Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Die Arena von Verona hat zwar wegen der Coronakrise das vom Juni bis September geplante Opernfestival auf Sommer 2021 verschieben müssen, das Operntheater verzichtet jedoch nicht auf Konzerte in den kommenden Monaten. So stellte Intendantin Cecilia Gasdia am Freitag das Programm der Sommeraufführungen vor, die vom 25. Juli bis zum 29. August geplant sind. “Die Musik muss in unserer Stadt nach der Coronapandemie wieder erklingen. Natürlich können wir keine Events wie in den vergangenen Jahren organisieren, doch wir bieten Zuschauern Aufführungen in einer außerordentlichen Arena, in der aus Sicherheitsgründen weniger Zuschauer zugelassen werden. Das Publikum wird wie nie zuvor die Grandiosität des größten Operntheaters der Welt erleben können”, sagte Arena-Intendantin Gasdia bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung der Saison am Freitag in Verona. Gasdia betonte, sie hoffe, von den Behörden die Genehmigung für eine Ausdehnung der Zuschauerzahl bei den Konzerten in der Arena von 1.000 auf 3.000 Personen zu erhalten. Dabei soll ein entsprechender Abstand zwischen den Zuschauern des Freilufttheaters garantiert werden. Vor der Coronakrise konnten bis zu 15.000 Zuschauer in die Arena. Die Aufführungen finden alle in Form von Konzerten statt und werden wegen der Coronavorbeugungsmaßnahmen lediglich eineinhalb Stunden ohne Pause dauern. Die Bühne wurde verkleinert, der Chor auf 90 Mitglieder reduziert.

Verona hofft dank Netrebko, Domingo & Co. auf österreichische Gäste

Keine täglichen Fahrten zur Arbeit, weniger Flüge, sinkende Luftschadstoffwerte: Kurzzeitige Veränderungen haben zwar positive Effekte auf die Umweltsituation, dürften aber für eine Trendumkehr beim Klimawandel nicht relevant sein. Die aktuellen “Notlösungen” könnten laut dem Grazer Klimaökonomen Karl Steininger dennoch eine nachhaltige Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft vorantreiben.

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Bekannte deutsche Serien wollen die Corona-Krise bis auf Weiteres konsequent ignorieren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Man will dem TV-Publikum eine halbe Stunde Auszeit vom Thema bieten. In der Realität tobt das Virus, doch auf dem Fernsehbildschirm herrscht eine coronafreie Welt: Das gilt für die “Rosenheim-Cops” in Bayern ebenso wie das “Großstadtrevier” im hohen Norden, für “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” (GZSZ) und “Sturm der Liebe” ebenso wie für “Berlin – Tag & Nacht”. “Inhaltlich thematisieren wir Corona aktuell nicht”, teilt eine Sprecherin der Ufa auf Anfrage mit. Die Ufa produziert beispielsweise die Seifenopern-Dauerbrenner “Unter Uns” und eben “GZSZ”, wo gerade um Serienfigur Alexander getrauert wird – mit viel Abstand und ohne tröstende Umarmungen. Ein Einzelfall ist das nicht – ganz im Gegenteil. Alle angefragten Serien wollen genau so verfahren: Pandemie? Welche Pandemie? Die Geschäftsführung von “Studio Hamburg”, das den Hamburger Klassiker “Großstadtrevier” und die Telenovela “Rote Rosen” produziert, teilt mit, “dass die Covid-19-Pandemie keine Rolle in den Drehbüchern und Geschichten spielen wird” – und nennt auch Gründe dafür: “Erstens verhalten sich Zuschauer eskapistisch und wollen in fiktionalen Formaten nicht mit der Realität konfrontiert werden”, heißt es dort. “Zweitens sind Serien repertoirefähig, das heißt, sie werden als Wiederholungen auf anderen Sendeplätzen auch noch in einigen Jahren eingesetzt werden, wenn es – hoffentlich – kein Corona mehr gibt.” Auf die Dreharbeiten hat Corona zwar große Auswirkungen. Strenge Hygienepläne wurden ausgearbeitet, es muss viel Abstand geben zwischen den Schauspielern. Bei den “Rosenheim-Cops” wurde sogar das Set umgebaut. Und bei einigen Serien finden die Proben mit Masken statt. Doch gedreht wird dann ohne. In der fertigen Folge soll man die Masken, die in der Realität inzwischen das Stadtbild prägen, nicht sehen. “Wir haben uns bewusst entschieden, unserem Publikum eine halbe Stunde Auszeit vom Thema Corona zu bieten und greifen dieses deshalb in “Dahoam is Dahoam” inhaltlich nicht auf”, teilt der Bayerische Rundfunk auf Anfrage zu seiner Erfolgs-Seifenoper mit. “Viele positive Reaktionen von Zuschauerinnen und Zuschauern im Netz bestärken uns in dieser Entscheidung.” RTL 2 führt vor allem ganz praktische Gründe an, warum das Virus auch in “Berlin – Tag & Nacht” oder “Köln 50667”, Sendungen, die sich als “Reality-Soaps” verstehen, keine Rolle spielen wird: Bei Produktionsvorläufen von bis zu acht Wochen sei das schlicht nicht möglich. Vom Tisch sei das Thema damit aber nicht, betont ein Sprecher. “So unterstützen wir mit “Köln 50667″ beispielsweise das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bei der Aufklärung zur Corona-Pandemie. Abseits des Serieninhaltes, aber sehr wohl auf allen relevanten Plattformen und mit großem Erfolg.” Bavaria Fiction, die “Die Rosenheim-Cops” und “Sturm der Liebe” produzieren, teilen mit: “Eine Pandemie passt inhaltlich nicht zur Ausrichtung der beiden Serien.” Darum finde Corona dort nicht statt. “‘Sturm der Liebe'” ist ein modern erzähltes Märchen, ‘Die Rosenheim-Cops’ legen mit Witz und Charme vor der malerischen Kulisse des Alpenvorlandes den Bösewichtern das Handwerk.” In beiden Serien sollen “die Zuschauer bewusst vom Alltag abschalten und in eine fiktionale Welt eintauchen, die Sorgen und Nöte der realen Welt bleiben außen vor”. Eine Art Flucht “Das zentrale Konsumentenbedürfnis, das viele Fiction-Serien adressieren, ist das des Eskapismus: Die Zuschauen wollen flüchten aus ihrer realen Welt mit allen nervigen Details und Beschränkungen”, sagt Thorsten Hennig-Thurau, Professor für Marketing und Medien an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Insofern hätten die Serienmacher mit ihrem Vorgehen wahrscheinlich Recht, so der Forscher. Ganz risikofrei sei das aber nicht. “Wir merken, dass soziale Distanz und Masken zunehmend zu einem Teil unseres Alltags werden, so dass fiktionale Angebote aufpassen müssen, dass sie nicht von den Zuschauern als unrealistisch gesehen werden.” Bei den Serien “Um Himmels Willen”, “Der Bergdoktor” und “Die Bergretter”, die alle von der Firma ndf produziert werden, waren die Drehbücher schlicht schon fertig und damit war kein Platz mehr für Corona, wie Geschäftsführer Matthias Walther sagt. Ob die Geschichten auch künftig coronafrei bleiben sollen, lässt er offen. “Vielleicht wird das Ganze eines Tages ein Thema, das hängt sicher von der weiteren Entwicklung dieser Pandemie ab.”

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