Europa-Show soll Song Contest ersetzen

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Europa-Show soll Song Contest ersetzen

Statt des abgesagten Eurovision Song Contest soll nun eine alternative Fernsehshow Europa miteinander verbinden. Die Show mit dem Titel “Europe Shine a Light” soll am 16. Mai um 21 Uhr in ganz Europa ausgestrahlt werden, teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Dienstag auf ihrer Website mit. Die Show werde ohne Publikum gemacht und von den niederländischen TV-Sendern produziert, die auch für die nun abgesagte Live-Show verantwortlich gewesen wären. Jon Ola Sand, Leiter des Song Contests, rief alle an dem Wettbewerb beteiligten Länder dazu auf, die Show auszustrahlen. Laut den Organisatoren soll diese alternative Sendung auch ausführlich auf die Corona-Krise eingehen. Die 41 Sänger – 40 aus Europa und einer aus Australien – die eigentlich in der Hafenstadt auftreten sollten, sollen in der alternativen TV-Show gemeinsam einen früheren Songfestival-Hit singen – allerdings jeder in seinem eigenen Land.

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Ein “Geschenk” für die Intendantin Es sei ein “Geschenk”, dass nahezu alle Künstler der “Rigoletto”-Premiere für den Sommer 2021 erneut gewonnen werden konnten, so Intendantin Sobotka. Mit Julia Jones steht 2021 erstmals eine Frau als musikalische Leitung der Seebühnenproduktion am Pult der Wiener Symphoniker. Regisseur Philipp Stölzl sah der Reprise als “Fluchtpunkt am Ende dieser dunklen Zeit” entgegen. Er wünsche sich, dass alle im nächsten Juli feiern können. Bis auf eine “Sequenz, mit der wir nicht ganz happy sind”, werde man in der Inszenierung nur Kleinigkeiten verändern. Man wolle nichts verschlimmbessern, zudem seien die Abläufe in dem hochtechnischen Bühnenbild sehr komplex. “Wir haben das Gefühl, dass es so gut dasteht”, so Stölzl. Der Clown, der zwischendurch für etwas “Gymnastik” aus seinem Bühnenschlaf erwachte, wird ab dem Frühjahr wieder für seinen Einsatz fit gemacht. Wie immer in einem Reprisen-Jahr gehört der Auftakt am 21. Juli der Hausoper. Boitos Tragödie “Nero” wird inszeniert von Olivier Tambosi unter musikalischer Leitung von Dirk Kaftan. Damit kommt jenes Team erneut zusammen, das bereits bei “Hamlet” 2016 bei den Festspielen erfolgreich zugange war. Das Stück stelle die Frage, wie der Künstler in der Welt stehe, so Intendantin Sobotka. Eine nicht nur in der Corona-Pandemie aktuelle Frage. Die 75. Ausgabe des Festivals bedeute auch eine 75-jährige Zusammenarbeit mit den Wiener Symphonikern. Das Orchester reist seit 1946 jedes Jahr an den Bodensee. In den Orchesterkonzerten setzt man daher mit Wagners “Rheingold” und Haydns Oratorium “Die Schöpfung” klanggewaltige Schwerpunkte. Beide Festkonzerte werden vom neuen Chefdirigenten Andres Orozco-Estrada geleitet. Ebenfalls neu am Dirigentenpult ist Leo McFall beim Vorarlberger Symphonieorchester. Zu hören sein wird unter anderem Staatspreisträger Thomas Larchers neuestes Orchesterwerk. 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Als Österreichische Erstaufführung zu sehen ist am 29. Juli die in internationaler Koproduktion entstandene interdisziplinäre Filmoper “Upload” von Michel van der Aa. Das Stück unter musikalischer Leitung von Otto Tausk dreht sich um die Frage von Identität in der Ära der künstlichen Intelligenz. Ein schon gewohnter Gast ist 2021 Nikolaus Habjan. Der Puppenspieler wird nicht nur die Eröffnung gemeinsam mit der Musicbanda Franui gestalten, am 11. August werden die beiden Partner “Alles nicht wahr” mit Liedern von Georg Kreisler im Festspielhaus präsentieren. In der Reihe “Musik & Poesie” wird unter anderem Michael Köhlmeier von “Gold und Geld” erzählen (8. August), “Strozzi – Bach – Larcher” singt am 25. Juli Julian Pregardien. Die Crossculture Night, das Jugendprogramm der Festspiele, unternimmt am 10. Juni eine Fahrt mit der “Zeitreisemaschine”. Passend zum 75. Jubiläum suchen die Festspiele nach Erinnerungen an die Festspielgeschichte. 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"Rigletto"-Reprise auf der Seebühne, "Nero" als Hausoper

Anlässlich des vierten Jahrestags des Putschversuchs in der Türkei haben Oppositionspolitiker schwere Vorwürfe gegen die Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan erhoben. Die regierende AKP habe die Türkei nach dem 15. Juli 2016 in ein “furchtbar undemokratisches System” geführt, sagte Sezgin Tanrikulu, Abgeordneter der größten Oppositionspartei CHP. Am 15. Juli 2016 hatten Teile des Militärs gegen die Regierung Erdogan geputscht. Mehr als 250 Menschen wurden getötet, 2.000 verletzt. Der Aufstand wurde niedergeschlagen. Die Regierung verhängte einen Ausnahmezustand, der bis Juli 2018 verlängert wurde. In der Zeit hatte Erdogan mit Dekreten am Parlament vorbeiregieren können. Seit der Einführung des Präsidialsystems 2017 hat er ohnehin weitreichende Vollmachten. Die Regierung ging gegen mutmaßliche Putschisten und Anhänger des sunnitischen Predigers Fethullah Gülen, aber auch gegen Oppositionelle vor. Ankara macht Gülen für den Putsch verantwortlich. Per Dekret wurden mehr als 100.000 Staatsbedienstete entlassen und Zehntausende Menschen verhaftet. “Alle Freiheiten und Rechte werden ungehemmt und willkürlich abgeschafft”, hieß es von dem stellvertretenden HDP-Fraktionsvorsitzenden Saruhan Oluc. Die “autokratische Ordnung” greife alle demokratischen Bereiche der Gesellschaft an. Die Justiz werde von der Regierung kontrolliert, meint Tanrikulu. Er warf der Regierung zudem Rassismus gegenüber den Kurden im Land vor. Tanrikulu und Oluc kritisierten außerdem eine fehlende Aufarbeitung der Putschnacht. Noch immer gibt es regelmäßig Razzien. Die Regierung begründet ihr Vorgehen unter anderem damit, dass Gülen und seine Anhänger den Staat unterwandert haben sollen und staatliche Stellen “gesäubert” werden müssten.

Opposition übt scharfe Kritik an Erdogan

Der ehemalige ÖSV-Trainer Walter Mayer ist am Freitag wegen Dopingvergehens und schweren Betrugs am Landesgericht Innsbruck zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Mayer hatte sich zwar teilweise schuldig bekannt und unter anderem zugegeben, für den Eigenbedarf EPO und Wachstumshormon besorgt zu haben. Ein vor der Polizei abgelegtes umfangreicheres Geständnis hatte er aber widerrufen. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig. Mayer meldete zwar Rechtsmittelverzicht an, der Staatsanwalt gab aber keine Erklärung ab. Mayer muss außerdem eine Geldstrafe in der Höhe von 240 Tagessätzen à vier Euro, also insgesamt 960 Euro zahlen. Erschwerend seien seine einschlägige Vorstrafe, der lange Tatzeitraum und die Tatwiederholung gewesen, sagte die Richterin. Mayer hatte nach seiner Festnahme vor der Polizei ausgesagt, dass er unter anderem von einem Kroaten fünf leere Blutbeutel für den ehemaligen Langläufer Harald Wurm besorgt habe und, dass er Johannes Dürr 400 Milliliter Blut abgenommen habe. Dürr hatte selbst als Zeuge von insgesamt vier Blutdoping-Behandlungen, die an ihm bei Mayer zu Hause durchgeführt worden seien, berichtet. Zudem habe er nach den Blutabnahmen, quasi zum Ausgleich, auch immer Erythropoetin (EPO) genommen. Das EPO habe er von seinem ehemaligen Trainer Gerald Heigl bekommen. Ob es ursprünglich von Mayer kam, könne er nicht genau sagen, er vermute es aber, hatte Dürr behauptet. Mayer beteuerte indes, sein Geständnis nur abgelegt zu haben, weil er von den Polizeibeamten unter Druck gesetzt worden wäre, da sie ihm versprochen hätten, dass er nur nach Hause dürfe, wenn er etwas zugebe. Auch sein damaliger Verteidiger habe ihn zu einem falschen Geständnis gedrängt. Die als Zeugen geladenen Polizisten stritten diese Vorwürfe jedoch vehement ab. “So einen Schwachsinn habe ich überhaupt noch nie gehört”, sagte einer der Beamten. Der 63-jährige Salzburger hatte sich trotzdem teilweise schuldig bekannt. Er habe der mitangeklagten Leichtathletin vor Wettkämpfen Infusionen gegeben, gab der ehemalige Trainer zu. Dabei habe es sich aber lediglich um eine Magnesium-Kochsalzlösung gehandelt und diese stehe nicht auf der Dopingliste. Dass damals Infusionen von mehr als 50 Milliliter vor Wettkämpfen verboten waren, habe er nicht gewusst, verteidigte sich Mayer. Er gestand zudem, von dem Kroaten unter anderem EPO und Wachstumshormon bezogen zu haben. Die Mittel habe er aber nur für den Eigenbedarf gekauft und nie an jemanden weitergegeben. Dieser Aussage schenkte die Richterin aber keinen Glauben. Dem ehemaligen Langlauftrainer wurde vorgeworfen, von 2012 bis 2019 Sportler beim Dopen unterstützt zu haben und auch selbst Dopingmittel, darunter Wachstumshormon, Testosteron und Humanalbumin, an Sportler weitergegeben zu haben. Zudem soll er Blutdoping an Athleten praktiziert und damit zu deren Sportbetrug beigetragen haben. Auch die mitangeklagte Leichtathletin wurde wegen schweren Betrugs verurteilt. Sie muss eine Geldstrafe von 240 Tagessätzen à vier Euro, also ebenfalls insgesamt 960 Euro zahlen. Die Sportlerin hatte zugegeben, in den Jahren 2018 und 2019 verbotene Substanzen an andere Sportler weitergegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihr aber auch vor, in den Jahren 2014 und 2015 gedopt an Wettkämpfen teilgenommen und Preisgelder gewonnen zu haben. Dies bestritt sie, ihr Urteil war ebenfalls nicht rechtskräftig. Mayer, der Trainer der österreichischen Skilanglauf-Goldstaffel der Heim-Weltmeisterschaft in Ramsau am Dachstein 1999, war bereits in mehrere Doping-Skandale verwickelt – beginnend mit den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City 2002. Im August 2011 wurde er am Wiener Straflandesgericht nach dem Anti-Doping- sowie dem Arzneimittel-Gesetz in erster Instanz zu fünfzehn Monaten Haftstrafe verurteilt. 2013 bestätigte das Wiener Oberlandesgericht die Strafe, setzte sie aber zur Gänze auf Bewährung aus.

15 Monate bedingte Haft für Ex-ÖSV-Trainer Walter Mayer