Erste Patienten nach Plasma-Therapie gesund entlassen

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Erste Patienten nach Plasma-Therapie gesund entlassen

Die ersten in Österreich mit Blutplasma von Covid-19-Genesenen behandelten Patienten konnten das LKH-Uniklinikum Graz kürzlich verlassen. Das teilte der Grazer Infektiologie Robert Krause am Donnerstag vor Journalisten mit. Auch angesichts erster Erfolge mit diesem für spezielle Patientengruppen gedachten Therapieansatz ruft das Rote Kreuz von Covid-19-Erkrankungen Genesene zum Plasmaspenden auf.

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Während Italien weiterhin eine stark sinkende Zahl von Covonavirus-Todesopfern meldet, bekommt das Land auch verstärkt Signale des Neubeginns zu spüren. In der vom Covid-19 schwer betroffenen lombardischen Stadt Cremona kam von Freitag aus Samstag innerhalb von 24 Stunden eine Rekordzahl von 15 Babies zur Welt. “Das ist ein außerordentliches Event für uns und ein Zeichen der Auferstehung der Stadt”, sagte Aldo Riccardi, Leiter der Gynäkologie-Abteilung des Krankenhauses von Cremona, in dem zehn Mädchen und fünf Buben, darunter ein Zwillingspaar, zur Welt gekommen sind. Italienische Zeitungen veröffentlichten am Dienstag die Bilder der stolzen Mütter, die zusammen mit ihren Neugeborenen im Krankenhaus posierten. “Wir haben in den letzten Monaten zu viele Tote betrauert. Ich erinnere mich, als ich im Hof des Krankenhauses nur Leichenwagen sah. Wir sind glücklich, dass wir mit diesen Babys der Stadt ein Signal der Hoffnung geben können”, sagte Riccardi. Auch der Bürgermeister von Cremona, Gianluca Galimberti, zeigt sich optimistisch. “Diese Kinder geben einer Gemeinschaft Hoffnung, die den Neustart nach sehr harten Zeiten schaffen will. Es gibt aber auch weitere positive Signale. Am Wochenende habe ich zwei Paare getraut und bis September sind wir mit Hochzeiten voll ausgebucht”, so Galimberti. In der Stadt, die wegen der Produktion von Stradivari-Geigen international bekannt ist, sind wegen des Covid 1.117 Menschen gestorben. 72.000 Einwohner zählt die Stadt. In Cremona und Umgebung haben sich 6.610 Personen am Covid-19 angesteckt. Damit war Cremona die am stärkste betroffene lombardische Stadt nach Mailand, Bergamo, Brescia und Pavia. Italien ist seit 2015 mit einem beispiellosen Geburtenrückgang konfrontiert. 2019 kamen so wenige Kinder wie zuletzt im Ersten Weltkrieg zur Welt. Demografen befürchten, dass sich die Coronavirus-Krise schwer auf die Geburtenrate in Italien auswirken wird. Mit einer durchschnittlichen Kinderzahl von 1,29 pro Frau gehört das Land zu den Schlusslichtern in Europa. Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind die Italienerinnen durchschnittlich 31,7 Jahre alt.

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