Covid-19: Verwirrung um gesperrte Spielplätze und Parks - Bisher 378 Infektionen in Oberösterreich

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Covid-19: Verwirrung um gesperrte Spielplätze und Parks - Bisher 378 Infektionen in Oberösterreich

Österreich. In Oberösterreich waren bis Donnerstagabend 378 Coronavirus-Infektionen bekannt. Verwirrung herrschte am Donnerstag ob Spielplätze und Parks nun gesperrt seien oder nicht.

Bis Donnerstagabend waren in Oberösterreich 378 Coronavirus-Infektionen bekannt, eine Person starb wie bereits bekannt am Mittwoch an der Krankheit. 4.125 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, 15 Personen im Krankenhaus, davon eine Person auf der Intensivstation.
Auch am Donnerstag lockte das frühlingshafte Wetter trotz Ausgangsbeschränkung viele ins Freie. Für Verwirrung und zahlreiche Polizeieinsätze sorgte Donnerstagnachmittag dann allerdings die Ansage von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), dass Parks und Spielplätze vorerst nicht geschlossen werden. In zahlreichen oberösterreichischen Städten und Gemeinden sind Parks und Spielplätze allerdings behördlich gesperrt worden, diese Sperre gelte trotz der Aussage des Ministers, heißt es von zahlreichen Behördenvertretern am Abend. Die Polizei wurde mehrfach zu Einsätzen gerufen, weil sich Leute trotz der Sperrschilder auf Spielplätzen und Parks aufgehalten hatten.

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Die Schüler der ersten Klassen an AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen erhalten ab 2021/22 schrittweise Laptops bzw. Tablets. Das gab Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Mittwoch bekannt. Voraussetzung ist ein Digitalisierungskonzept der jeweiligen Schule sowie das Durchlaufen eines Auswahlverfahrens. Eben dass nur ausgewählte Schulen ausgestattet werden, kritisierte die SPÖ. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zog bei einer Pressekonferenz Parallelen zu den 1970er-Jahren. “Wir haben sehr stark davon profitiert, dass unter Bruno Kreisky die Schulbuchaktion eingeführt wurde. Das hat die Schule verändert und geprägt.” Der nächste Schritt sei nun im 21. Jahrhundert die Ausstattung der Schüler mit Tablets und Laptops. Erhalten werden die mobilen Endgeräte jeweils die Schüler der fünften Schulstufe. Ausnahme: Im ersten Jahr 2021/22 sind sowohl die fünfte als auch die sechste Schulstufe umfasst. Bevor Schüler die Geräte ausgefolgt bekommen, muss aber ihre jeweilige Schule ein Digitalisierungs- und Nutzungskonzept vorlegen sowie eine Typenentscheidung treffen, so Faßmann. “Wir wollen eine Typenvielfalt am Standort vermeiden.” Ansonsten seien Service- und Wartungskosten zu hoch. Der private Finanzierungsteil der Schüler soll 25 Prozent betragen, eine soziale Staffelung ist vorgesehen. “Wir wollen die Geräte in den Sommermonaten nicht wegnehmen”, begründete der Minister den Privatanteil. Mit den Eltern werde ein Nutzungsvertrag abgeschlossen, Details werden in den kommenden Monaten ausgearbeitet. So soll etwa geregelt werden, was bei einem Verlust passiert bzw. wie eine Versicherungslösung aussehen könnte. Darüber hinaus werden auch die Lehrer mit Endgeräten ausgestattet und im Bundesschulbereich im Zuge von Baumaßnahmen Computer-Arbeitsräume für die Pädagogen geschaffen. Ebenfalls an den Bundesschulen (AHS bzw. BMHS) soll die IT-Infrastruktur verbessert werden. “Die Schulen sind ganz gut mit IT-Infrastruktur ausgestattet, aber nicht sehr gut”, meinte Faßmann. 65 Prozent verfügten über einen auf Glasfaser basierenden Breitbandanschluss, 55 Prozent über eine W-LAN-Ausstattung. Bis 2023 soll es eine flächendeckende Breitbandausstattung geben. Weitere Eckpunkte: Jeder Schulstandort soll künftig nur auf eine Lernplattform zurückgreifen. “Die Eltern haben zurecht geklagt, dass es derzeit an einer Schule mehrere Plattformen gibt”, so Faßmann. Außerdem wird über den Sommer das Portal “Digitale Schule” programmiert und ab kommendem Schuljahr die derzeit unterschiedlichen Anwendungen für digitale Klassenbücher, Notenverwaltungen und Mitteilungshefte integrieren. “Analoge Klassenbücher werden verschwinden.” Investiert werde darüber hinaus auch in die Lehrerfortbildung sowie die digitalen Inhalte der Eduthek des Ministeriums. Insgesamt werden laut Kurz 200 Mio. Euro in das Paket investiert. Die Vorbereitungen dazu hätten bereits vor der Corona-Zeit begonnen, seien aber dann verzögert worden und würden nun vertieft. Für Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wird damit das digitale Klassenzimmer Realität. Die Digitalisierung der Schule sei “auch die Eintrittskarte in ein erfolgreiches und spannendes Berufsleben”. “Verärgert” reagierte SPÖ-Bildungssprechern Sonja Hammerschmid auf die Schul-Digitalisierungspläne der Regierung. Zunächst habe Bildungsminister Heinz Faßmann bei der Umsetzung vier Jahre “verschlafen”. Außerdem sollten nach dem Plan nicht alle Schulen und Schüler mit Endgeräten ausgestattet werden, sondern nur ausgewählte. In ihrer Zeit als Bildungsministerin sei bereits ein Digitalisierungskonzept fix und fertig ausgearbeitet worden, monierte Hammerschmid. “Faßmann hat dann 2018 das Projekt gestoppt und jahrelang einfach nichts gemacht.” Sauer stößt ihr auch die Berufung auf Ex-Bundeskanzler Bruno Kreisky (SPÖ) und dessen Einführung des Gratis-Schulbuchs auf. Tablet bzw. Laptop müssten als Lernwerkzeuge so wie Schulbücher kostenlos sein – das habe ihr eigenes Konzept auch vorgesehen. Begrüßt wird die Initiative grundsätzlich vom Wiener Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). “Computer für SchülerInnen bereitzustellen ist wichtig und gut, wenn vom Bund eine Kostenbeteiligung für Eltern geplant ist, muss man sehr genau darauf achten, dass hier nicht eine neue soziale Hürde für einkommensschwache Familien und SchülerInnen entsteht”, hieß es in einer Aussendung. 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