Eurogruppen-Chef erwartet Drei-Säulen-Modell

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Eurogruppen-Chef erwartet Drei-Säulen-Modell

Trotz des bitteren Streits über Corona-Bonds bahnt sich ein erster Kompromiss über europäische Finanzhilfen in der Wirtschaftskrise an. Eurogruppen-Chef Mário Centeno sagte der “Süddeutschen Zeitung” (Samstag), er sehe “breite Unterstützung” für ein Paket aus drei Teilen. “Diese drei Maßnahmen bilden ein Sicherheitsnetz von etwa einer halben Billion Euro.”

Die Streitfrage gemeinsamer europäischer Schulden würde somit aufgeschoben bis zur “Wiederaufbau-Phase”. Die EU-Staaten hatten sich bei einem Videogipfel vorige Woche über die Frage zerstritten, ob Corona-Bonds – also gemeinsame europäische Anleihen zur Finanzierung der EU-Staaten – in der Krise nötig sind. Italien, Spanien und andere wollen sie, Deutschland, die Niederlande sind dagegen. Die EU-Finanzminister sollen bis Dienstag neue Modelle entwickeln.

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Nach einem Corona-Ausbruch auf einem Hurtigruten-Schiff hat die norwegische Reederei alle Expeditions-Schiffsreisen vorerst wieder eingestellt. Neben dem betroffenen Schiff “Roald Amundsen” werden auch die “Fridtjof Nansen” und die “Spitzbergen” nach dem Ende ihrer derzeitigen Fahrten im Hafen bleiben, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Gleichzeitig entschuldigte es sich für den Vorfall. Die Hurtigruten-Schiffe auf der Postschiff-Route entlang der norwegischen Küste verkehren zunächst aber weiter. Nach zwei Fahrten der “Roald Amundsen” zwischen Spitzbergen und dem norwegischen Festland im Juli wurden mittlerweile 36 Besatzungsmitglieder und fünf Passagiere positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Die norwegischen Behörden warfen der Reederei vor, die 386 Passagiere nicht sofort nach dem ersten Infektionsfall informiert zu haben. Zudem habe sie ihre Schiffsreisen zu früh wieder aufgenommen. Am Montag erließ die Regierung in Oslo neue Beschränkungen für Kreuzfahrten entlang der norwegischen Küste. Schiffe mit mehr als hundert Menschen an Bord, einschließlich der Crew, dürfen zwei Wochen lang nicht mehr in norwegischen Häfen anlegen und Passagiere von Bord gehen lassen, wie Gesundheitsminister Bent Hoie sagte. Ausgenommen von dem Anlegeverbot sind lediglich Fähren. Die Passagiere der “Roald Amundsen” hatten das Schiff im Hafen von Tromsö bereits verlassen, als sich bei den ersten Besatzungsmitgliedern eine Infektion bestätigte. Die Gesundheitsbehörden fordern nun, alle Passagiere in Quarantäne zu nehmen und zu isolieren. Bei der Mehrheit von ihnen handelt es sich um Norweger; auf den Listen stehen aber auch Deutsche, Dänen, Briten, Franzosen, Esten, Letten sowie US-Bürger. Hurtigruten-Generaldirekor Daniel Skjeldam entschuldigte sich nun für die schwere Panne. “Für alle Betroffenen ist diese Situation ernst”, erklärte er und fügte hinzu, “wir haben Fehler gemacht”. Die Reederei bedauere den Vorfall zutiefst und übernehme die “volle Verantwortung”. Die norwegische Polizei nahm nach eigenen Angaben Ermittlungen auf. Kreuzfahrtschiffe gehörten in den ersten Wochen der Corona-Pandemie zu den größten Infektionsherden. Zahlreiche Reedereien, darunter auch die Hurtigruten, hatten im März ihre Fahrten vorübergehend eingestellt. Als einer der ersten Anbieter nahm die norwegische Reederei danach ihre Reisen wieder auf.

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Joggen oder Spucken verboten: In der Corona-Krise haben mehrere französische Städte die Maßnahmen verschärft. In Paris sind ab Mittwoch tagsüber alle sportlichen Aktivitäten im öffentlichen Raum untersagt. Im Badeort Biarritz dürfen Bürger nicht mehr länger als zwei Minuten auf Bänken Platz nehmen. Eine Kleinstadt in Nordfrankreich untersagte sogar das Spucken und Niesen ohne Schutz. Das Pariser Sportverbot gilt täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr, wie Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Polizeipräfekt Didier Lallement mitteilten. “Jede Art von Nachlässigkeit würde die kollektiven Anstrengungen gefährden”, mahnten sie. Neben dem Grenzgebiet zu Deutschland ist der Pariser Großraum von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus besonders stark betroffen. Dort hatten am Wochenende die Osterferien begonnen, nicht zwingende Reisen sind in Frankreich aber untersagt. Viele Hauptstadtbewohner nutzten die milden Temperaturen daher zum Spazierengehen oder Joggen.

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Am Nachmittag stressfrei mit den Kindern in den Tiergarten oder am Abend noch bequem ins Welldorado fahren – das ermöglichen die Wels Linien ab 28. September. 

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Das Team unter Führung der Schulleitung soll laut dem nun aktualisierten “Covid-19 Hygiene- und Präventionshandbuch” alle “erforderlichen organisatorischen und pädagogischen Vorkehrungen” treffen, damit der Unterricht in allen Ampelphasen fortgeführt werden kann. Das Ampelsystem der Corona-Kommission soll mit September vorgeben, ab welchem Infektionsgeschehen an Schulen Maßnahmen wie eine Maskenpflicht abseits des Sitzplatzes oder Einschränkungen im Musik- und Turnunterricht gelten werden. Doch selbst bei “grüner” Corona-Ampel müssen diverse Hygiene- und Präventionsmaßnahmen eingehalten werden. Für deren Umsetzung muss jede Schule ein Krisenteam einsetzen. Das Team unter Führung der Schulleitung soll laut dem nun aktualisierten “Covid-19 Hygiene- und Präventionshandbuch” alle “erforderlichen organisatorischen und pädagogischen Vorkehrungen” treffen, damit der Unterricht in allen Ampelphasen fortgeführt werden kann. “Das oberste Ziel ist und bleibt, möglichst umfassend Normalität und ein Höchstmaß an gewohnter Struktur im schulischen Betrieb zu gewährleisten – auch bei einem Wechsel der Ampelfarben”, heißt es in dem samt Check- und Kontaktlisten 16-seitigen Papier. Außerdem ist darin auch die Vorgehensweise bei Corona-Verdachtsfällen festgelegt. Über allem soll ein “umsichtiges Agieren vor Ort” stehen, das an die sehr unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort und Altersgruppen der Schülern anzupassen ist. Aufklärung Das Krisenteam hat konkret dafür zu sorgen, dass alle Schüler, Lehrer und anderes Personal über die Hygiene- und Präventionsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen der Schule informiert sind, Lehrer und Verwaltungspersonal müssen auch präventiv über das Ampelsystem und die entsprechenden Vorkehrungen informiert sein. Für Fragen von Lehrern, Schülern und Eltern sind klare Ansprechpartner zu definieren. “Steuerung der Schülerströme” Das Krisenteam muss u.a. die Infrastruktur vorbereiten und – wie schon aus der Zeit nach der Wiederöffnung der Schulen vor dem Sommer bekannt – für eine Steuerung der Schülerströme im Schulhaus sorgen (Pausenkonzept, Markierungen bei den Eingängen, eventuell Sektoreneinteilung im Schulhof). Es muss ausreichend Hygienemittel (Desinfektionsmittel, Flüssigseife etc.) sowie Ersatzmasken für Lehrer organisieren und zur Nachverfolgung im Falle einer Covid-19-Infektion über eine aktuelle Anwesenheits-Dokumentation und Kontakte aller Schüler, Lehrer und anderen Personen im Schulhaus verfügen. Geringe Durchmischung Das Krisenteam muss außerdem dafür sorgen, dass Schüler verschiedener Klassen so wenig wie möglich durchmischt werden sowie bei der Personalplanung Lehrer aus der Risikogruppe und bei der Lehrfächerverteilung eine mögliche Umstellung auf zeitweise Fernlehre (vor allem bei den Über-14-Jährigen) mitbedenken. Es muss auch ein Konzept für einen Notbetrieb samt Einrichtung von Lernstationen für Schüler erstellen, die bei einer Umstellung auf Fernunterricht Betreuung und/oder Unterstützung beim Lernen benötigen. Am Standort muss eine einheitliche digitale Lern- und Kommunikationsplattform festgelegt werden, mit der die Schüler bereits im Voraus vertraut gemacht werden. Außerdem müssen die Lehrer jedes Standorts sich punkto Gesamtbelastung der Schüler bei einer Umstellung auf Fernlehre abstimmen. Umgang mit Verdachtsfällen Das Krisenteam muss sich außerdem auf den Umgang mit Corona-Verdachtsfällen vorbereiten: Ist der betreffende Schüler oder Mitarbeiter gerade an der Schule, muss er sofort in einen eigenen Raum gebracht und die zuständige Gesundheitsbehörde informiert werden, bei Minderjährigen müssen auch die Eltern angerufen werden. Alle weiteren Entscheidungen – Abklärung vor Ort oder Abholen durch die Eltern, Umgang mit den engsten Kontaktpersonen – liegen bei der Gesundheitsbehörde. Bis zu deren Entscheidung bzw. zur definitiven Abklärung des Verdachtsfalls setzen die übrigen Schüler den Unterricht fort – “nach einem kräftigen Durchlüften der Klasse und Handdesinfektion aller Schülerinnen und Schüler”. Wird ein Verdachtsfall bekannt und der Betroffene ist nicht in der Schule, muss er der Schule fernbleiben und die Gesundheitsberatung unter 1450 kontaktieren. Bei einem bestätigten Fall entscheidet auch hier die Gesundheitsbehörde über das weitere Vorgehen.

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Der August 2020 ist in Österreich ungewöhnlich warm und nass gewesen. “In der österreichweiten Auswertung gab es um 45 Prozent mehr Regen als in einem durchschnittlichen August”, sagte Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). “Es war der regenreichste August seit dem Jahr 2010 und einer der 15 nassesten August-Monate der Messgeschichte.” Vor allem am Anfang und am Ende des Augusts regnete es großflächig stark. Zum Beispiel regnete es von Freitag 28.8. bis Montag 31.8. in nur 72 Stunden in Dornbirn (V), in Kötschach-Mauthen (K) und am Brenner (T) rund 150 Millimeter. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen August regnet es im gesamten Monat am Brenner 151 Millimeter, in Kötschach 144 Millimeter und in Dornbirn 192 Millimeter. Der August brachte zwar keine langen Hitzewellen, aber dafür nahezu durchgehend überdurchschnittlich hohe Temperaturen. “Der August 2020 reiht sich in der Liste der wärmsten August-Monate der Messgeschichte im Tiefland auf Platz acht und auf den Bergen auf Platz elf ein”, sagte Klimatologe Orlik.

August war ungewöhnlich warm und nass