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"Everything Everywhere" räumt bei den Oscars ab

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"Everything Everywhere" räumt bei den Oscars ab

Die Indie-Sci-Fi-Komödie „Everything Everywhere All at Once“ ist der große Gewinner der 95. Oscargala. Das Werk des
35-jährigen Regieduos Daniel Scheinert und Daniel Kwan wurde in der Nacht auf Montag als bester Film des Jahres ausgezeichnet. Zuvor waren die Filmemacher bereits mit der Regietrophäe und Michelle Yeoh als beste Hauptdarstellerin gewürdigt worden. Insgesamt konnte das elffach nominierte Werk sieben Oscarstatuetten mit nach Hause nehmen.

Ke Huy Quan und Jamie Lee Curtis konnten die beiden Nebenrollenkategorien für sich entscheiden. Hinzu kamen die
Kategorien für Originaldrehbuch und Schnitt. Damit ging die österreichische Hoffnungsträgerin Monika Willi in der Kategorie
Bester Schnitt für ihre Leistung bei Todd Fields „Tár“ leer aus. Die Österreicherin hatte dabei die Reise nach Hollywood aufgrund einer Gehirnerschütterung infolge eines Unfalls nicht antreten können und musste die Verleihung von zu Hause verfolgen.

Zuvor war das neunfach nominierte deutsche Antikriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ nicht nur für die Kameraarbeit, die Musik und das Produktiondesign geehrt, sondern vor allem auch zum besten internationalen Film gekürt worden. Regisseur Edward Berger betrat die große Bühne unter anderem mit seinem Hauptdarsteller, dem Wiener Schauspieler Felix Kammerer, bei dem er sich besonders bedankte: „Das war dein erster Film, und du hast uns auf deinen Schultern getragen, als ob es nichts wäre. Ohne dich wäre niemand von uns hier.“

Die erste Auszeichnung des Abends war indes an Starregisseur Guillermo del Toro für seinen „Pinocchio“-Animationsfilm für Netflix gegangen. Der Preis für das beste Make-up und Haare ging an „The Whale“, in dem Brendan Fraser einen sterbenden, adipösen, homosexuellen Lehrer spielt. Für diese Rolle erhielt er auch den Oscar als bester Hauptdarsteller. Das beste Kostümdesign stellte wiederum das Marvel-Superheldenepos „Black Panther: Wakanda Forever“.

Bester Dokumentarfilm wurde Daniel Rohers „Navalny“ über den führenden russischen Oppositionellen. Der Regisseur dankte seinem Team, zu dem auch die drei österreichischen Kameramänner Niki Waltl, Simon Fraissler und Daniel Dajakaj gehören, für dessen Mut. Nawalnys Frau Julia wandte sich ebenfalls ans Publikum: „Mein Mann ist im Gefängnis, nur weil er die Wahrheit sagt und weil er die Demokratie verteidigt.“

Bildquelle: APA/AFP/PATRICK T. FALLON

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