Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00

Merken
Covid-19 Infizierte in OÖ Stand 8:00
Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Das Corona Virus hat auch uns erreicht. Gunskirchen, Thalheim, Wels. Und beinahe täglich kommen neue Fälle dazu. Die Konsequenz: Veranstaltungen wurden abgesagt, Sportevents werden ohne Zuschauer ausgetragen, und die Wirtschaft klagt über Einbrüche.

Petra Wimmer (SPÖ Wels) im Talk.

Mit der Einweihung einer neuen Badeanstalt hat Jesolo bei Venedig die Saison gestartet. 60 der insgesamt 370 Hotels sind seit diesem Wochenende wieder offen. Bis zum 15. Juni sollten alle Hotels und die meisten Ferienwohnungen wieder offen sein. Bis dahin hofft Jesolo, dass österreichische und deutsche Urlauber wieder nach Italien reisen können. 50 Prozent der Geschäfte sind in der Kleinstadt offen, elf Badeanstalten empfangen bereits Gäste. Eingerichtet wurde eine App, mit der Strandbesuche reserviert werden können.

Badesaison startet in Jesolo: 60 von 370 Hotels offen

Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht die “Corona-Müdigkeit” an, die zu immer mehr Verschwörungstheorien führe, bis hin zu offenen Aufrufen, Maßnahmen nicht einzuhalten. Angesichts täglich neuer Corona-Rekordzahlen hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Sonntag eindringlich an die Österreicher appelliert, “zusammenzuhalten, um die Ansteckungszahlen niedrig zu halten”. Es “liegt an uns allen”, den zweiten Lockdown zu verhindern – indem soziale Kontakte reduziert, auf Feiern, große private Zusammenkünfte und Partys verzichtet wird, sagte er in einem via Facebook verbreiteten Video mit dem Titel “Die Lage in Österreich ist ernst”. Montagvormittag berät die Bundesregierung mit den Landeshauptleuten in einer Videokonferenz über weitere Maßnahmen angesichts der täglichen Rekord-Zuwächse an Corona-Infizierten. Am Sonntag stimmte Kurz die Österreicher auf einen “herausfordernden Herbst und Winter” ein, eine “extrem schwierige Zeit” mit “Einschränkungen, notwendigen Maßnahmen und Verzicht”. Aber er bekräftigte seine Einschätzung, dass es im Sommer nächsten Jahres einen Impfstoff und damit die Rückkehr zur Normalität geben sollte. “Virus wachse exponentiell” Kurz sprach die merkbare “Corona-Müdigkeit” an, die zu immer mehr Verschwörungstheorien führe, bis hin zu offenen Aufrufen, Maßnahmen nicht einzuhalten. Er bestätigte, dass die Pandemie derzeit, mit rund 1000 bis 1500 täglich neu Infizierten, noch kein Problem für die Intensivmedizin sei. Aber das Virus wachse exponentiell, die Zahlen verdoppeln sich in drei Wochen. Gelinge es nicht, das einzubremsen, habe Österreich im Dezember täglich 6.000 Neuinfizierte. Das sei “alles andere als unrealistisch”, Tschechien habe diese Situation bereits heute. Mit der beginnenden Grippewelle würde man dann schrittweise an die Grenzen der intensivmedizinischen Kapazitäten stoßen. “Das Ziel muss sein, das zu verhindern” – durch die Reduktion der sozialen Kontakte und das Tragen von Masken. Damit könnte ein zweiter Lockdown verhindert werden, verwies Kurz auf “lockdownähnliche Zustände” bereits jetzt in vielen Ländern. Einschränkungen bei Events und Partys würden natürlich vielen Unternehmen schaden. Aber mit einem zweiten Lockdown wäre der wirtschaftliche Schaden wesentlich größer und es wären “deutlich mehr Arbeitsplätze bedroht”. Wirtschaftlicher Schaden “Je höher die Infektionszahlen, desto größer ist der wirtschaftliche Schaden in einem Land”, stellte Kurz fest, unter Hinweis auf die hohe Tourismus-Abhängigkeit Österreichs und den hohen Schaden durch Reisewarnungen. Das Coronavirus “vernichtet unzählige Arbeitsplätze und richtet für viele Menschen sehr viel Leid an”. Eine einfache Antwort, schnelle Lösungen durch einzelne Maßnahmen gebe es nicht. Aber: “Wir können, müssen und werden diese Zeit gemeinsam in Österreich überstehen”, betonte Kurz. Klar trat der Kanzler auch der Haltung entgegen, es würde reichen, die älteren Menschen wegzusperren. “So eine Gesellschaft wollen wir nicht sein”, sagte er, “ältere Menschen und Risikogruppen haben es verdient, dass wir auf sie Rücksicht nehmen”. Zudem würde das nicht funktionieren, müssten doch ältere Menschen auch in Pflegeheimen von Mitarbeitern versorgt werden – und die Mehrzahl wohne nicht in Heimen, sondern “mitten in der Gesellschaft”, oft in Familien.

Eindringlicher Kurz-Appell an die Österreicher

Trotz der globalen Coronakrise hat sich Chinas Außenhandel überraschend gut erholt. Exporte und Importe der größten Handelsnation lagen im Juni erstmals wieder im Plus, wie Chinas Zoll in Peking berichtete. Die Ausfuhren in US-Dollar berechnet stiegen um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren wuchsen unerwartet stark um 2,7 Prozent. Eigentlich hatten Experten mit einem starken Minus der Importe wie in den Vormonaten gerechnet. Der Außenhandel legte im Juni um 1,5 Prozent zu, muss aber in der ersten Jahreshälfteinsgesamt noch ein Minus von 6,6 Prozent wegstecken. Nach dem starken Einbruch des Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft im ersten Quartal um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist Chinas Wirtschaft damit gleichwohl auf gutem Wege, im zweiten Quartal wieder zu wachsen. Chinesische Experten halten sogar ein wirtschaftliches Wachstum von bis zu drei Prozent im zweiten Quartal für möglich. Die australische ANZ-Bank schätzt die Erholung hingegen vorsichtiger auf ein Plus von 1,7 Prozent. Das Statistikamt will die neuen Wachstumszahlen an diesem Donnerstag vorlegen.

Chinas Außenhandel wieder auf der Überholspur