EU-Minister besprechen Wiederaufbau- und Reformbedarf

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EU-Minister besprechen Wiederaufbau- und Reformbedarf

Die EU-Finanzminister wollen sich am Dienstag in einer Videokonferenz darüber austauschen, welchen Bedarf an Wiederaufbau, Reformen und Investitionen sie in der Europäischen Union nach der Coronakrise sehen. Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) wird Österreich dabei vertreten. Auch ein Diskussion über das Grundgerüst des Aufbauplans der EU-Kommission ist laut Ratsinformationen vorgesehen. Diese schlägt ein aufgestocktes EU-Budget in Höhe von 1,1 Billionen Euro für die Jahre 2021 bis 2027 vor sowie einen 750 Mrd. Euro schweren Aufbaufonds.

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Für Pomp und Pathos, für Prominenz und Prunk hatte Juan Marse nie etwas übrig. Weder in seinem Privatleben noch in seinen Werken. Der spanische Schriftsteller, der als Autor des “kleinen Mannes”, der Arbeiter, der Verlierer und Außenseiter galt, ist tot. Er starb am späten Samstagabend im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Barcelona, dem Hauptschauplatz seiner Romane. Marse galt als einer der größten spanischen Erzähler der Gegenwart und wurde seit vielen Jahren immer wieder als Außenseiter-Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Den erhielt er nie. Neben vielen anderen Auszeichnungen bekam er aber im Jahr 2008 auch den Cervantes-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung in der spanischsprachigen Welt. Als er damals, vor zwölf Jahren, gefragt wurde, wie er sich auf die Übergabe des Cervantes-Preises durch den damaligen König Juan Carlos vorbereiten würde, antwortete er: “Ich werde ehrlich gesagt sicher viel Zeit dem Binden der Krawatte verbringen. Das gelingt mir nie”. Nach der Zeremonie beschwerte er sich, dass er einen Frack habe tragen müssen. “Ich sah aus wie ein Pinguin.” Als Reaktion auf Marses Tod gab es im Fernsehen lange Würdigungen, Sondersendungen wurden angekündigt. Ministerpräsident Pedro Sanchez würdigte den Autor von “Letzte Tage mit Teresa” und “Wenn man Dir sagt, ich sei gefallen…” und sprach der Familie sein Beileid aus. Das Barcelona vor dem Touristenboom “Ich erhalte in Brüssel die traurige Nachricht, dass Juan Marse von uns gegangen ist. Er war eine Schlüsselfigur der spanischen Literatur”, schrieb Sanchez vom EU-Gipfels über den Wiederaufbau Europas auf Twitter. Der sozialistische Politiker beschrieb den Romancier der sogenannten “Generation von 1950” als “Mann fester Überzeugungen”, “der uns mit seinen Werken in die soziale Realität des Barcelona der Nachkriegszeit transportiert hat”. Marse hat in der Tat wie kaum ein Zweiter das Barcelona vor dem Touristenboom, die hässliche und graue Industriemetropole der Zeit nach dem spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) und vor den wegweisenden Olympischen Spielen von 1992 beschrieben. In seinen Romanen finden die Leser nicht die Flaniermeilen, die feinen Cafes und Restaurants, die Museen, Theater und Souvenirläden, und auch nicht die Touristenströme, die heute die Metropole prägen. Marse beschrieb die triste, schmutzige, hässliche und von den Luftbombardements von 1938 zum Teil zerstörte Stadt. Seine Helden waren gesellschaftliche Verlierer und Außenseiter: kleine Ganoven, Prostituierte, Herumtreiber oder auch dekadente Bourgeois. Zahlreiche seiner Bücher wurden verfilmt oder für das Theater adaptiert, sein Werk wurde in unzählige Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen neben “Wenn man Dir sagt, ich sei gefallen …” (1986) und “Letzte Tage mit Teresa” (1988), mit dem er daheim 1965 den Durchbruch schaffte, unter anderem auch “Die obskure Liebe der Montserrat Claramunt” (1991), “Der zweisprachige Liebhaber” (1993) oder “Liebesweisen in Lolitas Club” (2007). Nicht nur seine Werke, auch das Leben des Juan Marse hatte es in sich: Seine Mutter starb bei der Entbindung am 8. Jänner 1933. Der Vater, ein Taxifahrer, gab das Kind – das Juan Faneca hieß – zur Adoption durch ein Bauern-Ehepaar namens Marse frei, das er auf einer Droschkenfahrt kennengelernt hatte. Der kleine Juan war kein guter Schüler und verließ die Schule früh. Um den Adoptiveltern zu helfen, arbeitete er schon mit 13 in einem Juweliergeschäft. Der Autodidakt schrieb seinen ersten Roman während seines Militärdiensts.Anfang der 1960er-Jahre zog der Gegner des Regimes von Diktator Francisco Franco für vier Jahre nach Paris, wo er mit spanischen Kommunisten zusammenkam. Während der Diktatur wurden seine Werke zensiert, so dass Marse sie zeitweise in Mexiko veröffentlichen musste. Die Politik habe ihm aber nie interessiert. “Ich bin nur ein Erzähler”, betonte der Romancier immer wieder.

Der "Autor des kleinen Mannes" Juan Marse ist tot

Der Rennstall Racing Point hat am Donnerstag mitgeteilt, dass Sergio Perez den englischen Gesundheitsbehörden zufolge seine Quarantäne beendet hat. Für eine Rückkehr ins Fahrerlager muss der Mexikaner aber noch einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser war für Donnerstag geplant. Der Rennstall will daher noch am selben Tag oder Freitagfrüh über den Einsatz des zweiten Fahrers neben Lance Stroll entscheiden. Als Perez-Ersatz steht auch am zweiten Silverstone-Wochenende der Deutsche Nico Hülkenberg bereit. Der TV-Sender RTL berichtete am Donnerstag, dass Hülkenberg auch an diesem Wochenende fahren werde. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht. “Es wäre natürlich enttäuschend, nachdem ich zurück im Wagen war und einen Vorgeschmack bekommen habe”, sagte Hülkenberg bei der Fahrer-Pressekonferenz am Donnerstag, sollte er wieder den Platz für Perez frei machen müssen. Es sei allerdings immer klar gewesen, dass er nur als Ersatz für den Stammpiloten eingeplant war. Perez war eine Woche in Quarantäne. Hülkenberg war nach einem positiven Test auf das Coronavirus bei dem Mexikaner in der vergangenen Woche kurzfristig eingesprungen. Wegen eines Kupplungsschadens konnte er beim Grand Prix von Großbritannien aber nicht starten. Diese Woche hat sich Hülkenberg im Simulator des Rennstalls weiter vorbereitet, um seinen Wagen besser kennenzulernen. Er befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen über ein Formel-1-Cockpit für die Zukunft. Es gebe aber “noch nichts Konkretes”, sagte Hülkenberg. Es sei eine “Sache von ein paar Wochen”.

Perez beendet Quarantäne - Hülkenberg muss warten

„Wir bleiben daher bei der Festlegung des Mindestabstandes in Öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur in absoluten Ausnahmesituationen, wenn dies aufgrund des fehlenden Platzangebots nicht umsetzbar ist, kann dieser ausnahmsweise unterschritten werden. Denn dafür kann der Fahrgast nichts. Uns ist aber sehr wichtig: Es bleibt bei einem Meter Mindestabstand und bei der Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen”, sagte der Gesundheitsminister.

Anschober und Gewessler halten an Mindestabstand in Öffis fest

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Zahl der Todesopfer wächst wieder