Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

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Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00
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Drei Monate nach Verhängung des Corona-bedingten Lockdowns und der Verlagerung von politischen Gesprächen in den virtuellen Raum findet heute wieder ein internationales Ministertreffen in Wien statt. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) empfängt seine Amtskollegen aus Tschechien (Tomas Petricek), der Slowakei (Ivan Korcok), Slowenien (Anze Logar) und Ungarn (Peter Szijjarto) persönlich. Petricek, Korcok, Logar und Szijjarto sind auch das erste Mal zu Besuch bei Schallenberg in Wien. Bei den Gesprächen soll es zu einem Erfahrungsaustausch der intensiven nachbarschaftlichen Zusammenarbeit in der Coronakrise sowie Perspektiven in der außenpolitischen Kooperation gehen, wie eine Sprecherin des Außenministeriums im Vorfeld mitteilte. Österreich hatte seine Grenzen vor eineinhalb Wochen für die Nachbarländer geöffnet. Seit dem 4. bzw. 5. Juni sind bei der Einreise aus diesen vier Ländern kein negativer Coronatest oder 14-tägige Quarantäne mehr vorgeschrieben. Auch untereinander haben die Länder ihre Reisebeschränkungen aufgehoben.

Außenministertreffen in Wien

Trotz Coronakrise sind die Österreicher einer Umfrage zufolge in relativ starker Reiselaune. 84 Prozent der Befragten planen heuer einen Sommerurlaub. Angesichts der Reisebeschränkungen infolge der Covid-19-Pandemie wollen fast vier Fünftel (78 Prozent) zumindest einen Ferienaufenthalt im eigenen Land verbringen, ein Viertel will Strand und Meer genießen. Sie haben aber weniger Geld dafür. Wirtschaftliche Überlegungen spielen bei der Planung für 38 Prozent eine entscheidende Rolle. Das durchschnittliche Urlaubsbudget der Österreicher ist gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent von im Mittel 2.627 auf 2.108 Euro pro Haushalt spürbar geschrumpft. Auch im europäischen Durchschnitt ging es von 2.020 Euro auf 1.604 Euro zurück. “Die Coronakrise trifft keine Branche so hart wie den Tourismus, aber nach den jüngsten Lockerungen der Reisebeschränkungen stiegen die Buchungen spürbar an”, vermerkte Europ-Assistance-Geschäftsführer Besim Akinci.Ein Viertel der Österreicher will aufs Land, 18 Prozent fahren zu Familienmitgliedern und 10 Prozent planen eine Städtereise. Nur noch 17 Prozent verreisen mit dem Flieger, 18 Prozent mit der Bahn. Der Großteil (72 Prozent) nimmt das eigene Auto oder einen Campingwagen.Für die repräsentative Umfrage zur Reiseplanung im Auftrag der Generali-Tochter Europ Assistance wurden 11.000 Personen aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Belgien, Polen, USA, Thailand, China und Österreich befragt – hierzulande haben 1.000 Menschen an der Umfrage teilgenommen. Die Befragung fand heuer von 16. bis 25. Juni mit einem Fokus auf die Covid-19-Pandemie statt.

80 Prozent der ÖsterreicherInnen machen heuer einen Sommerurlaub

Ende März haben österreichische Forscher mit der Entwicklung eines Tests zum Nachweis von SARS CoV-2-Antikörpern im Blut begonnen. In kurzer Zeit ist es ihnen gelungen, ein nach eigenen Angaben “qualitativ hochwertiges” Testsystem zu entwickeln, das auch in kleinen Labors angewendet werden kann. Es wird derzeit validiert und sollte im Sommer einsatzbereit sein, sagten die Forscher. Der an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York (USA) tätige österreichische Virologe Florian Krammer war einer der ersten Forscher weltweit, der einen Test zum Nachweis von Antikörpern gegen das neue Coronavirus im Blut entwickelt hat. Damit lässt sich überprüfen, ob jemand bereits eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht hat. Krammer und sein Team legten ihre Herangehensweise an den serologischen Nachweis mit dem Ziel offen, dass es auch von anderen Laboratorien aufgegriffen werden kann. Genau das hat ein Team um Reingard Grabherr vom Department für Biotechnologie der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien getan. Gemeinsam mit Forschern der Veterinärmedizinischen Universität (Vetmed) Wien und der Medizinischen Universität Wien wurde aufbauend auf den Arbeiten Krammers innerhalb weniger Wochen ein serologischer Test entwickelt, der einen spezifischen und sensitiven Nachweis von SARS CoV-2-Antikörpern im Blut erlaubt, wie die Wissenschafter bei einer Online-Podiumsdiskussion der Boku berichteten. Anfang April habe man per Post von Krammer die Konstrukte für Test-Antigene erhalten. “Wir konnten damit rasch an der Boku selbst Proteine herstellen und haben auch begonnen, eigene Konstrukte herzustellen”, sagte Miriam Klausberger vom Boku-Institut für Molekulare Biotechnologie. Solche Antigene sind notwendig, um die bei der Immunantwort auf eine Infektion gebildeten Antikörper erkennen und binden zu können. Die Forscher verfügen nun über zwei Test-Antigene (eines die Rezeptorbindungsdomäne, das andere das Nucleocapsid-Protein), mit denen vergangene Woche die ersten Prototypen für das notwendige Equipment des Antikörpertests angefertigt wurden. Diese werden nun von Christoph Binder von der Klinischen Abteilung für medizinische und chemische Labordiagnostik der Medizin-Uni Wien unter die Lupe genommen. “Wir wollen testen, wie robust der Test unter Real-Life-Bedingungen eines diagnostischen Labors ist und wie er im Vergleich zu kommerziell erhältlichen Methoden ist”, sagte Binder. Dabei sollen Spezifität und Sensitivität des Tests geprüft werden – ersteres um zu analysieren, ob es falsch positive Ergebnisse gibt, letzteres um zu überprüfen, wie gering die Menge an Antikörper sein muss, um noch etwas zu erkennen. Hilfreich dabei sei eine große Biobank an Blutproben, einerseits aus der Zeit vor Corona, die also garantiert negativ seien, womit sich die Spezifität bestimmen lässt, andererseits mit Proben von Patienten, die bereits an Covid-19 erkrankt waren, so Binder. Er rechnet damit, dass die Leistungsbewertungsprüfung die nächsten paar Wochen dauern wird und ist “zuversichtlich, dass der Test schon im Sommer eingesetzt werden kann”. Bei der Herangehensweise haben sich die Wissenschafter für einen “sehr klassisches Aufbau” eines sogenannten ELISA-Verfahrens (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) entschieden, sagte Wilhelm Gerner vom Institut für Immunologie der Vetmed. Der Hintergedanke dabei sei gewesen, dass der Test dadurch in vielen diagnostischen Labors eingesetzt werden könne, weil die dafür notwendigen Analysegeräte weit verbreitet seien. Tests großer biomedizinischer Unternehmen würden dagegen hoch spezialisierte Analysegeräte verwenden, die nur von diesen Firmen vertrieben werden und auch die entsprechenden Nachweissysteme müsse man von diesen zukaufen – “das ist ein Flaschenhals”, sagte Gerner. Binder hofft, dass der von den Unis entwickelte Test jene kommerzieller Anbieter hinsichtlich Spezifität und Sensitivität übertreffen wird können. Der Labormediziner berichtete über erste Vergleiche kommerziell angebotenen Antikörpertests. Diese würden sich durch hohe Spezifität von bis zu 99,7 Prozent auszeichnen. Doch bei der nur sehr niedrigen Verbreitung der Infektion würden 0,1-Prozent-Punkte sehr viel ausmachen: “99,7 Prozent Spezifität klingt zwar sehr gut, aber dann habe ich nur eine 80-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das ein richtig positiver Befund ist”, so Binder. Er ist zuversichtlich, den selbst entwickelten Test besser zu machen und eine Spezifität von 99,9 Prozent zu erreichen. Auch bei der Sensitivität hofft er, bessere Ergebnisse als die kommerziellen Tests zu erreichen. Diese sei nämlich bei den Proben, mit denen die Med-Uni gemessen hat, im Unterschied zu den Angaben der Anbieter mit rund 90 Prozent gar nicht so hoch gewesen.

Österreichischer Antikörpertest im Sommer einsatzbereit

Wie die Salzburger Nachrichten berichten, wird das Jahr 2020 doch nicht das letzte von Helga Rabl-Stadler als Festspielpräsidentin sein. Das Coronavirus machte Helga Rabl-Stadlereinen Strich durch die Rechnung: Die Jubiläumusausgabe der diesjährigen 100. Salzburger Festspiele sollte ihre Zeit als Präsidentin des wichtigsten Kulturfestivals in Österreich würdig abschließen. Durch die Maßnahmen gegen das Coronavirus dürfte jedoch in diesem Sommer ein Großteil der geplanten Veranstaltungen nicht möglich sein. Auch deswegen wird, wie die Salzburger Nachrichten berichten, der Vertrag mit Helga Rabl-Stadler um ein Jahr verlängert. Die seit 1995 amtierende Präsidentin wurde vom Kuratorium eingeladen, ein Jahr länger zu bleiben und Rabl-Stadler sagte zu.

Rabl-Stadler bleibt bis 2021 Präsidentin der Salzburger Festspiele

Viele Eltern und ihre Kinder lieben Geschirr aus Melamin und “Bambus”. Es ist leicht, stabil und meist fröhlich bunt. “Finger weg”, raten die Konsumentenschützer des VKI. Bei allen neun untersuchten Produkten “liegt die Schadstoffabgabe sowohl beim Melamin als auch bei Formaldehyd deutlich über den zulässigen Grenzwerten”. Mit Bambusfasern verarbeitetes Melamin wird häufig als umweltfreundlich und biologisch abbaubar beworben. Für die Juli-Ausgabe des “Konsument”-Magazins des Vereins für Konsumenteninformation wurden neun Produkte, darunter vier Bambus-Sets und eine Bambus-Schale, im Labor geprüft. Das Ergebnis bezeichnen die Konsumentenschützer als desaströs: “Wird heißer Brei oder Tee in das Geschirr eingefüllt, ist mit einer erheblichen Schadstoffabgabe zu rechnen.” Teilweise würden die Grenzwerte “um das Dutzendfache, in einem Fall um das 104-fache überschritten”. Das betreffe sowohl neues als auch mehrfach gewaschenes Geschirr. Da sich Melamin und Formaldehyd durch Kontakt mit Säure herauslösen können, sei auch von der Verwendung für geschnittenes Obst oder Säfte abzuraten. Bei Keksen oder Brot sei von einer deutlich geringeren Schadstoffabgabe auszugehen. “Aus unserer Sicht hätte aufgrund der davon ausgehenden Gesundheitsgefährdung kein einziges Produkt in den Handel kommen dürfen”, so die Tester. Alle neun Kindergeschirre seien “als bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gesundheitsschädlich gemäß Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz in Verbindung mit der EU-Verordnung zu bewerten”, urteilte das vom VKI beauftragte Prüfinstitut. Melamin gilt als möglicherweise krebserzeugend, so der “Konsument”. Es steht zudem im Verdacht, Erkrankungen im Blasen- und Nierensystem zu verursachen. Formaldehyd ist als krebserregend eingestuft und kann Allergien auslösen. Bambusfasern sind laut EU-Kunststoffverordnung laut “Konsument” zudem gar nicht als Kunststoffadditive für Produkte zugelassen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Allein deshalb wäre das Bambusgeschirr nicht verkehrsfähig. Die Tester stellten zudem bei der Deklaration Mängel fest. “Nicht einmal der Hinweis, dass das Geschirr aus Melamin besteht, war überall zu finden.” Auf einigen Produkten fehlten Warnhinweise, dass sie nicht mikrowellentauglich sind bzw. dass Getränke oder Speisen, die heißer als 70 Grad Celsius sind, nicht eingefüllt werden dürfen. Viele Eltern verwenden Melamingeschirr wohl auch deshalb, weil es weniger leicht zu brechen scheint als Keramik oder Porzellan. “Die von uns durchgeführten Fallprüfungen können dies nicht bestätigen. Die meisten Produkte zeigten bereits Absplitterungen oder Risse, wenn sie von Tischhöhe zu Boden fielen. Keines der Geschirre erwies sich zudem als besonders kratzfest”, so die Tester.

Kindergeschirr aus "Bambus" fiel im Test durch