Deutschland übernimmt Doppelvorsitz in EU und UNO

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Deutschland übernimmt Doppelvorsitz in EU und UNO
Deutschland übernimmt am Mittwoch bis zum Jahresende die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union und gleichzeitig den Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat. Topthema des EU-Vorsitzes wird die Überwindung der Corona-Pandemie und ihren schweren wirtschaftlichen Folgen.Dazu sollen möglichst noch im Juli der nächste siebenjährige EU-Budgetplan und ein milliardenschweres Konjunkturprogramm vereinbart werden. Wichtig werden zudem der geplante Handelspakt mit Großbritannien nach dem Brexit sowie die Themen Klimaschutz, Digitalisierung und Migration. Auch eine Konferenz zur Zukunft Europas soll auf den Weg gebracht werden.

Die 27 EU-Staaten wechseln sich alle sechs Monate in der Präsidentschaft ab. Deutschland übernimmt von Kroatien und gibt zum 1. Jänner dann an Portugal ab. Das Vorsitzland leitet die Sitzungen der Ministerräte, die für die Gesetzgebung zuständig sind. Auch Vermittlungsverfahren mit dem Europaparlament laufen im nächsten Halbjahr unter deutscher Führung.

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Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrerfordert für die Zeit nach dem Lockdown längere Öffnungszeiten und das Aufsperren für den Handel auch am Sonntag. Einerseits soll damit der Umsatz in der Vorweihnachtszeit noch angekurbelt werden, andererseits gehe es auch “um das Entzerren der Kundenströme”, sagte Mahrer im Ö3-Frühjournal des ORF-Radio. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) kündigte für 11 Uhr eine Stellungnahme an. Der Wirtschaftskammer-Chef plädierte dafür, auch beim Online-Shopping “regional-digital” auf österreichischen Shopping-Portalen einzukaufen. “Wichtig ist jetzt, dass die Umsätze in Österreich bleiben.” Der Lockdown sei ein schwerer Schlag für den Handel. “Die haben sich alle eingedeckt mit Ware für das Weihnachtsgeschäft, das ist für den Handel die stärkste Zeit im Jahr.” Erst im Zuge des neuerlichen Lockdowns waren die Öffnungszeiten im Handel – nach einigen Debatten – auf 19 Uhr verkürzt worden. Die Forderung nach dem Aufsperren von Geschäften auch an Sonntagen ist indes in der Vergangenheit mehrfach diskutiert worden, jedoch unter anderen Voraussetzungen.

Mahrer: Längere Öffnungszeiten und Sonntagsöffnung vor Weihnachten

Bei Überschwemmungen auf der griechischen Insel Euböa sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter ein acht Monate altes Baby. Zwei weitere Menschen wurden nach Angaben von Vize-Zivilschutzminister Nikos Hardalias am Sonntag noch vermisst. Etwa 100 Feuerwehrleute, zwei Hubschrauber und die Küstenwache waren im Einsatz, um Bewohner von überfluteten Häusern zu retten. Nach Starkregen im Gefolge von Sturm “Thalia”standen auf der Insel Häuser und Straßen unter Wasser. In einem Haus im Dorf Politika fanden Rettungskräfte nach Angaben der Feuerwehr das tote Baby. Seine Eltern überlebten. In zwei anderen Häusern lagen eine 86-jährige Frau und ein 85-jähriger Mann. Beide wurden im Krankenhaus für tot erklärt. Die Identität der weiteren Opfer blieb zunächst unklar. Auch in den nahegelegenen Dörfern Bouzi und Psahna gab es schwere Schäden. In vielen Häusern stand Medienberichten zufolge das Erdgeschoss unter Wasser. Auf einem Campingplatz saßen auch zahlreiche Urlauber fest, wie die griechische Nachrichtenagentur Ana berichtete. “Albtraumhafte Zustände” Im Westen der Insel, die rund hundert Kilometer von der Hauptstadt Athen entfernt ist, traten Bäche über die Ufer und überfluteten mehrere Straßen. Teilweise kamen noch nicht einmal die Fahrzeuge der Feuerwehr durch. Der Präfekt Fanis Spanos bezeichnete die Zustände als “albtraumhaft”. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis tat auf Twitter seinen “Schmerz über die verlorenen Menschenleben” kund. Er kündigte für Montag seinen Besuch auf der zweitgrößten Insel des Landes nach Kreta an. Sturm “Thalia” war am Samstag über mehrere Regionen in Griechenland hinweggezogen, es kam dabei zu starken Regenfällen. Am Sonntag besserte sich das Wetter wieder. Überschwemmungen in Folge von Stürmen kommen wegen mangelnder Baukontrollen häufig vor. Im November 2017 starben 24 Menschen bei Überschwemmungen in Mandra, einem Dorf in einem Industriegebiet unweit von Athen. Tausende Häuser, Geschäfte und Fabriken wurden von den Schlammfluten zerstört oder beschädigt.

Land unter auf griechischer Ferieninsel

In der Debatte um eine Lockerung der massiven Beschränkungen im öffentlichen Leben hat der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, vor einem festen Ausstiegsdatum gewarnt. “Die Politik soll sich jetzt auf eine Exitstrategie festlegen”, sagte Montgomery der “Bild”-Zeitung vom Montag. Der Beginn des Ausstiegs sei aber “kein Kalenderdatum”, sondern müsse sich richten nach der “Dauer, in der sich Infektionen in einem Gebiet verdoppeln”. Er warnte “vor einem Jojo-Effekt bei den Ansteckungen“. Unterdessen stieg die Gesamtzahl an weltweit Infizierten laut Johns Hopkins-University auf 1.277.962 (Stand Montag, 11.20 Uhr)

Weltärztebund fordert Exit-Strategie

Es ist das ewige Henne-Ei-Problem: Soll ich mir schon ein Gerät der nächsten Generation zulegen, wenn es die Infrastruktur dafür noch nicht gibt? Beim superschnellen 5G-Mobilfunk könnte es anders laufen. Die Vorzüge der fünften Mobilfunkgeneration 5G klingen vielversprechend. Hochauflösende Videostreams laufen auch außerhalb des heimischen WLANs ruckelfrei. Und große Dateien können in Sekunden übertragen werden. Bislang waren aber bezahlbare Endgeräte Mangelware. Und an einer flächendeckenden Netzversorgung mangelt es auch noch. Beim ewigen Henne-Ei-Problem tut sich inzwischen aber auf der Smartphone-Seite eine Menge. Im Frühjahr musste man noch häufig 1000 Euro oder mehr ausgeben, um im 5G-Mobilfunknetz zu funken. Huawei, Motorola und Xiaomi haben nun neue 5G-Smartphones auf dem Markt gebracht, die alle unter 400 Euro kosten. Das Moto G 5G Plus und das Xiaomi Mi 10 Lite 5G sind sogar für unter 350 Euro zu haben, während Huawei für das P40 Lite 5G knapp 390 Euro verlangt. Das Gerät von Motorola hat mit 6,7 Zoll Diagonale den größten Bildschirm.Die beiden anderen Geräte bieten ebenfalls Full-HD-Auflösung (1080 mal 2400 Pixel) auf einem 6,5-Zoll-Display. Bei der Bildqualität hat das Mi 10 Lite die Nase vorn, denn hier findet man OLED-Technik mit hohen Kontrasten, die den Betrieb in heller Umgebung etwas besser unterstützen als die LED-Technik bei Motorola und Huawei. Das Moto G punktet mit seinem schlanken Hochkantformat (21:9) vor allem dann, wenn man damit Videos anschaut. Fast randlose Displays Die Bildschirme der drei Hersteller kommen ohne großen Rand aus, weil der Fingerabdrucksensor entweder im Einschaltknopf auf der Seite steckt (Motorola und Huawei) oder unter dem Hauptbildschirm (Xiaomi). Das Huawei bietet zusätzlich die Möglichkeit, das Smartphone mit einem Gesichtsscan zu entsperren. Beim Hauptprozessor setzen Motorola und Xiaomi auf den bewährten Snapdragon 765 von Qualcomm, während Huawei seinen brandneuen Kirin 820 Prozessor verbaut. Dieser Chip wird bereits im Sieben-Nanometer-Verfahren hergestellt und ermöglicht einen besonders energiesparenden Betrieb. Alle drei Smartphones zeigten im Test kaum Ruckler. Bei den Benchmarktests hatte das P40 Lite 5G knapp die Nase vor. Hardcore-Gamer werden allerdings doch zu teueren Geräten greifen müssen, denn anspruchsvolle Spiele wie “Playerunknown”s Battlegrounds” (“PUBG”) zeigen der 5G-Einsteigerklasse die Grenzen auf und laufen nur dann flüssig, wenn der Detailgrad ein wenig heruntergestellt wird.Alle drei Smartphones treten mit jeweils vier Kameras auf der Rückseite an, die bei Tageslicht außerordentlich schöne Fotos schießen. Bei wenig Licht fällt die Qualität gegenüber Spitzenmodellen wie dem Huawei P40 Pro+ naturgemäß spürbar ab. Aber irgendwo muss sich der enorme Preisunterschied bemerkbar machen. KI macht knallige Farben Beim P40 Lite 5G von Huawei kann man einen KI-Modus aktivieren, wenn man die Bilder mit besonders kräftigen Farben mag. Ohne diese Funktion erscheinen die Farben angenehm natürlich. Das Motorola-Gerät schießt in dem Trio die besten Selfies, weil die Frontkamera über zwei Objektive verfügt. Mit dem zusätzlichen Superweitwinkel passen auch größere Gruppen auf das Selbstporträt. Motorola und Xiaomi gehören zu den Herstellern, die sich darauf festgelegt haben, ihre Geräte mit einem möglichst unverbastelteten Android auszuliefern. Das sorgt dafür, dass wichtige Android-Updates ohne große Zeitverzögerungen zur Verfügung stehen. Huawei wurde durch die Handelssanktionen der USA gegen China zu einem anderen Kurs gezwungen. Da die Google-Dienste und -Apps nicht zur Verfügung stehen, kommt das P40 Lite 5G mit eigenen Huawei Mobile Services und einer eigenen App-Galerie, in der viele populäre Android-Apps zur Installation bereitstehen. Neu ist eine App-Suchfunktion, die auch andere Quellen von Android-Apps durchstöbert, etwa den Store von Amazon oder F-Droid.

5G-Smartphones werden bezahlbar

Mit einheitlichen Regeln für die gesamte Europäische Union soll der Betrieb von unbemannten Drohnen ab 31. Dezember dieses Jahres vereinfacht werden. In Österreich wird über die Austro Control eine Art Drohnenführerschein zu absolvieren sein, der dann für die gesamte EU gilt. Damit soll der Luftraum vor allem sicherer werden, hieß es bei der Präsentation am Montag in Wien. “Heute müssen Sie eine Drohne noch bewilligen lassen, zukünftig wird das deutlich einfacher sein”, sagte Austro-Control-Geschäftsführerin Valerie Hackl. Dauert es aktuell oft noch mehrere Tage bis eine Flugdrohne in Betrieb genommen werden darf, braucht es in Zukunft nur noch die Absolvierung einer Multiple-Choice-Prüfung und schon kann der Luftraum beflogen werden. Starten soll das neue Verfahren bereits im zweiten Halbjahr dieses Jahres. “Damit wollen wir sicherstellen, dass eine gewisse Bewusstseinsschaffung in der Bevölkerung erreicht wird”, fügte Hackl hinzu und betonte, dass das Betreiben einer Drohne zudem deutlich günstiger werde. Müssen Drohnenbesitzer heute mit 300 Euro für die Bewilligung rechnen, kostet der Drohnenführerschein in Zukunft nur noch 28 Euro und ist fünf Jahre lang gültig. Zudem können damit beliebig viele Drohnen zwischen 250 Gramm und 25 Kilogramm betrieben werden. Sogenannte Spielzeugdrohnen ohne Kamera, die maximal 30 Meter hoch fliegen können, sind davon befreit. Außerdem müssen Betreiber, die aktuell über eine Bewilligung verfügen, den neuen Drohnenführerschein erst nach Ablauf dieser absolvieren. Zwar ist es notwendig in Zukunft jede Drohne online zu registrieren und zu beschriften, doch sei dies mit keinen Zusatzkosten verbunden. “Die Anwendungsbereiche werden immer größer und intensiver”, sagte Magnus Brunner, Staatssekretär im Klimaschutz- und Innovationsministerium. Wurden Drohnen zu Beginn hauptsächlich für Foto- und Videoaufnahmen genutzt, sind sie heute bereits in der Landwirtschaft, Vermessungstechnik oder bei der Feuerwehr zu finden. “Dieses Innovationspotenzial wollen wir ausbauen und wollen wir nützen”, sagte Brunner und betonte, dass es mit steigender Anzahl an Drohnen immer mehr auf die Sicherheit des Luftraums ankomme. Während in den ersten Jahren seit 2015 laut Brunner rund 400 Drohnen jährlich durch die Austro Control bewilligt wurden, waren es 2019 fast 2.700 und heuer bereits 1.300.

Drohnenführerschein kommt und soll für Sicherheit sorgen

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