Denifl zu 2 Jahren Haft verurteilt, 16 Monate davon bedingt

Merken
Denifl zu 2 Jahren Haft verurteilt, 16 Monate davon bedingt

Der ehemalige Radprofi Stefan Denifl ist am Dienstag am Landesgericht Innsbruck wegen gewerbsmäßigen schweren Sportbetrugs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, 16 Monate davon werden bedingt nachgesehen. Zudem wurden dem 33-jährigen Tiroler 349.000 Euro als verfallen erklärt. Denifl soll laut Anklage zwischen 2014 und 2018 Blutdoping betrieben haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Acht Monate Haft müsste der ehemalige Radprofi laut dem erstinstanzlichen Urteil antreten. Er könne dafür aber auch die Fußfessel beantragen, erklärte der Richter nach der Urteilsverkündung. Das Strafausmaß sei zwischen einem und zehn Jahren gelegen. Zwei Jahre seien demnach schuld- und tatangemessen, meinte der Richter, der Denifls Geständnis und Unbescholtenheit als mildernd, aber den langen Tatzeitraum als erschwerend wertete. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Tiroler auch vorgeworfen, im Vorfeld der Verhandlung Geld beiseitegeschafft zu haben und hatte deshalb die Anklage auf betrügerische Krida ausgeweitet. Von diesem Anklagepunkt wurde Denifl aber freigesprochen.

Denifl hat bestritten, jemanden betrogen zu haben

Der 33-Jährige hatte beim ersten Verhandlungstermin im Februar des vergangenen Jahres zwar zugegeben, mit Hilfe des deutschen Sportarztes Mark S. Blutdoping betrieben zu haben. Er hatte jedoch bestritten, jemanden betrogen zu haben. Er habe immer alle Verträge erfüllt, meinte Denifl.

Ein als Zeuge per Videokonferenz zugeschalteter Verantwortlicher des früheren Radteams von Denifl erklärte, dass das Team das an Denifl bezahlte Geld jedenfalls nicht zurückverlangen wird. “Trotz Dopings gibt es keinerlei Absicht dahingehend”, sagte der Zeuge. Hätte er jedoch gewusst, dass Denifl Doping betrieb, hätte man den Vertrag mit ihm selbstverständlich nicht abgeschlossen.

Bezüglich des Anklagepunktes der betrügerischen Krida zeigte sich Denifl am Dienstag nicht geständig. Er habe sein Geld investieren wollen – unter anderem in Bitcoins und Gold – deshalb habe er es von seinem Konto abgehoben. Mit der anstehenden Verhandlung hätte dies nichts zu tun gehabt. Er hatte nie die Absicht, das Geld beiseitezuschaffen, beteuerte der Tiroler.

Staatsanwalt: Wer dopt, betrügt

Es gehe in dem Verfahren nicht primär um Doping, sondern um Betrug, erklärte indes der Staatsanwalt in seinem Schlussplädoyer. “Jemand täuscht etwas vor und bereichert sich dadurch”, erklärte der öffentliche Ankläger. Denifl habe sich durch das Doping das Entgelt der Radteams erschlichen. “Objektiv liegen die Fakten relativ gut auf der Hand und auch die subjektive Tatseite hat der Angeklagte eindeutig zugestanden”, so der Staatsanwalt. Ähnlich sah dies auch der Richter. Die Leistung Denifls könne nur wertlos sein, weil er gedopt war, meinte er. Wenn das Radteam vom Doping gewusst hätte, dann wäre er auch nicht engagiert und damit auch nicht bezahlt worden, fügte der Richter hinzu.

Dem Sieger der Österreich-Rundfahrt 2017 war man im Zuge der Operation Aderlass auf die Spur gekommen. Beim deutschen Sportmediziner Mark S. waren Blutbeutel von Denifl gefunden worden.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Heute stattete das Team Felbermayr Simplon Wels, dem Sportbekleidungshersteller Löffler Premium Sportswear in Ried einen Besuch ab. Seit Jahren stellt Löffler die Dressen des Teams her und verfolgt begeistert die Saison. Da aufgrund etlicher Reisewarnungen die Rennen im Ausland abgesagt wurden, bleibt nun Zeit für eine gemütliche Trainingsausfahrt mit dem Team von Löffler.

Team Felbermayr Simplon Wels meets Löffler

10.Runde Bezirksliga Süd: Union Buchkirchen – Neukirchen/V.Puchk. SAMSTAG,19.10.2019 Anstoß: 15:30 Uhr/Reserve 13:30 Uhr

Matchday
Merken

Matchday

zum Beitrag

Eine tolle Location wählte das Team Felbermayr Simplon Wels für das Mannschafts-Fotoshooting zur Radsportsaison 2021. Die Radprofis rund um Topfahrer Riccardo Zoidl und das gesamte Betreuerteam wurden im neuen Stadttheater Greif ins richtige Licht gerückt. Für die einzigartigen Fotos sorgten die Profis von W+K Photo aus Wels. „Ein Fotoshooting auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war für uns einmal etwas ganz anderes und hat echt Spaß gemacht“, betont Daniel Lehner, der Thalheimer gibt heuer beim Felbermayr-Express sein Comeback. Sportlich geht es für das Team ab morgen mit der Istrian Spring Trophy weiter, bei der 1. Rundfahrt des Jahres 2021 in Kroatien wollen die Messestädter um den Sieg mitfahren.

Team Felbermayr auf der Stadttheaterbühne

Mit dem Sieg gegen den Cottage Tennisclub Pötzleinsdorf feiern die Spieler des ASKÖ TC Wels den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Das Ergebnis stand zwar nach den Einzelspielen bereits mit 5:1 fest. Es war allerdings bei weitem nicht so eindeutig wie das Ergebnis vermuten lässt. In 3 Matches musste das Champions Tiebreak die Entscheidung bringen.

ASKÖ TC Wels feiert Aufstieg in die 2. Bundesliga

Auch am Wochenende steht beiden Fahrern des Team Felbermayr Simplon Wels hartes Training am Programm. 6 von 7 Tagen wird voll trainiert und selbst am sogenannten Ruhetag werden 1-2 Stunden locker gefahren. Und nächste Woche stehen bereits die nächsten Rennen in Kroatien an, daher bereitet sich Ziga Groselj heute aus seinem Simplon Pride für die Frühjahrsrennen in Istrien vor.

Keine Sonntagsausfahrt

News! Das WTA Linz wird nun fix im November ausgetragen wie soeben bekannt gegeben wurde.

WTA Linz
Merken

WTA Linz

zum Beitrag