Engpässe in Intensivstationen: Regierung bereitet Lockdown light vor

Merken
Engpässe in Intensivstationen: Regierung bereitet Lockdown light vor

Die Covid-Infektionszahlen steigen unvermindert an, mit einiger Zeitverzögerung auch die Belegung der Intensivbetten. Um den aktuellen Stand der Auslastung des Gesundheitssystems auszuloten und die weitere Entwicklung prognostizieren zu können, trifft die Regierung heute Mittag mit medizinischen Experten zusammen. Ab 14 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant.Ehe ein Lockdown, der sich aller Voraussicht nach am deutschen Modell orientieren wird, in Kraft treten kann, muss freilich noch der Hauptausschuss des Parlaments zusammentreten und mit einfacher Mehrheit den Maßnahmen zustimmen. Voraussetzung für einen Lockdown ist laut Covid-Gesetz, dass das Gesundheitssystem an seine Kapazitätsgrenzen zu kommen droht.

Ob mit einem Lockdown noch diese Woche zu rechnen ist oder erst zu Beginn der nächsten Woche, ist vorerst noch offen.

In Deutschland müssen Gastronomie sowie Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen für vier Wochen schließen, in der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen (maximal zehn Personen). Schulen, Kitas und der gesamte Einzelhandel bleiben in Deutschland aber offen.Die rechtliche Seite ist nur ein Aspekt, den die Regierung im Auge behalten muss. Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Maßnahmen von der Bevölkerung mitgetragen werden. Da die Auswirkungen des aktuellen Infektionsgeschehens erst Wochen später in den Intensivstationen spürbar werden, müssen Maßnahmen getroffen werden, ehe Engpässe für alle sichtbar werden. Diese Zusammenhänge werden im Mittelpunkt des Expertentreffens und der anschließenden Kommunikation stehen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus gilt ab Freitag wieder in umfassender Form. Seit Mitternacht muss der Mund-Nasen-Schutz (MNS) nicht nur in Apotheken und öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden, sondern auch wieder im Lebensmittelhandel, in Tankstellenshops, in Bank- und Postfilialen sowie beim Besuch in Gesundheitseinrichtungen. Mit der Ausweitung der Maskenpflicht soll dem Anstieg der täglichen Covid-19-Infektionszahlen entgegengewirkt werden. Wieder eingeführt wurde die Pflicht beim Einkaufen allerdings nur im Lebensmittelhandel. Neben Supermärkten sind davon etwa auch Tankstellenshops oder Greißlereien oder Bäckereien betroffen. Neu ist die Tragepflicht auch bei Besuchen von Bank- oder Postfilialen (gilt auch bei Postpartnern). Fix verordnet ist die Maske nun für Besucher von Kranken- und Kuranstalten sowie Pflegeheimen; dort war dies freilich schon bisher meist gängige Praxis. Auch beim Arztbesuch ist der Schutz ab sofort obligatorisch. Aufrecht bleibt die Verpflichtung, die Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis aufzusetzen sowie in Apotheken und bei Veranstaltungen im geschlossenen Raum (abgesehen vom Sitzplatz). Auch bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen und auf Demonstrationen, bei denen der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann, ist weiterhin der Schutz zu tragen.

Umfassende Maskenpflicht tritt wieder in Kraft

Die Corona-Pandemie führt zu einem deutlichen Rückgang der Krankenstände. Darauf lassen Daten des am Donnerstag veröffentlichten “Fehlzeitenreport” schließen, der jährlich vom Dachverband der Sozialversicherungsträger, der Wirtschafts- und der Arbeiterkammer sowie des Wifo erstellt wird. Demnach kam es im Frühjahr während des Lockdowns zu einem starken Rückgang der Zugänge in den Krankenstand. Die Zahl der Neuzugänge in den Krankenstand lag im April 2020 fast zwei Drittel unter dem Vorjahresniveau, im Mai betrug das Minus 55 Prozent. In den Folgemonaten glichen sich die Zahlen zwar etwas stärker an das Vorjahr an, sie lagen im Sommer aber immer noch um ein Fünftel bis ein Viertel unter den Vergleichswerten aus 2019. Angesichts des zweiten Lockdowns im November ist aber wieder ein deutlicherer Rückgang zu erwarten. Die vollständigen Krankenstandsdaten für 2020 werden zwar erst Mitte 2021 verfügbar sein, die vorliegenden unterjährig verfügbare Informationen zu den monatlichen Zu-und Abgängen in den Krankenstand lassen aber bereits einen deutlichen Rückgang erwarten. Faktoren Für diesen Rückgang werden im Fehlzeitenreport unterschiedliche Faktoren angenommen. Dazu zählt die starke Verbreitung von Kurzarbeit und Homeoffice, wodurch sich Beschäftigte bei Erkrankung in vielen Fällen nicht krankschreiben lassen. Ähnliches könnte auch für die Quarantäne gelten. Auch Einschränkungen im Gesundheitsbetrieb, wie die Verschiebung von nicht dringend notwendigen Eingriffen, wirken sich dämpfend auf die Krankenstandszahlen aus. Die Möglichkeit der telefonischen Krankmeldung erleichtert zwar den Zugang in den Krankenstand, gleichzeitig war jedoch die Zahl der Besuche in ärztlichen Praxen auch über die Phase des Lockdowns hinaus rückläufig. Für ÖGK-Obmann Andreas Huss bedeutet der Rückgang der Krankenstände trotz der telefonischen Krankmeldung, dass die Mitarbeiter “höchst verantwortungsvoll” mit dieser Möglichkeit umgehen. Zudem hätten viele Arbeitnehmer Angst vor Jobverlust durch Krankheit, sagte Huss in einer Aussendung. Statistik 2019 Schwerpunkt des Fehlzeitenreports ist die Krankenstands-Statistik für 2019, die die Statistik Austria auf Basis von Daten des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger bereits am 21. September veröffentlicht hat. Demnach verbrachten die unselbstständig Beschäftigten im Vorjahr mit 13,3 Tage wieder etwas mehr Zeit im Krankenstand als 2018 mit 13,1 Tage. Auffallend ist dabei, dass Frauen mit 13,8 Tagen durchschnittlich etwas länger krankgeschrieben waren als Männer mit 12,9 Tagen. Insgesamt wurden im Jahr 2019 4,735 Millionen Krankenstandsfälle (ohne Beamte) registriert, davon 2,486 Mio. von Männern und 2,248 Mio. von Frauen. Ein Krankenstand dauerte dabei im Durchschnitt 9,7 Tage (Männer 9,8, Frauen 9,6 Tage). Mit zunehmendem Alter steigt auch die Dauer der Krankheiten. Die 20- bis 34-Jährigen liegen mit 10,9 Tagen und die 35- bis 49-Jährigen mit 11,6 Tagen unter dem Schnitt der Krankenstandstage pro Kopf, die 50- bis 64-Jährigen mit 18,7 Tagen hingegen deutlich darüber. Langfristig gesehen erreichten die krankheitsbedingten Fehlzeiten 1980 mit 17,4 Krankenstandstagen pro Kopf ihren Höchstwert. 1990 verzeichnete die Statistik durchschnittlich 15,2 Tage pro Kopf, 2000 waren es noch 14,4Tage. In den vergangenen zehn Jahren schwankte die Zahl der Krankenstandstage zwischen 12,3 und jetzt 13,3 Tage pro Kopf. Wobei in den letzten drei Jahren wieder ein Anstieg zu verzeichnen ist – 2017 waren es noch 12,5 Tage, 2018 13,1 Tage. Die Zahl der psychischen Erkrankungen, die 2016 bis 2018 annähernd konstant geblieben war, ist dem längerfristigen Trend folgend 2019 wieder um rund zehn Prozent gestiegen. Begründet wird dies mit einer langsamen Enttabuisierung von psychischen Krankheiten, wodurch immer mehr Menschen gewillt sind, sich zur Behandlung dieser Krankheitsbilder in Therapie zu begeben.

Corona-Pandemie führt zu deutlichem Rückgang der Krankenstände

Indien verlängert die Ausgangssperren wegen des Coronavirus um mindestens zweieinhalb Wochen. Die ursprünglich bis Dienstag befristete Maßnahme werde bis mindestens 3. Mai verlängert, sagte Premierminister Narendra Modi am Dienstag. In wirtschaftlicher Hinsicht zahle das Land zwar einen “hohen Preis” für die Ausgangssperren, aber Menschenleben seien wichtiger. Der Bundesstaat Maharashtra, in dem auch die Finanzmetropole Mumbai liegt, ist mit mehr als 1600 Infektionsfällen und mehr als 110 Toten besonders stark betroffen. Zudem herrscht große Besorgnis angesichts einer möglichen Ausbreitung des Virus in den dicht besiedelten Slums der Großstädte. In Indien sind mittlerweile 10.363 Infektionsfälle bestätigt. 339 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Ansteckung gestorben.

Indien verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 3. Mai

Lennard Kämna vom Team Bora-hansgrohe hat am Samstag die vierte Etappe bei der Dauphine-Radrundfahrt über 157 km von Ugine nach Megeve mit 41 Sekunden auf den Spanier David de la Cruz und 56 auf den Franzosen Julian Alaphilippe gewonnen. Vorjahressieger Egan Bernal trat wegen Rückenproblemen nicht mehr an. Primoz Roglic behielt die Führung, Gregor Mühlberger schied bei einem Massensturz aus. Der vor dem Samstag drittplatzierte Deutsche Emanuel Buchmann, sein österreichischer Bora-Helfer Mühlberger und der Niederländer Steven Kruijswijk (Jumbo) schieden nach einem Massensturz auf einer Abfahrt vom Col de Plan Bois verletzt aus. Buchmann galt nach bisher starken Leistungen als einer der Mitfavoriten für die Tour de France, die er 2019 als Vierter beendet hatte. Gregor Mühlberger dürfte glimpflich davongekommen sein, der Verdacht auf ein gebrochenes Handgelenk bestätigte sich nicht. Der Österreicher wird aber noch einer CT unterzogen. Nichts gebrochen lautete auch die Diagnose beim Deutschen Emanuel Buchmann, er erlitt ein Hämatom. Getrübt war aufgrund des Massensturzes auch die Freude bei Kämna, er sprach von einem “bittersüßen” Tag. Freilich war er aber “super stolz”, dass er bei der Bergankunft in Megeve seinen ersten Profisieg feierte. “Das ist eine wirklich große Sache für mich.” Tour-de-France-Sieger Bernal war bereits nicht mehr an den Start im französischen Ugine gegangen. “Er hat Rückenprobleme, deshalb ist es das Beste für ihn, es locker angehen zu lassen. Ich denke nicht, dass es ein großes Problem ist”, sagte Teamkollege Geraint Thomas über den Kolumbianer. Der Slowene Roglic vom Team Jumbo, zweifacher Gewinner der Tour de Romandie und ehemalige Skispringer, führt vor dem abschließenden Teilstück, das am Sonntag erneut nach Megeve führt, nach Tagesrang zehn weiterhin 14 Sekunden vor dem Franzosen Thibaut Pinot. Als Bester dreier noch im Bewerb befindlicher Österreicher liegt Sebastian Schönberger (B&B Hotels) auf Rang 70.

Kämna holt Dauphine-Etappe - Mühlberger nach Massensturz out

Auf die Große Pyramide in Gizeh sind Botschaften zur Coronavirus-Pandemie projiziert worden. “Bleibt sicher”, “Bleibt zuhause” und “Dank an jene, die uns sicher halten” war nun in blauen und grünen Lichtzeichen auf dem mächtigen Grabmal des Pharaos Cheops nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu lesen. Die Pyramiden von Gizeh sind ebenso wie zahlreiche andere Touristenattraktionen des Landes wegen der Pandemie derzeit geschlossen. In Ägypten gab es bis Montag 656 offiziell verzeichnete Corona-Infektionsfälle, mindestens 41 Menschen starben dort an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Der Tourismussektor des Landes ist infolge der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen.

Große Pyramide in Gizeh mit Slogans erleuchtet