Erste Auslandsreise Van der Bellens nach Lockdown

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Erste Auslandsreise Van der Bellens nach Lockdown

Bundespräsident Alexander Van der Bellen holt am Mittwoch den Besuch bei seiner slowakischen Amtskollegin Zuzana Čaputová nach. Es ist die erste Auslandsreise des 76-Jährigen seit Beginn der Coronakrise. Eigentlich hätte diese bereits Ende Juni stattfinden sollen, das Treffen musste aber wegen eines Corona-Verdachtsfalls im slowakischen Präsidentschaftsbüro kurzfristig verschoben werden. Im Rahmen des informellen Meinungsaustausches wollen die beiden Staatsoberhäupter die weitere europäische Zusammenarbeit im Gefolge der Coronakrise sowie den notwendigen Neustart und die Bewältigung der Klimakrise besprechen. Das Vier-Augen-Gespräch zwischen Van der Bellen und Čaputová, der ersten weiblichen Präsidentin der Slowakei, findet am Nachmittag im Schloss Pezinok, rund 20 Kilometer nördlich von Bratislava, statt.

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Bildungsminister Heinz Faßmann schließt nicht aus, dass in zwei Wochen alle Schulen geschlossen werden müssen, sollte sich das Infektionsgeschehen in den nächsten 14 Tagen nicht entspannen. “Ja, wir wären gerüstet”, so der Minister in einer Pressekonferenz. Man müsste natürlich die Vor- und Nachteile abwägen, insbesondere die Frage der Betreuung zu Hause durch berufstätige Eltern. “Es geht um einen Monat, hoffentlich nicht länger”, versuchte Faßmann den Eltern die Sorge zu nehmen. Dem vernehmen nach hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz auf eine Totalschließung der Schulen gedrängt, scheiterte aber am Widerstand der Grünen, des Bildungsministers, der Landeshauptleute. Zwar sind sich alle Infektiologen einig, dass bei Kindern unter 14 das Übertragungsrisiko ein geringeres ist, die Sorge scheint eher zu sein, dass sich die Eltern bei Kindergartenkindern und Volksschülern auf der Fahrt von und in die Schule anstecken könnten. Schularbeit nur in den ersten 14 Tagen Einmal mehr lobte Faßmann in der Pressekonferenz das Engagement der Lehrer. “Wenn es keine verlorene Generation gibt, dann liegt es an den Lehrern. Sonst hatte der Minister nicht viel Neues zu verkünden. Bekanntlich legt das Bildungsministerium in einem internen Schreiben den Direktoren nahe, alle Schüler der Oberstufe am 3. November für eine Informationsveranstaltung mit dem Klassenvorstand in die Schule zu bitten. An diesem „Übergangstag“ sollten die Modalitäten des Distance-Learning besprochen werden. Das Ministerium kann sich sogar vorstellen, dass einmal pro Woche ein Gruppenunterricht im Schulgebäude stattfindet, wobei die Gruppe maximal neun Schüler umfassen darf. Auch können Schularbeiten im November an der Schule geschrieben werden, allerdings sollten diese nur in den ersten 14 Tagen – mit dem bisher durchgemachten  Stoff – stattfinden. Ganz generell sollte in den nächsten Wochen neuer Stoff „mit Maß und Ziel“ vermittelt werden. An Volksschulen und Unterstufen werden alle Exkursionen, Projekttage gestrichen. Externe Personen dürfen nicht mehr das Schulgebäude betreten, den Lehrern werden hochwertige FFP-2-Masken zur Verfügung gestellt.

"Wären für komplette Schulschließung gerüstet"

Der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) will nach dem Eintreffen der ersten Impfdosen im Land am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson am Freitag im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat. Bereits in der kommenden Woche wird mit einer Lieferung von 800.000 Impfdosen gerechnet. Millionen weitere sollen bis Jahresende hinzukommen. Als erstes geimpft werden sollen Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen sowie über 80-Jährige und besonders gefährdetes medizinisches Personal. Wegen der komplizierten Lagerung bei minus 70 Grad soll der Impfstoff aber zunächst nur in 50 Kliniken im Land verabreichtwerden. Später sollen weitere Zentren hinzukommen. Großbritannien gehört zu den Ländern, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind. Nach offiziellen Angaben der Regierung sind inzwischen mehr als 60.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen.

Am Dienstag starten die Briten mit dem Impfen

Die türkis-grüne Bundesregierung schüttet diese Woche den im Juni auf einer Regierungsklausur angekündigten Coronabonus für Familien von 360 Euro pro Kind aus. Den Angaben zufolge sind das für die rund 1,824 Millionen Kinder, für die Familienbeihilfe bezogen wird, in Summe 678 Millionen Euro. Die automatische Auszahlung erfolge in den nächsten zwei Tagen, sagten Familienministerin Christine Aschbacher und Finanzminister Gernot Blümel (beide ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Die 360 Euro pro Kind werden wie die Familienbeihilfe indexiert. Das heißt, rund 137.000 Anspruchsberechtigte mit im Ausland lebenden Kindern erhalten mehr oder weniger als die 360 Euro, je nach den Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land. “Jede Familie, die Familienbeihilfe bezieht, bekommt das Geld”, sagte Blümel. Der Stichtag dafür ist im September. Ein Antrag ist nicht notwendig. Geld wird seit Dienstag überwiesen Seit heute werde das Geld auf die Konten aller Anspruchsberechtigten überwiesen, hieß es. Aschbacher sagte, es hätten ihr bereits Familien geschrieben, die sich für das Geld bedankt haben. Der Kinderbonus soll die finanziellen Folgen der Coronakrise für Familien abfedern, aber auch die Wirtschaft ankurbeln. Vor allem bei Eltern mit geringeren Haushaltseinkommen dürfte das Geld Ökonomen zufolge rasch ausgegeben und damit der Konsum angekurbelt werden.

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