Erbgutvarianten spiegeln Ausbreitung in Österreich wider

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Erbgutvarianten spiegeln Ausbreitung in Österreich wider
Wissenschafter konnten bisher das Genom von 216 SARS-CoV-2-Viren in Österreich entschlüsseln. Die Verteilung der Virus-Varianten passe gut zu der Entwicklung der bis dato in Österreich festgestellten mehr als 250 Häufungen von Fällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in bestimmten Regionen (Cluster).

 

Die bisherigen Daten zeigen, dass schon zu Beginn der Epidemie in Österreich viele verschiedene genetische Varianten von SARS-CoV-2 zirkulierten, von denen einige auch zu größeren Übertragungsclustern führten als es bei anderen der Fall war. Zusammengeführt werden konnten diese Erkenntnisse aufgrund der akribischen Rückverfolgung der Infektionsketten durch die AGES, heißt es.

 

Die bisher identifizierten SARS-CoV-2-Genome aus Österreich machen die Forscher des CeMM nun auf einer neu eingerichteten Website öffentlich zugänglich. Die interaktive Datenbank “Nextstrain Austria” erlaubt es auch, die Austro-Varianten mit den bisher weltweit rund 8.000 sequenzierten Virusgenomen zu vergleichen. Darüber hinaus bieten die Wissenschafter unter https://cemm.at/sars-cov-2/ auch erklärende Texte auf Deutsch und Englisch zu der Thematik.
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