Finanzminister vertagen sich wegen Uneinigkeit

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Finanzminister vertagen sich wegen Uneinigkeit

Im Streit über ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister vorerst kein Ergebnis vorgelegt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno am Mittwoch auf Twitter mit. “Nach 16 Stunden Diskussion sind wir einem Deal sehr nahe gekommen, aber wir sind noch nicht dort”, so Centeno. Die Beratungen seien ausgesetzt und würden morgen fortgesetzt werden, erklärte er.

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Ein einzelner Cluster hat die Zahl der Coronafälle in der Stadt Linz angehoben. Der Kreis der Betroffenen und die Kontaktpersonen seien rasch erfasst und abgesondert worden, erklärte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) am Samstag nach der Sitzung des Krisenstabs. Neun von insgesamt derzeit 27 Infizierten in Linz stammten aus dem Umfeld der “Pfingstkirche – Freie Christengemeinde”. Von diesem Cluster sind auch mehrere Menschen in anderen Bezirken betroffen. Die übrigen Neuinfektionen in Linz seien Einzelfälle, die sich durch die Maßnahmen der Gesundheitsbehörde nicht zu Clustern ausbilden hätten können, meinte Luger. Er führt die Häufung der Neuinfektionen darauf zurück, dass die Menschen wieder mobiler seien und mehr Kontakte pflegen. “Mit einem Anstieg der Zahlen war zu rechnen. Wir nehmen die Entwicklung ernst und monitoren genau”, sagte das Stadtoberhaupt. Man müsse die Zahl der Infektionen aber auch in Relation zur Einwohnerzahl von mehr als 200.000 Menschen sehen. Die Gesundheitsbehörden des Landes Oberösterreich meldeten am Samstagnachmittag insgesamt vier neue Fälle in Schulen: In einer Neuen Mittelschule und einer Volksschule in Linz gab es jeweils eine Neuinfektion, in einem Gymnasium zwei Fälle. Das Kontaktpersonenmanagement, Testungen und Absonderungen laufen. In einer Krabbelstube in Wels wurde eine Helferin positiv getestet, in zwei Alters- und Pflegeheimen sind ein Mitarbeiter und eine Bewohnerin betroffen. Mit Stand 8.00 Uhr früh waren in Oberösterreich 70 aktuelle Fälle bekannt und 516 Personen in Quarantäne. Zehn Menschen befanden sich wegen Covid-19 im Spital.

Bisher neun Corona-Fälle aus Umfeld von Linzer Pfingstkirche

Ab dem Wochenende sollen die ersten Großlieferungen von Schutzausrüstung in Österreich eintreffen. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte, sollen bis Samstag elf Millionen Handschuhe, zwei Millionen FFP2- und FFP3-Masken im Land sein. Dazu kommen 1.500 Liter Desinfektionsmittel, die ab nun jede Woche geliefert werden sollen. Am Montag sollen Schutzanzüge kommen. Der Bund sei vor drei Wochen in die Großbeschaffung eingestiegen, “um akute Versorgungsprobleme zu vermeiden”. Der Ankauf sei nach der offensiven Beschaffung Chinas, als dort die Corona-Krise ausbrach, und nachfolgenden Exportverboten Frankreichs und Deutschlands zum Stillstand gekommen. Zuvor hatten Spitäler, Ärztekammern und andere ihren Bedarf direkt bei Produzenten von Schutzkleidung gedeckt. Das Material kam in vielen Fällen aus Deutschland.

Großlieferungen von Schutzausrüstung

In einem Offenen Brief bitten die Veranstalter des heuer wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Linz-Marathons zumindest um einen teilweisen Verzicht auf die Rückerstattung des Nenngeldes. Man habe es geschafft, die Refundierung der bereits eingezahlten Nenngelder möglich zu machen, heißt es in dem Schreiben, gleichzeitig bittet man die Lauffamilie um Hilfe und bedankt sich für die Solidarität. “Ein Großteil der Organisationskosten ist ja bereits angefallen, das heißt, wir werden im nächsten Jahr ein Minus im Budget mitschleppen müssen. Das wird uns nicht zu Fall bringen, aber es macht einen dynamischen Neustart nicht gerade einfacher. Darum wären wir happy, wenn dieser Rucksack dank eures Entgegenkommens etwas leichter sein wird”, heißt es in dem Brief. Die betroffenen Läuferinnen und Läufer sollen in der kommenden Woche per E-Mail über die Rückabwicklung der Nenngelder informiert werden.

Linz-Marathon bittet um Verzicht auf Rückerstattung

Das Bruchstück eines Dachziegels mit Stempel wurde 2018 im Hof des Stadttheaters Greif gefunden. Der Stempel lautet “L.VAS”, was wohl als “Lucius Valerius Sabinus / Sabinianus” aufzulösen ist. Damit ist der Ziegler gemeint, wahrscheinlich zugleich der Besitzer der Fabrik. Neben Privatfirmen gab es auch militärische Ziegeleien. Ziegel wurden von den Römern hauptsächlich für Dächer, Gewölbe und für Fußbodenheizungen verwendet. Der aufbereitete Ton wurde in Modeln geformt, die Ziegel an der Luft getrocknet und anschließend in großen Brennöfen gebrannt. Neben Herstellerstempeln findet man auf Ziegeln manchmal Angaben eines Datums und Namen, die sich auf die Produktion beziehen dürften, und Abdrücke von Tieren, über die halbtrockenen Ziegel gelaufen sind. Der Ziegel kann im Stadtmuseum Wels-Minoriten Archäologische Sammlung besichtigt werden. Foto: Stadtmuseum Wels

grüß aus dem Museum

Zuhörer könnten sich auf eine “intime Unterhaltung über acht Jahre im Weißen Haus” gefasst machen, gab Spotify am Freitag bekannt. Die erste Folge wird ab 29. Juli gestreamt. In den folgenden Episoden will sich Obama unter anderem auch mit ihrem Bruder Craig Robinson, ihrer Mutter Marian Robinson und mit dem US-Komiker Conan O’Brien unterhalten. Den Zuhörern verspricht der Streamingdienst aus Stockholm besonders menschliche und persönliche Gespräche. Dabei soll es unter anderem um die Beziehung zwischen Geschwistern, die Kindeserziehung und Gesundheitsfragen gehen.

"Intime Unterhaltung über acht Jahre im Weißen Haus"

Nach tagelanger Verwirrung um seinen Aufenthaltsort ist Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó offenbar wieder aufgetaucht. Mitarbeiter des selbst ernannten Übergangspräsidenten verbreiteten am Samstag Videos, auf denen Guaidó in der Hauptstadt Caracas zu sehen ist. “Sie sind diejenigen, die sich verstecken”, sagt Guaidó über Präsident Nicolás Maduro und andere Beamte. “Ich zeige mein Gesicht.” Guaidó trägt in dem Video Maske und Handschuhe zum Schutz gegen das Coronavirus und unterhält sich mit Autofahrern, an deren Fahrzeugen er entlang geht. Wann und wo die Aufnahmen gemacht wurden, geht aus den Videos aber nicht hervor. Zwischen Venezuela und Frankreich war in den vergangenen Tagen ein diplomatischer Streit um den Aufenthaltsort Guaidós entbrannt. Nach Angaben des Außenministers des südamerikanischen Landes soll Guaidó Zuflucht in der französischen Botschaft in Caracas gesucht haben, was Paris umgehend dementierte. Der Oppositionspolitiker befinde sich nicht auf dem Botschaftsgelände, sagte eine Sprecherin des französischen Außenministeriums am Freitag. Dies sei der Regierung in Caracas “mehrfach bestätigt” worden. Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza hatte zuvor in einem Radiointerview explizit Frankreich und Spanien vor einer Einmischung in die Angelegenheiten des Landes gewarnt. Er hoffe, dass die ausländischen Regierungen “ihre Meinung ändern und diejenigen ausliefern, die der venezolanischen Justiz entgehen wollen”, sagte Außenminister Jorge Arreaza am Donnerstag in dem Interview. Wenige Tage zuvor hatte Präsident Maduro angedeutet, dass sein Rivale Guaidó sich in einer diplomatischen Vertretung “versteckt” halte. Frankreich und Spanien gehören neben Deutschland und den USA zu den rund 50 Staaten, die Guaidó als Übergangspräsidenten von Venezuela anerkennen. Guaidó hatte sich im Jänner 2019 selbst zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Krisenstaats erklärt. Trotz massiven Drucks aus Washington und der verheerenden wirtschaftlichen Lage in Venezuela hält sich Maduro aber weiter an der Macht. Er hat unter anderem das Militär hinter sich, aber auch Unterstützung aus Russland und China. Venezuela leidet schon seit Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise, die zuletzt durch die Coronavirus-Pandemie verschlimmert wurde. Millionen von Venezolanern suchten Zuflucht im Ausland.

Videos zeigen Venezuelas Oppositionsführer Guaidó in Caracas