FIFA-Generalsekretär schließt Komplott gegen Infantino nicht aus

Merken
FIFA-Generalsekretär schließt Komplott gegen Infantino nicht aus

Der Fußball-Weltverband hat seine Kritik an der Schweizer Justiz wegen des Strafverfahrens gegen seinen Präsidenten Gianni Infantino erneuert. “Es wäre wichtiger, zunächst alte Fälle mit gravierenden Verdachtsmomenten zu bearbeiten, als sich um ein Treffen von Gianni Infantino mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft zu beschäftigen”, sagte der stellvertretende FIFA-GeneralsekretärAlasdair Bell.

Bell wollte zudem nicht ausschließen, dass die Vorwürfe gegen Infantino auf einem Komplott in Fußball-Funktionärskreisen beruhen. “Es sind merkwürdige Sachen passiert”, sagte der Jurist und deutete, ohne konkrete Dinge zu nennen, an: “Man hat Freunde, man hat Rivalen.” Ein Sturz Infantinos könne im Interesse mancher Personen sein.

Die Schweizer Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet. Dabei geht es um drei Treffen mit dem schon länger in die Kritik geratenen Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Anstiftung zum Amtsmissbrauch.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Mit der Festspielnadel mit Rubin ist am Sonntagabend Franz Welser-Möst an seinem 60. Geburtstag in Salzburg ausgezeichnet worden. Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, überreichte ihm diese Ehrung nach der Vorstellung der Oper “Elektra”. Der Dirigent hat auch das Ehrenzeichen des Landes Salzburg erhalten. Vor 35 Jahren, am 29. August 1985, hat Welser-Möst bei einer Serenade mit Werken von Mozart und Haydn sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gegeben. Zwischen 1985 und 2019 absolvierte er in dem Rahmen 68 Auftritte, davon dirigierte er 41 Mal Opern und 27 Konzerte, wie das Festival am Montag informierte. Am Ende des Festspielsommers 2020 werden es 47 Opern und insgesamt 74 Auftritte bei den Salzburger Festspielen gewesen sein. Festspielgeschichte schrieb der österreichische Dirigent vor allem mit Interpretationen der großen Opern von Richard Strauss. “Franz Welser-Möst schenkte den Salzburger Festspielen durch sein tiefes Wissen um die Musik von Richard Strauss und die perfekte Symbiose mit den Wiener Philharmonikern wahre Sternstunden”, dankte ihm Intendant Markus Hinterhäuser. Und Festspielpräsidentin Rabl-Stadler meinte, eines der Erfolgsgeheimnisse von Welser-Möst sei, dass er die Oper als Gesamtkunstwerk erfasse. Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat den Dirigenten anlässlich der Überreichung des Ehrenzeichen des Landes Salzburg in höchsten Tönen gelobt. “Er hat sich als Leiter herausragender Interpretationen und Produktionen, aber auch als Mensch nachhaltig in Salzburg verewigt. 60 Jahre Franz Welser-Möst, 100 Jahre Salzburger Festspiele – das gehört zusammen und auch gefeiert.”

Franz Welser-Möst mit Salzburger Festspielnadel geehrt

Eine leicht verletzte Person forderte Samstagfrüh ein Verkehrsunfall auf einem vereisten Brückenabschnitt der Innkreisautobahn bei Krenglbach (Bezirk Wels-Land).

Unfall nach Eisregen auf Innkreisautobahn bei Krenglbach fordert eine verletzte Person

Bei der Präsentation der zweiten Ampelschaltung hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag verschärfte Maßnahmen mit “Gültigkeit Montag, 0.00 Uhr” angekündigt: Es wird Einschränkungen bei Veranstaltungen geben: Indoor 50 Personen, im Freien 100 Personen – Bei Großveranstaltungen mit einem professionellen Konzept und mit zugewiesenen Sitzplätzen sind es 1.500 Plätze bzw. 3.000 Plätze. Zudem soll die Maskenpflicht auch außerhalb des Lebensmittelhandels und von Apotheken und Banken österreichweit in geschlossenen Räumen ausgeweitet werden und gilt in Handel und Gastronomie. Mit der zweiten Schaltung der Corona-Ampel wurden am Freitag bereits sieben Regionen in Österreich auf “Gelb” geschaltet. Betroffen von “Gelb” – das bedeutet mittleres Risiko – sind Wien, Graz, Innsbruck, Korneuburg, Wiener Neustadt, Bezirk-Kufstein und Schwaz in Tirol.

Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab Montag

Obwohl in München das Oktoberfest auf der Kippe steht, werden im Internet für Tausende Euro Platzreservierungen in den Bierzelten angeboten. Sie werden nicht von den Wirten verkauft, sondern von Zwischenhändlern. Tische für zehn Personen werden teils für 5.000 Euro und zur Reservierung angeboten – obwohl es diese Plätze vielleicht nie geben wird.

5.000 Euro für Oktoberfest-Tische

US-Präsident Donald Trump hat sich laut Kathpress in einem Interview mit dem katholischen Sender EWTN als “Lebensschützer” bezeichnet. “Ich bin für das Leben, die Demokraten nicht”, sagte Trump. Der Präsident hält seinem Herausforderer Joe Biden vor, er werde im Weißen Haus eine Abtreibungsagenda verfolgen. Gleichzeitig bekräftigte Trump seine Unterstützung für die Todesstrafe. “Ich bin total für die Todesstrafe für abscheuliche Verbrechen, okay. So ist es.” Ausdrücklich bestritt Trump, dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping grünes Licht für die Internierung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Umerziehungs-Lagern gegeben zu haben. Das schreibt der ehemalige Nationale Sicherheitsberater John Bolton in seinem Besteller “Der Raum, in dem es geschah”. Das Buch sei “eine totale Lüge”, so der Präsident. Mit Blick auf das Schicksal der 800.000 “Dreamer”, deren Abschiebeschutz Trump wiederholt beenden wollte, erklärte der Präsident, die als Kinder in die USA gekommenen Einwanderer ohne Papiere hätten “absolut nichts zu befürchten”. Zu den “Black Lives Matter”-Protesten nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd sagte Trump, er habe “mehr für die schwarze Bevölkerung getan als jeder andere außer Abraham Lincoln. Niemand kommt mir überhaupt nur nahe.” Entschieden sprach sich der Präsident gegen den Sturz von Denkmälern von Südstaaten-Generälen, aber auch von anderen kontroversen Personen, aus. “Wir werden sehr bald was dagegen tun.” Der Präsident befürwortete ein Dekret, das die Städte dazu zwingen würde, die Monumente zu schützen. Ausdrücklich lobte Trump erneut den Brief des Papstkritikers und früheren Vatikan-Botschafters in den USA, Erzbischof Carlo Maria Vigano. Vigano hatte in dem Schreiben die Auseinandersetzungen der vergangenen Monate als Kampf biblischen Ausmaßes beschrieben. Die Mehrheit der “Kinder des Lichts” kämpfe gegen die Minderheit der “Kinder der Dunkelheit”, die “strategische Positionen in Regierungen, Politik, Wirtschaft und Medien innehaben”. Diese “Kinder der Dunkelheit” identifizierte Vigano mit den Vertretern des “Staats im Staate” (deep state), die einen erbitterten Kampf gegen Trump führten. EWTN ist kein Sender der katholischen US-Kirche, sondern eine private Organisation, die sich an konservative Katholiken richtet. Das Interview ist Teil der Offensive, mit der Trump versucht, die wichtige Wechselwähler-Gruppe der 46 Millionen Katholiken zu erreichen.

Lebensschützer Trump unterstützt Todesstrafe

In Österreich sind bisher 4002 Personen mit oder an dem Coronavirus verstorben. Das geht aus den täglichen Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Die gute Nachricht: Die Zahl der innerhalb von 24 Stunden neu Infizierten ist mit 2377 weiter zurückgegangen, heiß es am Dienstag (Stand: 9.30 Uhr). 3917 Corona-Patienten befanden sich in krankenhäuslicher Behandlung, davon 609 auf Intensivstationen.Bisher gab es in Österreich 308.070 positive Testergebnisse. 262.314 sind wieder genesen. Damit sind mit Stand Dienstag 41.754 Personen diesen Angaben noch aktive Fälle. Die Neuinfektionen nach Bundesländern: Burgenland 56, Kärnten 259, Niederösterreich 304, Oberösterreich 456 Salzburg, 241 Steiermark 361, Tirol 263, Vorarlberg 75, Wien 362.

Über 4000 Personen starben in Österreich bereits an Virusfolgen