Frontex: Zahl der unerlaubten Grenzübertritte steigt wieder stark an

Merken
Frontex: Zahl der unerlaubten Grenzübertritte steigt wieder stark an
Nach einem deutlichen, coronabedingten Rückgang im April ist die Zahl der Flüchtlinge Richtung Europäische Union wieder stark angestiegen. Im Mai gab es laut der EU-Grenzschutzagentur Frontex auf den Hauptmigrationsrouten in Europa fast 4.300 unerlaubte Grenzübertritte, fast dreimal so viel wie im Vormonat.

 

Im April waren die Zahlen im Zuge der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken. Insgesamt registrierte Frontex dem Bericht zufolge von Jänner bis Mai 31.600 illegale Grenzübertritte – sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Route über das östliche Mittelmeer – also über die Türkei und Griechenland – war erneut die “aktivste Migrationsroute nach Europa”. Hier stellte Frontex im Mai 1.250 irreguläre Grenzübertritte fest, achtmal so viele wie im April. Von Jänner bis Mai wurden 12.700 Fälle verzeichnet, 28 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Flüchtlinge kamen aus Afghanistan.
Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Derzeit gebe es für nur rund ein Prozent der Bevölkerung krankenkassenfinanzierte Psychotherapie. Durch die Coronakrise steige der Bedarf, die Versorgung sei aber immer noch stark an die Geldbörse des einzelnen geknüpft oder mit langem Warten verbunden,kritisiert Peter Stippl, Präsident des Bundesverbands für Psychotherapie (ÖBVP), der die Kampagne #mehrpsychotherapiejetzt gestartet hat. Ziele seien u.a. mehr kassenfinanzierte Psychotherapieplätze und die Abschaffung der Kontingentierung. Die Podcasterin Beatrice Frasl schilderte: “Stell dir vor, du gehst mit einer Grippe zu deiner Hausärztin und dort erfährst du, dass du nicht behandelt werden kannst, weil es nur ein Kontingent für zehn Grippepatientinnen gibt, und das sei bereits ausgeschöpft.” Für Menschen mit psychischen Erkrankungen stehe “genau das an der Tagesordnung”. Corona steigert Bedarf “Durch Corona sind die psychischen Belastungen in Form von Depressionen, Angststörungen und Schlaflosigkeit stark gestiegen”, warnte Stippl. Dass die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) die Plätze um 25 Prozent bzw. 20.000 Einheiten erhöht hat, sei “ein erster wichtiger Schritt, aber mehr denn je braucht es jetzt eine Aufhebung der Kontingente”. ÖBVP-Präsidiumsmitglied Barbara Haid erklärte, warum in Tirol die Wartezeiten kürzer sind als in Wien: “Bei der ÖGK versicherte Kinder und Jugendliche können in Tirol sofort und kostenlos bis zu sieben Stunden Psychotherapie in Anspruch nehmen. Wenn wir dieses Modell auf ganz Österreich ausweiten, vermindert das lange Leidenswege und spart den Sozialversicherungen langfristig sehr viel Geld.” Der Rechnungshof habe die Mehraufwendungen für die Folgen psychischer Erkrankungen im Jahr 2016 mit 300 Millionen Euro bewertet, erinnerte der ÖBVP. Psychotherapeut Richard Rogenhofer beschrieb die aktuelle Situation in Wien so: “Schon Ende des Frühlings sind die freien Plätze fürs restliche Jahr alle weg.” Für eine qualitativ hochwertige Versorgung in ganz Österreich brauche es einen Gesamtvertrag mit den Krankenkassen, forderte Haid. Die mehr als 10.000 Psychotherapeutinnen und -therapeuten könnten den Bedarf jederzeit decken.” Der ÖBVP ruft am 20. November den Tag der Psychotherapie aus. Geplant sind landesweit Veranstaltungen – wegen der Coronakrise gegebenenfalls auch virtuell -, die sich mit psychischer Gesundheit beschäftigen.

Psychotherapie: Bundesverband fordert dringend Verbesserungen

Eine Rauchentwicklung in einer Produktionshalle eines Metallverarbeitungsbetriebes sorgte Dienstagabend für einen Einsatz der Feuerwehr.

Rauchentwicklung sorgt für Einsatz der Feuerwehr bei Unternehmen in Wels-Pernau

Fernando Alonso gibt in der kommenden Saison sein Formel-1-Comeback. Der Ex-Weltmeister aus Spanien kehrt 2021 zu seinem früheren Rennstall Renault zurück. Wie das französische Werksteam am Mittwoch mitteilte, schließt sich Alonso dem Team “für die nächsten Saisonen” an. Der Asturier, der am 29. Juli bereits 39 Jahre alt wird, übernimmt das Cockpit von Daniel Ricciardo, der zu McLaren wechselt. Alonso wurde mit Renault 2005 und 2006 Weltmeister und fährt künftig an der Seite des Franzosen Esteban Ocon. Sein bisher letztes Formel-1-Rennen bestritt Alonso beim Saisonfinale 2018 in Abu Dhabi. Danach hatte er als Toyota-Werkspilot 2019 seinen Titel beim Langstreckenklassiker 24 Stunden von Le Mans erfolgreich verteidigt und heuer zu Jahresbeginn die Rallye Dakar die Saudi-Arabien auf dem 13. Platz der Autowertung beendet. “Renault ist meine Familie und steht für meine liebsten Erinnerungen in der Formel 1 mit meinen beiden Weltmeistertiteln, ich blicke aber nun nach vorne”, betonte Alonso, der schon 2003 bis 2006 sowie 2008 bis 2009 für die Franzosen in der Motorsport-Königsklasse unterwegs war. “Ich werde meine Rennerfahrung mit jedem teilen, von den Ingenieuren über die Mechaniker bis zu meinem Teamkollegen.” Renault habe das Ziel, “wieder auf das Podium zurückzukehren, und das will ich auch”, versicherte der Gewinner von 32 Formel-1-WM-Läufen. Renault kämpft seit der Rückkehr als Werksteam 2016 um den Anschluss an Mercedes, Ferrari und Red Bull Racing. Anstatt 2019 jedoch die großen Drei anzugreifen, rutschten die Franzosen in der Konstrukteurswertung sogar noch hinter McLaren auf Position fünf zurück. Viel zu wenig für den Rennstall aus Viry-Chatillon. “Seine Erfahrung und Entschlossenheit wird es uns ermöglichen, aus jedem von uns das Beste rauszuholen”, sagte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. “Er wird in unser Team, das schnell gewachsen ist, auch eine Kultur des Rennfahrens und Gewinnens einbringen, um zusammen Hürden zu meistern.” Alonso selbst dürfte nicht allzu große Umstellungsprobleme haben, schließlich kennt er die aktuelle Formel-1-Auto-Generation noch. Die Regelrevolution wurde wegen der Coronakrise auf 2022 verschoben. Zuletzt war Alonso in der Königsklasse weniger durch Erfolge als durch leidenschaftliches Raunzen aufgefallen. Entweder entwickelte sich nach seinem Empfinden die Formel 1 in die falsche Richtung oder sein Bolide war für seine Ansprüche zu langsam. Während seines einjährigen Intermezzos 2007 bei McLaren führte Alonso das englische Traditionsteam sogar an den Rand des Zusammenbruchs. Er überwarf sich damals mit seinem Stallrivalen Lewis Hamilton und spielte dem Automobil-Weltverband FIA in einer Spionage-Affäre Insider-Informationen zu. McLaren wurde wegen des Besitzes geheimer Ferrari-Daten zu 100 Millionen US-Dollar Strafe verdonnert, der Spitzel flüchtete zu Renault. Nun kommt es zur bereits dritten Liason zwischen Alonso und den Franzosen. Zuvor will der Mann aus Oviedo aber noch den nächsten Anlauf auf die Triple Crown nehmen. Erfolge beim Formel-1-Rennen in Monaco und Langstreckenklassiker von Le Mans hat Alonso längst, ihm fehlt nur noch der Triumph beim Indy 500, das im August auf dem Programm steht.

Alonso ab 2021 wieder bei Renault in der Formel 1

Mit Zauberergeschichten durch die Corona-Zeit: Erfolgsautorin  J.K. Rowling (54) lässt eine Reihe von Stars aus dem ersten Teil ihrer Harry-Potter-Romane vorlesen. Unter anderem werden Schauspieler Eddie Redmayne (“Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind”), Ex-Fußballprofi David Beckham und Schriftsteller Stephen Fry Kapitel aus “Harry Potter und der Stein der Weisen” vortragen.

Stars lesen für das Projekt "Harry Potter at home" die Kultbücher

Mit rund 40.000 gemeldeten Fällen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag einen neuen Höchststand erreicht. Damit wurde der bisherige Rekordwert von rund 36.400 Neuinfektionen vom 24. April überstiegen, geht aus Zahlen der John-Hopkins-Universität hervor. Die “Washington Post” hatte zuvor von über 39.327 gemeldeten Neuinfektionen berichtet. Staaten wie Texas, Arizona, Florida und New Mexico planen demnach nun, angekündigte Lockerungen vorerst nicht umzusetzen. Allein in Texas sei ein neuer Rekord von 6.000 neuen Fällen binnen 24 Stunden gezählt worden. In den USA sind damit über 2,4 Millionen Infektionen mit SARS-CoV-2 bekannt geworden. Über 124.000 Menschen sind mit dem Virus gestorben. In Brasilien wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen 24 Stunden 39.483 neue Infektionen und 1.141 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt gebe es damit mehr als 1,2 Millionen bekannte Fälle und 54.971 Todesfälle. In Mexiko stieg die Zahl der offiziell registrierten Infektionen mit dem Coronavirus auf mehr als 200.000 und die der Todesopfer auf mehr als 25.000. Nach Angaben der Regierung vom Donnerstag (Ortszeit) kamen in den vorherigen 24 Stunden 6.104 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 und 1.024 Todesfälle infolge einer Covid-19-Erkrankung dazu. Im internationalen Vergleich rückte das Land nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den USA bei der Anzahl der Infektionen an Frankreich vorbei auf den 11. Platz. Die Zahl der Toten ist die siebenthöchste der Welt. Die wahren Zahlen dürften in Mexiko allerdings noch deutlich höher liegen. US-Präsident Donald Trump demonstrierte unterdessen einmal mehr seinen eigenwilligen Zugang zum Thema Coronavirus: “Wenn wir nicht testen würden, hätten wir keine Fälle”, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News. Die USA hätten bisher rund 30 Millionen Menschen auf das Virus getestet, mehr als jedes andere Land der Welt. Trumps Einschätzung zufolge geht darauf die hohe Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA zurück. Die meisten Experten lehnen Trumps Erklärung ab, wonach die Zunahme der Infektionen vor allem auf eine Zunahme von Tests zurückzuführen sein soll. Sie machen in erster Linie die von Trump vorangetriebene Lockerung von Corona-Beschränkungen verantwortlich. Trump wirbt trotzdem für eine rasche Wiedereröffnung der Wirtschaft. Er will – auch mit Blick auf die Wahl im November – möglichst schnell zur Normalität zurückkehren. Seiner Darstellung zufolge ist das Coronavirus dabei, nach und nach aus den USA zu verschwinden. Die Daten stützen das nicht. Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, kündigte erst am Donnerstag an, die Schritte zur Wiedereröffnung des Bundesstaats würden wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen ausgesetzt.

Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in den USA

In Österreich sind immer weniger günstige Eigentumswohnungen zu bekommen, die Kaufpreise haben auch zuletzt insgesamt weiter angezogen. Wurden vor sieben Jahren noch fast 42 Prozent aller Wohnungen in den Landeshauptstädten für bis zu 150.000 Euro verkauft, waren es heuer im ersten Halbjahr nur noch knapp 21 Prozent. Das zeigt eine Analyse der Transaktionen durch willhaben.at und IMMOunited. Nur noch 15 Prozent unter 150.000 Euro in Wien In Wien, dem mit einem Anteil von 68 Prozent größten Eigentumswohnungsmarkt in Österreich, machten die “günstigen Wohnungen” mit Preisen von unter 150.000 Euro nur noch 15 Prozent aus, 2013 waren es noch 37 Prozent gewesen. Dafür ist der Anteil “teurer Wohnungen” für über 500.000 Euro auf fast 13 Prozent gestiegen, nach knapp 11 Prozent 2019 und nur 8 Prozent 2013. Heuer im ersten Halbjahr lag das gesamte Transaktionsvolumen mit Eigentumswohnungen in Österreich bei mehr als 3,1 Milliarden Euro, hieß es am Montag in einer Aussendung. 2019 gab es bundesweit 19.500 Wohnungstransaktionen für fast 5,4 Milliarden Euro – 2013 hatte es zwar um rund 10.000 Kaufvertragsabschlüsse mehr gegeben, jedoch mit nur 4,7 Milliarden Euro Gesamtvolumen.

In Österreich gibt es wenige günstige Eigentumswohnungen