Die aktuellen Zahlen

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Stand in Österreich, 26.03.2020, 08:00 Uhr
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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Schalchen im Bezirk Braunau ist am Samstag in den frühen Morgenstunden ein 32-jähriger Ungar ums Leben gekommen. Er war mit einem 27-jährigen Landsmann – beide Männer leben im Innviertel – mitgefahren, der mit einem rechts gelenkten und nicht zum Verkehr zugelassenen Auto unterwegs war. Der Lenker fuhr gegen 2.35 Uhr auf der Braunauerstraße Richtung Mattighofen, als er in einer leichten Rechtskurve gegen den Randstein der Gegenfahrbahn prallte und vier Steher eines Maschendrahtzaunes niederriss. Danach durchstieß der Wagen eine Gartenmauer, hob durch die Wucht des Aufpralls ab und prallte 25 Meter gegen eine Hausmauer. Dabei riss das Fahrzeug ein etwa ein Quadratmeter großes Loch in die Außenmauer und zerstörte das dahinter liegende Badezimmer. Die Spur der Verwüstung zog sich über eine Strecke von knapp 70 Metern, teilte die Polizei mit. Die beiden Männer wurden im Wagen eingeklemmt, der Beifahrer starb noch an der Unfallstelle. Der Lenker wurde schwer verletzt ins Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert. Die 55-jährige Bewohnerin des Hauses hatte nur etwa einen Meter von der Einschlagstelle entfernt geschlafen. Sie blieb unverletzt, erlitt aber einen schweren Schock. Aufgrund der schweren Verletzungen konnte beim Lenker kein Alkotest gemacht werden, hieß es bei der Polizei. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Angehörigen des Unfallopfers. Auf dem Fahrzeug waren noch die britischen Kennzeichen des Vorbesitzers montiert gewesen.

Ein Toter und ein Schwerverletzter bei Unfall im Innviertel

Die britische Schlagersängerin Vera Lynn ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Lynn galt im Zweiten Weltkrieg als Sweetheart der britischen Soldaten. Sie starb laut der Mitteilung am Donnerstag im Kreis ihrer Familie. Honigsüß sang Vera Lynn gegen das Heimweh und die Albträume der britischen Soldaten im Grauen des Zweiten Weltkriegs an. Eine ganze Generation fand sich in ihren sentimentalen Liedern wieder. Nun ist sie im Alter von 103 Jahren gestorben. Ab 1941 moderierte sie das nächtliche BBC-Radioprogramm “Sincerely Yours” und verlas Nachrichten von Familien und Freundinnen an die Soldaten in der Ferne: “Für unsere Männer in Uniform, von dem Mädel daheim, ein persönlicher Brief in Worten und Musik” war das Motto. Ihre Stimme machte Hoffnung auf ein Ende der Kriegsschrecken. “We’ll meet again” (“Wir werden uns wiedersehen”) wurde zum populärsten Song der Show. Der Radiostar verkörperte das pflichtbewusste nette Mädchen mit breitem Lächeln und vernünftiger Kleidung, mit dem sich auch die Frauen an der Heimatfront identifizieren konnten: Sie warteten auf ihre Männer, arbeiteten in den Munitionsfabriken, trotzten Hunger und deutschen Bombenangriffen. Die Show brachte ihr nicht nur den Titel “Sweetheart” der Truppen, sondern auch viel Geld ein: Bereits nach einem Jahr verkaufte sie mehr Platten als der amerikanische Superstar Bing Crosby. Geboren am 20. März 1917 während des Ersten Weltkriegs im Londoner East End, sang sie schon mit sieben Jahren in Freizeitclubs für Arbeiter. In den wilden 1930ern nahm sie mit bekannten Bigbands erste Songs auf. Der Zweite Weltkrieg wurde zum Sprungbrett für ihre Karriere: Sie wurde zum Superstar. Der britische Komiker und Kriegsveteran Harry Secombe sagte nur halb im Scherz über sie: “Nicht Churchill hat die Nazis geschlagen. Vera sang sie zu Tode.” Wie eine britische Marlene Dietrich reiste sie in die entlegensten Kriegsgebiete. Allein 1944 verbrachte sie drei harte Monate im burmesischen Dschungel, wo Briten gegen Japaner kämpften, während in Europa der Krieg tobte. Damit verdiente sie sich den Respekt “ihrer Männer” – bis zu ihrem Tode hielt sie die Verbindung mit den Veteranen dieser “vergessenen Armee” aufrecht. Noch Jahre nach dem Krieg erzählte sie, wie der faulige Geruch von Wundbrand sie immer noch verfolgte. 1941 heiratete sie den Musiker Harry Lewis; sie waren fast 60 Jahre lang ein Paar. Nach Kriegsende verließ sie die Bühne, um ihre Tochter Virginia aufzuziehen. Doch schon wenige Jahre später inszenierte sie ihr Comeback mit “Auf Wiederseh’n Sweetheart” und schaffte es damit 1951 als erste Britin an die Spitze der amerikanischen Hitparaden. In den 60ern und 70ern erhielt sie mehrere Auszeichnungen der Queen, und durfte sich fortan “Dame” nennen. Doch ihr nostalgisches Repertoire wurde zur künstlerischen Zwangsjacke, der sie zeitlebens nicht mehr entkam.Dem “Telegraph” sagte sie: “Ich wollte nie eine Judy Garland oder so etwas sein, und nie die Art ändern, wie ich sang.” Bis 1992 tourte Dame Vera Lynn in Deutschland, Australien, den USA; dann wurden ihr die Reisen zu beschwerlich. Noch mit 97 Jahren brachte der ehemalige Superstar eine Platte heraus und schaffte es prompt in die britischen Top-20-Charts – weltrekordverdächtig. Anlässlich ihres 100. Geburtstags erschien “Vera Lynn 100”, eine Sammlung ihrer größten Hits, mit Originalaufnahmen ihrer Stimme und neuer Orchesterbegleitung. “Ich hoffe, es verliert dadurch nicht an Gefühl”, sagte sie der BBC. “Die jungen Leute finden es wahrscheinlich ziemlich zahm, aber für uns war es aufregend und bedeutsam.” Sie singe nicht einmal mehr daheim, verriet sie lachend: “Besser, ich erinnere mich an meine Stimme, wie sie mal war!”

Trösterin der Soldaten-Seele: Sängerin Vera Lynn ist tot

Zum ersten Mal hat Brasilien fast 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwoch 19.951 neue Corona-Infektionen und 888 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. In Peru stieg die Zahl der Corona-Fälle auf über 100.000. Damit ist der Andenstaat das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land in Südamerika. 3.024 Patienten starben im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Brasilien mit fast 20.000 neuen Corona-Fälle in 24 Stunden

Die Leiterin eines Kindergartens im Linzer Stadtteil Urfahr ist positiv auf Corona getestet worden. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) hat die Schließung der Einrichtung angeordnet. Sechs Kolleginnen und zehn Kinder sollen nun ebenfalls getestet werden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Bei Bedarf will man für die betroffenen Kinder eine andere Betreuungs-Lokalität zur Verfügung stellen.

Kindergarten in Linz geschlossen

Keine konkreten Ergebnisse hat am Freitagabend ein rund dreistündiges Treffen zwischen Bundesregierung und Ländervertretern zur Coronakrise gebracht. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) forderte im Anschluss vor allem Wien auf, weitere Einschränkungen vorzunehmen. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) appellierte einmal mehr, dass die Länder die Angebote des Bundes, Heer und Polizei beim Contact Tracing einzusetzen, annehmen mögen. Kurz erinnerte daran, dass Wien in Relation noch einmal rund doppelt so viele Fälle habe wie Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg, die ebenfalls schon mit Reisewarnungen konfrontiert seien. Dass in der Bundeshauptstadt eine Registrierungspflicht in der Gastronomie vorgesehen ist, ist dem VP-Chef offenkundig nicht gut genug. Er hoffe, dass es in Wien zu weiteren Schritten, “die notwendig sind”, komme. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sah ebenfalls noch “Luft nach oben” in der Bundeshauptstadt, wobei er betonte, dass diese Einschätzungen nichts mit dem Wahlkampf zu tun hätten. Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Salzburgs Landeshauptmann Winfried Haslauer (ÖVP), meinte, es sei ihm nicht egal, was in anderen Bundesländern passiere. Denn er fürchte, dass es zu einer bundesweiten Reisewarnung komme. Würde dies seitens Deutschlands passieren, wäre das für sein Bundesland “eine Katastrophe”. Dass es zu keiner großen Einigung kommen würde, war schon im Vorfeld absehbar, war doch keiner der drei “roten” Landeshauptleute persönlich im Kanzleramt erschienen. So ließ sich etwa Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) vertreten. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) nahm per Videokonferenz teil. Hacker meinte beim Verlassen des Treffens trocken, dass man zwei Wochen vor der Wien-Wahl nicht erwarten könne, “dass das da drinnen ein Honeymoon war”. Auch Hackers Büro sah sich benachteiligt und wies noch während der Pressekonferenz schriftlich darauf hin, dass nicht Wien die höchste Infektionsinzidenz habe, sondern Innsbruck. In der Pressekonferenz, an der nicht Hacker, sondern für die Länder nur Salzburgs Haslauer – als Vorsitzender der LH-Konferenz – teilnahm, war die Sorge über Wien dagegen die offensichtlich einigende Klammer. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erinnerte an die nun auch vom Bundesrat beschlossene Novellierung der Corona-Gesetze, die den Ländern ab kommender Woche neue Handlungsmöglichkeiten bringe. “Mein dringender Appell ist, diese neuen Handlungsmöglichkeiten auch wirklich zu nutzen”, fügte er hinzu. Gültig sind die neuen Corona-Gesetze ab Samstag, das sie bereits kundgemacht sind. Sie ermöglichen den Ländern, regional strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu verhängen als sie bundesweit gelten. Erste Schritte gibt es bereits – mit der Sperrstunde 22.00 Uhr in den westlichen Bundesländern, der Registrierungspflicht in der Gastronomie in Wien und bezirksweisen Verschärfungen bei oranger und roter Ampelfarbe in Niederösterreich.

Kurz fordert Wien zu weiteren Schritten gegen Corona auf

Die Opposition beschickt aus Protest den Beirat der COFAG – Covid-19 Finanzierungsagentur nicht, weil dieser zahnlos sei, da er übergangen werden kann. Nun wollen SPÖ, FPÖ und NEOS einen gemeinsamen Antrag im Nationalrat auf die Einrichtung eines “Covid19-Ausschusses” einbringen. Der Covid-Ausschuss soll demnach als Unterausschuss des Budgetausschusses eingerichtet werden.

Opposition will Milliardenhilfen in Covid-Ausschuss kontrollieren