Estland und Norwegen schließen Grenzen

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Estland und Norwegen schließen Grenzen

Nach Angaben der EU-Kommission sind zu den acht Schengen-Staaten, die die EU-Kommission bereits von der Schließung ihrer Grenzen informiert haben, auch Estland und Norwegen hinzugekommen. Damit ist die Liste der Staaten auf zehn gestiegen: Österreich, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Dänemark, Polen, Litauen, die Schweiz, Estland und Norwegen. Spanien wurde von der EU-Kommission nicht genannt, obwohl Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Montag in Madrid angekündigt hatte, an allen Grenzübergängen ab Mitternacht Kontrollen wiedereinführen zu wollen.

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  1. Uwe Podaril sagt:

    😒

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Während die Einsatzkräfte Freitagabend gerade bei einem Verkehrsunfall im Einsatz standen, kam es nur rund 800 Meter weiter zu einer Messerattacke auf einer Raststation in Wels-Puchberg.

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Nach der Schließung des chinesischen Konsulats in Houston im US-Staat Texas zeichnet sich eine Gegenreaktion Pekings ab. “Als Reaktion auf die unvernünftigen Maßnahmen der USA wird die chinesische Seite sicherlich die notwendige Antwort geben, um ihre legitimen Rechte und Interessen zu wahren”, sagte Wang Wenbin, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums, am Donnerstag. Er ließ zunächst offen, was China konkret plant. Im diplomatischen Geschäft folgt auf eine drastische Maßnahme wie die Schließung eines Konsulats oder die Ausweisung von Diplomaten allerdings meist eine ähnliche Gegenreaktion, so dass eines der fünf Konsulate der USA in China in Chengdu, Guangzhou, Shanghai, Shenyang und Wuhan von Vergeltungsmaßnahmen betroffen sein könnte. Die Hongkonger Zeitung “South China Morning Post” berichtete unter Berufung auf eine politische Quelle, dass Peking das US-Konsulat in der zentralchinesischen Stadt Chengdu ins Visier genommen habe. Auch gab es Berichte, dass die US-Vertretung in Wuhan betroffen sein könnte. Allerdings kommentierte Hu Xijin, Chefredakteur der einflussreichen und parteinahen Staatszeitung “Global Times”, dass dieser Preis zu klein sei. Das chinesische Ziel werde wahrscheinlich überraschender ausfallen und den USA “wahre Schmerzen” bereiten. Die USA hatten am Dienstag die Schließung des chinesischen Konsulats in Houston verfügt und damit die Spannungen zwischen den beiden Ländern deutlich verschärft. Zudem schloss US-Präsident Donald Trump ein Vorgehen gegen weitere chinesische Auslandsvertretungen nicht aus. “Es ist immer möglich”, weitere Auslandsvertretungen zu schließen, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf eine entsprechende Frage bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Das US-Außenministerium suggerierte, dass chinesische Diplomaten Gesetze und Vorschriften der USA missachtet hätten. Die Schließung erfolge, “um geistiges amerikanisches Eigentum und private amerikanische Informationen zu schützen”, hatte Sprecherin Morgan Ortagus erklärt. Gemäß der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen hätten Diplomaten die Gesetze und Vorschriften des jeweiligen Gastlandes zu respektieren. Auch hätten sie die Pflicht, “sich nicht in innere Angelegenheiten des Staates einzumischen”. Aus dem US-Außenministerium hieß es weiter, die chinesische Regierung führe seit langem illegale Operationen zur Spionage und zur Einflussnahme in den USA aus. Diese hätten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Regierungsvertreter hätten sich unter anderem in die US-Innenpolitik eingemischt, geistiges Eigentum gestohlen, amerikanische Manager unter Druck gesetzt und Familien von Amerikanern mit chinesischen Wurzeln in China bedroht. Der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin wies die Anschuldigungen am Donnerstag erneut zurück. Die Äußerungen der USA enthielten keine Fakten oder Beweise und seien “völlig verleumderisch”. Die Schließung des Generalkonsulats in Houston sei ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht und die Grundprinzipien internationaler Beziehungen. Chinesische Staatsmedien sahen in der Konsulats-Schließung in Houston auch ein reines Wahlkampfmanöver von US-Präsidenten Trump. Es sei ein Versuch, die Regierung in Peking vor den Präsidentschaftswahlen im November für amerikanische Misserfolge verantwortlich zu machen, berichtete die offizielle englischsprachige Zeitung “China Daily” am Donnerstag. “Der Schritt zeigt, dass der US-Präsident, der in den Umfragen hinter seinem Herausforderer liegt, alles daran setzt, China als Agent des Teufels darzustellen”, schrieb das Blatt. Der Schachzug Trumps zeige, dass er China auf der Weltbühne als “böse” darstellen wolle, um die Volksrepublik zu einem “Gesetzlosen für die internationale Gemeinschaft zu machen”. Die angeordnete Schließung verschärft die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften, die schon wegen Chinas Umgang mit dem Ausbruch des Coronavirus, der Handelspolitik und dem harten chinesischen Vorgehen in Hongkong und in Xinjiang im Streit liegen. Das Verhältnis ist aus chinesischer Sicht so schlecht wie seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 nicht mehr. Schon zuvor hatte es Gerangel um Diplomaten auf beiden Seiten gegeben.

China droht nach Konsulatsschließung in USA mit Vergeltung

Sowohl die österreichische Ärztekammer als auch die Apothekerkammersprechen sich gegen Angebote von SARS-CoV-2-Schnelltests aus. Die Testresultate seien einfach zu unsicher, hieß es am Donnerstag. “Dass einige Apotheken aktuell Schnelltests auf Covid-19 anbieten, gehört sofort abgestellt”, wurde Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, am Donnerstag in einer Aussendung zitiert. “Wir haben in einer Information an alle österreichischen Apotheken dazu aufgefordert, ein solches Angebot einzustellen. Es handelte sich um eine Apotheke. Sie hat das getan”, erklärte die Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, Ulrike Mursch-Edlmayr. Die Angelegenheit sei damit schon seit Mittwoch erledigt. Die Wiener Ärztekammer hatte bereits vor einigen Tagen ihre Mitglieder vor SARS-CoV-2-Schnelltests bzw. Angeboten dafür gewarnt. Die Testkits sind laut Experten unsicher, was ihre Ergebnisse betrifft.

Ärzte- und Apothekerkammer gegen Schnelltests

Das Land Oberösterreich dürfte vor der Wiedereinführung der allgemeinen Maskenpflicht in Geschäften und Lokalen stehen. Offiziell bestätigt wurde das zwar bisher nicht, das Land hatte aber bereits am Montag weitere Schritte angedeutet. Seit Dienstag muss man in den OÖ Amtsgebäuden bereits verpflichtend Mund-Nasen-Schutz tragen. Grund sind die zuletzt stark steigenden Covid-19-Fallzahlen. Österreichweit bezeichnet Simulationsexperte Niki Popper die nächsten Wochen als “entscheidend” für den weiteren Verlauf der Corona-Epidemie. Die große Frage sei, wie gut und schnell Testen, Tracing und Containment – also bei einem positiven Testergebnis die Isolierung des Umfelds in sehr kurzer Zeit – funktioniere. “Wenn wir die lokalen Wiederanstiege nicht in den Griff bekommen, ist es nicht unwahrscheinlich, schon im Sommer ein Problem mit steigenden Fallzahlen zu bekommen.” Sorgen bereiten den Simulationsexperten von der Technischen Universität (TU) Wien lokale Herde wie in Salzburg oder Oberösterreich. Bereits Anfang Juni haben die Mathematiker zwar berechnet, dass man viele solcher Herde gut im Griff behalten kann, vorausgesetzt das Testen, das Tracing und die Isolierung funktionieren schnell und effektiv. “Dass Fälle wie in Oberösterreich gefunden werden, ist nicht negativ, sondern zeigt, dass getestet wird. Wir werden uns an solche Cluster gewöhnen müssen. Was wir aber nicht wissen ist, wie schnell und wie konsequent das Containment regional in den Bundesländern funktioniert, wir haben keine genauen Aufzeichnungen darüber”, so Popper. Ein täglicher Anstieg an Neuinfektionen im knapp dreistelligen Bereich sei grundsätzlich nicht so drastisch zu sehen. Wenn das so bliebe, würde es beweisen, dass das Containment funktioniere. Es stelle sich nun aber “die Frage, ob sich das Wachstum weiter beschleunigt”. Ob man das jetzt “Zweite Welle” nenne oder wie die WHO als “Wiederaufflackern” sei sekundär. In ihren neuesten Simulationsmodellen haben sich die Wissenschafter dem Thema “Superspreader” – also einzelne Personen, die eine große Zahl anderer Personen anstecken – gewidmet und positive Aspekte gesehen. “Der sogenannte Dispersionsfaktor ist bei Covid-19 laut aktuellen Studien niedrig. Das bedeutet, dass wenige Personen sehr viele anstecken und bisher ging man oft davon aus, dass das negativ ist”, sagte Popper. Die Modelle würden nun zeigen, dass das eigentlich ganz praktisch sei, weil Tracen und Containment bei Superspreadern sehr gut funktioniere. “Wenn man wirklich gutes Containment macht, kann die Ausbreitung in fast 90 Prozent der Simulationsdurchläufe abgestoppt werden”, so Popper. Dagegen funktioniere das bei einer Infektion, wo jeder Infizierte gleich viele Personen ansteckt, im Modell nur bei weniger als 30 Prozent der Fälle. “Das Virus hat die nette Eigenschaft, dass das Containment sehr gut funktioniert. Aber man muss es – so die Simulationsergebnisse – halt gut machen”, sagte der Experte. Entscheidend seien schnelle Tests und die Nachverfolgung von Kontakten sowie das konsequente Containment. Das funktioniert solange die Zahlen nicht zu hoch ansteigen und ist davon abhängig wie viele Ressourcen für das Tracing zur Verfügung stehen. Abgesehen von den Clustern sehe man, dass die Leute mittlerweile viel mehr Kontakte im Freizeitbereich haben als noch vor einigen Wochen, als diese Kontakte noch um die Hälfte reduziert waren. “Da muss man etwas tun und schauen, dass Hygiene und Abstand wieder eingehalten werden und die Leute mittun”, empfiehlt Popper. Es gebe mittlerweile besseres Wissen darüber, welche Maßnahmen wirken und weniger Schäden verursachen als andere. “Deshalb sollte man bereits klar festlegen, was passiert, wenn die Zahlen weiter steigen, also ob und wo wieder Maskenpflicht kommt, welche Veranstaltungen wieder ausgenommen werden usw., und es wäre gut die Leute frühzeitig darüber zu informieren.”

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Angesichts von Umsatzeinbrüchen in der Corona-Krise haben internationale Einzelhandelsunternehmen ihre Aufträge bei Zulieferern storniert. Hunderttausende Fabrikarbeiter in Asien sind damit nach Angaben der Organisation Human Rights Watch (HRW) existenziell bedroht. Betroffen sind vor allem Näherinnen, die die Kleidung für Modeketten wie C&A oder H&M fertigen.

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