Ein Triathlon in den eigenen vier Wänden

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Ein Triathlon in den eigenen vier Wänden

3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen – Jan Frodeno kommt derzeit gehörig ins Schwitzen. Der Deutsche absolviert in diesen Stunden in den eigenen vier Wänden einen Ironman

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Ein Serienunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen hat Montagabend auf der Innkreisautobahn beim Knoten Wels für einen ordentlichen Blechsalat gesorgt.

Blechsalat und Leichtverletzte: Serienunfall mit mehreren Fahrzeugen auf Innkreisautobahn in Wels

Derzeit sind laut Bildungsministerium zwei Schulen und 69 Klassen in Quarantäne, insgesamt gibt es in Österreich 6.000 Schulen und 55.000 Klassen. Der Umgang mit der Coronapandemie kostet Direktoren, Lehrer, Schüler und Eltern derzeit wegen des unterschiedlichen Umgangs der Gesundheitsbehörden mit möglichen und bestätigten Infektionsfällen und teils langen Wartezeiten auf Testergebnisse viele Nerven. Schließungen von Schulen oder Klassen sind bisher jedoch eine Seltenheit: Derzeit sind laut Bildungsministerium zwei Schulen und 69 Klassen in Quarantäne, insgesamt gibt es in Österreich 6.000 Schulen und 55.000 Klassen. Eine erste Bilanz gibt es mittlerweile zu den seit rund zwei Wochen im Einsatz befindlichen mobilen Teams des Bildungsministeriums in Wien: Bei ihren rund 100 Einsätzen wurden bisher 2.700 Schüler und Lehrer per Gurgeltest auf das Coronavirus getestet, 30 davon (rund 1,1 Prozent) waren positiv. “Zumutung” Für Unmut bei roten Lehrervertretern sorgt unterdessen die in regelmäßigen Abständen durchgeführte Gurgelstudie des Bildungsministeriums, bei der jeden Monat 15.000 Schüler und 1.200 Lehrer getestet werden und die einen Überblick über die Infektionslage an den Schulen bieten soll. Für den Vorsitzenden der Sozialdemokratischen LehrerInnen Österreichs (SLÖ),Thomas Bulant, ist die Erhebung eine “Zumutung” für die Direktoren der ausgewählten Schulen. Diese müssten dafür nicht nur hunderte Datensätze eingeben, sondern auch die Testung technisch vorbereiten – vom Kaltstellen der Kühl-Akkus über die Vorbereitung der Räume bis zur sicheren Aufbewahrung der Testabfälle. “Diese Tätigkeiten behindern den Schulbetrieb, weil das Ministerium diese Aufgaben nicht selbst bewerkstelligt, sondern kostensparend den Schulleitungen umhängt.” Dazu komme erschwerend, dass Gurgellösung, Schutzausrüstung und technischem Equipment nicht immer zeitgerecht angeliefert würden. Bulant fordert deshalb, die Studie an Externe auszulagern.

Zwei Schulen und 69 Klassen in Quarantäne

In einem Wettlauf gegen die Zeit versuchen Behörden und Helfer auf Mauritius nach dem Schiffsunglück vor zwei Wochen die Ölkatastrophe abzumildern. Bisher sei ein Tank des auf Grund gelaufenen Frachters gerissen, sagte am Samstag Vikash Tatayah von der Mauritian Wildlife Foundation (MWF), der bei der Bewältigung der Krise mithilft. Es könne aber zu weiteren Rissen und größeren Ölaustritten kommen. “Ich befürchte, dass es schlimmer wird.” Wegen des Umwelt-Notstandes bekommt der Inselstaat im Indischen Ozean Hilfe aus dem Ausland. Die “Wakashio” war ohne Fracht auf dem Weg nach Brasilien und ging vor zwei Wochen vor Mauritius auf Grund. Die Ursache ist bislang unklar. Zunächst sei versucht worden, das 300 Meter lange Schiff wieder flott zu bekommen, doch wegen der schlechten Wetterbedingungen habe man wenige Fortschritte machen können, erklärte Nagashiki Shipping, der Besitzer des Frachters. Am Donnerstag begann dann Öl auszutreten. “Wir entschuldigen uns zutiefst bei den Menschen in Mauritius und bei den Betroffenen dafür, dass wir ihnen so viele Probleme bereitet haben”, teilte das japanische Unternehmen mit. Ermittlungen laufen Derzeit bemühen sich Behörden und Helfer, das bereits ausgelaufene Öl zu entfernen und das restliche Öl im Frachter abzupumpen, wie Tatayah erklärte. Dies gehe aber nur langsam voran, “die Aufgabe ist enorm”. Nachdem Regierungschef Pravind Jugnauth einen Umwelt-Notstand ausgerufen und um Hilfe aus dem Ausland gebeten hatte, sicherte unter anderem Frankreich Unterstützung zu. Man werde ein Flugzeug und ein Marineschiff mit Experten und Material aus La Réunion schicken, teilte der Präfekt der Insel mit. La Réunion gehört zu Frankreich und liegt etwa 230 Kilometer südwestlich von Mauritius. Umweltschützer sind sehr besorgt über die Auswirkungen des Desasters. Der Frachter liegt auf einem Riff inmitten einer Lagune auf der Südostseite von Mauritius. Eine kleine, nahe gelegene Insel – ein Naturschutzgebiet – sei direkt von dem Öl-Austritt betroffen, erklärte Tatayah. “Ich habe tote Fische gesehen und Krabben, die von dem Öl bedeckt sind.” Die Lagune sei in den vergangenen Jahren mit viel Arbeit wiederhergestellt worden. Die Katastrophe mache “20 Jahre der Restauration zunichte”. Es wurden Ermittlungen in die Wege geleitet, um die Ursache des Unglücks zu finden. Tatayah zufolge hätte das Schiff nie so nah an das Festland herankommen dürfen. Demnach ist es in den vergangenen fünf Jahren bereits zu vier Schiffsunglücken gekommen, zwei davon in der Nähe des jetzigen. Tatayah forderte, dass die Versicherer des Frachters “Wakashio” für alle Schäden aufkommen. Der Inselstaat Mauritius mit rund 1,3 Millionen Einwohnern liegt vor der Küste Madagaskars im Indischen Ozean. Er ist bei Touristen wegen seiner Strände, Korallenriffe und reichhaltigen Tierwelt sehr beliebt.

Helfer im Einsatz bei Ölkatastrophe

Auf hohem Niveau stabil war die Zahl der Patienten auf Intensivstationen, so die Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium zuletzt. Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist in der vergangenen Woche um rund neun Prozent zurückgegangen, ebenso wie die Zahl der Intensivpatienten. Am Mittwoch benötigten 3.854 Menschen Spitalsbehandlung, um 63 weniger als am Dienstag. Auf den Intensivstationen lagen 610 Erkrankte – eine Person mehr als am Vortag. Das sind rund 100 weniger als beim bisherigen Höchststand – am 25. November benötigten in Österreich 709 Patienten intensivmedizinische Versorgung. Dazu berichteten in einer Pressekonferenz Gesundheitsminister Anschober, GÖG-GF Ostermann, ÖGARI-Präs. Markstaller, Pflegedir. Pammer (Kepler Universitätsklinikum Linz; zugeschaltet), Lamprecht (Klinik f. Lungenheilkunde Kepler Universitätsklinikum; zugeschaltet). Am 3.11. war man bei einem Reproduktionsfaktor von 1,44. Jetzt sei man bei einem Wert zwischen 0,81 und 0,84. “Das passt so”, sagt Anschober, “Ziel eins ist bisher erreicht.” Die 7-Tage-Inzidenz sollte drastisch reduziert werden. “Wir haben sie bisher mehr als halbiert”, sagt Anschober. Sie liege derzeit bei 229. Man sei aber deutlich über dem Wert anderer Länder, etwa auch Deutschland.  “Wir brauchen einen Einser vorne”, betont Anschober. 2.686 Neuinfektionen gab es in den vergangenen 24 Stunden. Im selben Zeitraum sind 107 Todesfälle mit dem Virus verzeichnet worden. Das dritte Ziel sei das Absenken der Belegung der Intensivbetten. Wo stehe man? Den Höhepunkt von den Zahlen haben man überschritten. Die Überlastungssituation für das Personal sei aber nach wie vor enorm. Daher müsse man runter mit den Zahlen. Die Neuinfektionen müssen laut Anschober deutlich unter 2000, in Richtung 1000 gedrückt werden. Der R-Faktor muss stabil bleiben, die Intensivbetten sollten eine Auslastung unter 300 haben. Das sei die Grundvoraussetzung. Katastrophe vorerst verhindert Die große Katastrophe habe man vorerst verhindert. Es sei aber noch nichts gewonnen. Das betonte auch ÖGARI-Präsident Klaus Markstaller. Momentan seien – durch die Zeitverzögerung –  die schwersten Fälle dieser zweiten Welle auf der Intensivstation. Darunter auch einige Menschen, die noch Mitten in Berufsleben standen. Auch wenn die Zahlen sinken, steht das Gesundheitspersonal unter Dauerbelastung. Und das werde noch in den nächsten Monaten so bleiben. Eine Lösung seien die Impfungen. Es gelte jetzt die Monate bis dahin zu überbrücken. Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde des Kepler Universitätsklinikums, berichtete von der Situation in Linz. Man habe eigentlich “keinen Spielraum” mehr, um steigende Infektionszahlen aufzufangen. “Daher müssen wir durch unser Handeln vorsichtig vorzugehen”, sagt der Mediziner. Ähnlliches berichtete auch Pflegedirektorin  Sabine Pammer “Die Belastung ist bereits eine Dauerbelastung”, betont Pammer  – auch psychisch. Sie spricht auch einen besonders tragischen Fall an: In der vergangenen Woche hätten die Mitarbeiter eine Kollegin begleiten müssen, die selbst an Covid erkrankt und dann verstorben sei. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich,  gab einen Überblick und Prognose auf Kapazitäten. Die Zahl der Neuinfektionen diese Woche sei höher als prognostiziert –  auch durch die Massentests. Was bedeutet das für die Krankenhausbetten? Im Schnitt seien derzeit etwa 2350 Personen in den Normalstationen, mittlerweile sei man etwas darüber. Die Erklärung dafür sei, dass Patientinnen und Patienten nach dem Aufenthalt in der Intensivstation noch einmal für längere Zeit in die Normalstation müssen. Die Prognose: Rund 2.100 Fälle pro Tag, etwa 1.700 am Ende der Prognoseperiode nächste Woche seien der Stand, von dem man ausgehe. Ostermann weist darauf hin: Die Zahl der Neuinfektionen derzeit sei so, wie sie Mitte Oktober gewesen sei – also sehr hoch. Auffällig: Ein Abstieg, wie er sich bei den Infektionen zeigen würde, sei noch nicht zu sehen Eine dritte Welle würde man von den Kapazitäten nur schwer verkraften. “Es liegt letztlich an uns”, so Ostermann zum Abschluss. Gefahr dritter Lockdown? Anschober betont: Man habe immer noch strengere Maßnahmen, als man in Deutschland habe. Das Infektionsgeschehen habe man ständig im Blick. Sollte sich eine Bewegung nach oben geben, werde man eingreifen. “Derzeit haben wir keinen Ansatz in diese Richtung”, sagt Anschober. Nächste Woche werde man Rahmenbedingungen für die Feiertage genau verankern und präsentieren. Laut Markstaller gehe diese Diskussion an dem eigentlichen Problem vorbei. Österreich habe die Intervention, die die deutsche Leopoldina fordert, bereits gehabt. Lamprecht aus Linz spricht von einem “günstigen” Trend. Allerdings müsse man bei einer Trendumkehr sofort reagieren

Anschober: "Neuinfektionen müssen deutlich unter 2000 gedrückt werden"

Die alljährliche Tradition der königlichen Schwanenzählung auf der Themse im Südosten Englands muss in diesem Jahr Medienberichten zufolge wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das “Swan Upping” könne in diesem Jahr nicht stattfinden, da die Vorgaben zum Abstandhalten nicht gewährleistet werden könnten, berichteten mehrere britische Sonntagszeitungen. Bei der Schwanenzählung handelt es sich um ein Ritual aus dem zwölften Jahrhundert. Es ist erst das zweite Mal in der 900 Jahre alten Tradition, dass es abgesagt werden muss: Zuletzt war die Aktion im Jahr 2012 wegen Überschwemmungen gestrichen worden, wie der “Daily Telegraph” berichtete.

Königliche Schwanenzählung in England wird wegen Corona gestrichen

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Donnerstag Impfungen gegen das Coronavirus für “etwa 600.000 Menschen” in Österreich im ersten Quartal angekündigt. Bisher seien 180.000 Dosen von Biontech/Pfizer und 10.000 von Moderna nach Österreich geliefert worden, berichtete er im Rahmen eines Lokalaugenscheins in einem Pflegeheim in Klosterneuburg. Bis Ende des Quartals sollen knapp 1,2 Millionen Impfdosen der beiden Hersteller geliefert werden. Anschober teilte mit, dass auch von dem bisher noch nicht zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca “hohe Bestellungen” getätigt worden seien. Ab dem zweiten Quartal soll es “massive Liefersteigerungen” geben, weil Österreich im Rahmen der EU-Zusatzbestellung bei Biontech/Pfizer 3,8 Millionen Dosen angefordert habe. Das Tempo hänge hier von der Lieferung ab. Impfung “Schlüssel für Wende” Die Impfung sei der “eigentliche Schlüssel für die Wende in der Krise”, so Anschober. “Im Frühling haben wir davon geträumt”, berichtete der Gesundheitsminister. Die Chance gelte es nun gemeinsam zu nutzen. Mit Stand Donnerstagabend sollen in Österreich 74.000 Menschen geimpft sein. Die Anfrage nach dem Impfstoff steige stündlich. Ob am 25. Jänner der Lockdown beendet werden kann, hängt für den Gesundheitsminister von der Entwicklung um die britische Coronavirus-Mutation ab, die “um 50 Prozent ansteckender” sei. Dass die Impfung aber auch gegen diese wirke, sei “eine weitere Aufforderung dazu, schnell zu impfen”, erklärte er.   Die Impfbereitschaft wird mit jedem Stich größer. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister   Die für Pflege zuständige niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) bezeichnete die Impfung als “letzten Puzzlestein in die richtige Richtung”. “Die Impfbereitschaft wird mit jedem Stich größer”, fügte sie hinzu. Für Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) gilt es nun, die Impfstrategie des Bundes umzusetzen und auf die Experten zu hören. Im niederösterreichischen Landespflegeheim “Agnesheim” wurden am Donnerstag 84 Dosen verimpft, 47 davon erhielten die Bewohner. Weil es im Heim “60 bis 65 Prozent Demenzkranke” gebe, gestalte sich die Aufklärungsarbeit zu den Impfungen schwierig, sagte Heimleiter Michael Strozer. “Wir wollen da nicht drüberfahren”, so Strozer. Die Erfahrungen bei der Bestellung des Impfstoffes seien durchwegs positiv gewesen, ein weiterer Impftermin wurde bereits festgelegt. Je mehr geimpft wird, desto mehr nimmt das Vertrauen in die Maßnahme zu, berichtete eine Ärztin der Einrichtung. Bei der Verabreichung des Impfstoffes habe es keine Zwischenfälle gegeben. “Trotz des weiteren Weges, den wir bei der Bekämpfung des Virus vor uns haben, ist das ein Befreiungsschlag”, sagte sie. “Ich war zunächst skeptisch, aber es gibt keine Alternative”, berichtete ein Pfleger. Er ging davon aus, dass sich rund 50 Prozent der Mitarbeiter des Heims impfen lassen werden. “Bei den anderen wird es wohl noch mehr Aufklärung brauchen”, vermutete er. Gegen die Skepsis will auch die Landesgesundheitsagentur eine Informationskampagne starten. Besonders die Impfung von Ärzten und Pflegekräften habe Signalwirkung und schaffe Vertrauen. Auch Anschober berichtete, dass sich die Stimmung drehe. “Wir wollen raus aus den Beschränkungen”, sagte er. Die Impfung sei darum “unsere einzige Chance”.

Bis Ende März sollen 600.000 Menschen geimpft sein