Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00
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  1. Elke Mascherbauer sagt:

    😔😔😔

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Der Bürgermeister des italienischen Ortes Stazzema, in dem es 1944 ein Nazi-Massaker gab, und der dortige Friedenspark haben an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, sich in der Corona-Krise stärker für Europa einzusetzen. “Das nächste Opfer von Covid-19 wird Europa sein, wenn es keine Solidarität mehr zwischen den Staaten gibt”, steht in einem Schreiben aus Italien.

Toskanischer Bürgermeister schrieb an Merkel

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrerinformierten heute zum Thema „Urlaub in Österreich“. Wie geplant werde man den Tourismus in Österreich ab dem 29. Mai schrittweise hochfahren, so Kurz. Klar sei aber, dass dies ein “Soft-Start” werde, konkretisierte Köstinger. Stufenweise Grenzöffnungen zu Deutschland seien angedacht. „Wir sind derzeit im Gespräch mit anderen Nachbarstaaten Österreichs, wie Tschechien oder die Schweiz, die das Virus ähnlich gut im Griff haben“, so Köstinger. Den Gästen wolle man ein “Maximum an Sicherheit” und ein “Maximum an Freude” ermöglichen. Urlaub in Österreich stehe für „sich wohlfühlen aber sicher sein“, so Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer. In den Hotels und Tourismusregionen sollen Mitarbeiter deswegen großflächig getestet werden, um sicherzustellen, dass das Virus nicht verbreitet wird. Die Kosten dafür soll der Bund übernehmen. Der Urlaub in Österreich sei damit so sicher, wie kaum in einem anderen Land der Welt, so der Bundeskanzler. Köstinger appellierte erneut an die Österreicher, den Urlaub im eigenen Land zu verbringen. Dafür soll eine 40 Millionen Euro teure Werbe-Kampagne ausgerollt werden.

"Einem Urlaub in Österreich steht nichts mehr im Wege"

Zwei schwer an Covid-19 erkrankte Männer aus Frankreich sind am Mittwochabend zur Behandlung nach Salzburg geflogen worden. Um 18.30 Uhr landete ein aus der nordostfranzösischen Stadt Metz kommender Militärhubschrauber mit zwei Patienten am Flughafen, für 20.00 Uhr wurde ein weiterer Hubschrauber aus Deutschland mit einem dritten Patienten an Bord direkt auf dem Gelände des Spitals erwartet.

Erkrankte Franzosen zur Behandlung in Salzburg gelandet

16 Feuerwehren standen Dienstagnachmittag bei einem Großbrand eines Bauernhofes in Offenhausen (Bezirk Wels-Land) im Einsatz.

Großbrand auf Bauernhof in Offenhausen - 16 Feuerwehren im Einsatz

Selten gibt es so viele Anlässe, mit einem von Österreichs prominenten Aushängeschildern des Klassikbetriebes zu sprechen, wie derzeit mit Franz Welser-Möst: Der Dirigent wird am 16. August 60 Jahre alt, veröffentlicht am 10. August seine Autobiografie unter dem Titel “Als ich die Stille fand” und am Samstag (1. August) steht er am Pult der “Elektra” zum Auftakt der Salzburger Festspiele 2020. Mit der APA sprach der gebürtige Linzer deshalb über eine gewachsene Respektlosigkeit im Klassikbetrieb, die Parallelen von Alexander Pereira mit einem kleinen Kind und seine Freude an den Besessenen. APA: Sie galten im Gegensatz zu manchem Kollegen stets als jemand, der sehr viel Wert auf sein Privatleben legt. In Ihrer Autobiografie “Als ich die Stille fand” berichten Sie nun aber vieles, das durchaus intim ist. Was hat Sie dazu bewogen? Franz Welser-Möst: Mein Ghostwriter Axel Brüggemann (lacht). Wir haben viele, lange Gespräche geführt, die er zu Papier gebracht hat. Daraufhin ist dann ein langer Prozess der Korrekturen gefolgt, da es am Ende ja doch mein Buch werden sollte. Ich sehe es aber weniger als Autobiografie. Es geht darum, dass anhand von autobiografischen Teilen meines Lebens erzählt wird, welche Einstellung ich warum zu welchen Themen habe. Denn alles hat ja einen Hintergrund. APA: War Ihnen diese Zielrichtung von Beginn an klar? Welser-Möst: Unser Zielpublikum war nicht von vornherein klar. Es hat sich erst sukzessive herausgestellt, dass es ein Buch ist, das jungen Künstlern den Mut machen soll, ihren eigenen Weg zu gehen. Ich bin in meiner Karriere viel geprügelt worden. Aber wir leben in einer Zeit, in der es viele stromlinienförmige Karrieren gibt, bei denen man sich mit Äußerlichkeiten zufriedengibt. APA: Sehen Sie sich als ernsthaft arbeitender Künstler als aussterbende Spezies? Welser-Möst: Ich treffe immer wieder junge Künstler, die dieses Showbusiness nicht wollen, was mich optimistisch macht. Entsprechend kämpfe ich an gegen das, was man einen Hype nennt. Das hat seinen Ursprung Ende der 80er-Jahre, als die Klassikbranche begonnen hat, ihre Produkte mit Methoden zu bewerben, die man aus dem Popbereich kannte. Das ging los mit CD-Covern mit nassen T-Shirts und so weiter. Das hat vieles an Tiefgang beseitigt. APA: In diesem Zusammenhang sehen Sie auch die Rolle der Medien kritisch? Welser-Möst: Aufseiten der Medien herrscht oftmals eine gewisse Respektlosigkeit herrscht. Respektlosigkeit geht immer Hand in Hand mit Oberflächlichkeit. Man kann sehr schnell über andere urteilen. Aber diese Schnelligkeit ist zugleich der Feind eines profunden Urteils. Je leichter man es sich macht, umso oberflächlicher ist es dann. Unser Betrieb braucht aber Ernsthaftigkeit. Wir sollten die Leute nicht für dumm verkaufen und ihnen ein X für ein U vormachen. APA: Sehen Sie den von Ihnen kritisierten Lärm der Zeit als allgemeines Phänomen unserer Epoche? Welser-Möst: Kunst ist ja nicht abgenabelt von der Zeit, in der sie stattfindet, auch wenn sie – wie in meinem Fall – reproduzierende Kunst und mithin ein Handwerk ist. Ich finde es deshalb ja auch absurd, wenn reproduzierende Künstler als Genie bezeichnet werden. Aber wir leben in einer Zeit, in der alles ins Extreme gebracht werden muss. Die Sprache von US-Präsident Donald Trump ist da ja kein Einzelphänomen. Die Undifferenziertheit, gegen die kämpfe ich an. APA: Sie beleuchten in ihrem Buch unter anderen zwei Weggefährten ausführlich: Alexander Pereira und Dominique Meyer. Während Sie letzteren hart kritisieren, zollen Sie Pereira bei allen Konflikten doch auch großen Respekt. Dabei ist er doch der Großmeister des Verkaufens von Klassik… Welser-Möst: Das stimmt zwar. Aber am Ende des Tages ist Pereira wie ein kleines Kind, das vor dem Christbaum steht und sich freut. Diese Art des Staunens, die er sich bewahrt hat, bedeutet, dass er nach wie vor für die Kunstform unglaublich brennt. Und das ist das Wichtigste. APA: Es ist also ein Verkaufen um der Sache willen…. Welser-Möst: Naja, das ist bei ihm doch ein wenig komplexer… Aber unter dem Strich ist er ein Besessener. Auch ein Markus Hinterhäuser ist ein Besessener – wenn auch seiner ganz eigenen Art. Und für Ioan Holender gilt das Gleiche. Wir brauchen diese Besessenen! APA: Kann man im Umkehrschluss zusammenfassen, dass Ihr Konflikt mit dem damaligen Staatsopernchef Dominique Meyer daher rührt, dass Sie ihn hier nicht einordnen würden? Welser-Möst: Ja. Ganz genau. APA: Sie haben jüngst konstatiert, dass die Staatsoper unter der Ägide von Meyer international an Relevanz verloren habe. Ist solch ein Schaden in absehbarer Zeit reparierbar? Welser-Möst: Ich glaube, dass das Interesse ganz schnell wieder vorhanden ist, wenn interessante Projekte stattfinden. APA: Sehen Sie den vom neuen Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic verfolgten Ansatz, mit möglichst vielen, teils zugekauften Inszenierungen einen schnellen Wechsel des Repertoires zu erreichen, hier zweckdienlich? Welser-Möst: Absolut. Die Gespräche mit Bogdan Roscic, die ich in den vergangenen drei Jahren seit seiner Ernennung geführt habe, haben mir gezeigt: Das ist ein hochintelligenter, leidenschaftlicher Mensch. Und er ist einer, der tatsächlich Berge versetzen will. Das ist die ideale Voraussetzung, dass sich zumindest der eine oder andere Hügel bewegt. Natürlich kann nicht alles funktionieren, aber Roscic scheut kein Risiko – und das ist ein Zeichen von Leadership. APA: Ist nach Ihrem vorzeitigen Ausscheiden als Generalmusikdirektor der Staatsoper 2014 denkbar, solch einen Posten in ihrer Karriere nochmals anzunehmen? Welser-Möst: Das ist endgültig für mich abgeschlossen. Das hat damit zu tun, dass man, wenn man an einem Opernhaus wirklich etwas bewegen will, zehn Jahre benötigt. Und ich werde nun 60 Jahre alt. Das mache ich nicht mehr. APA: Zugleich geht ein Dirigent ab einem gewissen Niveau ja nicht in Pension, oder? Welser-Möst: Ich höre 2027 in Cleveland definitiv als Chefdirigent auf und werde dann nur mehr Projekte machen, die mir Freude bereiten. Wenn sie 25 Jahre lang der Chef von einem der fünf besten Orchester der Welt waren, was will man da mehr? Man muss dann einfach auch zum rechten Moment gehen. Ich habe mir nie erträumt, dass ich soweit komme, wie ich gekommen bin. Ich habe alles erreicht, was man als Dirigent erreichen kann. Ich denke nicht mehr an Karriere. Ich komme jetzt in eine Phase, in der es um Herzensangelegenheiten geht. APA: Zum Abschluss stellt sich in der Coronakrise die Frage: Kann das Kulturleben trotz aller Einschnitte aus diesem Schock vielleicht zu neuem Zusammenhalt, zu einer neuen Qualität finden? Welser-Möst: Ich habe vor kurzem mit (Pianist, Anm.) Igor Levit darüber gesprochen. Und wir waren uns beide einig: Die Hoffnung ist klein. Aber es ist immerhin eine Hoffnung. APA: Irreparable Schäden an der Kulturlandschaft befürchten Sie nicht? Welser-Möst: Wichtig ist, dass der Humus, auf dem auch ich damals gewachsen bin – also die Kleinen, die die Basisarbeit leisten – nicht weggeräumt wird. Ein Beispiel dafür war die Jeunesse, die ursprünglich angekündigt hatte, dass sie sich die Konzerte in den Bundesländern nicht mehr leisten kann. Mich hat es schockiert, dass da kein Aufschrei erfolgt ist – weder von Künstlern noch Politikern. Aber so eine Krise deckt auch den wahren Charakter auf. APA: Sie hat das Desinteresse der Kulturpolitik überrascht? Welser-Möst: Es ist leicht, immer auf die Politik zu schimpfen. Auch die mangelnde Solidarität unter den Künstlern hat mich schockiert. APA: Das ist jetzt aber ein depressives Ende für unser Gespräch… Welser-Möst: Ach nein: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Franz Welser-Möst: "Wir brauchen die Besessenen!"

Am Freitag endet zunächst in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland ein bisher einzigartiges Schuljahr. Aufgrund der Corona-Pandemie schlossen die Schulen im März für mindestens neun Wochen. Selbst Volksschüler wissen jetzt zumindest ansatzweise, was Home Schooling und Distance Learning heißt und wie ein Schichtbetrieb funktioniert. Das kommende Schuljahr soll wieder normal starten. Etwas ungewöhnlich, wenn auch für die Schüler nicht merkbar, hatte das Schuljahr bereits begonnen: Mit Iris Rauskala stand vorübergehend eine Übergangs-Ressortchefin an der Spitze des Bildungsministeriums, erst Anfang Jänner kehrte mit Heinz Faßmann (ÖVP) wieder ein Mitglied einer Koalitionsregierung als Bildungsminister zurück. Bereits Ende Februar wurde dann der erste Corona-Fall an einer Schule bekannt. Am 10. März wurden zunächst Ausflüge, Reisen und Schulveranstaltungen bis auf Weiteres ausgesetzt, am 16. März schlossen bis auf einen Notbetreuungsbetrieb de facto alle Schulen. Auf dem Tagesplan stand dann Homeschooling – bzw. sollte es zumindest stehen. In der Theorie sollten bis Ostern zunächst bereits durchgenommene Lerninhalte vertieft, nach Ostern dann auch neuer Stoff erarbeitet werden. Die Leistungen daraus flossen in die Mitarbeitsnote ein. Die Wahl der Mittel unterschied sich dann aber und reichte von Funkstille über kopierte Zettel bis zur Nutzung diverser Lernplattformen, Videokonferenzen etc. Wie das funktioniert hat, darüber gibt es mittlerweile zahlreiche Studien und mindestens ebenso zahlreiche unterschiedliche Meinungen von Eltern, Schülern und Lehrern. Hauptkritikpunkte: Die unterschiedliche Erreichbarkeit der Lehrer, die Vielzahl an genutzten Lernplattformen auch an einer einzigen Schule sowie die unterschiedlich umfangreichen Arbeitsaufträge an die Schüler. Darüber hinaus zeigte sich, dass Schüler für ihre Lehrer teils nicht erreichbar waren. Im Bildungsministerium geht man von rund sieben Prozent der Schüler aus, an Brennpunktschulen dürfte der Anteil wesentlich höher gelegen haben. Als Reaktion verteilten sowohl Bund als auch Länder wie Organisationen Leih-Laptops. Die Schulen öffneten dann wieder Anfang Mai: Die Abschlussklassen kehrten am 4. Mai für die Vorbereitung auf die Matura bzw. den Schulabschluss zurück. Für die Schüler an Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen startete der Präsenzunterricht am 18. Mai und für die restlichen Schüler am 3. Juni. Auch dann galten aber Hygienevorgaben wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes abseits vom eigenen Platz (bis Ende Mai) sowie (außer in den Abschlussklassen) ein Schichtbetrieb, für den die Klassen in zwei Teile geteilt wurden, die sich in unterschiedlichen Intervallen mit dem Unterricht abwechseln. Schularbeiten fanden keine mehr statt, auch andere schriftliche Leistungsüberprüfungen nur mehr in Ausnahmefällen. Das Sonderjahr schlug sich auch in Sonderregeln nieder: Die schriftliche Matura wurde zunächst um drei Wochen verschoben und fand dann in höchstens drei Fächern statt. Die Schüler erhielten (wegen Vorgaben zum Lüften der Räume) eine Stunde zusätzlich Zeit, außerdem setzte sich die Maturanote erstmals zu je 50 Prozent aus der Prüfungsnote und der Note der Abschlussklasse zusammen. Die mündliche Matura war nur freiwillig zu absolvieren – wer nicht antrat, erhielt die Note aus dem Jahreszeugnis der letzten Klasse als Maturanote. Diese Regelung gilt auch noch für den Matura-Nebentermin im Herbst. Ebenfalls als Reaktion auf die langen Schließungen gibt es heuer eine andere Regelung für das Sitzenbleiben: Mit nur einem Fünfer im Zeugnis dürfen Schüler jedenfalls in die nächste Klasse aufsteigen. Auch bei zwei oder mehr Nicht Genügend ist der Aufstieg ohne Wiederholungsprüfung dann möglich, wenn sich die Lehrerkonferenz dafür ausspricht. Das kommende Schuljahr soll nach den derzeitigen Plänen wieder ganz normal starten, also ohne Sonderregelungen oder Schichtbetrieb. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) zuletzt mehrfach angekündigt. Auf lokale Infektionsfälle soll (wie schon jetzt) mit einer Quarantäne für die betroffene Klasse reagiert werden, bei mehreren betroffenen Klassen eventuell für die ganze Schule. Vom laufenden Schuljahr vermutlich bleiben wird künftig die Einbeziehung des Jahreszeugnisses in die Maturanote. Und die heuer erstmals stattfindende Sommerschule in den beiden letzten Ferienwochen soll auch in den kommenden Jahren auf dem Stundenplan stehen.

Bisher einzigartiges Schuljahr endet am Freitag