Fun Fact :D

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Kommentare:
  1. Sophie Salhofer sagt:

    🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤦🏼‍♀️

  2. Birgit Karlsberger sagt:

    😱

  3. Harald Gillinger sagt:

    😥

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Ja wenn sich Erdbeeren, Einhörner, Prinzessinnen, Minions und Cowboys in Wels herumtreiben, kann das nur eines bedeuten. Es ist wieder Fasching. Gefeiert wurde mit Tanz, Krapfen und sogar einem Zauberer beim Kinderfasching in der Stadthalle. Und der hat übrigens auch für Erwachsene so einiges zu bieten. Aber sehen Sie selbst.

Wer ist der Schnellste auf der 100 Meter langen Rutsche? Und was sind eigentlich Barfuß Cocktails? Ja diesen und noch anderen Fragen sind wir beim Badfest im Welldorado nachgegangen. Wo das schlechte Wetter zwar einige Badegäste zu Hause blieben lies, aber die echten Wasserratten dabei waren.

1 Der Erneuerer des Kinos. Ende der 1950er drehte eine Gruppe junger Franzosen das Kino auf links. Es waren Filmverrückte, die ihre Leidenschaft in der Zeitschrift „Cahiérs de Cinema“ lodern ließen, bevor sie selbst hinter die Kamera drängten. Sie hassten französische Filme, sie liebten Hollywood und änderten als „Nouvelle Vague“ die Filmgeschichte. Unter ihnen: Jean-Luc Godard. Sein Debüt 1960 war ein Erdbeben. Die Gangstergeschichte „Außer Atem“ ist voller „falscher“ Schnitte und Kameraperspektiven. Godard brach die Regeln des Kinos mit dem Furor dessen, der diese gar nicht beherrscht. Erfüllt von der Verachtung für Konventionen zeigt das Debüt die Experimentierfreudigkeit des Regisseurs. 2 Godard als geistiges Kind Amerikas. Der 1930 als Kind einer Familie aus dem französisch-schweizerischen Großbürgertum geborene Godard ist ein Hollywood-Fan. Er betrachtet die Filme von Vincente Minnelli, Otto Preminger und Nicholas Ray mit der intellektuellen Ernsthaftigkeit, mit der man auf Werke von Shakespeare und Michelangelo schaut. Er liebt den Genrefilm, Western und Krimis. Diese Liebe zur Populärkultur hinterlässt tiefe Spuren in seinem Werk. Dort mischt er das Kunstkino mit der Ästhetik des filmischen Groschenromans – drei Jahrzehnte vor Quentin Tarantino. 3 Godard, der Europäer. Sein Bildungshorizont und damit seine Inspirationsquelle wurzeln tief in Europa. Die Kunst der Antike, Dostojewski und Beethoven sind wesentliche Bestandteile seiner Filme. Er bricht als Linker unter dem Eindruck des Vietnamkriegs ideologisch ein für alle Mal mit den USA. Ab den späten 60ern wälzen seine Figuren maoistische Ideale und träumen von der Revolution. Godard, der Groß- und Bildungsbürger, wird zum leidenschaftlichen Antibürger. 4 Die Liebe und der Regisseur. Man kennt das Paradox aus Hollywood: Die schönsten Frauen und die coolsten Männer der Welt können nicht gemeinsam glücklich werden. In diesem Dilemma befinden sich auch Godards Paare. Bewunderungswürdige Frauen (Jean Seberg, Anna Karina, Brigitte Bardot, Mireille Darc, Juliet Berto, Maruschka Detmers) treffen auf die Großmeister der Lässigkeit (Jean-Paul Belmondo, Michel Piccoli, Sami Frey, Johnny Hallyday), und dennoch bleibt die unerfüllte Liebe eines von Godards zentralen Themen. 5 Godard, das Großmaul. Niemand zwängt die Faszination Kino in lässigere Aphorismen als Jean-Luc Godard. „Um einen Film zu machen, genügen eine Waffe und ein Mädchen.“ „Film ist ein Schlachtfeld. Liebe, Hass, Action. Tod. In einem Wort: Emotion“, lässt er den Kollegen Samuel Fuller in einem Film sagen. Der Held in „Der kleine Soldat“ (1960) doziert: „Fotografie, das ist die Wahrheit. Und der Film ist die Wahrheit 24 Mal in der Sekunde.“ Später empfindet er das Schwadronieren seiner Figuren als mitunter peinlichen Unsinn. Wie er überhaupt mit sich selbst hart ins Gericht geht. „Außer Atem“ bezeichnet er später als „faschistisch“. 6 Godard sagt: „Filmen und Schreiben ist das Gleiche.“ Die Nouvelle Vague ist bestimmt vom Begriff „Autor“. Regisseure werden als Autoren aufgefasst, die im Gegensatz zur industriellen Filmproduktion im Studiosystem eine eigene Handschrift haben sollen. Bei Godard verwischen die Grenzen zwischen Medien ganz, er empfindet keinen Unterschied, über Film zu schreiben oder einen Film zu machen. Seine Werke sind angefüllt mit Theorie. Immer wieder sieht man Leute beim Schreiben, unzählige Male filmt er Schriftzüge ab. Er selbst findet, dass er keine Romane schreiben kann, und betrachtet seine Filme als Romane. 7 Der verhasste Kommerz. Godard entfernt sich immer weiter vom Publikum. Zuerst Star der Nouvelle Vague, wird sein Stil immer rätselhafter und unzugänglicher. Ab den 70ern schwindet das allgemeine Interesse an seinem Werk, das ab Mitte der 80er aus Filmessays besteht, die nur einen kleinen Kreis von Cineasten erreichen. Spätwerke wie „Bildbuch“ (2018) werden dort als Geniestreiche gefeiert. Vielleicht liegt seine Radikalität darin, dass er ein frühes Credo immer ernster nimmt. Schon zu „Elf Uhr nachts“ (1965) meint er: „Kino ist das, was zwischen den Dingen ist, und nicht die Dinge selbst, was zwischen einem selbst und einem anderen ist, zwischen dir und mir.“ Eine Absage an Dinge, Ereignisse und die Eindeutigkeit, die vielleicht verantwortlich für seine Marginalisierung ist. Aber das wäre schon Punkt 8.

Erneuerer und ewiger Widerborst des Kinos Jean-Luc Godard wird 90

Die Ärzte veröffentlichten 2012 das Album “auch”. Es sollte acht Jahre dauern, bis die “beste Band der Welt” ihre Fans mit einem Nachfolger beglückt. “2013 waren wir nach der Tournee ausgebrannt und hatten, ehrlich gesagt, ein bisschen voneinander die Nase voll”, erzählte Bela B (Drums, Gesang) im Interview mit der Austria Presse Agentur. Nun aber ist das Trio als Einheit zurück – mit “Hell”, einem “sehr vielseitigen Album, beherrscht von einer zornigen Rockgitarre”, so der Musiker. Die Ärzte hätte bereits vor zwei Jahren ins Studio gehen können, wenn es ums Geldverdienen gegangen wäre, betonte Bela. “Aber in unserer romantischen Vorstellung muss eine Band auch intakt sein.” Warum sie das nicht war? “Nun, wir haben aufeinander nicht mehr so Rücksicht genommen wie früher”, sagte der 57-Jährige ganz offen. Das hat sich mittlerweile geändert, und 2019 spielte das Trio dann ein paar Festivals (u.a. beim Nova Rock in Nickelsdorf) und eine Clubtour, “um zu schauen, wie es läuft”. Es lief wunderbar, so dass sich alle in Sachen neues Album rasch einig waren: “Kommt, lasst uns das angehen!” Gleich mit der ersten Auskopplung aus “Hell”, “Morgens Pauken”, präsentiert sich die Band als Einheit. Das Lied klingt nicht wie ein Song von Bela B oder von Farin Urlaub (Gitarre, Gesang) oder von Rod González (Drums, Gesang), sondern nach Die Ärzte. “Das war auch einer der Gründe, warum wir es als Single gewählt haben, obwohl das Lied fürs kommerzielle Radio etwas zu lange, etwas zu hart und zu aggressiv ist. Die Ärzte kümmern sich aber nicht um Konventionen – und müssen das zum Glück auch nicht.” Zum Vergleich von “Hell” mit dessen unmittelbaren Vorgängern sagte Bela: “Bei ‘auch’ haben wir erstmals beschlossen, dass von jedem von uns gleich viele Songs drauf sein sollten. Es ist ein besonderes Album geworden, weil es drei Individuen zeigt, die ihren eigenen Weg gehen. Daher hat es im Ärzte-Kosmos seine Berechtigung. Aber es ist keine homogene Platte wie davor ‘Jazz ist anders’ (von 2007, Anm.). Wir haben alle das Gefühl, dass ‘Hell’ nicht nur an ‘Jazz’ heranreicht, sondern in Sachen Vielfältigkeit der Musik und Experimentierfreude auch übertrifft.” Das neue Album “hat zwei Gesichter”, führte Bela aus und begründete: “Manche Texte sind noch absurder als bisher. Zum anderen gibt es viele Kommentare zum allgemeinen europäischen Rechtsruck. Die AfD hat sogar einen eigenen Song bekommen.” 1993 hatten sich Die Ärzte nach zwischenzeitlicher Trennung mit “Schrei nach Liebe”, einem Song gegen Rechtsradikalismus, zurückgemeldet. 2020 ist das Thema noch immer aktuell. “Ich weiß nicht, ob die Menge an rechtsgerichteten Menschen größer wird”, sagte Bela. “Diese Leute sind aber auf alle Fälle auffälliger geworden und in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Rechtsgerichtete Parteien versuchen, die Grenze des Sagbaren immer weiter zu verschieben, zugleich sich als Opfer zu stilisieren.” Über politische Schreihälse hat Bela so seine eigenen Gedanken: “Will man denn so sein? Will man denn immer nur schlechte Laune haben, mies drauf sein und nur schimpfen? Wo ist da der Spaß? Also gut, wo der Spaß ist, habt ihr in Österreich ja gesehen: auf Ibiza mit einer scharfen Russin. Aber ernsthaft: Wie kann man sich glücklich fühlen und glauben, tolle politische Arbeit zu leisten, wenn man nichts tut als zu hetzen? Die Menschen sind ihnen egal. Ihre Agenda ist Hass und Populismus und damit lässt sich sogar noch Geld machen. Widerlich.” Zurück zu “Hell”: Das Album funktioniert auch ohne Beachtung der Texte, betonte Bela. “Wir wurden über die Jahre oft auf unsere Texte reduziert. Das passiert bei einer deutschsprachigen Band fast automatisch. Aber die Musik spielte bei uns immer auch eine ganz wichtige Rolle. Bei manchen Liedern auf ‘Hell’ kann man die Worte vollkommen ausblenden und nur die Musik genießen.” Der Musiker führte als Beispiel “Polyester” von Rod an: “Das Lied hat einen tollen Text über die Verwandlung des Menschen zum Plastik, eine Umweltkritik, aber auch eine unfassbare Gitarrenwand, die dich ummäht.” Es gibt auch eine Ode an die Langeweile, “Achtung Bielefeld”, auf “Hell”. Laut Bela ist das der “hektischste Song auf dem Album mit der Botschaft, man solle sich doch mal gepflegt langweilen und nicht immer versuchen, jede freie Sekunde auszufüllen mit Wissensanhäufung übers Internet oder der Selbstoptimierung auf den sozialen Medien. Nichtstun scheint heutzutage fast ein Verbrechen zu sein. Sorgen, die eine Mutter in Moria z.B. sicher gern hätte.” Außerdem finde man auch “viel Persönliches” auf dem Album. “Farin hat eine tolle Ballade, ‘Liebe vor dem Tod’, begesteuert. Beim Mix-Abhören sind mir echt die Tränen gekommen, das ist mir noch nie passiert.” Wegen Covid waren Die Ärzte übrigens im Studio quasi “eingeschlossen und so konzentriert”, dass sie “Hell” in sieben Wochen eingespielt haben. “Geplant hatten wir drei Monate”, berichtete Bela. Apropos Coronavirus: “Ich kann allen Leuten nur raten: Versucht aus den Lehren, die wir jetzt gerade ziehen, etwas Positives mitzunehmen – der ganze Planet zieht schließlich durch diese Pandemie an einem Strang. Solidarität ist gefragt”, sagte der Künstler. Und was das Maskentragen betrifft: “Das ist ein Akt der Solidarität und nicht nur Selbstschutz. Die Maske hilft zu allererst ja deinem Gegenüber. Es gibt halt auch die Covidioten, die das als Zeichen der Unterdrückung werten. Warum auch immer – manchmal erscheint mir Dummheit als die noch krassere Krankheit.”

Nach acht Jahren: "Die Ärzte" sind wieder zurück