Fabelwesen soll Krankheit in Japan besiegen

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Fabelwesen soll Krankheit in Japan besiegen

In Japan soll ein Fabelwesen namens “Amabie” aus Feudalzeiten mit mystischer Kraft die Corona-Pandemie besiegen. Abbildungen der an Meerjungfrauen erinnernden Figur mit drei flossenartigen Beinen, langen Haaren und einem schnabelähnlichen Mund haben das japanische Internet im Zuge der Corona-Pandemie im Sturm genommen.

Der Legende nach entstieg “Amabie” im Jahre 1846 eines Tages dem Meer und erschien vor einem Beamten der Provinz Higo, dem heutigen Kumamoto. Daraufhin habe “Amabie” dem Beamten eine jahrelang gute Ernte prophezeit. Für den Fall, dass eine Epidemie ausbricht, solle ein Bild von “Amabie” gemalt und den Menschen gezeigt werden.

Seit das Coronavirus um sich greift, kursieren immer mehr Abbildungen des Fabelwesens in Japan. Bürger basteln sich kleine “Amabie”-Figuren und auch auf Twitter werden täglich Tausende Kurznachrichten zu der niedlichen Figur hochgeladen, in der Hoffnung, es möge die Pandemie besiegen.

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Die Ehefrau von Prinz Harry, Meghan, hat fehlende Rückendeckung durch das britische Königshaus angesichts “falscher und schädigender” Medienberichte während ihrer Schwangerschaft beklagt. Die königliche “Institution” habe sie nicht vor den Anschuldigungen geschützt und es sei ihr “verboten” worden, “sich zu verteidigen”, heißt es in Gerichtsdokumenten. Prozess gegen britische Medien Die BBC und die Nachrichtenagentur Press Association zitierten am Donnerstag aus diesen Unterlagen. Sie wurden im Rahmen eines Prozesses eingereicht, den die Herzogin von Sussex gegen die “Mail on Sunday”, die Website “Mail Online” und den Verlag Associated Newspapers führt. Darin mache Meghan Markle geltend, dass sie “Objekt einer Vielzahl falscher und schädlicher Artikel in britischen Zeitungen geworden” sei. Das habe “immensen, emotionalen Stress verursacht und ihre psychische Gesundheit beeinträchtigt”. Die frühere US-Schauspielerin wirft diesen Medien die Verletzung ihrer Privatsphäre sowie Datenschutz- und Urheberrechtsverletzung vor. Die Zeitung hatte im August 2018 Auszüge aus einem Brief Markles an ihren Vater veröffentlicht. Den Vorwurf, die Boulevardzeitung habe “unehrlich agiert”, indem sie ihr Schreiben manipuliert habe, hatte das Gericht Anfang Mai zurückgewiesen. In den Dokumenten wird den Berichten zufolge auch auf einen Artikel des US-Magazins “People” von Februar 2019 verwiesen, in dem fünf enge, nicht namentlich genannte Freunde Markles zitiert werden. Sie seien “ernsthaft besorgt um ihr Wohlergehen” gewesen, besonders weil Meghan zu dem Zeitpunkt schwanger gewesen sei. Sie hätten sie “nie zuvor in einem solchen Zustand” gesehen. An dem Artikel sei Markle in keiner Weise beteiligt gewesen, betonten sie. Prinz Harry hatte den Druck der Medien auf sich und seine Frau wiederholt angeprangert. Er sei der Hauptgrund für seinen Rückzug aus der Königsfamilie gewesen. Inzwischen lebt das Paar in Kalifornien und gehört seit Anfang April nicht mehr dem Königshaus an.

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In der Europäischen Union – also auch in Österreich – werden die Impfungen gegen das Coronavirus am 27. Dezember starten. In manchen Staaten werde auch erst am 28. oder 29. Dezember begonnen, schrieb EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag auf Twitter. “Das ist Europas Moment.” Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bestätigte den Impfstart am 27. Dezember ebenso auf Twitter. “Je früher wir in der EU zu impfen beginnen, desto besser”, schrieb der Bundeskanzler. Erfreut über den baldigen Start zeigte sich auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). “Das ist die zweite gute Nachricht in dieser Woche – der Start der Impfung kommt immer näher und es ist gut, dass auch hier Europa gemeinsam handelt. Ein europäisches Erfolgsprojekt wird Etappe für Etappe umgesetzt – wir alle profitieren davon, das Risiko der Pandemie kann so schrittweise verringert werden”, hieß es in einem Statement gegenüber der APA. Voraussetzung für den Start kurz nach dem Heiligen Abend sei die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer, erläuterte Kommissionssprecher Eric Mamer. Die Empfehlung dafür wird für den 21. Dezember von der EU-Arzneimittelbehörde EMA erwartet. Fällt diese positiv aus, will die EU-Kommission in einem Schnellverfahren binnen zwei Tagen über die Marktzulassung entscheiden. Komplexe Herausforderung Das Unternehmen wolle den Impfstoff am 26. Dezember liefern, sagte Mamer. Danach müssten die EU-Staaten die Verteilung und die Impfungen organisieren. Die Arzneimittel-Großhändler garantieren für Österreich eine gute Verteilung. Dafür gibt es 17 Zwischenlager in Österreich, in denen eineKühlung bei minus 80 Grad Celsius gewährleistet ist. Wenn dann eine Impfstelle – ein Seniorenheim etwa, oder eine Arztpraxis – Impfstoff anfordert, wird das Präparat aus dem sogenannten “Ultra Freezer” genommen und nicht mehr bei minus 80 Grad Celsius gekühlt. Ab diesem Zeitpunkt beginne auch die Uhr zu ticken: Der Impfstoff kann dann noch 120 Stunden, also fünf Tage, bei einer Temperatur zwischen zwei bis acht Grad gelagert werden. Er muss aber spätestens nach Ende dieser Frist verimpft worden sein. Vor der eigentlichen Impfung selbst gilt übrigens noch ein sechsstündiges Zeitfenster, in der das Präparat mit einer Kochsalzlösung für die Spritze verdünnt wird. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch einen gemeinsamen Beginn der Impfungen gegen das Corona-Virus in der gesamten Europäischen Union vorgeschlagen. Entscheidend sei nicht, dass alle am selben Tag begännen, sondern dass es ein koordinierter Start sei, sagte Mamer am Donnerstag.

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Gesundheitsminister Anschober hat mehrere Forschungs- und Universitätsinstitute mit einer Studie zu den sozialen Auswirkungen der Krise beauftragt. Erstes Fazit: Die Regierungsmaßnahmen sind gut, die negativen Auswirkungen werden lange anhalten. Welche sozialen Auswirkungen hat die Corona-Krise auf unsere Gesellschaft? Dieser Frage ist eine breit angelegte Studie mehrerer Forschungs- und Uni-Institute nachgegangen. In einer Pressekonferenz präsentierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) heute die Ergebnisse – gemeinsam mit dem Leiter des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), Christoph Badeltund dem Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS), Martin Kocher. “Ja, wir haben die schwerste Pandemie seit 100 Jahren”, erklärte Anschober zu Beginn der Pressekonferenz. Man stehe nun vor großen Herausforderungen, denn es gebe “massive Auswirkungen” auf Wirtschaft und den Sozialbereich. Wie diese genau aussehen, soll die neue Studie zeigen. Diese umfasse zehn Kapitel, die ersten vier wolle man nun präsentieren. Nun müsse man alles daran setzten, dass “aus dieser schweren Gesundheitskrise keine Sozialkrise wird”. Die Regierung erarbeite nun einen Aktionsplan gegen Armut. Angesichts steigender Infektionszahlen erklärte Anschober, dass es in der kommenden Woche zu einer Halbierung der Zahlen kommen sollte, das sei jedenfalls das Ziel. Arbeitslosenquote bleibt hoch, weniger Krankenstände “Die tiefste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg muss auch zu sozialen Verwerfungen führen”, erklärte IHS-Chef Kocher. Vom Einbruch der Wirtschaft um bis zu sieben Prozent – “eine sehr starke Rezession” – werde man sich nur langsam erholen, Ende 2021 könnte es soweit sein. Die Entwicklung wirke sich klar auf die Arbeitslosigkeit aus, “auch 2024 werden wir die Arbeitslosenquote von vor der Krise noch nicht erreicht haben”. Das wirke sich auch auf die Sozialversicherungen aus, der Rückgang bei der Beschäftigung spüle deutlich weniger Geld in die Kassen. Aber: “Die Krankenstände haben sich in dieser Zeit massiv reduziert.” Man wisse aber nicht genau, welche langfristigen Folgen dieser Umstand haben werde. Junge Menschen haben zudem “große Schwierigkeiten”, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. “Explosion” bei Subventionen Laut WIFO-Chef Badelt werden die Staatsschulden zwischen 2019 und 2020 um fast 15 Prozentpunkte von 70 auf fast 85 Prozent steigen. Das sei den massiven Ausgaben der Regierung zur Bewältigung der Krise zu verdanken. Bei den Subventionen kam es “zu einer Exposition”, auch die Sozialausgaben seien stark gestiegen. “Wir haben eine historisch einmalige Ausdehnung der Aktivität des öffentlichen Sektors und das ist gut.” Dennoch sei man hier gut unterwegs, wenn man das Ausmaß der Krise betrachte. Bei den “Corona-Arbeitslosen” kam es zu einen Einkommensverlust von drei Prozent, mittlere und höhere Einkommen haben ebenfalls Verluste erlitten. In den obersten Einkommensstufen seien diese noch höher. “Die Krise war und ist massiv und sie wurde durch das Agieren der Regierung wesentlich abgefedert.” Die Hilfen werde man aber nicht so schnell zurückfahren können.

Hohe Arbeitslosenquote wird bleiben, weniger Krankenstände