Einsturzgefahr für Notre-Dame endgültig gebannt

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Einsturzgefahr für Notre-Dame endgültig gebannt

Gut eineinhalb Jahre nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist die Einsturzgefahr endgültig gebannt. Die öffentliche Baugesellschaft teilte am Dienstag mit, ein 200 Tonnen schweres Gerüst auf der Kirche sei abgebaut. Das Gerüst war bei dem Brand eingeschmolzen und lastete auf dem Gewölbe. Frankreichs Kulturministerin Roselyne Bachelot sagte: “Die Bedrohung, die das Gerüst für die Kathedrale darstellte, besteht nun nicht mehr.” Sie dankte den Arbeitern, die 40.000 Einzelteile in bis zu 40 Metern Höhe seit Anfang Juni mühsam demontiert hatten.

Chefarchitekt Philippe Villeneuve hatte den Abbau des Gerüsts als vordringlich bezeichnet, um die mehr als 850 Jahre alte gotische Kathedrale vor dem Einsturz zu bewahren. Die Arbeiten hatten sich wegen der Corona-Pandemie aber verzögert. Bei dem Feuer im April 2019 waren der Dachstuhl und der Spitzturm eingestürzt. Beides soll in historischer Anmutung neu entstehen. Die Arbeiten sollen bis zu den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024 abgeschlossen sein. Experten halten das Versprechen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für sehr ehrgeizig.

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Mit 1.519 Neuinfektionen in Österreich ist am Montag in Österreich die niedrigste Zahl seit genau zwei Monaten gemeldet worden. Außerdem gab es 84 weitere Todesopfer. Erstmals seit Ende Oktober ist in Österreich auch die Marke der 30.000 aktiven Fälle wieder unterschritten worden. Den Neuinfektionen standen 2.445 Neugenesenen – wie immer bei montags vergleichsweise geringen 20.957 eingemeldeten PCR-Tests – gegenüber. Somit sank die Zahl der aktiven Fälle auf 29.280. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) betonte in einer Aussendung, dass dieIntensivstationen nach wie vor stark überlastetsind und die Mortalität in Österreich viel zu hoch ist. “Jetzt geht es darum, während der Feiertage keine Trendumkehr zu erzeugen und weiterhin vorsichtig, umsichtig und verantwortungsvoll zu handeln. Dann können wir es schaffen, unser Ziel zu erreichen und das Infektionsgeschehen drastisch zu verkleinern – und damit das Risiko für jeden einzelnen”, meinte Anschober. 130 Tote pro Tag In der vergangenen Woche sind in Österreich 905 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Im Schnitt waren es pro Tag beinahe 130 Tote. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Toten beträgt bereits 10,2 – das heißt, dass in der vergangenen Woche pro 100.000 Einwohner zehn Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben sind. Seit Sonntag meldeten die Behörden in Österreich 84 Tote – fünf davon starben laut dem Gesundheitsministerium in Alten- und Pflegeheimen. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie bereits 5.435 Menschen mit SARS-CoV-2 gestorben. Weiterhin auf hohem Niveau sind die Zahlen der Menschen in Spitalsbehandlung. 2.891 Menschen befanden sich am Montag im Spital, 16 weniger als am Sonntag, so die Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium. 478 lagen auf Intensivstationen, drei weniger als am Sonntag. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage kamen in Österreich täglich 2.189 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage sank auf 184,1. Bei 20.957 eingemeldeten Tests und 1.519 positiven Ergebnissen liegt die Positivrate bei 7,2 Prozent. Im Schnitt wurden in der vergangenen sieben Tagen täglich 27.023 Tests in das Epidemiologischen Meldesystems (EMS) eingespeist. Davon fielen knapp 8,1 Prozent positiv aus. Vor zwei Monaten – am 20. Oktober – war in Österreich zuletzt mit 1.524 eine gleich hohe bzw. im nunmehrigen Zeitverlauf niedrige Zahl an Neuinfektionen gemeldet worden. Am 21. Oktober waren es dann bereits 1.958 Neuinfektionen und am Tag darauf bereits mehr als 2.400 neue Fälle gewesen. Seit Beginn der Pandemie wurden in Österreich 340.373 Menschen positiv getestet. 305.658 haben eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden. Die meisten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden meldete Niederösterreich mit 324 ein, gefolgt von 272 in Oberösterreich und 244 in Wien. In der Steiermark kamen 156 Infizierte hinzu, in Tirol 147 und in Kärnten 133. Vorarlberg meldete 84 Neuinfektionen und das Burgenland 68.

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