Defizit kratzt dank Corona-Krise an Rekordmarke

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Defizit kratzt dank Corona-Krise an Rekordmarke

Die Corona-Krise wird zu einem massiven Anstieg von Defizit und Staatsschulden führen. Das haben die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS berechnet. Laut Wifo wird der Staat heuer zumindest 21,5 Mrd. Euro neue Schulden machen. Das entspricht 5,5 Prozent der Wirtschaftsleistung, wäre mehr als im Krisenjahr 2009 und das dritthöchste Defizit seit 1954. Eine weitere Verschlechterung ist möglich.

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Gegen Englands Rekordmeister Manchester United gut verkauft und nur knapp mit 1:2 verloren: LASK-Trainer Dominik Thalhammer hat nach seinem Pflichtspiel-Debüt als LASK-Trainer im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League im Old-Trafford-Stadion durchaus zufrieden Bilanz ziehen können. Die Chancen auf den Aufstieg hatte man schon vor der Corona-Pause mit dem Hinspiel-0:5 am 12. März vergeben. “Ich bin mit der Leistung durchaus zufrieden. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Wir wollten als starke Einheit auftreten und den Gegner unter Druck setzen – das ist uns gelungen”, erläuterte Thalhammer. Dank dem sehenswerten Führungstreffer von Philipp Wiesinger (55.) durften die mutig und aggressiv agierenden Athletiker kurzzeitig gar von einem prestigeträchtigen Auswärtssieg beim Premier-League-Dritten spekulieren. Mit Fortdauer der zweiten Hälfte schwanden allerdings bei den Gästen die Kräfte und den Hausherren gelang dank des postwendenden Ausgleichs von Jesse Lingard (57.) und einem Treffer von “Joker” Anthony Martial (88.) die Wende. “Ab Mitte der zweiten Halbzeit haben wir das hohe Tempo nicht mehr halten können und die Spielkontrolle verloren”, wusste der LASK-Coach. Das kam im ersten LASK-Pflichtspiel auf englischen Boden wenig überraschend. Die “Red Devils” schlossen erst am Sonntag vor einer Woche ihre Ligasaison ab, die Linzer pausieren seit 28. Juni und befinden sich seit rund eineinhalb Wochen in der Vorbereitung auf die im September startende neue Saison. “Man muss einfach den aktuellen Stand bedenken. Nach 10,12 Tagen war es nicht zu erwarten, dass die Mannschaft das Tempo und die Intensität über 90 Minuten gehen kann”, sagte der Wahl-Oberösterreicher. Unter diesen Voraussetzungen muss man die Vorstellung des Bundesliga-Vierten – Thalhammer sah sein Team vom Leistungsniveau bei “60 Prozent oder etwas mehr” – noch höher einordnen. Zumindest ein Punkt lag in Griffweite. “Das tut natürlich sehr gut, weil die Situation für uns sehr schwierig war. Das Teilziel, als Team gut aufzutreten, haben wir erreicht und fast wäre uns ein sensationelles Ergebnis gelungen”, resümierte der 49-jährige Ex-ÖFB-Frauen-Teamchef. Dafür fehlte auch das nötige Glück wie bei einem frühen Kopfball von Andres Andrade an die Latte (10.) oder einem vom starken United-Goalie Sergio Romero parierten Abschluss von Marko Raguz mit der Ferse in der Nachspielzeit. Deshalb war bei Thalhammer schon auch ein bisschen Wehmut dabei: “Die Niederlage ist sehr ärgerlich, weil wir sehr viel investiert haben und uns vielleicht sogar einen Punkt verdient hätten.” Nach der Rückkehr aus England haben Goalie Alexander Schlager und Co. bis Montag frei, dann startet der zweite Block der Vorbereitung. Da sind im Gegensatz zum United-Trip auch die vier Sommer-Zugänge wieder dabei. “Ich hoffe, dass der Kader zusammenbleibt, die Neuerwerbungen gut integriert werden können, und wir eine starke Mannschaft aufbauen, um im September bereit zu sein”, sagte der LASK-Coach. Da startet für die Linzer nicht nur die Meisterschaft, sondern findet auch die 3. Europa-League-Quali-Runde statt, die in einem Spiel (24. September) entschieden wird. Im laufenden Bewerb sind die Athletiker nur noch Zuschauer. Im Gegensatz zu United. Die Engländer hatten für den LASK auch lobende Worte parat. “Sie hatten nichts zu verlieren, haben uns das Leben in der ersten Hälfte sehr schwer gemacht”, analysierte Torschütze Lingard. Seine Truppe hätte auf die freien Räume gewartet, geduldig, aber auch mit dem nötigen Nachdruck, um das Spiel zu gewinnen, agiert. “Das war sehr wichtig für uns”, so Lingard. United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer hatte im Hinblick auf das anstehende Finalturnier in Deutschland viele Stammspieler geschont. “Job erledigt”, betonte der Norweger. Spieler aus der zweiten Reihe hätten wichtige Einsatzminuten bekommen und auch Selbstvertrauen getankt. “Wir reisen jetzt nach Deutschland um so weit als möglich zu kommen und hoffentlich die Trophäe zu gewinnen”, gab Solskjaer die Marschroute vor. Nicht mehr zur Verfügung steht ihm Stürmer Alexis Sanchez, der nach seinem Leih-Engagement in Italien von Inter Mailand fix für drei Jahre verpflichtet wurde. Am Montag wartet in Köln im Viertelfinale ein Duell mit seinem Freund Staale Solbakken, der den FC Kopenhagen coacht. Ins Halbfinale würde es am 17. August gehen, das Endspiel ist am 21. August angesetzt. Das Siegergefühl kennt ManUnited, 2017 hatte man die Trophäe in die Höhe stemmen dürfen.

Thalhammer mit LASK-Leistung in England zufrieden

Bei einem neuen umstrittenen Auftritt auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat Kremlchef Wladimir Putin einen Ausbau der russischen Kriegsflotte angekündigt. In der Hafenstadt Kertsch brachte er am Montag den Bau von sechs Kriegsschiffen auf den Weg, darunter je zwei große Angriffskreuzer, Atom-U-Boote und Fregatten. Sie würden mit modernen Waffensystemen ausgestattet, sagte Putin. “Sie erhöhen spürbar das Kampfpotenzial der Kriegsflotte”, sagte er bei der Kiellegung der zwei großen Kriegsschiffe nahe der ukrainischen Grenze. Das Außenministerium in Kiew protestierte gegen den Besuch Putins, der unerwünscht sei und gegen die Resolutionen der Vereinten Nationen verstoße. Laut Völkerrecht gehört die Halbinsel zur Ukraine. Russland hingegen sieht die Krim nach einem international nicht anerkannten Referendum von 2014 über den Beitritt zu seinem Staatsgebiet als sein Territorium an. Die EU und die USA haben gegen Russland deshalb Sanktionen verhängt. Die neuen Kriegsschiffe sorgten für ein strategisches Gleichgewicht und für Stabilität in der Welt, sagte Putin. “Unser Land gehört zu den führenden Marine-Mächten der Welt”, betonte er. Russland hatte in der Vergangenheit versucht, von Frankreich Hubschrauberträger der Mistral-Klasse zu kaufen. Die Pläne scheiterten, weil der Westen Russland nicht für einen zuverlässigen Partner hält und dem Land militärische Aggressionen gegen andere Staaten vorwirft. Nach Darstellung Putins hat die Kriegsmarine Russlands in den vergangenen acht Jahren bereits rund 200 neue Schiffe erhalten. Bis 2027 sollen 70 Prozent der Flotte erneuert sein. Am 26. Juli feiert Russland den Tag der Kriegsmarine mit großen Paraden.

Umstrittener Krim-Besuch: Putin will Kriegsflotte ausbauen

Nach dem Fund einer im Bataclan-Club in Paris gestohlenen Tür mit einem Banksy zugeschriebenen Bild haben Ermittler sechs Verdächtige in Frankreich festgenommen. Sie kamen alle in Untersuchungshaft, wie Justizkreise am Samstag in Paris bestätigten. Die berühmte Tür war vor gut zwei Wochen in einem Landhaus in der italienischen Region Abruzzen gefunden worden. Auf der Tür ist ein Frauenbild zu sehen, das von dem britischen Streetart-Künstler stammen soll. Die Ausgangstür der Konzerthalle war im Jänner 2019 in Paris gestohlen worden. Der Ort ist für die französische Hauptstadt äußerst symbolträchtig: Im Bataclan waren im November 2015 bei einem Terroranschlag 90 Menschen getötet worden. Die Justiz eröffnete den Kreisen zufolge Ermittlungsverfahren. Zwei Verdächtigen wird bandenmäßiger Diebstahl vorgeworfen, den übrigen vier Beihilfe dazu. Die Verdächtigen wurden in den vergangenen Tagen in den südostfranzösischen Departements Isere und Haute-Savoie festgenommen.

Festnahmen nach Fund von gestohlener Banksy-Tür

Die Ukraine hat mit einer Ausgangssperre für über 60-Jährige die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus im Land verstärkt. Von Montag an dürfen Senioren das Haus nur dann noch für Besorgungen in einem Umkreis von zwei Kilometern verlassen, wenn sie allein leben, wie in einer Regierungsanordnung vom Freitag in Kiew heißt. Das Ausführen von Haustieren ist ebenfalls vom Verbot ausgenommen, wenn keine andere Person dies übernehmen kann. Für alle Ukrainer gilt zudem eine Mundschutzpflicht außer Haus, Parkbesuche und Gruppen über zwei Personen sind ebenfalls verboten. In dem verarmten osteuropäischen Land haben sich offiziell bisher 942 Menschen mit dem Virus infiziert. 23 starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

Ukraine verhängt Ausgangssperre für alle über 60