Der Pionier der japanischen Modeinstudrie Kansai Yamamoto ist tot

Merken
Der Pionier der japanischen Modeinstudrie Kansai Yamamoto ist tot

Der japanische Modedesigner Kansai Yamamoto ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren an Leukämie, wie seine Tochter, die Schauspielerin Mirai Yamamoto, am Montag im Onlinedienst Instagram mitteilte. Yamamoto galt als Pionier der japanischen Modeindustrie und wurde unter anderem für seine Entwürfe für Popstar David Bowie bekannt.

Yamamoto machte sich ab den 70er-Jahren mit farbenfrohen Avantgarde-Stücken, die Geschlechtergrenzen überschritten und häufig Elemente der japanischen Kultur aufgriffen, einen Namen. Für David Bowies Alter Ego Ziggy Stardust entwarf er eine Reihe von Outfits. “Ich fand Davids Ästhetik und sein Interesse daran, Geschlechtergrenzen zu überschreiten, schockierend schön”, sagte Yamamoto 2018 der Website “The Cut”.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Aufregung war groß: Nun verschiebt WhatsApp die Einführung der neuen Datenschutzregeln nach Kritik und einer Abwanderung von Nutzern um gut drei Monate. Bisher sollten die Nutzer bis 8. Februar den neuen Bedingungen zustimmen, wenn sie den zu Facebook gehörenden Chatdienst Weiternutzen wollten. Jetzt sollen die neue Datenschutzrichtlinie erst vom 15. Mai an gelten, wie WhatsApp am Freitag mitteilte. Laut WhatsApp geht es bei den Änderungen vor allem darum, bessere Möglichkeiten für Kommunikation mit Unternehmen zu schaffen. An der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der Chat-Inhalte nur für die teilnehmenden Nutzer, aber nicht einmal für WhatsApp selbst im Klartext sichtbar sind, werde nicht gerüttelt. Es gehe auch nicht um eine erweiterte Datenweiterleitung an Facebook. Außerhalb der EU fließen WhatsApp-Nutzerdaten an Facebook zu Werbezwecken oder zur Verbesserung von Produkten – allerdings bereits seit dem Jahr 2016. WhatsApp ist mit mehr als zwei Milliarden Nutzern der weltweit erfolgreichste Chatdienst gefolgt vom Facebook Messenger (1,3 Milliarden). In den vergangenen Wochen hatten WhatsApp-Rivalen wie Telegram, Signal oder Threema einen starken Zulauf gemeldet – weil Nutzer WhatsApp nach der Ankündigung der neuen Datenschutz-Richtlinie verließen. WhatsApp beklagte die Ausbreitung falscher Informationen darüber, die man bis Mitte Mai verstärkt ausräumen wolle.

WhatsApp unter Druck: Start neuer Datenschutzregeln verschoben

Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. Die Zulassung sei “ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen das Virus”, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Sie sei im Schnellverfahren weniger als einen Monat nach dem Antrag ergangen. Remdesivir gilt als eine von wenigen wirksamen Arzneien bei schweren Fällen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte die Zulassung für Patienten ab zwölf Jahren empfohlen, die eine Lungenentzündung haben und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden müssen. Ärzte sehen Remdesivir nicht als Allheilmittel, wohl aber als Lichtblick für Corona-Patienten. Eine internationale Studie mit über 1.000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann – von 15 auf elf Tage. Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Diese Woche machte die US-Regierung eine Vereinbarung mit dem US-Hersteller Gilead Sciences bekannt, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft hat. Die EU-Kommission verhandelt ebenfalls mit dem Hersteller, um sich ausreichende Mengen des Wirkstoffs zu sichern. Der CDU-Europapolitiker Peter Liese betonte, Bedingung für die Zulassung in Europa sei, dass er auch nach Europa liefere. Eine mögliche Lösung für Engpässe wäre, dass Gilead seine Kenntnisse mit anderen Herstellern teile und diese gegen Lizenzgebühren produzieren lasse. Auch damit könne Gilead sehr viel Geld verdienen, sagte Liese am Freitag. In Österreich wird Remdesivir im Rahmen eines “Compassionate Use”-Programms von Gilead an spezialisierten Krankenhausabteilungen längst verwendet. Ein Engpass ist derzeit nicht in Sicht. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte zur Situation rund um den Remdesivir-Vertrag der US-Regierung bereits am Mittwoch auf APA-Anfrage, man sei “in der EU sehr gut ‘aufgestellt’, was die Impfungen und die Medikamente betrifft”. Bei den – möglichen – künftigen Vakzinen gegen SARS-CoV-2 seien zunächst Deutschland, Italien, Frankreich und die Niederlande als Pressure Group aufgetreten. Mittlerweile sei man in der EU gemeinsam unterwegs, um für die Zukunft die Versorgung mit sich als effektiv erwiesenen Vakzinen in gerechter Weise sicherzustellen. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bisher in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Noch gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

Remdesivir erhält europäische Zulassung als Corona-Arznei

Die Austrian Airlines (AUA) hat die Prämien bei den variablen Gehältern wegen der Coronakrise verspätet an ihr Management ausbezahlt. Die Zahlungen betreffen das Geschäftsjahr 2019, dass die AUA mit einem Gewinn von 19 Millionen Euro abschloss. Für das heurige Krisenjahr wird es keine Prämien geben. Bei Verluste gebe es keine Boni, sagte eine AUA-Sprecherin zum “Standard”. Die Prämienauszahlung erfolgte laut “Standard” Ende Juli, fällig gewesen wäre sie eigentlich im Frühjahr. Der AUA-Bordbetriebsrat kritisiert in der Zeitung, dass die Ausschüttung erfolge, obwohl viele AUA-Kunden immer noch auf ihr Geld für abgesagte Flüge warten. Die FPÖ ortet bei der Lufthansa-Tochter einen “Selbstbedienungsladen der Republik”, weil die Vorstände und Manager trotz Kurzarbeit und Staatshilfe Prämien erhielten. Die SPÖ forderte ein Boniverbot für Unternehmen, die Staatshilfe beziehen.

AUA-Manager erhalten Boni für 2019

Seit vergangenem Freitag liegt Baulöwe Richard Lugner im Spital – der Grund war ein schwerer Sturz auf dem Weg zur Toilette, bei dem er sich die Oberschenkelgelenkkapsel eingerissen hatte. Doch nun drohen Komplikationen – der 87-Jährige hat mit Darmblutungen zu kämpfen, die er laut eigenen Aussagen schon länger hatte, sowie einer drohenden Lungenentzündung, die die Ärzte nun abzuwenden versuchen. “Es geht mir schlecht”, so Lugner gegenüber oe24.

Darmblutungen und drohende Lungenentzündung: Sorge um Richard Lugner

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) empfängt am Montagnachmittag, die Klubobleute der Parlamentsparteien zu einem Gespräch. Es geht um die herbe Kritik am Entwurf für die Novelle des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes. Anschober hatte angekündigt, auf konstruktive Kritik eingehen zu wollen. Die Oppositionsparteien gaben sich im Vorfeld nicht gerade versöhnlich. SPÖ-Vizeklubchef Jörg Leichtfried sieht einen “grenzwertigen Gesetzesvorschlag”, der “Hausarrest per Verordnung für ganz Österreich” ermögliche. FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl findet, der einzige Inhalt der Gesprächsrunde könne nur “die Zurücknahme dieses gescheiterten und verkorksten Entwurfs sein”. Für Neos-Vizeklubchef Gerald Loacker ist der Entwurf ebenfalls ein “verfassungsrechtlicher Murks”.

Anschober empfängt Klubobleute zu Gespräch über Covid-Gesetz