EU-Staaten müssen Geld in die Wirtschaft pumpen

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EU-Staaten müssen Geld in die Wirtschaft pumpen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schließt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Viruskrise die gemeinsame Ausgabe von Anleihen durch die Euroländer nicht aus. “Wir gucken alle Instrumente an”, sagte sie am Freitag im Deutschlandfunk. “Und das was hilft, wird eingesetzt.” Das gelte auch für sogenannte Corona-Bonds. “Wenn sie helfen, wenn sie richtig strukturiert sind, werden sie eingesetzt.”

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Getreu ihrem Motto „Wir bauen den Kindern eine Brücke in die Zukunft“ unterstützt der Kiwanis Club Wels neben vielen Projekten in der Stadt Wels wieder ein internationales Kinderhilfsprojekt.

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Der 15-jährige Luka Romero ist seit Mittwochabend der jüngste Akteur, der jemals in der spanischen Primera Division zum Einsatz gekommen ist. Exakt 15 Jahre und 229 Tage war Romero alt, als er für Real Mallorca in den Schlussminuten des Auswärtsspiels bei Real Madrid aufs Feld kam. Die Königlichen übernahmen nach dem 2:0 wieder die Tabellenführung vom FC Barcelona. Romero brach damit den Uralt-Rekord von Francisco Bao Rodriguez, der 1939 für Celta Vigo im Alter von 15 Jahren und 255 Tagen erstmals im Oberhaus zum Einsatz kam. In Spanien wird der offensive Mittelfeldspieler nicht nur aufgrund seiner Statur bereits mit einem ganz Großen verglichen. Von “Mexikos Messi” ist die Rede. Dabei spielt der nur 1,65 Meter große Romero wie Barcelonas Weltstar für die argentinische Auswahl. Aufgrund eines Engagements seines im Amateurbereich spielenden Vaters wurde Romero in Mexiko geboren. Als er zwei Jahre alt war, wanderte die Familie nach Ibiza aus, wo Romero senior seine Karriere ausklingen ließ. Später ging es weiter nach Mallorca. Als Siebenjähriger soll Romero bereits zur Probe beim FC Barcelona vorgespielt haben. Da seine Familie nicht nach Katalonien ziehen wollte, war einem Wechsel aber der Riegel vorgeschoben. Im November wird Romero 16 Jahre alt. Europas Topclubs sollen für eine Verpflichtung bereits Schlange stehen. Den Vergleich mit Messi lehnt die Familie ab. “Das ist zu viel Druck für einen 15-Jährigen. Er ist Luka, und er hat Messi, einen einmaligen, begnadeten Spieler, von dem er lernen kann”, sagte Vater Diego Romero der Nachrichtenagentur Efe.

"Mexikos Messi" gab bei Reals Sieg gegen Mallorca sein Debüt

18 Filme rittern von 2. bis zum 12. September um den Goldenen Löwen der 77. Filmfestspiele von Venedig. Österreich ist in diesem Reigen mit der Koproduktion “Quo Vadis, Aida?” der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic und der Schauspielerin Edita Malovcic präsent. Die Zahl der Filme, die beim Festivals gezeigt werden, wurden wegen der Coronakrise von circa 80 auf 62 reduziert. 19 Filme, darunter elf Dokumentarfilme, werden außerhalb des Wettbewerbs gezeigt. Weitere 19 Filme sind Teil der Orizzonti-Sektion, in der Arbeiten gezeigt werden, die neue Tendenzen des Weltkinos präsentieren, berichtete Festivaldirektor Alberto Barbera bei der Präsentation des Programms am Dienstag. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde die Liste der Filme nicht wie in den vergangenen Jahren bei einer Pressekonferenz in Rom, sondern per Streaming in Venedig vorgestellt. Wegen der Coronakrise muss Venedig auf ein Festival mit Stars und Glamour verzichten. Der Film “Lacci” des italienischen Regisseurs Daniele Luchetti wird das Filmfestival eröffnen. Der Streifen mit den Schauspielern Alba Rohrwacher, Luigi Lo Cascio und Laura Morante in den Hauptrollen wird außerhalb des Wettbewerbs am 2. September gezeigt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des italienischen Schriftstellers Domenico Starnone. Der russische Regisseur Andrei Kontschalowski zeigt seinen letzten Film “Dorogie Tovarischi” (Liebe Genossen) über die Sowjetunion in der Ära des Staats- und Parteichefs Leonid Breschnew. Die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska geht mit Michał Englert ins Rennen mit dem Film “Sniegu Juz Nigdy nie Bedzie” (Der Schnee wird nicht mehr fallen). Der israelische Filmregisseur und Drehbuchautor Amos Gitai präsentiert den Film “Laila in Haifa”. Die deutsche Regisseurin Julia von Heinz geht mit ihrem Film “Und morgen die ganze Welt” ins Rennen um den Goldenen Löwen. Der italienische Regisseur Gianfranco Rosi, 2016 erster Doku-Gewinner des Goldenen Bären in Berlin mit “Seefeuer” über das Flüchtlingsdrama auf Lampedusa, widmet sich in seinem neuen Dokumentarfilm dem Krieg in Syrien. “Notturno” heißt Rosis Dokumentarfilm, eine Koproduktion aus Italien, Frankreich und Deutschland, der in der Hauptschiene im Wettbewerb ist. Die italienische Filmindustrie ist bei der diesjährigen Festivalausgabe stark präsent. Gleich vier Filme schickt Italien ins Rennen um den Goldenen Löwen – neben Rosis Dokumentarfilm auch “Le sorelle Macaluso” (Die Macaluso-Schwestern) der sizilianischen Opern- und Theaterregisseurin Emma Dante. Der Film basiert auf ein Theaterstück der Regisseurin, das um die Themen Familie und Gewalt in familiären Beziehungen kreist. Der italienische Regisseur Luca Guadagnino, der unter anderem den Romy-Schneider-Klassiker “Der Swimmingpool” neu interpretiert hat, zeigt außerhalb des Wettbewerbs den Film “The Shoemaker of Dreams” über das Leben Salvatore Ferragamos (1898-1960), der vom Migranten zu einem der weltweit renommiertesten Schuhproduzenten aufrückte, zu dessen Kunden Hollywood-Stars und Könige zählten. Der schwedischen Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg ist das Biopic “Greta” des Regisseurs Nathan Grosmann gewidmet. Mit dem italienischen Chanconnier Paolo Conte befasst sich der Dokumentarfilm des Italieners Giorgio Verdelli mit dem Titel “Paolo Conte, via con me”. Den Gewinner des Festivals wird eine internationale Jury unter der Leitung der australischen Schauspielerin und Filmproduzenten Cate Blanchett bestimmen, zu der auch die österreichische Regisseurin und Drehbuchautorin Veronika Franz (“Hundstage”, “Ich seh Ich seh”) gehört. Ebenfalls in der Jury ist der deutsche Regisseur Christian Petzold. “Wir sind stolz über die Arbeit, die wir in dieser schwierigen Situation geleistet haben”, sagte der Präsident der Biennale, Roberto Cicutto. Das Festival werde trotz der Coronavirus-Epidemie nicht online, sondern mit Zuschauern bei Einhaltung von Abstandsregeln stattfinden.

Österreichische Koproduktion in Venedig im Wettbewerb

Rückwirkend mit Jahresanfang sinkt der unterste Steuersatz für alle Lohn- und Einkommensteuerzahler von 25 auf 20 Prozent. Die maximal mögliche Negativsteuer für Geringverdiener steigt von 300 auf 400 Euro. Und für alle Kinder, die Familienbeihilfe beziehen, gibt es eine Einmalzahlung von 360 Euro. Die Regierung erhofft sich von der – im Parlament einstimmig beschlossenen – Steuerreform eine Belebung der Wirtschaft. In Summe fließen dafür (inklusive der bereits ausgezahlten Einmalzahlung für Arbeitslose) 2,7 Mrd. Euro. Größter Brocken ist die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 20 Prozent.Für alle Einkommen ab 1.800 Euro brutto monatlich bedeutet das eine Entlastung von 350 Euro pro Jahr. Für die Monate Jänner bis August wird es laut Finanzministerium eine Rückerstattung geben. Die Arbeitgeber müssen die Lohnsteuer also im September “aufrollen” und neu berechnen. Wer weniger verdient, hat von der Steuersenkung weniger bzw. erhält die auf bis zu 400 Euro erhöhte Negativsteuer. Dies allerdings erst mit dem Lohnsteuerausgleich im kommenden Jahr. Männer und Gutverdiener profitieren am stärksten Am stärksten profitieren von den Entlastungsmaßnahmen Männer und Gutverdiener, wie der Budgetdienst des Parlaments bereits im Juli errechnet hat. Demnach erhalten Männer bei der Steuerreform sechs von zehn Euro.Sie haben wegen ihrer höheren Einkommen deutlich mehr vom niedrigeren Eingangssteuersatz als Frauen. Diese erhalten zwar mehr von der erhöhten Negativsteuer. Weil die höhere Negativsteuer nur 100 Mio. Euro kostet, die Steuersenkung aber 1,7 Mrd. Euro, steigen die Männer durchwegs besser aus. Entsprechend auch die Verteilung des Entlastungsvolumens nach Haushaltseinkommen: Von den in Summe 2,7 Mrd. Euro erhält das oberste Fünftel der bestverdienenden Haushalte 624 Mio. Euro, das unterste Fünftel nur 364 Mio. Euro. Diese Haushalte bekommen zwar einen etwas größeren Anteil am Zuschlag zur Familienbeihilfe, haben wegen ihres geringen Einkommens aber wenig von der Steuersenkung.

Steuerreform tritt in Kraft, Sonderzahlung für Familien

Für die Rettung der Sommerspiele 2021 setzt IOC-Chef Thomas Bach alle Hoffnungen in die Improvisationskünste der japanischen Olympia-Macher. Von einer Vielzahl an Notfall-Szenarien sprach der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, bevor die Gastgeber am Freitag bei der ersten Online-Session in der Geschichte des IOC ihr Maßnahmenpaket für die verschobenen Spiele vorstellen wollen. Olympioniken in Quarantäne, extra gelockerte Einreisebestimmungen für Athleten und Funktionäre und ein umfassendes Hygienekonzept für ein aufs Minimum reduziertes Sportfest – so könnte der Corona-Plan aussehen. “Da gibt es sehr gute Fortschritte”, meinte Bach. Geisterspiele in leeren Arenen will man aber unbedingt vermeiden. “Olympische Spiele hinter verschlossenen Türen ist etwas, das wir nicht wollen”, sagte Bach in Lausanne nach Beratungen der IOC-Exekutive, die eigentlich kurz vor der ursprünglich für 24. Juli vorgesehenen Olympia-Eröffnung in Tokio stattfinden sollten. Doch auch nach der Verschiebung werden die Olympia-Macher die Zweifel an einer Austragung des weltgrößten Sportereignisses einfach nicht los. Einer jüngsten Umfrage zufolge glauben 77 Prozent der Japaner nicht, dass die Sommerspiele im kommenden Jahr wirklich in Tokio stattfinden können. Selbst wenn noch vor der nun für 23. Juli 2021 geplanten Eröffnung in Tokio ein Impfstoff gegen das Virus gefunden ist, bezweifeln Experten, dass die Folgen der Pandemie rechtzeitig bewältigt sind und die Sportwelt bereit für das Mega-Ereignis ist. “Wir haben viele Sorgen darüber gehört, ob Olympia und die Paralympics tatsächlich ausgetragen werden können, und auch Vorschläge, die Spiele abzusagen”, räumte der Präsident von Japans Olympischem Komitee, Yasuhiro Yamashita, ein. Ein Anstieg der täglichen Neuinfektionen vor allem in Tokio hatte zuletzt in Japan die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle geschürt. “Wir durchleben eine Situation, die niemand vorher erlebt hat, und wollen uns darauf konzentrieren, was wir jetzt zu tun haben”, sagte Yamashita. In kniffligen Verhandlungen haben die Gastgeber inzwischen wohl fast alle Wettkampfstätten auch für das kommende Jahr wieder sichern können. Offen war zuletzt noch, ob auch das olympische Dorf dann in vollem Umfang genutzt werden kann. Klar ist aber, dass die Verlegung die Japaner und auch das IOC hunderte Millionen Euro zusätzlich kosten wird. Deshalb drängen die Planer in Tokio auf massive Einsparungen bei Pomp und Programm. “Wir wollen, dass diese Spiele genügsame Spiele sind, die sich auf das Wesentliche, den Geist und die Botschaft dieser Olympischen Spiele konzentrieren”, betonte Bach. Wie das genau aussehen soll, daran arbeitet seit der Olympia-Verlegung Ende März eine Taskforce. Auf der 136. IOC-Session, die wegen der Pandemie statt als zeremonielles Hochamt in Tokio nun als Video-Konferenz angesetzt ist, werde es “einen vollständigen Bericht” zum Zwischenstand der Planungen geben, kündigte Bach an. Dass die für 2022 in Senegals Hauptstadt Dakar geplanten Olympischen Jugendspiele um vier Jahre auf 2026 verlegt wurden, sei kein Signal für ähnliche Überlegungen in Richtung Tokio, beteuerte Bach. Die Situation sei nicht vergleichbar. Immer wieder haben das IOC und die Gastgeber bekräftigt, dass eine weitere Verschiebung der Sommerspiele ausgeschlossen ist. Wenn auch 2021 wegen der Corona-Pandemie kein Olympia in Tokio möglich ist, sollen die Spiele abgesagt werden.

Tokio-Macher legen Rettungsplan vor