EU-Grenzschutzagentur Frontex kritisiert Fehlen einheitlichen Grenzregimes

Merken
EU-Grenzschutzagentur Frontex kritisiert Fehlen einheitlichen Grenzregimes

“Wir brauchen mehr europäische Koordination und Standards, wenn es um Bereiche geht, wo Grenzkontrollen und Gesundheitsinspektion sich zusammenfügen sollen”, sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri.

Als Beispiel für die voneinander abweichenden Regelungen in der EU nannte der Frontex-Chef das Thema Quarantäne. “So müssen in Polen alle, die einreisen wollen, zwei Wochen in Quarantäne. In anderen Mitgliedsstaaten ist das nicht so.” Auch beim Einsatz von Atemschutzmasken gebe es einen “Flickenteppich von Regelungen”, sagte Leggeri. Während in Erstaufnahmezentren für Flüchtlinge an den italienischen Außengrenzen sehr strenge Maßnahmen ergriffen worden seien und Grenzschutzbeamte dort verpflichtet seien, Atemschutzmasken zu tragen, komme das in Griechenland erst jetzt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Sozialistische Jugend (SJ) setzt sich für einen breiteren Zugang zu den heimischen Seen ein. “Der Großteil der österreichischen Seeufer ist im Privatbesitz, während die große Mehrheit nicht schwimmen gehen kann”, kritisierte Vorsitzender Paul Stich. Gerade in der Coronakrise sei das ein Problem. Mit einer Protestaktion in Wien unterstützte die SJ ihre Forderung. Am Wiener Platz der Menschenrechte symbolisierten am Donnerstag drei mit Stacheldraht umzäunte Planschbecken jeweils einen See. Am Attersee beispielsweise seien nur 13 Prozent des Ufers öffentlich zugänglich, am Wörthersee gar nur neun Prozent. Und durch die Corona-Abstandsregeln finden in den öffentlichen Seebändern noch weniger Menschen Platz, kritisierte Stich. Er fordert, dass an Österreichs Seen ein zehn Meter breiter Streifen am Ufer frei zugänglich gemacht wird. Eine ähnliche Regelung komme bereits in Vorarlberg am Bodensee zur Anwendung.

Stacheldraht-Planschbecken-Aktion für freien Seezugang

Noch heute am frühen Nachmittag wird die Verordnung für die Wiedereröffnung der Gastronomie am 15. Mai auf der Website des Gesundheitsministeriums veröffentlicht. Die Rahmenbedingungen stellten Bundeskanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Gastronomieministerin Elisabeth Köstinger bereits am Vormittag in einer Pressekonferenz vor.

Anfangs soll bei Verstößen im Wirtshaus beraten statt gestraft werden

Nach der enormen Nachfrage nach Arzneimitteln aufgrund der Coronakrise im März und einer Steigerung der Kosten von rund 25 Prozent normalisiert sich nun zunehmend die Lage, erklärte Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger.

Arzneimittel-Nachfrage normalisiert sich

175 Kroatien-Heimkehrer sind im Rahmen des laufenden Screening-Programms bereits positiv auf Covid-19 getestet worden. Das berichtete Gesundheitsminister Rudolf Anschober(Grüne) am Donnerstag bei einem Lokalaugenschein mit dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) bei einer Drive-in-Teststation in Ansfelden im Bezirk Linz-Land. Spekulationen um eine Ausweitung der Maskenpflicht wies er vorerst zurück. Derzeit gibt es laut Einmeldung der Länder österreichweit 47 Drive-in-Teststationen, mit 15 die meisten davon in Oberösterreich. Wer sich bei einem Drive-in testen lassen will, muss sich vorher bei der Hotline 1450 anmelden. Das Angebot gilt nicht nur für Menschen mit Symptomen, sondern auch für symptomlose Reiserückkehrer. Urlauber, die zwischen 7. und 16. August aus Kroatien zurückgekommen sind, können sich noch bis inklusive 21. August – nach vorherigem Kontakt mit 1450 – kostenlos testen lassen. Für Rückkehrende von den Balearen beginnt das Screening am Montag und das Angebot des Gratis-Tests gilt bis inklusive 28. August. In Oberösterreich seien bisher 1.586 Tests von Kroatien-Heimkehrern durchgeführt worden, rechnete Stelzer vor, “das wird angenommen”. Österreichweit seien im Rahmen des Screenings schon etwa 11.000 Tests gemacht worden, ergänzte Anschober, etwa die Hälfte davon sei bereits ausgewertet, bisher waren 175 positiv. Für den Minister steht damit fest: “Es war richtig, dort hinzuschauen”. Habe man vor drei Wochen bundesweit nur neun Fälle infizierter Kroatien-Heimkehrer gehabt, seien es vor zwei Wochen 39 und in der Vorwoche schon 247 gewesen. Insgesamt 13.000 Personen getestet Insgesamt seien in den vergangenen 24 Stunden in Österreich mehr als 13.000 Personen getestet worden, sagte Anschober. Erfreulicherweise gebe es derzeit “keine Großcluster”, so sei etwa auch jener in St. Wolfgang in Oberösterreich “schnell gelöst” worden lobte er. Das Durchschnittsalter (auf sieben Tage betrachtet) der Infizierten – am Donnerstag waren österreichweit 2.609 – betrage mittlerweile nur mehr 31 Jahre, im April sei es bei 52 Jahren gelegen. Das sei eine sehr positive Entwicklung, weil damit weniger Risikogruppen betroffen seine, betonte der Minister. Spekulationen um eine Ausweitung der Maskenpflicht wies er vorerst zurück: Man beobachte die Situation laufend und wenn es nötig sei, werde man auch zusätzlich Maßnahmen setzen, aber derzeit sei “keine Beschlusslage in Aussicht”. Stelzer will die momentan strengere Maskenpflicht in Oberösterreich erst einmal weiter belassen. Bei den Infektionen im Tourismusort St. Wolfgang habe man gesehen, dass sie “ein Segen war”. Man warte nun den Testbetrieb der Ampel ab und spätestens wenn diese bundesweit funktioniere, sei das auch für Oberösterreich der Zeitpunkt, seine Regelung zu überdenken, so Stelzer. Die von Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) am Mittwoch in der “ZiB2” geäußerte Vermutung, dass es eine Dunkelziffer von 300.000 Infizierten geben könnte, habe ihn auch überrascht, gab Anschober zu. Angedacht sei aber ohnehin eine neuerliche Random-Studie, auch wenn der Termin noch nicht feststehe.

Bereits 175 infizierte Kroatien-Heimkehrer bei Screening entdeckt

Den Fernsehdarsteller Danny Masterson (“Die wilden Siebziger”) droht bis zu lebenslange Haft. Mehrere Frauen erheben schwere Anschuldigungen. Der US-Schauspieler Danny Masterson (“Die wilden Siebziger”) ist in Los Angeles wegen Vergewaltigung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft führt in der  veröffentlichten Anklage drei angebliche Übergriffe gegen verschiedene Frauen auf. Die Vorfälle sollen sich in den Jahren 2001 und 2003 in Mastersons Haus in Hollywood ereignet haben. Die Frauen waren damals 23 bis 28 Jahre alt. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Schauspieler 45 Jahre bis lebenslängliche Haft. Masterson sei am Mittwoch festgenommen und gegen Zahlung einer Millionen-Kaution wenig später freigelassen worden, berichtete der “Hollywood Reporter”. Der 44 Jahre alte Schauspieler ist seit 2011 mit der Schauspielerin Bijou Phillips verheiratet. Das Paar hat eine sechsjährige Tochter. Masterson entstammt aus einer Schauspielfamilie. Sein Bruder Christopher ist als Francis als “Malcolm in the Middle” bekannt, seine Halbschwester Alanna aus “The Walking Dead”. Nachdem die Vorwürfe sexueller Übergriffe 2017 bekannt wurden, hatte die Polizei ermittelt. Der Streamingdienst Netflix kündigte damals die Zusammenarbeit mit Masterson an der Streamingserie “The Ranch” auf. Der Schauspieler war mit der Comedyserie “Die wilden Siebziger” bekannt geworden, wo er von 1998 bis 2006 den stets Sonnenbrille tragenden Steven Hyde spielte. Masterson wies damals die Vorwürfe entschieden zurück und beklagte ein Klima der Hexenjagd.

US-Schauspieler Danny Masterson wegen Vergewaltigung angeklagt

Angestellte von Hollywoodstar Johnny Depp haben ihn vor Gericht gegen die Gewaltvorwürfe seiner Ex-Frau Amber Heard verteidigt. Er habe nie gesehen, dass der US-Schauspieler Heard schlug, sagte Depps Leibwächter Malcolm Connolly am Dienstag am sechsten Tag des Verleumdungsprozesses in London. Auch die gemeinsame Stylistin des ehemaligen Glamourpaares entlastete den 57-Jährigen. In dem Verfahren geht es um einen Artikel der britischen Zeitung “Sun” aus dem Jahr 2018, in dem Chefredakteur Dan Wootton die Autorin Joanne K. Rowling dafür kritisiert, dass sie dem “Ehefrauen-Schläger” (wife beater) Depp eine Rolle in der Filmreihe “Phantastische Tierwesen” gegeben habe. Der Artikel bezieht sich auf eine Reihe von Heards Aussagen zu Depps gewalttätigem Verhalten. Der “Fluch der Karibik”-Star beschuldigt seine 34-jährige Ex-Frau, der “aggressive Teil” in ihrer konfliktreichen Beziehung gewesen zu sein. Depp verklagte den Verlag der Zeitung, NGN, und Wootton wegen Diffamierung. In den USA hat Depp ein separates Verleumdungsverfahren gegen seine Ex-Frau angestrengt. “Ich würde es nicht tolerieren, dass irgendein Mann eine Frau schlägt. Egal wer er ist, ich würde das einfach nicht tolerieren”, sagte Conolly, der früher im Strafvollzug arbeitete und seit rund 16 Jahren als Leibwächter für Depp und seine Familie tätig ist. “Nicht einmal, wenn er mein Boss ist. Es ist mir egal, ob er der Papst ist.” Er habe jedoch “in Australien und in Los Angeles” gesehen, wie Heard Depp schlug, erklärte Connolly. Dies sei damals nicht öffentlich gemacht worden, um sie zu schützen. “Das übliche Opfermuster besteht darin, den Täter aus irgendeinem Grund zu schützen.” Samantha McMillen, die seit 2002 als Depps Stylistin arbeitet und während der Beziehung des Paares auch für Heard tätig war, sind nach eigenen Angaben nie Verletzungen an der Schauspielerin aufgefallen. “Ich habe nichts als ihre wunderschöne Haut bemerkt”, sagte McMillen, die per Videoschaltung von Los Angeles aus aussagte. Depp und Heard hatten sich 2011 bei den Dreharbeiten zum Film “The Rum Diary” kennengelernt. Das Paar heiratete im Februar 2015 und ließ sich zwei Jahre später wieder scheiden.

Angestellte verteidigen Schauspieler Johnny Depp vor Gericht