Frauen bleiben auf der Strecke

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Frauen bleiben auf der Strecke

Frauen beklagen zunehmend ihre Situation in der Pandemie und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Das zeigt eine Studie von “Triple M Matzka”, die von der SPÖ am Donnerstag anlässlich des bevorstehenden Frauentags präsentiert wurde. Vor allem am Arbeitsplatz sieht man dringenden Handlungsbedarf. SP-Frauenchefin Gabriele Heinisch-Hosek plädierte für regionale Stiftungen, die vor allem Frauen entsprechende Umschulungen bieten sollten.

Für Heinisch-Hosek wäre es geboten, regional zugeschneiderte Angebote zu liefern. Konzentrieren müsste man sich auf die Zukunftsbranchen. Das wären Technik, Digitalisierung und Pflege. SP-Chefin Pamela Rendi-Wagner verwies darauf, dass die meisten Frauen ihre persönliche Situation schlechter als vor der Krise erlebten. Jede zweite Alleinerzieherin sei armutsgefährdet.

Führend mit verantwortlich sieht die SP-Vorsitzende die Regierung. Diese hätte die Verantwortung, niemanden in Stich zu lassen “und schon gar nicht die Frauen”. Bei einer Sondersitzung zum Frauentag werde man am Montag Hilfe für Alleinerzieherinnen und effektive Maßnahmen, um Frauen wieder in Beschäftigung zu bringen, einfordern.

Zusatzbelastungen

Die Umfrage unter gut 1.000 Frauen vergleicht die Situation vom Anfang der Pandemie im April 2020 mit der aktuellen. Während weiter rund ein Drittel der Frauen Angst um den Arbeitsplatz hat, haben sich andere Werte ungünstiger entwickelt. Das Vertrauen, dass alles getan wird, um Arbeitsplätze in Österreich zu halten, ist enorm – von 82 auf 45 Prozent – gesunken.

Auch fühlen sich gleich 58 Prozent von öffentlichen Institutionen weniger unterstützt als im Vorjahr. Das ist eine Verdoppelung.

Die Zusatzbelastungen daheim werden ebenfalls verstärkt registriert. Zwölf Prozent mehr sehen im Vergleich zum Vorjahr einen zusätzlichen Aufwand für Kinderbetreuung. Um noch einmal drei Prozent auf 89 gestiegen ist der Wert jener, die meinen, dass die Zusatzbelastung zunächst auf das Konto der Frauen geht. Dazu kommt, dass gleich 61 Prozent eine zunehmende Belastung für Kinder wahrnehmen, was dann oft von den Müttern abzufedern ist.

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