Experten sind sicher: Impfstoffe verringern auch die Weitertragung des Virus

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Experten sind sicher: Impfstoffe verringern auch die Weitertragung des Virus

Im Bundeskanzleramt gab es neue Informationen zur steigenden Impfbereitschaft und die aktuellen Entwicklungen der Virusmutationen. Mit dabei waren unter anderem der Rektor der MedUni Wien Markus Müller, Ursula Wiedermann-Schmidt vom Nationalen Impfgremium und Herwig Kollaritsch (Spezifische Prophylaxe u. Tropenmedizin; Hygiene und Mikrobiologie).

150 Millionen Menschen auf der Welt sind laut Müller bereits auf der Welt geimpft – mehrere Millionen täglich. “Wir haben einen großen Erfahrungsschatz.” Die gute Nachricht für Österreich: Die Impfbereitschaft ist seit Jahresbeginn gestiegen!

Laut Ursula Wiedermann-Schmidt können die Impfstoffe nicht miteinander verglichen werden. “Man kann den Vergleich der Wirksamkeit nicht machen, das ist nicht zulässig.” Die Studien seien zu unterschiedlich, doch: “Alle Impfstoffe haben eine hohe Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen.”

Jetzt gebe es neue Erkenntnisse aus Israel und Großbritannien: Mit einer Impfung sinkt auch die Viruslast beim Menschen – das Weitertragen der Infektion sei deshalb stark eingeschränkt. Das gelte sowohl für Biontech/Pfizer als auch für den AstaZeneca-Impfstoff erklärte Wiedermann-Schmidt.

Laut Kollaritsch sei es nicht sinnvoll, jetzt zu diskutieren, ob Astra-Zeneca-Impfstoff um fünf Prozent mehr oder weniger wirksam sei. Die Unsicherheit bestehe außerdem nur gegenüber der südafrikanischen Virusmutation. Jetzt sei es wichtig, möglich rasch zu impfen.

Seit es zu wenig Impfstoff gibt, seien übrigens auch die Zweifel der Bevölkerung an möglichen Nebenwirkungen weg.

Zum Thema Mutationen: Diese seien zwar viel stärker ansteckend, doch die Erkrankungen seien deshalb nicht schwerer. Bei der Südafrika-Mutation wisse man aber noch nicht viel, da die Untersuchungen in Südafrika nur die jüngere Bevölkerung betrafen.

Laut Kolleritsch würde eine rasche Impfung in Tirol das Geschehen mit der Mutation dort nicht beeinflussen, weil die Wirkungen zu lange brauchen würde.

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