Frankreich verlängert Ausgangssperre

Merken
Frankreich verlängert Ausgangssperre

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verlängert Frankreich die seit mehr als drei Wochen dauernde Ausgangssperre über den 15. April hinaus. Staatschef Emmanuel Macron will das Vorgehen am Ostermontag in einer Fernsehansprache erläutern. Die Zahl der Toten in Frankreich stieg unterdessen auf fast 11.000. Zur Dauer der Ausgangssperre machte der Elysee-Palast am Mittwochabend keine Angaben. Gerechnet wird aber mit einer Verlängerung bis mindestens Ende April.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) vermutet Einfluss aus der Türkei hinter den Krawallen bei Demonstrationen in Wien-Favoriten. Dem soll nun auch eine Gruppe nachgehen, die sich unter anderem aus Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Landeskriminalämtern rekrutiert, berichtete der Ressortchef am Sonntag in der ORF-“Pressestunde”. Nehammer sprach von einer außergewöhnlichen Gewaltbereitschaft bei den Angriffen vor allem türkisch-stämmiger Männer gegen eine linke kurdische Demonstration. Selbst massive Polizeihunde seien mit Steinen attackiert worden. Aufgefallen sei dem Verfassungsschutz, dass es auch Personen gegeben habe, die die Ereignisse mit professionellem Equipment gefilmt hätten. Wer hier dahinter steckt, werde man Nachschau halten. Es dürfe keinesfalls passieren, dass Vereine von einem ausländischen Staat instrumentalisiert werden, für Unruhe zu sorgen und das Versammlungsrecht bedrohen zu wollen. Die SPÖ fordert von Nehammer ein kompromissloses Vorgehen gegen Rechtsextremismus. Außerdem will Sicherheitssprecher Reinhold Einwallner klären, ob nun die “Grauen Wölfe” tatsächlich ins Bundeskanzleramt eingeladen werden. Nehammer hatte das in der “Pressestunde” bestritten. Für den freiheitlichen Generalsekretär Michael Schnedlitz mimt Nehammer nur den “bellenden Hund”. Dabei wisse jeder, dass er nicht zubeiße. Anstelle der vom Innenminister angekündigten Ermittlungen über mögliche Hintergründe sei es dringend notwendig, ein Zeichen gegen dieses “Chaos” zu setzen – einerseits in Form von Demoverboten, andererseits mit einem harten diplomatischen Vorgehen gegen die Türkei. Den Vorsitzenden der Islamischen Glaubensgemeinschaft Ümit Vural stimmen die Ausschreitungen “nachdenklich”. In der ORF-Sendung “Orientierung” kündigte er an: “Wir werden versuchen, im Rahmen der Seelsorgetätigkeit die Stimme der Vernunft zu sein.” Die Bilder bei den Angriffen meist türkisch-stämmiger Männer auf linke kurdisch-stämmige Demonstranten seien “schrecklich” gewesen. Muslime lebten ihren Glauben nicht aus, indem sie die öffentliche Ordnung und Sicherheit störend im Namen Gottes in den Straßen Wiens unterwegs seien. Vural empfahl, den Rechtsstaat sprechen zu lassen und nicht zur Selbstjustiz zu greifen. Ausgeschlossen wurde von Vural, dass es Einfluss aus der Türkei auf die Religionsgemeinschaften in Österreich gebe. Was das Coronavirus angeht, bestritt Nehammer, dass er hier mit unterschiedlichen Leisten messe. Dass er in Wien gemahnt habe und in Oberösterreich mit den neuen Clustern nicht, liege nur daran, dass man in letzterem Bundesland eine Kooperation der Gesundheitsbehörden mit der Polizei befürwortet habe, in der Bundeshauptstadt zum damaligen Zeitpunkt aber noch nicht. Mit dem Wien-Wahlkampf habe das nichts zu tun gehabt, er denke hier gar nicht über Parteipolitik nach. Bezüglich einer Generalamnestie für Coronastrafen zeigte sich der Innenminister distanziert. Nehammer verwies auf die rechtlichen Möglichkeiten, wenn sich jemand zu Unrecht gestraft fühle. Die Polizei habe sich jedenfalls an die vom Gesundheitsministerium vorgegebenen Verordnungen gehalten.

Nehammer vermutet ausländischen Einfluss bei Demo-Unruhen

Die Zahl der weltweit bekannten Corona-Infektionen ist innerhalb von weniger als drei Wochen von 15 Millionen auf über 20 Mio. gestiegen. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Etwa die Hälfte der bestätigten Infektionen entfallen demnach auf nur drei Länder: die USA mit mehr als fünf Millionen Infektionen, Brasilien mit über drei Mio. und gut zwei Mio. in Indien. Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen stand Ende Juni noch bei zehn Millionen und hat sich damit innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Neben den am meisten betroffenen Staaten breitete sich die Coronavirus-Pandemie auch in Russland, Südafrika, Mexiko und mehreren Ländern Südamerikas weiter rasch aus. Weltweit sind laut Johns Hopkins bisher mehr als 730.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Opfer stieg zuletzt unter anderem infolge besserer Behandlungsmöglichkeiten deutlich langsamer an als die Zahl der Neuinfektionen. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Lungenerkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem für ältere und immungeschwächte Menschen lebensgefährlich sein kann. Das weltweit nach absoluten Zahlen am schlimmsten betroffene Land waren die USA. Dort gibt es neben den meisten bestätigten Infektionen mit mehr als 163.000 Opfern auch die meisten Todesfälle. An zweiter Stelle folgt Brasilien mit über 100.000 Toten. Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher meist einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Laut WHO gab es bis Montag 19,7 Millionen bestätigte Infektionen und 728.000 Todesfälle.

Mehr als 20 Millionen Coronavirus-Infektionen weltweit

Während die Ausgangsbeschränkungen österreichweit doch noch bis Ende April andauern, endet mit morgen, Dienstag, ein Tiroler Spezifikum: Die sogenannte Vollquarantäne. Dies teilte Landeshauptmann Günther Platter(ÖVP) am Montag in einer Videopressekonferenz mit. Gemäß der Verordnung durften Bürger bisher nur in Ausnahmefällen von einer Gemeinde in eine andere fahren.

Tiroler Vollquarantäne endet mit Dienstag

Die frühere Vertraute des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, ist festgenommen worden. Die 58-Jährige wurde am Donnerstag im US-Ostküstenstaat New Hampshire gefasst, wie eine Sprecherin der Bundespolizei FBI bestätigte. Die Bundesstaatsanwaltschaft von Manhattan kündigte für den Verlauf des Tages eine Pressekonferenz an, um die Vorwürfe gegen Epsteins frühere Freundin darzulegen. Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell soll junge Mädchen für Epstein rekrutiert haben. Ein Opfer warf Maxwell zudem vor, sie zu Sex mit dem britischen Prinzen Andrew gezwungen zu haben. Er nahm sich das Leben Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der Investmentbanker war bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt worden und wurde seitdem als Sexualverbrecher geführt. Epstein wurde vor einem Jahr erneut festgenommen und später tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Nach Angaben des US-Justizministeriums nahm er sich das Leben. Bei einer Verurteilung hätten dem Multimillionär, der gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten hatte, bis zu 45 Jahre Haft gedroht. Auch nach Epsteins Tod laufen die Ermittlungen weiter. Dabei geht es um mögliche Komplizen des Sexualstraftäters.

Epstein-Vertraute Maxwell festgenommen

Julian Alaphilippe ist bei der Tour de France wie im Vorjahr ins Gelbe Trikot gefahren. Der Lokalmatador aus Frankreich entschied am Sonntag die zweite Etappe, ein bergiges Teilstück über 186 km im Hinterland von Nizza, für sich und schlüpfte ins Führungstrikot. Die Oberösterreicher Lukas Pöstlberger und Michael Gogl zeigten sich in einer Fluchtgruppe, die allerdings nicht durchkam. Alaphilippe setzte sich in Nizza im Dreiersprint knapp gegen den Schweizer Marc Hirschi und deutlich gegen den Briten Adam Yates durch. Im Vorjahr hatte der Deceuninck-Profi für 14 Tage das Gelbe Trikot getragen, ehe er es den Bergspezialisten überlassen musste. Nun bejubelte der 28-Jährige seinen insgesamt fünften Tour-Etappensieg. Für Alaphilippe war es der erste Rennsieg in einer bisher deutlich schwieriger verlaufenen und von Corona beeinträchtigten Saison. “Mir hat das Siegen wirklich gefehlt”, sagte der Franzose. “Ich habe seit dem Beginn der Saison nichts gewonnen. Ich war immer sehr konzentriert, auch in der schwierigen Zeit, die wir in diesem Jahr hatten.” Bereits kurz nach dem Start hatten sich acht Fahrer abgesetzt. Gogl (NTT) und Pöstlberger (Bora) blieben auch dabei, als sich die Gruppe auf sechs Mann verkleinerte. Gogl kam bei beiden Bergwertungen der ersten Kategorie als Dritter durch. Bei der zweiten, der Passhöhe des Col de Turini 87 km vor dem Ziel, betrug der Vorsprung auf das Hauptfeld 3:30 Minuten. In der Abfahrt teilte sich die Ausreißergruppe, Pöstlberger war auch im zwischenzeitlichen Führungstrio vertreten. Nach einem neuerlichen Zusammenschluss und einer aktiveren Fahrweise im Hauptfeld waren die Ausreißer rund 40 km vor dem Ziel gestellt. Gogl setzte sich kurz alleine an die Spitze, seine Gegenwehr war aber vergebens. Im Spitzenfeld war am Ende kein Österreicher mehr vertreten. Auf dem letzten kurzen Anstieg zwölf Kilometer vor dem Ziel attackierte Alaphilippe. Zuerst folgte nur Hirschi, dann schloss auch Yates auf. Auf der Zielgeraden brauste bereits das Feld heran, Alaphilippe rettete aber eine halbe Radlänge auf Hirschi ins Ziel. In der Gesamtwertung führt er nun vier Sekunden vor Yates und sieben vor Hirschi. Die Topfavoriten um Vorjahressieger Egan Bernal erreichten mit der ersten größeren Gruppe das Ziel. Zeit verlor nach einem Sturz dessen kolumbianischer Landsmann Daniel Martinez, der die Generalprobe Criterium du Dauphine gewonnen hatte. Auftaktsieger Alexander Kristoff hatte bereits auf der Auffahrt zum Col de Turini den Anschluss an das Feld verloren. Der Norweger musste das Gelbe Trikot mit mehr als 20 Minuten Rückstand an Alaphilippe abgeben. Am Montag geht es von Nizza über 198 km, die letzten 50 davon flach, nach Sisteron, ehe am Dienstag in Orcieres-Merlette die erste Bergankunft der 107. Tour-Auflage ansteht.

Alaphilippe mit Etappensieg wie im Vorjahr zur Tour-Führung

Statement zur Corona-Krise.