EU-Prognose: Tourismusflaute als Risiko für Österreich

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EU-Prognose: Tourismusflaute als Risiko für Österreich

Die EU-Kommission hat in ihrer aktuellen Wirtschaftsprognose für Österreich zwei Abwärtsrisiken im Rahmen der Coronakrise festgestellt. Ein Risiko nach unten für die Prognose sei die Entwicklung in der Tourismus und Freizeitwirtschaft, schreibt die Brüsseler Behörde. Österreichs Wirtschaftsleistung soll heuer um 5,5 Prozent abstürzen und im Jahr 2021 wieder um 5 Prozent wachsen.

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In der Kontakt- und Anlaufstelle NIKADO wurden einige Erweiterungen und Verbesserungen vorgenommen: 🔸 Die Fläche der Räumlichkeiten wurde verdoppelt 🔸 Die Betreuung durch die Mitarbeiter des Sozialservices wurde durch eine zusätzliche Person aufgestockt 🔸 Außerdem hat die Einrichtung nun an zwei zusätzlichen Tagen für die Klienten geöffnet. Details dazu könnt ihr hier nachlesen ▶️ https://www.wels.gv.at/…/wels-erweiterte-kontakt-und-anlau…/

Wels informiert

In Südkorea ist nach Angaben von Behörden bei 91 von einer Coronavirus-Infektion genesene Menschen die Krankheit Covid-19 erneut ausgebrochen. Der Direktor des Koreanischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung KCDC,Joeng Eun-kyeong, erklärte am Freitag, es sei eher wahrscheinlich, dass das Virus “reaktiviert” worden sei, als dass es sich um Neuinfektionen handle. Vergangenen Montag lag die Zahl der Menschen, bei denen nach überstandener Infektion das Virus erneut ausgebrochen ist, bei 51. Vertreter des südkoreanischen Gesundheitswesens sagten, noch sei unklar, was sich hinter diesem Trend verberge. Epidemiologischen Untersuchungen würden derzeit fortgesetzt. Während der Professor für Infektionskrankheiten Kim Woo-joo davon ausgeht, dass die Zahl der Rückfälle steigen wird, bringen andere Experten falsche Testergebnisse als Ursache für den Trend ins Spiel.

Südkorea meldete erneuten Ausbruch bei 91 Geheilten

Die erste Auslandsreise von Bundespräsident Alexander Van der Bellen seit dem Corona-bedingten Lockdown in die Slowakei muss wegen eines Verdachtsfalls verschoben werden. Am Mittwoch in der Früh wurde ein Coronavirus-Verdacht in der slowakischen Präsidentschaftskanzlei gemeldet. Die slowakische Präsidentin Zuzana Čaputová begab sich deswegen in Heimquarantäne. Einer der Mitarbeiter der slowakischen Präsidentin kam mit einer Person in Kontakt, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die slowakische Präsidentin sagte daher ihr gesamtes geplantes Programm bis einschließlich Freitag ab und begab sich bis dahin vorsorglich in Quarantäne, teilte die Präsidentschaftskanzlei der APA mit. Der slowakische Gesundheitsminister Marek Krajčí erklärte, dass Čaputová im Laufe des Tages auf das neue Coronavirus getestet werde. Epidemiologen hätten alle Vorkehrungen getroffen. “Die Frau Präsidentin und das Team, mit dem sie im Präsidentenpalast zusammenarbeitet, ist in präventiver Quarantäne”, sagte der Minister laut slowakischer Nachrichtenagentur TASR. Außer dem Treffen mit Van der Bellen verschob Čaputová auch ein geplantes Gespräch mit dem tschechischen Senatspräsidenten MiloÅ¡ Vystrčil und einen Besuch in der Zentralslowakei. Wann der Besuch Van der Bellens nachgeholt wird, war vorerst nicht bekannt. Die Präsidentin werde aber den Bundespräsidenten am Mittwoch telefonisch kontaktieren und dabei auch ihr Bedauern über die leider notwendige Verschiebung ausdrücken, hieß es aus der Präsidentschaftskanzlei. Die beiden Staatsoberhäupter hatten ein ausführliches Vier-Augen-Gespräch in Čaputovás Heimatort Pezinok geplant. Dabei hätte es um die europäische Zusammenarbeit im Gefolge der Coronakrise, den wirtschaftlichen Neustart und die Bewältigung der Klimakrise gehen sollen. Die Slowakei (Einwohner: 5,5 Mio.) ist an sich vom Coronavirus im Vergleich zu anderen Ländern wenig getroffen worden. Kein führender slowakischer Politiker erkrankte bisher an Covid-19. Insgesamt wurden 1.589 Infektionen registriert. 28 Menschen starben und 113 Personen sind aktuell erkrankt. Zum Vergleich: in Österreich sind es laut Gesundheitsministerium 17.359 bestätigte Fälle, 474 aktive und 693 gemeldete Todesfälle. Die Slowakei hatte sehr früh Restriktionen eingeführt: Schulen wurden geschlossen, drei Tage nachdem die erste Infektion bestätigt wurde. Auch die Grenzen wurden früh zugemacht. Zuletzt wurden die Maßnahmen aber wieder gelockert: Die Grenze zwischen Österreich und der Slowakei wurde am 5. Juni geöffnet, damit waren keinerlei Auflagen wie Heimquarantäne oder Covid-Test mehr erforderlich. Auch in andere Länder konnten die Slowaken dann wieder reisen. Den Slowaken war es seit dem Wochenende wieder erlaubt, am Sonntag einkaufen zu gehen und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern zu besuchen. In Innenräumen blieb aber die Maskenpflicht aufrecht. Van der Bellen hatte die slowakische Präsidentin, die seit Juni 2019 im Amt ist, Ende August des Vorjahres zu einem ersten bilateralen Gespräch getroffen. Er bezeichnete Čaputová damals als “Mitstreiterin gegen die Klimakrise”. Die ehemalige Bürgeranwältin und Umweltaktivistin, damals Vizechefin der außerparlamentarischen linksliberalen Partei “Progressive Slowakei”, ist die erste weibliche Staatspräsidentin der Slowakei.

Erster Auslandsbesuch von Van der Bellen verschoben

Die Juni-Zahlen des Wien-Tourismus sind düster. 190.000 Nächtigungen wurden vergangenen Monat gezählt, das sind um 88 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Rund 40 Prozent der Betten stehen gar nicht erst zur Verfügung, weil viele Betriebe nach wie vor geschlossen haben. „Man macht sich als Privatperson schon Gedanken und fragt sich, ob man nächstes Jahr noch einen Job hat und wie lange die Erholung der Branche dauert“, bringt der Chef-Concierge eines großen Wiener Luxus-Hotels seine Sorge zum Ausdruck. Noch dazu sei sein Job des Concierge ohnehin vom Aussterben bedroht und fast nur mehr in 5*-Hotels anzutreffen. Die Gäste dieses Luxus-Segments kommen zum größten Teil aus den USA, Russland, der Ukraine und Asien. Sie alle fallen derzeit weg. In seinem Hotel wurde noch niemand entlassen, der Großteil der Belegschaft ist aber auch in Kurzarbeit mit nur 10 Prozent der üblichen Arbeitszeit. Ein leichtes Aufatmen gab es, als die Bundesregierung am Mittwoch ein neues Kurzarbeitsmodell und die Verlängerung der Kurzarbeit bis März 2021 beschloss. „Jetzt machen wir uns eben nützlich, wo es geht und helfen auch an der Rezeption“, so der Concierge und: „wir lenken den Fokus auf die wenigen Gäste, die da sind“. Hotel-Aktion soll Österreicher nach Wien locken Ab heute dürften diese Gäste vermehrt aus Österreich kommen. Sie sind die ersten Besucherinnen und Besucher der „Erlebe deine Hauptstadt“-Initiative über die wir an dieser Stelle bereits berichtete. Von 31. Juli bis 31. August können heimische Gäste – bei der Buchung muss ein österreichischer Wohnsitz angegeben werden – je zwei Nächte in rund 60 teilnehmenden Hotels zu günstigen Konditionen verbringen. Im Preis enthalten sind auch Zusatzleistungen und Erlebnisse, die sonst nicht erworben werden können, wie etwa eine Weinverkostung im Schwarzen Kameel oder ein Casino-Royal-Abend à la James Bond. Verluste können nicht kompensiert werden Bisher seien laut Initiator Christian Lerner von Very Media rund 1.000 dieser Pakete gebucht worden, das sind immerhin 2.000 zusätzliche Gästein Wien. Die meisten von ihnen, rund 30 Prozent, kommen aus Wien, 25 Prozent sind aus Niederösterreich und 20 Prozent aus Oberösterreich. Der Rest verteilt sich auf die übrigen Bundesländer. Auf den Gesamttourismus gesehen ist die Besucher*innenzahl aber immer noch wenig, das Ziel der Aktion wären 20.000 Gäste. Die herben Verluste der Hotellerie wird die „Erlebe deine Hauptstadt“-Aktion nicht abfedern können. “Erlebe deine Hauptstadt” – Buchungsphase verlängert Auch entfallen mehr als ein Drittel der bisherigen Buchungen auf nur fünf Hotels (Park Hyatt, So/ Vienna, Andaz Vienna Am Belvedere, 25 Hours und Das Triest) und fast alle Buchungen auf die ersten Augusttage. In der zweiten August-Hälfte sei die Buchungszahl verschwindend gering. Deshalb habe man jetzt auch die Buchungsphase bis Ende August verlängert. Ursprünglich hätte sie von 15. Juli bis heute dauern sollen, aber „wir sehen sehr stark, dass die Leute in diesem Ausnahmesommer sehr kurzfristig buchen. Das sagen uns auch viele Hotels aus ihrem sonstigen Geschäft“, sagt Christian Lerner. Mit der verlängerten Frist will man mehr Flexibilität und noch mehr Buchungen ermöglichen. Eine Wiederholung der „Erlebe deine Hauptstadt“-Aktion steht ebenso im Raum, von Hotels habe es schon konkrete Anfragen dazu gegeben. Einen genauen Zeithorizont dafür gibt es aber noch nicht. Man wolle erst sehen, wie sich die Dinge bis Ende August entwickeln, auch im Hinblick auf die Öffnung von Kultureinrichtungen. Das Trendwort der Branche bleibt also vorerst Flexibilität.

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Ausgangsverbot löste Panikkäufe aus