Für Dominic Thiem wird es jetzt international

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Für Dominic Thiem wird es jetzt international

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem wird sich in den nächsten Wochen wohl schon wieder fast wie in den Zeiten vor der Coronavirus-Pandemie fühlen. Zwar geht es für ihn noch nicht wieder um Weltranglistenpunkte, doch zumindest in punkto Reisetätigkeiten reißt es ihn zumindest für gut fünf Wochen ziemlich herum. Belgrad, Nizza, Kitzbühel und Berlin sind die aktuell fixierten Exhibition-Stationen.

Belgrad ist mit einem Vorgeplänkel am Freitag diesen Samstag und Sonntag die Auftakt-Station der über vier Wochenenden angesetzten, vom Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic ins Leben gerufenen Adria Tour. Der seit rund drei Wochen 33-jährige Serbe gefällt sich in der Rolle des Organisators, ließ etwa Thiem mit Stil im Privatjet einfliegen. Zadar (CRO), Montenegro und Banja Luka (BIH) sind die weiteren Stationen, den Abschluss soll am 5. Juli in Sarajevo eine Exhibition zwischen Djokovic und Damir Dzumhur (BIH) bilden.

Thiem wird da dann nicht mehr dabei sein, er hat nur den Belgrad-Trip eingeplant. Nach bisher sieben Matches bei den „Austrian Pro Series“ mit sechs Siegen und einer gegen Sebastian Ofner bezogenen Niederlage warten auf ihn seine ersten zwei Partien nach der Corona-Pause gegen ausländische Gegner. „Ein Match gegen Zverev oder Djokovic, das ist schon ganz gut dann. Aber es ist auch der Charity-Faktor im Vordergrund“, sagte Trainer-Vater Wolfgang Thiem im Gespräch mit der APA.

In der serbischen Hauptstadt ist eine begrenzte Anzahl von Zuschauern zugelassen, am Mittwoch hatte das Fußball-Cup-Finale des Landes vor rund 20.000 Fans stattgefunden. Neben Zverev und Djokovic sind mit Grigor Dimitrow (BUL), Viktor Troicki (SRB) sowie Marin Cilic und Borna Coric (beide CRO) auch andere namhafte Spieler genannt. Thiem nimmt am Sonntag aber jedenfalls wieder Abschied von der Adria Tour, in der nächsten Woche geht es in der Südstadt in die Endphase der „Austrian Pro Series“.

An den beiden Folge-Wochenenden wird der Weltranglisten-Dritte beim vom langjährigen Serena-Williams-Coach Patrick Mouratoglou initiierten „Ultimate Tennis Showdown“ (UTS) dabei sein. Gespielt wird in Mouratoglous Tennis-Akademie in Biot nahe Nizza. Mit Stefanos Tsitsipas (GRE), Matteo Berrettini (ITA) und David Goffin (BEL) haben drei weitere Top-Ten-Spieler der derzeit eingefrorenen Weltrangliste für diesen über fünf Wochen gehenden Event genannt.

Das Spielformat ist mit vier, von 2-Minuten-Pausen unterbrochenen 10-Minuten-Vierteln innovativ. Der Spieler mit den meisten Punkten während eines Viertels ist dessen Gewinner. Es wird im Tiebreak-Format mit zwei Aufschlägen eines Spielers in Folge gespielt. Den Coaches steht je Viertel ein 30-Sekunden-Time-out zur Verfügung. Die in Englisch abzuhaltende Spieler/Coach-Kommunikation wird für die Zuschauer zu hören sein.

Unabhängig davon sei laut Wolfgang Thiem generell das Gewinnen von Matchpraxis sehr wichtig. „Du hast dann schon zehn bis 15 Matches in den Beinen, wenn es los geht. Das hilft schon.“ Natürlich wolle Dominic immer gewinnen, aber es sei auch immer der Exhibition-Charakter dabei, auch in Österreich. „Dominic ist immer der Gejagte, er hat auch sehr viel Kondi trainiert in den letzten Wochen. Es macht keinen Sinn, wenn man sich perfekt auf das vorbereitet. Weil man muss sich langfristig auf Amerika vorbereiten oder auf die Sand-Saison.“

Das erste Juli-Wochenende lässt Thiem aus, da es schon am Dienstag darauf in Kitzbühel mit „Thiem’s 7“ losgeht. Für den da letzten freien Startplatz hat sich der 26-Jährige auch um einen absoluten Superstar bemüht. „Er hat auch Rafael Nadal kontaktiert, ob er Interesse hätte“, verriet Wolfgang Thiem. „Da war aber keine Zusage.“ Es sei noch Zeit, um diesen Platz zu besetzen. Für Thiem wird es nach Kitzbühel jedenfalls nach Berlin weitergehen, wo er bis 19. Juli wie auch Zverev und Nick Kyrgios (AUS) bei zwei Kurz-Turnieren antreten wird.

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