"Freitesten" abgesagt: Der Reigen der geschlossenen Türen setzt sich fort

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"Freitesten" abgesagt: Der Reigen der geschlossenen Türen setzt sich fort

Dass ab 18. Jänner ein negativer Antigentest die Türen für Kultur, Handel und Gastronomie öffnet, ist obsolet. Nach der Blockade der Opposition am Sonntag ist es nun fix: Der Lockdown wird laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober um eine Woche verlängert. Automatisch geraten nun jene Kulturinstitutionen, die eine Öffnung ab dem 18. Jänner geplant hatten, unter Zugzwang. Nicht nur, dass man geplante Aufführungen verschieben muss, sondern es steht auch die Frage im Raum, ob eine Öffnung der Häuser ab 24. Jänner realistisch ist. Der Grund sind die aktuellen, nach wie vor hohen, Infektionszahlen, die bis dorthin deutlich sinken müssten. In Deutschland wird etwa über eine Ausweitung des Lockdowns beraten.

Schon geübt im Verschieben ist man etwa am Volkstheater Wien, dort geht es bekanntlich ja nicht nur um eine Premiere, sondern um die Öffnung eines ganzen Hauses: Am 22. Jänner wollte Kay Voges die Türen des renovierten Hauses am Arthur-Schnitzler-Platz mit dem  Audio-Walk “Black Box” von Stefan Kaegi und Rimini Protokoll öffnen. Die erste Verschiebung ist das freilich nicht, ursprünglicher Eröffnungstermin wäre der 8. Jänner gewesen.

“2020 – Danke für nix” leuchtete es rund um den Jahreswechsel an der Fassade der Wiener Staatsoper. Und 2021 fängt nicht besser an: Ab 18. Jänner wäre Frederick Ashtons “La Fille mal gardee”, Nabucco und Salome geplant gewesen. Somit wird man diverse Vorstellungen auch weiterhin nur im Stream genießen können.

Die Volksoper plante für 22. Jänner Franz von Suppes Operette “Der Teufel auf Erden” in der Gestaltung von Hinrich Horstkotte, der sich tags darauf in einer Doppelvorstellung die neue “Zauberflöte” in der Deutung von Henry Mason anschließen hätte sollen. Am Sonntagvormittag (24. Jänner) wäre im Rahmen der neuen Matineereihe “Junge Volksoper am Sonntag” die halbszenische Fassung von Disneys “Das Dschungelbuch” als Kinderstück angesetzt gewesen.

Burgtheater-Direktor Martin Kusej gab sich schon im Dezember ob einer möglichen Öffnung im Jänner skeptisch: Vier bis sechs Wochen Vorbereitungszeit sei zum Wiederhochfahren des Betriebs nötig, meinte er am 10. Dezember. “Das Burgtheater ist ein relativ großes Schiff, das sich schwerfälliger bewegt als andere”, so Kusej. Nichtsdestotrotz sei man vorbereitet: “Wir haben fünf fertige Produktionen in der Pipe und zwei in den Proben. Wir werden also im Jänner sieben Produktionen rasch rausschießen können.”

 

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