Fast 60 Prozent der Cluster in Haushalten

Merken
Fast 60 Prozent der Cluster in Haushalten

Bei der epidemiologischen Abklärung von Covid-19-Erkrankungen hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in der Kalenderwoche 41 insgesamt 734 Cluster – Häufungen von Fällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einer bestimmten Region – mit 3.099 betroffenen Personen identifiziert. Rund vier Fünftel der zwischen 5. und 11. Oktober aufgetretenen Fälle betrafen private Haushalte und den Freizeitbereich.

Konkret konnten 436 Cluster dem familiären Bereich zugeordnet werden, was 58,8 Prozent der Neuerkrankungen entsprach. 155 Cluster oder 20,9 Prozent waren Freizeitaktivitätenzuordenbar. Kaum eine Rolle spielten dagegen Sport, Reisen sowie die Hotellerie und Gastronomie mit acht, elf bzw. zwölf Clustern. 18 Cluster machte die AGES im Bildungs-, 27 im Gesundheits- und Sozialbereich aus. 46 Cluster traten im beruflichen Umfeld auf.

Privatbesuche vermeiden

Die einzelnen Cluster, die sich in Haushalten bildeten, umfassten allerdings deutlich weniger Personen als jene in der Freizeit und im Gesundheits- und Sozialbereich. In absoluten Zahlen gab es in den Familien 1.332 Betroffene, was 41,7 Prozent aller Neuerkrankten betraf. Fast ein Viertel aller Betroffenen – exakt 24,3 Prozent bzw. 755 Personen – infizierten sich dagegen bei Freizeitaktivitäten, etwas mehr als jeder Zehnte – 344 Personen bzw. 10,8 Prozent – im Gesundheits- und Sozialbereich.

Was das Auffinden von Clustern anlangt, konnte die AGES in der Kalenderwoche 41 um 75 mehr Cluster als in der Woche zuvor orten. Um die Weiterverbreitung im Familienkreis zu vermeiden, wiederholte die AGES ihre Empfehlungen, bei Auftreten eines Falles den Betroffenen zu isolieren, die Wohnung nicht zu verlassen und Privatbesuche zu vermeiden. Sanitäre Einrichtungen sollten von sämtlichen Haushaltsmitgliedern zeitlich getrennt benutzt, Hygieneartikel und Handtücher separat verwendet werden.

Wie die genauen Untersuchungen von Clustern in Kindergärten und Schulen zeigten, infizieren sich Kinder überwiegend über Pädagoginnen und Pädagogen, die sich in der präsymptomatischen Phase befinden, also noch keine Symptome zeigen, aber bereits ansteckend sind. In der Altersgruppe der Unter-Zehnjährigen sind bis zur Hälfte der Kinder asymptomatisch. Für eine Weiterverbreitung der Infektion spielen asymptomatisch infizierte Personen nach bisherigen Erkenntnissen eine eher untergeordnete Rolle, betont die AGES.

Teilen auf:
Kommentare:
  1. Karl Zuschauer sagt:

    82 Tote in O.Ö.; den Angehörigen mein Mitgefühl.
    Doch in welchem Alter verstarben jene Menschen?
    Woran sind sie gestorben? (an oder mit Covid?)
    1.400.000 Einwohner in OÖ davon 82 Tote
    sind nach Adam Riese: exakt 0,00585%!!!!
    Noch Fragen?
    Eine Menge, speziell an die Herren Poliktiker in Wien und Linz.
    Und an die Medien auch. Was ist los mit der 4. Gewalt?

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der höchste Berg der Erde ist jetzt offiziell 86 Zentimeter höher – konkret 8848 Meter und 86 Zentimeter. Das teilte Chinas Außenminister Wang Yi während einer Videokonferenz am Dienstag mit. Bisher gab es für den Mount Everest zwar eine gemeinhin akzeptierte Höhe von 8848 Metern, die von indischen Forschern bereits aus den 1950-Jahren stammt. Seither aber haben mehrere Teams nachgemessen und sind auf jeweils etwas andere Resultate gekommen. Nun haben China und Nepal, auf deren gemeinsamer Grenze der Berg steht, erstmals gemeinsam gemessen und berechnet. Der neue offizielle Höhenwert könnte sich nicht nur wegen genauerer Messmethoden geändert haben, sagt Christian Gerlach von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der zu Erdmessung und Glaziologie forscht. Die Höhe könnte sich auch tatsächlich geändert haben – etwa wegen eines Verschiebens tektonischer Platten, des starken Erdbebens von 2015, das im Himalaya-Gebirge generell zu Höhenveränderungen von Bergen geführt habe, sowie wegen des Abschmelzens der Schneedecke oben auf dem Gipfel infolge des Klimawandels. Nepal, eines der nach den Vereinten Nationen am wenigsten entwickelten Länder der Welt, wollte zunächst alleine messen. Aber nach einem Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping 2019 wurde es ein Gemeinschaftsprojekt im Zeichen “ewiger Freundschaft”, wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. China betonte darin auch Infrastrukturhilfe an das arme Nepal und dieses wiederum seine Anerkennung Taiwans und Tibets als Teile Chinas. Um die Höhe zu bestimmen, bestiegen Teams der beiden Länder den Berg und maßen dort mit Winkelmessgeräten anhand von bereits bekannten Punkten im Tal und Geräten, die GPS-Signale empfangen. Das nepalesische Team war 2019 oben, als es einen Stau von Abenteurern in der sogenannten Todeszone gab. Das chinesische Team war in diesem Corona-Jahr dort – Medienberichten zufolge als einziges Team überhaupt. Um auf den neuen Wert zu kommen, gab es auch Messungen der Schwerkraft in der Umgebung des Everests und Berechnungen anhand von einem Computermodell. Denn die Satellitenmessung erfasst nicht direkt die Höhe über dem Meeresspiegel.

Mount Everest "wuchs" offiziell um 86 Zentimeter

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. “Wir sind im Krieg“, sagte er. Außerdem verschiebt Frankreich wegen der Covid-19-Pandemie die zweite Runde der Kommunalwahlen. Die erste Runde der Wahlen hatte am vergangenen Sonntag stattgefunden. Auch die Türkei hat aus Sorge vor eines Ausbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Ab Mitternacht (22.00 UHR MEZ) müssten alle öffentlichen Erholungs-und Vergnügungsorte ihren Betrieb einstellen, teilte das Innenministerium in Ankara am Montag mit. Davon betroffen sind demnach unter anderem Cafés, Bierlokale, Theater, Kinos, Hochzeitssäle, Schwimmbäder und Fitnessclubs.

Frankreich und Türkei schränken Bewegungsfreiheit drastisch ein

Im Kreuzungsbereich Wimpassinger-Straße und Schmierndorferstraße ist ein Wasserrohrbruch (Siehe Markierung auf dem Bild) aufgetreten. Es wird umgehend mit den Reparaturarbeiten begonnen. Die Dauer der Arbeiten kann derzeit noch nicht verbindlich bekannt gegeben werden, allerdings wird sie auf einige Stunden geschätzt. Aus derzeitiger Sicht ist und bleibt der Baustellenbereich passierbar.

Heute  wurde das erste Corona-Opfer in der Steiermark bekannt gegeben – eine Frau (Jahrgang 1944) ist gestorben. Die 76-Jährige befand sich im LKH Graz-West in stationärer Behandlung und hatte mehrere Vorerkrankungen – sie starb laut Landessanitätsdirektion Steiermark in der Nacht auf Montag. Die genaue Todesursache bei der mit SARS-CoV-2 infizierten Patientin ist noch unklar, das werde laut KAGes noch untersucht; sie litt an Niereninsuffizienz und Diabetes. Die Patientin wurde am Samstag in das Krankenhaus eingeliefert. Sie war davor in einem Hartberger Altersheim betreut worden, bei dem bekannt wurde, dass mehrere Bewohner und Mitarbeiter positiv getestet worden waren – das Heim hat 162 Betten und wurde am Wochenende isoliert. Wie viele Patienten noch betroffen sind, ist noch unklar, es sei aber „keine riesige Zahl“, so Sozialhilfeverbandsobmann Gerald Maier – mehr dazu in Corona-Infektionen in Hartberger Altersheim.

Erste Corona-Tote in der Steiermark

Nach dem Hilfeschrei der Ärztekammer hat die Regierung laut Medienberichten zwei Millionen OP-Masken gekauft. Spitäler, Ärzte und Apotheker hatten gemahnt, dass sie nicht ausreichend Schutzmasken für die Coronakrise hätten. Spitäler und Bundesländer haben bisher eigenständig Schutzausrüstung angeschafft. Nun soll es einen zentralen Einkauf geben, berichtete “Österreich” (Dienstagsausgabe). Das Wirtschaftsministerium hat zwei Millionen chirurgische Masken gekauft, die am Freitag ankommen sollen. Laut dem Virologen der Berliner Charite, Christian Drosten, gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Daten für die Wirkung einfacher chirurgischer Masken.

Regierung kauft zwei Millionen OP-Masken