Die Grippewelle ebbt in Österreich ab

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Die Grippewelle ebbt in Österreich ab

Die Zahl der Grippe oder grippeähnlichen Erkrankungen ist im Vergleich zur Vorwoche fast um die Hälfte gesunken und bringt so auch eine Erleichterung für das Gesundheitssystem. Das zeigt die aktuelle Wochenerhebung der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES). Waren in der vergangenen Woche noch 112.000 Menschen an Influenza erkrankt, zählte die AGES in dieser Woche nur mehr 59.000 Grippe-Patienten.

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Kommentare:
  1. anja strasser sagt:

    Sehr gut!!

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Über die Auswirkungen, die das abrupte Einbremsen der Welt im Zuge des Covid-19-Lockdowns auf die Klimaerwärmung hat, wurde in jüngerer Vergangenheit viel spekuliert. Ein Forschungsteam mit österreichischer Beteiligung hat nun den Effekt abgeschätzt – und dieser ist marginal: Lockdown und Co verringern den Temperaturzuwachs bis 2030 nur um 0,01 Grad, heißt es im Fachblatt “Nature Climate Change”. Mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Mobilität in den meisten Ländern zeitweise drastisch reduziert, was sich wiederum in gesunkenem Ausstoß an Treibhausgasen ausdrückte. Der Erstautor der Studie, Piers Forster von University of Leeds (Großbritannien), und seine Tochter Harriet machten sich im Lockdown daran, auf Basis der von Google und Apple bereitgestellten Bewegungsdaten aus 123 Ländern weltweit das Absinken des Ausstoßes von zehn Treibhausgasen zwischen Februar und Juni einzuschätzen. Aufgrund der Verschiebung der Schulabschlussprüfung von Forsters Tochter wurde das Unterfangen zum Familienprojekt, heißt es am Freitag in einer Aussendung der Uni Leeds. In der Folge wurde das Forschungsteam u.a. um Joeri Rogelj vom Imperial College London und dem Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien erweitert und die Datenlage verbessert. Das Team errechnete, dass die Konzentrationen der Treibhausgase im Lockdown zwischen zehn und 30 Prozent zurückgegangen sind. Das deckt sich auch gut mit Satellitendaten und Messwerten auf der Erde und ist vor allem auf die Rückgänge im Verkehr und Transportwesen zurückzuführen. Der Abschwächungseffekt auf das Fortschreiten des Klimawandels hält sich jedoch in sehr engen Grenzen: Laut der Analyse wird der zu erwartende Temperaturanstieg bis 2030 nur um 0,01 Grad Celsius geringer ausfallen – und das auch nur, wenn einige Lockdown-Maßnahmen bis zum Ende des kommenden Jahres aufrecht bleiben. Der Effekt, den die Pandemie mit sich bringt, macht das Erreichen des Zieles, die Erderwärmung bis 2050 auf ein Plus von unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, also nicht automatisch wahrscheinlicher. Allerdings schätzen die Wissenschafter die aktuelle Situation trotzdem als große Chance dafür ein, das Pariser Klimaziel zu erreichen. Schaffe man nämlich eine Art grünen Neustart in der Wirtschaft in Folge der Pandemie, dann könne man eine zusätzliche zu erwartende Erwärmung von 0,3 Grad bis 2050 verhindern. Das könnte laut Piers Forster den Unterschied zwischen dem Erreichen der Klimaziele und dem Verfehlen ausmachen. Für Rogelj ist zwar klar, dass der Knick in den Treibhausgasemissionen durch den Lockdown keine messbaren Auswirkungen auf die Klimaentwicklung haben wird. Die Entscheidungen, die aufgrund der Krise heuer getroffen werden müssen, “könnten uns aber auf einen sicheren Pfad in Bezug auf das Pariser Klimaabkommen führen”.

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