eine Austragung sei unverantwortlich. “Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung”, betonte Kekule.

IOC erntet in Austragungsfrage zunehmend Widerspruch

Christine Schöpf zieht sich nach 40 Jahren – erst als berichterstattende Journalistin, dann als Gestalterin und schließlich als Co-Direktorin – aus der operativen Arbeit in der Ars Electronica zurück. “40 Jahre sind genug, das sollen die Jungen machen”, sie habe sich das reiflich überlegt, meinte sie im APA-Gespräch. Das bisher gemeinsam geleitete Animation Festival übernimmt Jürgen Hagler. “Ich hab das so lange gemacht und ich habe es irrsinnig gern gemacht”, betonte Schöpf. Aber vieles in der Arbeit habe sich geändert, gerade heuer durch den Coronavirus. “Die haben das großartig gemacht”, lobte sie Emiko Ogawa und das Prix-Team. Doch “ich möchte nicht, dass es wirkt als würde ich wegen Corona ein sinkendes Schiff verlassen, denn die Ars Electronica wird so schnell nicht untergehen”, streute sie allen Mitwirkenden Rosen und bedankte sich besonders bei Hannes Leopoldseder, von dem sie viel gelernt habe. Sie ziehe sich ganz zurück, will “kein Muppet auf dem Balkon” sein, wie sich auch in einer Pressekonferenz am Montag in Linz betonte. Schöpf war 1979 als junge Journalistin dabei, als die Klangwolke aus der Taufe gehoben wurde. 1980 schlug die studierte Germanistin und Romanistin ein Symposion Literatur und Technologie als Teil des Ars Electronica Festivals vor und erhielt den Auftrag dafür von Leopoldseder, damals ORF-OÖ-Intendant und Mit-Initiator der Klangwolke. “Ich werde nie vergessen, ich wollte unbedingt den Alain Robbe-Grillet, den Mitbegründer des Nouveau Roman und Filmemacher, und ich hab den so was von sofort gekriegt, unglaublich”, freut sich Schöpf noch Jahrzehnte später über das gelungene Engagement und die Chance, selbst zu kuratieren. Hauptberuflich war Schöpf von 1981 bis 2007 Abteilungsleiterin Kultur und Wissenschaft mit dem Schwerpunkt auf die Ars Electronica beim ORF Oberösterreich “und die Ars war das Hobby, der Nebenjob”. In den sei sie immer mehr hineingewachsen, das hätten ihr auch zwei sehr engagierte Assistentinnen ermöglicht. “Am Anfang war das relativ fremd. Ich hab Literatur studiert und mit dem Ganzen, den Computern, nichts zu tun gehabt.” Die Idee eines Computers, zu dem alle Menschen Zugang haben, habe sie aber fasziniert. “Nachdem ich keine Ahnung hatte, fing ich an zu lesen.” Learning by doing und viele Gespräche hätten ihren Weg bereitet. 1986 kam es durch ein Sponsoring von Siemens zur “Videonale”. Werkaufträge von Computer- und Videokünstlern wurden bei der Ars Electronica in einer Live Video Vernissage präsentiert und live im Fernsehen gesendet. “Fernsehwoche der anderen Bilder, jeden Tag second prime time war Videokunst”, schwärmt Schöpf noch heute. Im Jahr darauf konzeptionierte sie den Prix Ars Electronica, leitete ihn 17 Jahre, auch das Animation Festival entwickelte die umtriebige Kulturarbeiterin und kuratierte es zuletzt gemeinsam mit Jürgen Hagler. Nun vollzog sich ein Generationenwechsel und Christine Schöpf übergab endgültig an Hagler, den Prix leitet Ogawa. “Ich fahre nicht mehr auf Konferenzen, früher bin ich regelmäßig nach Amerika geflogen, habe Leute kennengelernt. Mein ganzes Netzwerk ist so entstanden. Wenn du das nicht mehr pflegst, da kannst du YouTube schauen, was du willst, da ist natürlich viel drin, aber du hast nicht die Gespräche und Diskussionen.” Und was macht sie ohne Ars Electronica? “Faul sein. Kochen. Lesen”, lacht die Ex-Direktorin mit dem markanten schwarzen Pagenkopf. Freilich sei durch Corona manches anders, Belletristik habe sie zugunsten von viel Zeitungslektüre aufgeschoben wie auch ein geplantes Geburtstagsfest zum 80. von Hannes Leopoldseder mit früheren Kollegen. “Ich bin froh über meinen großen Garten, ich kann viel raus, sonst habe ich mich in dieser Zeit sehr zurückgehalten”, ist Schöpf immer noch vorsichtig.