Deutlich negative Geburtenbilanz im Corona-Jahr

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Deutlich negative Geburtenbilanz im Corona-Jahr

“Dem moderaten Rückgang bei der Zahl der Neugeborenen stand ein kräftiger Anstieg der Zahl der Verstorbenen gegenüber. Insgesamt gab es um 7.024 weniger Geburten als Sterbefälle. Ähnlich negative Geburtenbilanzen hatte es zuletzt Ende der 1970er-Jahre gegeben: Damals trafen niedrige Geburtenzahlen der geburtenschwachen Jahrgänge 1945 bis 1955 auf erhöhte Sterbezahlen der geburtenstarken Generation um 1900 Geborener”, berichtete Thomas.

Die Zahl der Neugeborenen bezogen auf die Bevölkerung (Geburtenrate) lag in Vorarlberg, Salzburg, Wien, Tirol und in Oberösterreich über dem Bundesdurchschnitt, während in Kärnten, im Burgenland, in der Steiermark und in Niederösterreich die Zahl der Sterbefälle bezogen auf die Bevölkerung (Sterberate) über dem Österreich-Schnitt rangierte. Die Bilanz aus der Zahl der Lebendgeborenen und der Gestorbenen war 2020 in Wien mit 1.799 deutlich positiv. Auch in Vorarlberg (plus 844), Tirol (plus 776) und in Salzburg (plus 626) wurden mehr Geburten als Sterbefälle registriert.

Weniger Neugeborene als Gestorbene gab es – wie bereits in den Vorjahren – in Niederösterreich (minus 3.903), in der Steiermark (minus 3.473), in Kärnten (minus 2.227) und im Burgenland (minus 1.416). Erstmals fiel auch in Oberösterreich die Geburtenbilanz leicht negativ (minus 50) aus.

Die vorläufige Zahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen lag im Jahr 2020 bei 260. Die daraus resultierende Säuglingssterberate betrug 3,1 Promille.

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