Erbgut von SARS-CoV-2 in Abwasser nachgewiesen

Merken
Erbgut von SARS-CoV-2 in Abwasser nachgewiesen

Innsbrucker und Wiener Wissenschafter haben mit einer neuen Methode erstmals Bruchstücke des Erbguts des Coronavirus SARS-CoV-2 im Zulauf österreichischer Kläranlagen nachgewiesen. Sie erhoffen sich davon einen besseren Überblick über die Ausbreitung der Krankheit und den Verlauf der Pandemie, betonten die Forscher am Mittwoch in einer Aussendung.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Eine Kollision im Bereich der Autobahnauffahrt in Sattledt (Bezirk Wels-Land) hat Donnerstagabend zwei Verletzte gefordert.

Kollision bei Autobahnauffahrt in Sattledt fordert zwei Leichtverletzte

Das erste Wiener Krankenhaus hat bereits seine Kapazitätsgrenze erreicht. Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober könne die Zahl der Intensivpatienten bis Monatsende dreistellig werden. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Österreichs Spitälern steigt weiter. Am Samstag befanden sich 349 Menschen im Krankenhaus – 84 davon auf Intensivstationen, 22 mehr als am Freitag.  “Wochenlang hatte sich durch das deutlich gesunkene Durchschnittsalter der positiv Getesteten die Zahl der Hospitalisierungen von den steigenden Infektionszahlen entkoppelt”, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober in einer Aussendung – “dies scheint sich nun schrittweise zu ändern”. Die Prognosen bei den Intensivpatientinnen und -patienten zeigen laut dem Minister “deutlich nach oben” und gehen von rund 110 Intensivpatientinnen und -patienten bis Monatsende aus. Versäumnisse der Länder Der Gesundheitsminister ortete wegen langer Wartezeiten bei den Corona-Tests Versäumnisse in manchen Bundesländern. Zwar hätten viele Behörden Personal aufgestockt, sagte er im Ö1-“Journal zu Gast” am Samstag. In Wien müsse aber dafür “massiv Geld in die Hand genommen werden”. Dass die Regierung zu spät auf die steigenden Zahlen reagiert hätte, stellte Anschober gegenüber Ö1 in Abrede. Allerdings sei es ein “schwerer Fehler”, wenn etwa nach einem Anruf bei der Corona-Hotline Tester erst nach Tagen kämen und Ergebnisse lange ausständig seien. Eine medizinische Hotline könne immer nur so gut sein, wie sie ausreichend Personal habe, merkte der Minister an und zeigte sich nach Gesprächen mit der Stadtregierung zuversichtlich, dass auch Wien alle Anstrengungen unternehmen werde. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erwartet sich unterdessen, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus bereits im ersten Halbjahr 2021 eingesetzt werden kann. “Es ist aus heutiger Sicht zu erwarten, dass im ersten Halbjahr 2021 nicht nur ein Impfstoff erforscht, sondern auch zugelassen ist und in Europa auch zur Anwendung kommt”. Diese Prognose bezüglich des weiteren Kampfs gegen die Corona-Pandemie äußerste Kurz zum Abschluss seines Schweiz-Besuchs nach einem Treffen mit CEOs führender Pharmakonzerne in Basel. “Ein Aufatmen und realistische Veränderungen” halte er für Sommer 2021 “realistisch”, bekräftigte Kurz frühere Aussagen. Geld für Impfstoff Wie das Nachrichtenmagazin “profil” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, schickt Österreich mehr Geld für den Ankauf möglicher Covid-19-Impfstoffe nach Brüssel. Konkret fließen vorerst knapp 22 Millionen Euro. Die Aufstockung wurde vergangenen Mittwoch im Ministerrat beschlossen. EU-weit stehen bisher 2,25 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Zahl der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 ist in Österreich in den vergangenen 24 Stunden erneut über 800 gelegen. Österreichweit kamen 813 Fälle hinzu, die Zahl der aktiv Infizierten lag somit am Samstag bei 7.748 Personen. Auch die Zahl der Toten stieg um zwei an – 765 Menschen sind seit Ausbruch der Pandemie an den Folgen des Coronavirus verstorben. 37.657 Personen wurden bisher insgesamt positiv getestet. Bundesweit wurden in den vergangenen 24 Stunden erneut mehr als 18.000 Tests ins Epidemiologische Melderegister (EMS) eingetragen. Was die Neuinfektionen betrifft, entfielen am Samstag erneut mit 432 die meisten auf die Bundeshauptstadt. Einen Zuwachs über 100 gab es in Oberösterreich, hier kamen gegenüber Freitag 108 Covid-19-Fälle hinzu. Es wurden erneut Fälle in einem Fleischverarbeitungsbetrieb gemeldet. Unter den bekannt gewordenen Neuinfektionen sind sieben positiv getestete Mitarbeiter eines Fleischverarbeitungsbetriebs im Bezirk Ried im Innkreis. Im Lauf des Sonntags und Montags werden alle Beschäftigten getestet, teilten die Gesundheitsbehörden des Landes Oberösterreich mit. Aus Tirol wurden am Samstag 80 neue Fälle gemeldet, aus Niederösterreich 70, aus der Steiermark 58 und aus Vorarlberg 32. 18 Neuinfektionen verzeichnete Salzburg, zehn das Burgenland und lediglich fünf Neuinfektionen wurden in Kärnten registriert. Wiener Spitäler sind teils voll mit Corona-Patienten Unterdessen wurde bereits vor rund einer Woche im ersten Wiener Krankenhaus die Kapazitätsgrenze für Covid-19-Patienten erreicht. Die Klinik Favoriten (ehemals Kaiser-Franz-Josef Spital) nimmt keine Intensiv- oder Normalpatienten mehr auf. Der Pressesprecher des Wiener Gesundheitsverbunds, Markus Pederiva, betonte aber, dass es in anderen Krankenhäusern noch ausreichend Betten gebe. Laut dem Sprecher des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien sind in der Bundeshauptstadt derzeit 180 Covid-19-Patienten im Krankenhaus, 22 davon müssen intensivmedizinisch betreut werden. Insgesamt stehen in der Bundeshauptstadt für Coronavirus-Erkrankte, die im Spital behandelt werden müssen, 400 Normalbetten und 150 auf Intensivstationen zur Verfügung, sagte Pederiva. An SARS-CoV-2-Erkrankte würden in die Kliniken Floridsdorf (ehemals KH Nord) und Ottakring gebracht werden, auf den dortigen Covid-Stationen sind genügend Betten frei. Auch in der Klinik Hietzing wird derzeit eine Covid-Station vorbereitet. Sobald es in einer bestehenden die Auslastung bei 80 Prozent liegt, werde die nächste vorbereitet, sagte Pederiva. “Zusätzliche Bettenkapazitäten können im Bedarfsfall sofort für Covid-Erkrankte freigemacht werden”, sagte der Sprecher des Gesundheitsverbunds (vormals KAV).

Immer mehr Covid-19-Patienten in Österreichs Spitälern

Das Coronavirus ist auch im blockierten Gazastreifen angekommen: Bei zwei Palästinensern wurde das Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Es handle sich um zwei Rückkehrer aus Pakistan, teilte das Gesundheitsministerium in der Nacht auf Sonntag mit. Eine starke Ausbreitung in dem dicht besiedelten Küstenstreifen, in dem zwei Millionen Menschen unter prekären Umständen leben, gilt als Horrorszenario.

Erste Fälle im Gazastreifen nachgewiesen

Das Weltraumunternehmen Virgin Galactic will im Frühjahr 2021 erstmals einen Touristenflug ins All starten. Erster Weltraumtourist soll der Firmengründer und britische Milliardär Richard Branson sein, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das Unternehmen plant demnach, im Herbst mit zwei bemannten Flügen “in die nächste Phase seines Testflug-Programms” zu treten. Sollten die Flüge wie geplant verlaufen, könnte Branson demnach im ersten Quartal 2021 seine Reise antreten und damit den Startschuss für kommerzielle Weltraumflüge geben. Virgin Galactic will zahlende Weltraumtouristen mit einer Mischung aus Rakete und Flugzeug ins All bringen. Die Touristen sollen mehrere Minuten im Weltraum verbringen und durch große Fenster die Erde von oben beobachten können, während sie die Schwerelosigkeit erleben. Bisher konnte Virgin Galactic nach eigenen Angaben Reservierungen von mehr als 600 Interessenten aus 60 Ländern verbuchen. Bei dem Projekt kam es aber immer wieder zu Verzögerungen. Ein schwerer Rückschlag war ein Unfall 2014, bei dem ein Co-Pilot ums Leben kam.

Virgin Galactic plant ersten Touristenflug ins All für 2021

Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) stellte klar, dass der sogenannte Oster-Erlass, wonach man in der Wohnung nur fünf Menschen zusätzlich empfangen darf, zurückgenommen wird. Dieser sei nicht notwendig, die Verkehrsbeschränkungen alleine reichten, um Corona-Partys aufzulösen.

Verwirrender Oster-Erlass zurück genommen

Die Grünen haben am Freitag nach einer Reihe von Absagen von Auskunftspersonen im Ibiza-Untersuchungsausschuss eine mögliche Lösung in den Raum gestellt. Und zwar könnten sich am Tag der Befragung, alle im Raum Anwesenden einem Schnelltest unterziehen, schlug Fraktionsführerin Nina Tomaselli vor und appellierte an die Parlamentsdirektion, entsprechende Tests zur Verfügung zu stellen. Schließlich sollen auch “Wohlhabende” sicher aussagen können. Laut Medienberichten hatten bereits Heidi Goess-Horten, Waffenproduzent Gaston Glock, Novomatic Eigentümer Johann Graf und der ehemalige Casinos Vorstand Dietmar Hoscher aus gesundheitlichen Gründen – und weil sie zur Risikogruppe gehören – abgesagt. Aufklärung unter optimalen Sicherheitsbedingungen sei oberstes Gebot, so Tomaselli: “Wir wollen im U-Ausschuss klären, ob man sich in Österreich Gesetze kaufen kann. Dafür ist jede Auskunftsperson wichtig.” Das Team der Grünen werde sich jedenfalls im Vorfeld einem Corona-Test unterziehen.

Grüne schlagen Corona-Schnelltests bei U-Ausschuss vor