Erster infizierter Arzt in Frankreich gestorben

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Erster infizierter Arzt in Frankreich gestorben

In Frankreich ist erstmals ein Arzt nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der französische Gesundheitsminister Olivier Veran am Sonntag dem Radiosender “RTL” erklärte, handle es sich seines Wissens nach um den ersten Fall. Bei dem Verstorbenen soll es sich um einen rund 60-jährigen Notarzt in Compiegne handeln.

Die Stadt liegt rund 80 Kilometer im Norden von Paris im Departement Oise, das zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Gebieten in Frankreich zählt. Bis zum Samstag wurden in Frankreich 14.459 Menschen mit dem Virus infiziert, 562 davon sind gestorben.

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Bei einer Messerattacke eines Wachmannes in einer Schule in Südwestchina sind rund 40 Kinder verletzt worden. Wie chinesische Staatsmedien anhand vorläufiger Informationen berichteten, wurden drei Menschen schwer verletzt, darunter ein Schüler und der Schuldirektor. Der Angriff erfolgte Donnerstagfrüh Ortszeit im Dorf Wangfu nahe der Stadt Wuzhou in der Region Guangxi. Der etwa 50-jährige Sicherheitsmann wurde festgenommen. Die meisten Opfer sind nach ersten Angaben Vorschüler im Alter von rund sechs Jahren.

Rund 40 Verletzte bei Messerattacke in Schule in China

Das bereits im Frühjahr vom Coronavirus verhinderte Literaturfestival Lit.Cologne in Köln muss auch die für den Herbst geplanten Nachholtermine absagen. “Bei den Nachholterminen handelt es sich ausnahmslos um ausverkaufte Veranstaltungen. Die allgemeinen Corona-Schutzmaßnahmen lassen bis auf Weiteres keine Veranstaltungen dieser Größenordnung zu”, erklärten die Organisatoren. Zwar seien viele Spielstätten wieder geöffnet, aber nur mit sehr reduzierten Kapazitäten. Man sehe vor diesem Hintergrund keinen fairen Weg, allen Kartenbesitzern Zutritt zu gewähren – weder ein Losverfahren noch das Splitten der Veranstaltungen mit versetztem Beginn seien ein gangbarer Weg. “Somit hat sich das Festival dazu entschieden, auch die Nachholtermine ersatzlos abzusagen.” Das größte Literaturfestival Europas hatte eigentlich schon im März stattfinden sollen – die Corona-Pandemie kam aber dazwischen. Für knapp 50 von insgesamt 220 Veranstaltungen hatte das Team alternative Termine im Herbst ins Auge gefasst – in der Erwartung, dass sich die Lage bis dahin wieder normalisiert haben könnte. “Die Absage der Lit.Cologne im März war schon ein herber und für uns nie dagewesener Schlag”, erklärte Geschäftsführer Rainer Osnowski. “Dass wir nun auch die mit großer Sorgfalt und Mühe in den Herbst verlegten Nachholtermine absagen müssen, trifft uns noch einmal schwer.” Man sehe aber keine andere Möglichkeit – und hoffe, dass sich das Publikum “vielleicht noch einmal solidarisch” zeige. Karteninhaber können von ihrem Rückgaberecht Gebrauch machen. Der Blick der Lit.Cologne richtet sich nun schon auf 2021 – dann soll das Festival wiederkommen, das stets große Namen aus Literatur, Politik und Gesellschaft nach Köln lotst. Angesichts der Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie wird die Lit.Cologne aber erstmals vom Frühjahr in den Frühsommer verlegt. Sie soll vom 30. Mai bis 13. Juni 2021 stattfinden.

Lit.Cologne sagte wegen Covid-19 auch Nachholtermine ab

Viel Grün, viel Wasser und ein ganz neues Beleuchtungskonzept. Am Montag wurden die Pläne für den KJ neu präsentiert. 15 Projekte wurden eingereicht – und hier ist es – das Siegerprojekt.

Eine Pflicht-Tracking-App zur Corona-Kontrolle wäre ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Grundrechte auf Datenschutz und Freiheit, stellen die Verwaltungsrichter fest. Sie appellieren an die Regierung, bei ihren Maßnahmen “die Grundsätze des Rechtsstaats nicht außer Kraft zu setzen” und Verhältnismäßigkeit zu wahren. Besonders wichtig wäre ein rascherer Rechtsschutz, sagte Sprecher Markus Thoma.

Verwaltungsrichter fordern rascheren Rechtsschutz

Mit rund fünfminütigem freundlichen Applaus ist am Sonntagabend im Salzburger Landestheater das wichtigste Schauspielprojekt dieser verschlankten Jubiläumsedition der Salzburger Festspiele zu Ende gegangen. Auch der Dichter Peter Handke selbst zeigte sich nach der Uraufführung von “Zdenek Adamec – Eine Szene” auf der Bühne, herzte alle Mitwirkenden und winkte beim Abgehen ins Publikum. Friederike Heller hatte das Stück, das den Fall eines 18-Jährigen verhandelt, der sich 2003 auf dem Prager Wenzelsplatz verbrannte, so inszeniert, wie es einmal im Stück angesprochen wird, und wie auch die Festspiele auf Bannern für die Aufführung werben: “Keine Interpretation, so war’s doch ausgemacht für unser Spiel, oder? Ja, so war es abgemacht.” Das hat einen mitunter recht langatmigen fast zweistündigen Abend zur Folge, der trotz einer Liveband wenig Drive hat. Handke hat keinen bestimmten Ort und keine bestimmten Personen für seine Textblöcke vorgegeben, die immer wieder biografische Details des jungen Mannes verhandeln und von dort in zahlreichen Geschichten um viele andere Fragen kreisen. Heller hat den Text auf ein siebenköpfiges Ensemble – darunter Christian Friedel und Handkes Gattin Sophie Semin – aufgeteilt, Bühnenbildnerin Sabine Kohlstedt einen Kunstort dafür erfunden, der mit einem aus geschweißten Metallstangen gebildeten Gewölbe am ehesten jener im Text einmal angesprochenen leeren Säulenhalle, die ansonsten als Markthalle genutzt wird, entspricht. Warum diese Menschen hier zusammengekommen sind, erschließt sich nicht. Statt das von Handke geforderte Fest zu feiern, wenden sie sich immer wieder frontal ans Publikum, was manchmal belehrende Züge bekommt. Nur gelegentlich gewinnen die Szenen und Geschichten kurz ein Eigenleben, etwa, wenn Andre Kaczmarczyk Komödiantik ins Spiel bringt. Proteste gab es keine. Weder gegen das Stück, noch gegen Handkes politische Haltung. Die erwarteten “Mütter von Srebrenica” waren vor der Premiere nicht zu sehen. Und die anwesenden Polizisten konnten sich auf den Schutz des Bundespräsidenten konzentrieren, der in Begleitung seiner Frau und des Salzburger Landeshauptmanns gekommen war. Die Aufführung steht bis 16. August noch sieben Mal auf dem Programm der Salzburger Festspiele.

Freundlicher Applaus für Handke-Uraufführung in Salzburg