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Elch "Emil" bei Sattledt betäubt und im Böhmerwald wieder ausgesetzt

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Elch "Emil" bei Sattledt betäubt und im Böhmerwald wieder ausgesetzt

Sattledt/Rohrbach. Elch „Emil“ wurde am Montag in den frühen Morgenstunden bei Sattledt (Bezirk Wels-Land) betäubt und danach in den Böhmerwald verbracht, wo er wieder „aussteigen“ durfte.

Seit dem Wochenende war Elch „Emil“ in Oberösterreich unterwegs und löste teils eine Völkerwanderung aus. Am Sonntag wurde er auch von privaten Drohnen verfolgt, viele wollten den Elch in freier Wildbahn sehen. Am Sonntag und dann auch Montagfrüh hielt er sich im Bereich der A9 Pyhrnautobahn und dann des Knoten Voralpenkreuzes auf. Dort wurde das Tier Montagfrüh von einem Veterinär betäubt. Die örtliche Feuerwehr wurde dann in streng geheimer Mission alarmiert und unterstützte beim Verladen des Tieres in einen Anhänger. Er wurde dann mit einem Transportanhänger in den Böhmerwald verbracht, wo das Tier nahe der Grenze zu Tschechien wieder ausgesetzt wurde. Der Elch wurde mit einem GPS-Sender ausgestattet und kann von den zuständigen Behörden nun geortet werden.
In sozialen Medien sorgt das Vorgehen derzeit für gespaltene Reaktionen. Während ein Teil – so wie auch die Einsatzkräfte selbst – beruhigt sind, dass nichts passiert ist, sieht den Eingriff in die Natur ein anderer Teil kritisch und reagiert auf die Vorgehensweise teils entsetzt.

„Über den Knoten Voralpenkreuz steuerte das Tier bei Sattledt mehrmals die Auffahrt zur Autobahn an und versuchte wiederholt, den Zaun zu überwinden. Knapp vor der morgendlichen Rushhour auf einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen Oberösterreichs spitzte sich die Lage dramatisch zu. Nach Einschätzung des Landes OÖ und der Exekutivbeamten vor Ort bestand unmittelbare Gefahr: Emil war nur noch rund 200 Meter vom Auffahrtsbereich entfernt, während der Verkehr bereits stark zunahm. Unter fachkundiger Anleitung eines Wildtiermedizinischen Fachteams wurde Emil betäubt und bis zu seinem tatsächlichen „Nickerchen“ laufend überwacht – unter anderem durch Zuhilfenahme von Drohnen und Wärmebildkameras. Das anschließende Verladen auf einen mit Stroh ausgekleideten Anhänger verlief reibungslos. Feuerwehrkräfte der Feuerwehr hoben Emil vorsichtig in den Transportanhänger, wo er bald wieder zu sich kam und leicht sediert seine Reise in den hohen Norden Oberösterreichs antreten konnte- stehend, so wie es beim artgerechten Transport von Wildtieren üblich ist. Am Rand des Böhmerwaldes, im Nahbereich zum Nationalpark Šumava, wurde Emil schließlich in die Freiheit entlassen. Um Emils Sicherheit zu garantieren und sein weiteres Leben in freier Wildbahn nachverfolgen zu können, trägt er nun eine Ohrmarke mit GPS-Sender. So lassen sich seine Wege auch künftig wissenschaftlich dokumentieren – aber aus der Distanz, so wie es für Wildtiere am besten ist.“
Land Oberösterreich, Presseaussendung

„Wir wurden nach der Alarmierung bereits vor dem Feuerwehrhaus von einem Verantwortlichen erwartet, der uns gleich anwies, was wir zu tun hätten. Der Elch war bereits betäubt, wir halfen dann beim Verladen, dann musste es ganz ruhig und dunkel werden, als der Elch wieder aufwachte und dann mit dem Transporter weggebracht wurde.“
Gerald Lindinger, Feuerwehr Sattledt

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