Deutsche Autobauer sollen Medizinprodukte herstellen

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Deutsche Autobauer sollen Medizinprodukte herstellen

Die deutsche Regierung hat einem Bericht zufolge bei den Autobauern angefragt, ob sie medizinische Ausrüstung herstellen können. Die Entscheidung darüber liege bei den Firmen, zitiert die Agentur “Bloomberg” das Wirtschaftsministerium in Berlin. Über solche Sonderproduktionen wird seit einigen Tagen diskutiert, unter anderem sprechen General Motors (GM) und Ford mit der US-Regierung über die Produktion von Beatmungsgeräten.

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Österreichs größter Konzertveranstalter Barracuda, der mehrheitlich der deutschen oeticket-Mutter CTS Eventim gehört, bangt im Skandal um die Mattersburger Commerzialbank um 34 Mio. Euro. Derzeit arbeiten Barracuda und CTS “gemeinsam an einer Lösung und den nächsten Schritten”, teilten die Firmen Dienstagabend mit. Sie bestätigten auch die Einlagensumme von 34 Mio. Euro bei der gesperrten Bank. Was genau geplant ist, wurde nicht konkretisiert. Es geht aber auch um Lösungen für bereits gekaufte Tickets für abgesagte oder verschobene Veranstaltungen. Denn zur Barracuda Gruppe gehören neben der Barracuda Music auch die Nova Music Entertainment und die Musicnet Entertainment, die jeweils die Festivals Nova Rock und Frequency veranstalten. “Mit Blick auf Tickets für Veranstaltungen, die wegen Covid-19 abgesagt oder verschoben werden mussten, arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung der von der österreichischen Regierung beschlossenen Gutscheinregelung”, hieß es dazu in der Mitteilung. Es wird weiters darauf verwiesen, dass Barracuda eine “starke Mutter” habe. Der Konzern CTS Eventim AG und Co KG aA ist börsennotiert und verfügt über eine Marktkapitalisierung von über 3 Mrd. Euro. Zum 31.03.2020 betrugen die flüssigen Mittel im Konzern rund 700 Mio. Euro.

Konzertveranstalter Barracuda bangt um 34 Mio. Euro

In der Stadt Salzburg hat sich ein neuer Covid-Cluster gebildet. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, sind die zwei Polizeiinspektionen am Hauptbahnhof und im Stadtteil Itzling betroffen. Bei drei Beamten wurde das Virus bereits nachgewiesen, ein weitere Person wies Symptome auf. Beide Inspektionen wurden vorübergehend geschlossen und alle dort Beschäftigten außer Dienst gestellt. Die Räume in den zwei Dienststellen und die Polizeiautos werden nun desinfiziert, die Aufgaben der beiden Posten zwischenzeitlich von umliegenden Polizeiinspektionen wahrgenommen. Das Contact-Tracing und das Containment laufen seit Montagabend auf Hochtouren. Rund 100 Polizistinnen und Polizisten und Sondereinsatzkräfte werden noch im Laufe des Dienstags zu den Drive-In-Testungen des Roten Kreuzes geschickt. Erst wenn ihre Testergebnisse vorliegen, werde über die weitere Vorgangsweise entschieden, hieß es. Der Krankheitsausbruch wird von der Behörde mittlerweile als “Cluster C” geführt. Zuletzt war es in Salzburg rund um einen Clubabend der Rotarier (“Cluster A”) und um zwei private Seniorenwohnheime (“Cluster B”) zu größeren Krankheitsausbrüchen gekommen. Wie die Stadt mitteilte, sei der erste Cluster bereits rückläufig, der zweite konnte eingekapselt werden und sei stabil. In Salzburg galten mit Stand Dienstagfrüh insgesamt 21 in der Landeshauptstadt gemeldete Personen als erkrankt. 80 Personen wurden als Kategorie 1-Kontakte per Bescheid abgesondert, 50 Personen als Kategorie 2-Kontakte behördlich verkehrsbeschränkt. Die Zahl der aktiv Erkrankten im ganzen Bundesland ist in den vergangenen Tagen immer um die 50 Personen gelegen.

Neuer Corona-Cluster um zwei Polizeiinspektionen in Salzburg

In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden (Stand: 9.30 Uhr) 84 neue Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten neuen Infizierten wurden laut Innenministerium mit 32 Betroffenen in Wien verzeichnet. Bisher gab es in Österreich 19.827 positive Testergebnisse. Bisher sind österreichweit 710 Personen an den Folgen des Coronavirus verstorben und 17.716 wieder genesen. Am Montag befanden sich 114 Personen aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 18 auf Intensivstationen.  Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf: Burgenland: 3, Kärnten: 4, Niederösterreich: 11, Oberösterreich: 24, Salzburg: minus 9, Steiermark: 10, Tirol: 8, Vorarlberg: 1 und Wien: 32. Der negative Wert in Salzburg geht auf eine Datenbereinigung des Landes zurück. Bei der “Gesamtzahl der bestätigten Fälle”, der “Gesamtzahl der Todesfälle” sowie der “Gesamtzahl genesener Fälle” gab es dadurch eine Reduktion im Vergleich zum Sonntag. Im Coronavirus-Cluster um einen Schlachtbetrieb in Eggenburg (Bezirk Horn) stieg die Zahl der infizierten Mitarbeiter bis Dienstag von zuvor 38 auf nunmehr 39 gestiegen. Eine Person in Quarantäne ist nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) positiv getestet worden. Die Zahl der Folgefälle blieb mit fünf unverändert. Im Hotspot um eine Wiener Neustädter Freikirche wurden weiterhin 28 direkt Infizierte gezählt. Hinzu kamen am Dienstag zwei neue Folgefälle. Eggenburg betreffend teilte ein Sprecher der Gesundheitslandesrätin zudem mit, dass neben 244 Mitarbeitern des Unternehmens auch 96 Menschen aus dem Umfeld abgesondert worden seien. Bei der Freikirche (270 unter Quarantäne) ist diesbezüglich von 40 Kontaktpersonen die Rede.

84 Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich

Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung “La Nación” wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein. Bisher infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben. Seit einer Woche gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Bis zum 31. März dürfen die Menschen landesweit ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es wurde erwartet, dass die Ausgangsbeschränkungen noch weiter verlängert werden.

Argentinien schließt Grenzen auch für eigene Bürger

Im Vatikan hat Papst Franziskus die Feiern der Kar- und Ostertage mit der Gründonnerstagsmesse begonnen. Das Gedenken an das Letzte Abendmahl Jesu fand im leeren Petersdom statt und wurde im Internet und durch Fernsehsender übertragen. Der Papst zelebrierte die Messe mit seinem Zeremoniar Guido Marini. Auch die traditionelle Fußwaschung entfiel in der heurigen Abendmahlsmesse mit Franziskus. Der Ritus, bei dem der Papst zwölf Personen die Füße wäscht und küsst, erinnert an eine Geste Jesu beim Letzten Abendmahl und soll ein Zeichen der Liebe und Verbundenheit sein. In den vergangenen Jahren feierte der Papst die Gründonnerstagsmesse in Haftanstalten oder sozialen Einrichtungen. Dabei wusch er Straftätern, muslimischen Migranten und Behinderten die Füße. Der Papst gedachte in seiner Predigt der Priester, die wegen der Coronavirus-Epidemie gestorben seien. 60 von ihnen seien in Italien dem Virus erlegen. Er gedachte auch der Kranken in den Spitälern sowie der Ärzte und Krankenpfleger. Sie seien die “Heiligen aus der Nachbarschaft”, sagte der Papst.

Papst beging Gründonnerstag im leeren Petersdom

Die Regierung rechnet für nächstes Jahr mit einem Defizit von fast 21 Mrd. Euro. Das geht aus APA und ORF vorliegenden Informationen über das Budget 2021 hervor. Mehr Geld gibt es u.a. für Verkehr, Umwelt, Verteidigung und Arbeit. Letzteres ist aber vor allem eine Anpassung an die hohe Arbeitslosigkeit. Vorgesehen ist auch ein Konjunkturpaket, das aber großteils bereits bekannte Maßnahmen umfasst. Eine größere Steuerreform ist laut bisherigen Informationen nicht eingepreist. Offiziell wird Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) seine Zahlen bei der Budgetrede am Mittwoch dem Nationalrat vorlegen. Im Vorfeld durchgesickert ist, dass das Defizit nach heuer fast zehn auch 2021 noch über sechs Prozent der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt/BIP) liegen wird. Beim Bund werden die Ausgaben mit 97 Mrd. Euro deutlich über den Einnahmen von 76 Mrd. Euro liegen. Die Staatsschulden bleiben mit 85 Prozent der Wirtschaftsleistung hoch. Deutlich mehr Geld als in den bisherigen Budgetplänen vorgesehen soll kommendes Jahr in den Arbeitsmarkt fließen. Dies einerseits, weil die Zahl der Arbeitslosen seit Ausbruch der Coronakrise um über 100.000 angestiegen ist. Angekündigt hat die Regierung aber auch mehr Mittel für Schulungen und Qualifizierungsmaßnahmen (“Arbeitsstiftung”). Tatsächlich wird das diesbezügliche Budget um rund 400 Mio. Euro aufgestockt (inklusive Arbeitslosengeld und Kurzarbeit sogar um 2,8 Mrd. Euro). Laut Berechnungen von Arbeitsmarktexperten wird die für jeden Arbeitslosen zur Verfügung stehende Fördersumme damit auf 3.400 bis 3.600 Euro pro Kopf ansteigen – abhängig von der tatsächlichen Arbeitslosenzahl. Damit wird wieder das Niveau der Jahre 2017 und 2018 erreicht (vor Abschaffung von “Aktion 20.000” und Integrationsjahr). Eingeplant wird von ÖVP und Grünen auch ein Konjunkturpaket. Die entsprechende Auflistung umfasst allerdings vor allem bereits bekannte Maßnahmen – darunter den Verlustrücktrag, die Investitionsprämie und die Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie bis Ende 2021. Letztere soll 1,5 Mrd. Euro kosten. Auch sonst ist das Budget von der Coronakrise geprägt – so erhält das Gesundheitsministerium eine halbe Mrd. Euro mehr, der Corona-Fonds wird mit 9 Mrd. Euro dotiert. Vorerst nicht absehbar sind weitere Steuerreform-Schritte. Im Jänner – also noch vor Ausbruch der Coronakrise – hatte die Regierung die Senkung der zweiten und der dritten Lohnsteuerstufe für 2022 angekündigt, den Start der “Ökologisierung” des Steuersystems für 2021. In den internen Unterlagen sind beide Vorhaben aber nicht eingepreist. Allerdings hieß es aus Regierungskreisen, dass die diesbezüglichen Gespräche noch nicht abgeschlossen seien. Verwiesen wird auch darauf, dass die erste Stufe der Entlastung von 2021 auf 2020 vorgezogen wurde. Um fast 400 Mio. Euro angehoben wird 2021 das Budget der Grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler. Finanziert werden soll damit unter anderem der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs sowie der Einstieg in das “1-2-3-Ticket”. Für letzteres stehen kommendes Jahr 95 Mio. Euro zur Verfügung. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) erhält 260 Mio. Euro mehr, das Wirtschaftsressort gut 700 Mio. Euro. Zu den Gewinnern des Budgets 2021 gehört – neben Justizministerin Alma Zadic (Grüne) mit einem jährlichen leichten Plus – aber auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP). Ihr Haushalt war heuer aufgestockt worden und sollte laut dem bisherigen Finanzrahmen ab 2021 wieder sinken. Dies wird nun revidiert: das Bundesheer erhält im kommenden Jahr um fast 130 Mio. Euro mehr als heuer.

Regierung rechnet für 2021 mit hohem Budgetdefizit