Deutschland beschließt harte Einreisebeschränkungen, EU fordert Ausnahmen

Merken
Deutschland beschließt harte Einreisebeschränkungen, EU fordert Ausnahmen

Wegen der Ausbreitung von Corona-Mutanten führt die deutsche Regierung für Tirol, Tschechien und die Slowakei harte Beschränkungen für die Einreise nach Deutschland ein. Man habe sich darauf verständigt, diese Gebiete als “Virusvarianten-Gebiete” einzustufen, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin mit. Für diese Regionen gilt nun u.a. ein grundsätzliches Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schifffahrtsunternehmen.

Außerdem müssen Einreisewillige sich vorab auf das Coronavirus testen lassen, wie Spahn ausführte. Zudem gilt eine Quarantänepflicht nach der Ankunft in Deutschland. Erstmals sind damit direkte Nachbarregionen von Deutschland von dieser Maßnahme betroffen.

Derartige Maßnahmen schmerzen sehr, sagte Spahn. Sie seien aber “für eine gewisse Zeit unumgänglich”, um den weiteren Eintrag der mutierten Coronaviren zu unterbinden.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, betonte in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten bereits in Deutschland ausbreiten. Es sei davon auszugehen, dass sie weiter zunehmen würden – so sei es auch in anderen Ländern gewesen.

EU fordert Ausnahmen

Angesichts neuer Einreisebeschränkungen aus Tirol und Tschechien hat die EU-Kommission Deutschland dazu aufgefordert, Ausnahmen etwa für Pendler zu gewähren. Ein Sprecher der Behörde erinnerte am Freitag daran, dass die EU-Staaten sich erst kürzlich auf gemeinsame Empfehlungen für das Reisen in Corona-Zeiten geeinigt hätten. Man erwarte, dass alle Länder danach handelten. Grenzschließungen und pauschale Reiseverbote sollten vermieden werden.

Man fordere Deutschland deshalb dazu auf, zumindest für unverzichtbare Reisen sowie für Grenzpendler Ausnahmen zuzulassen. Zugleich betonte der Sprecher, dass die Empfehlungen der EU-Staaten striktere Regeln für Gebiete zuließen, in denen Virus-Varianten besonders verbreitet sind. Die EU-Kommission habe die portugiesische Ratspräsidentschaft darum gebeten, dass die Koordinierung des Reiseverkehrs bei den nächsten Beratungen der EU-Europaminister am 23. Februar thematisiert werde.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sind im gesamten Bundesgebiet 9586 Corona-Neuinfektionen registriert worden. In zwei Bundesländern kratzen die Werte sogar schon an der 2000er-Marke.

Kritischer neuer Rekordwert: 9586 Neuinfektionen

Der Sensations-Dritte des Grand Prix von Österreich, Lando Norris, muss vor dem zweiten WM-Lauf in Spielberg einen Rückschlag hinnehmen. Der 20-jährige McLaren-Fahrerüberholte am Freitag im ersten Training für den GP der Steiermark unter “Gelb” gleich zwei Autos und wird deshalb in der Startaufstellung um drei Plätze weiter nach hinten versetzt. Ob das Qualifying für das Rennen auf dem Red Bull Ring wie geplant am heutigen Samstagnachmittag (15 Uhr/ORF eins live, Kleine-Zeitung-Liveticker) über die Bühne gehen kann, war in Spielberg aufgrund der extrem schlechten Wetterprognosen für diesen Tag aber fraglich. Sollte es ausfallen, wird womöglich das FP2 vom Freitag für die Startreihenfolge herangezogen. Im zweiten Spielberg-Training am Freitag war Max Verstappen im Red Bull der Schnellste. Ihm folgten Valtteri Bottas (FIN) und Sergio Perez (MEX).

Spielberg bangt heute wegen schlechter Wetterprognosen um Qualifying

Griechenland rechnet nach eigenen Angaben für das Jahresende mit der ersten Lieferung eines Corona-Impfstoffs. “Wenn alles gut geht, wird Griechenland seinen vereinbarten Anteil in sieben Lieferungen erhalten”, sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Dienstag dem Sender Skai TV. “Wir werden mit 700.000 Dosen im Dezember beginnen.” Bis Juni kommenden Jahres werde es dann jedes Monat eine weitere Lieferung des Pharmakonzerns AstraZeneca geben. AstraZeneca arbeitet gemeinsam mit der britischen Universität Oxford an dem Corona-Impfstoff und will diesen nach eigenen Angaben zum Selbstkostenpreis abgeben. Das Präparat erwies sich nach Unternehmensangaben in den ersten beiden Testreihen als für die Probanden gut verträglich und habe für die Bildung von Antikörpern sowie für eine Immunisierung gegen die Lungenkrankheit Covid-19 gesorgt. Die Ergebnisse einer dritten Testphase werden für den Herbst erwartet. Ist diese erfolgreich, soll der Impfstoff danach massenweise produziert und verabreicht werden. Erste Übereinkunft Die Europäische Kommission hatte am Freitag verkündet, dass es eine erste Übereinkunft mit AstraZeneca gebe, “einen potenziellen Impfstoff gegen Covid-19 zu erwerben”. EU-Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen sollen ihn gratis erhalten. Wenn sich der Impfstoff als “sicher und wirksam” erwiesen habe, werde die EU 300 Millionen Impfdosen erwerben mit einer Option auf den Kauf von hundert Millionen weiterer Dosen durch die EU-Mitgliedstaaten. Griechenland hat die Corona-Pandemie bisher relativ gut überstanden, seine Infektions- und Sterberaten sind im Vergleich zu anderen EU-Ländern gering. Allerdings sind die Infektionszahlen in dem Urlaubsland in diesem Monat stark in die Höhe geschnellt. Australien sichert sich Deal Australien hat sich nach eigenen Angaben den Zugriff auf einen potenziellen Corona-Impfstoff gesichert. Der australische Premierminister Scott Morrison sagte am Dienstag, sein Land habe mit dem schwedisch-britischen Pharmakonzern AstraZeneca eine Vereinbarung getroffen, dass es einen “frühen Zugang” zu dem Corona-Impfstoff erhalte, an dem das Unternehmen derzeit mit der Universität Oxford arbeite. Sollte sich das Mittel als wirksam herausstellen, werde Australien es selbst produzieren und kostenlos an seine Bevölkerung verteilen. “Der Oxford-Impfstoff ist einer der am weitesten fortgeschrittenen und viel versprechendsten der Welt”, sagte Morrison. Sein Land wolle das Mittel in Eigenregie produzieren und an alle 25 Millionen Australier gratis verteilen. Eine abschließende Vereinbarung des Landes mit AstraZeneca über die Kosten des Impfstoffs steht dem Regierungschef zufolge aber noch aus. Auch ein australischer Produzent für die Impfstoff-Herstellung sei noch nicht ausgewählt worden Die Behörden führen die Entwicklung auf die zunehmende Missachtung von Abstandsregeln in Lokalen und anderen öffentlichen Orten zurück. Die Zivilschutzbehörde verhängte als Reaktion nächtliche Ausgangssperren in einigen Regionen, darunter einige der meistbesuchten Urlaubsgebiete. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis drohte, wenn die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nicht eingedämmt werde, werde seine Regierung “drastischere Maßnahmen” ergreifen, “die zweifellos wirtschaftliche Auswirkungen” hätten.

Griechenland erwartet zu Jahresende ersten Impfstoff

Mag. Robert Schneider (Geschäftsführer Messe Wels) im Gespräch.

„Schifoan ist des leiwaundste – wos ma sie nua vorstellen kau“ – ja das wusste schon Austro-Pop Ikone Wolfgang Ambros. Nach diesem Motto lebt auch ein Welser Sportverein – der nach dem Krieg entstanden ist, und heuer sein 75-jähriges Jubiläum feiert. Die Rede ist natürlich vom Skiklub Wels.

Weltweit wird derzeit an insgesamt 155 Medikamenten und 79 Impfungen zur Bekämpfung von COVID-19 gearbeitet. Diese erstaunlichen Zahlen hat das Austrian Institute for Health Technology Assessment (AIHTA) aktuell erhoben. Die meisten der 155 in der Entwicklung befindlichen Medikamente gegen COVID-19 haben schon eine Zulassung für andere (virale) Infektionen und erfordern eine besondere Evidenz für die Zulassung gegen COVID-19. Vonden 79 Impfstoffkandidaten wiederum ist bisher keiner über das Entwicklungsstadium gelangt.

155 Medikamente und 79 Impfstoffe werden erforscht