"G-20 sollen Geld für Impfstoff-Entwicklung geben"

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"G-20 sollen Geld für Impfstoff-Entwicklung geben"

Bill Gates hat die G-20-Staaten aufgerufen, mehr Geld für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neue Coronavirus bereitzustellen. Die G-20 sollten mit einem “wirksamen finanziellen Engagement nicht länger zögern”, schrieb der Microsoft-Gründer.

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Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) versichert, nach den diese Woche angelaufenen Herbstferien keine Schulschließungen durchführen zu wollen. Diesbezüglich wisse er die Regierung hinter sich, sagte Faßmann am Samstag im Ö1-Mittagsjournal. Mit den Bildungsreferenten der Länder hat das Ministerium am Freitag vereinbart, Pflichtschulen auch bei roter Ampelschaltung offen halten zu wollen. “Es gibt keinerlei Absichten, nach den Herbstferien hier zu einem schulischen Schließen zu kommen”, sagte Faßmann. “Schließen wird uns die Unsicherheit nicht wegbringen.” Allenfalls wenn sich die Situation dramatisch verschlechtern sollte, müsse er seine Position möglicherweise überdenken, räumte der Minister ein. Die Verkehrsverbünde forderte Faßmann auf, die Takte der Schulbusse zu verkürzen oder zumindest auf die Einhaltung der Maskenpflicht zu achten. Förderung von “Brennpunktschulen” Für das ab Herbst startende Projekt zur Förderung von “Brennpunktschulen” will das Bildungsministerium die Teilnehmer selbst aussuchen, kündigte Faßmann . “Da kann man sich nicht freiwillig melden, da wird man aufgefordert”, sagte Faßmann. Wichtig sei aber, dass die jeweilige Schule mitmachen wolle. Rein statistische Kriterien wie der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund oder der Eltern mit (nur) Pflichtschulausbildung seien für die Auswahl zu wenig. Die Bildungsreferenten der Bundesländer haben am Freitag mit dem Ministerium vereinbart, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten. Vor allem die Pflichtschulen – also Volks- und Mittelschulen sowie die Unterstufen der Gymnasien – sollen demnach auch bei roter Ampel geöffnet bleiben. Und sollten höhere Schulstufen ins “Distance Learning” wechseln, sollen Maturaklassen weiter in den Schulen betreut werden. Das aktuell besonders vom Anstieg der Covid-Infektionen betroffene Bundesland Salzburg überlegt, Oberstufenklassen nach Allerheiligen in den Schichtbetrieb zu nehmen. Die Entscheidung soll Anfang kommender Woche fallen.

Faßmann schließt Schulschließungen aus

Pamela Rendi-Wagner wird die SPÖ in die nächste Nationalratswahl führen – zumindest wenn es nach Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer geht. Sollte die Bundesparteichefin beim Bundesparteitag im kommenden Jahr erneut zur Vorsitzenden gewählt werden, müsse dies “selbstverständlich” auch die Spitzenkandidatur bei der Nationalratswahl im Jahr 2024 bedeuten, erklärte Dornauer im APA-Sommerinterview. Eine prozentuelle Latte für die Wahl zur Vorsitzenden im kommenden Jahr wollte Dornauer Rendi-Wagner nicht legen: “Ob es 80 Prozent oder 95 Prozent sein werden, spielt eigentlich keine Rolle und wird überbewertet”. Er gehe davon aus, dass die Vorsitzende ein “tadelloses Ergebnis” einfahren werde. Er sei davon überzeugt, dass Rendi-Wagner wiedergewählt wird, “weil ich auch keinen anderen sehe”. “Die Parteichefin sitzt fester im Sattel denn je. Wo sie auch hinkommt, kommt sie an”, zollte Dornauer, der Bundesparteichefin in der Vergangenheit mitunter kritisch verbunden, Lob. “Ich bin in engem Austausch mit ihr. Ich kenne ihre Vorstellungen, ich kenne ihre Energie. Ich weiß, dass diese Frau das kann und will”, meinte Tirols oberster Roter in Hinblick auf die nächste Nationalratswahl. Wäre dies anders, wäre Rendi-Wagner “schon selber so gescheit” zu erkennen, dass man nicht vom Fleck komme – und würde selbst eine entsprechende Entscheidung fällen. Die wiederholten Querschüsse von Burgenlands SPÖ-Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil, der Rendi-Wagner unter anderem ausgerichtet hatte, dass die SPÖ bei der nächsten Nationalratswahl von jenem Politiker angeführt werden sollte, der die besten Umfragewerte hat, sah Dornauer indes nicht als das Lostreten einer Personaldebatte. Dieser habe lediglich eine inhaltliche Debatte anstoßen wollen: “Doskozil ist ein Profi und mein Freund. Er hat zum Ausdruck gebracht, dass man noch schärfere Akzente einer linken Politik setzen soll – etwa in Hinblick auf den Mindestlohn und die Anstellung pflegender Angehöriger”. Auf die Frage, ob “Freund” Doskozil nicht auch ein möglicher Nationalratswahl-Spitzenkandidat wäre, meinte Dornauer in Bezug auf den Skandal um die Commerzialbank Mattersburg: “Der Hans-Peter hat gesagt, er bleibt im Burgenland. Und das Burgenland braucht den Hans-Peter mehr denn je. Er kämpft wie ein Löwe”. Das Ziel für die Bundespartei bei der kommenden Wahl müsse die Wiedererlangung des Führungsanspruches und eine rot-türkise Koalition sein: “Ich bin im Herzen ein Großkoalitionär”. Eine mögliche Koalition mit der FPÖ schloss Dornauer wegen des derzeitigen blauen Zustandes aus. Landespolitisch schoss sich Dornauer weiter auf das Corona-Krisenmanagement des Landes ein. Er bleibe bei seiner politischen Beurteilung, dass es “Fehlentscheidungen und Fehleinschätzungen” gegeben habe. “Ich war der Erste, der Kritik geübt hat”, sah sich Dornauer in der oppositionellen Vorreiterrolle. Sollte im Bericht der installierten Expertenkommission herauskommen, dass es “unter der Ägide von Landeshauptmann Günther Platter zu Fehleinschätzungen von Dingen gekommen ist, die man wissen hätte müssen”, müsse es politische Konsequenzen geben. Es sei ein Fehler gewesen, dass im Einsatzstab nicht früher “Epidemiologen, Infektiologen und Virologen” eingesetzt wurden. Der Bund wiederum habe das “katastrophale Ausreisemanagement” aus den Corona-Hot-Spots zu verantworten. Im Land müsse es jedenfalls einen Sonderlandtag geben, im Bund werde die SPÖ weiter auf einen Corona-Untersuchungsausschuss drängen, kündigte der Tiroler SPÖ-Chef an. Trotz einiger Turbulenzen glaubte der 37-Jährige an ein Weiterbestehen der schwarz-grünen Landeskoalition bis zur Landtagswahl 2023. Ein mitunter kolportierter “fliegender Wechsel” zu Schwarz-Rot komme nicht in Frage. Deklariertes Ziel für die Landtagswahl sei zum einen ein prozentueller Zugewinn von den momentanen 17,25 Prozent aus. An dem wolle er sich auch messen lassen. Zum anderen laute das Ziel auf eine rote Regierungsbeteiligung – also Schwarz-Rot. Letzteres sei “realpolitisch” wahrscheinlich, wenngleich: “Der Tiroler ÖVP würde es gut tun, nach 70 Jahren Arbeit in Pension zu gehen”. Auf einen “Landeshauptmann Dornauer” wolle er es “im Jahr 2020 aber nicht zuspitzen”. Mit ÖVP-Landeshauptmann Platter habe er jedenfalls ein gutes Einvernehmen und könne sich eine Regierungszusammenarbeit vorstellen: “Ich kann mit dem Menschen Günther Platter”. Seine mittel- und langfristige Zukunft sah Dornauer weiter in Tirol – “Solange die Partei mich will”. Dies gelte auch im Falle eines enttäuschenden Abschneidens bei der Wahl und einer erneuten Landung auf der Oppositionsbank. Im Jahr 2022 werde er jedenfalls als “Titelverteidiger” ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Sellrain gehen. Und daraufhin “gestärkt” und “mit Erdung” in die Landtagswahl.

Dornauer für Rendi-Wagner-Spitzenkandidatur bei NR-Wahl

Südkorea hat den geringsten Tagesanstieg von nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit dem Höhepunkt Ende des vergangenen Monats verzeichnet. Am Sonntag seien 64 neue Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf 8.961. Die Zahl der Todesfälle kletterte um sieben auf 111.

Südkorea meldet rückläufige Entwicklung bei Infektionen

Österreichs Tennis-Verband (ÖTV) will am Montag gemeinsam mit dem Deutschen Tennis-Bund (DTB) eine Turnierserie in der Coronakrise ankündigen. Teilnehmen sollen unter anderen Profis wie ÖTV-Star Dominic Thiem oder der Deutsche Jan-Lennard Struff.

"Coronakonformes" Tennisturnier geplant

Die Buchbranche kam in der Krise mit einem blauen Auge davon, aber vor allem für die Autoren ist die Situation gleichbleibend dramatisch. Durch den Ausfall von Lesungen kommt es zu starken finanziellen Einbußen. Die Bücher, die sich mehr oder weniger originell mit der Coronakrise beschäftigen, werden bald ganze Regale in den Buchhandlungen füllen, doch die Branche selbst kränkelt noch immer. Die Annahme, dass während des Lockdownsund der meist unfreiwilligen Freizeit stapelweise Bücher gelesen wurden, ist ein Trugschluss. Das bestätigt auch Gustav Soucek, Geschäftsführer des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels. „Es wurde vielleicht viel gelesen und dabei auf Altbestände zurückgegriffen, aber auf den Verkauf hat sich das leider nicht niedergeschlagen.“ Wenngleich der Buchhandel vergleichsweise mit einem blauen Auge davongekommen ist. „Wir haben im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von insgesamt 8,6 Prozent“, so Soucek, wobei sich das Minus naturgemäß bei der Reiseliteratur am stärksten bemerkbar macht (–40 Prozent). Nur Kinder- und Bastelbücher verkaufen sich gut Die einzigen Segmente, wo ein Plus zu verzeichnen war: Kinder- und Jugendliteratur sowie Handwerks- bzw. Bastelbücher. Soucek bzw. der Buchhandel hofft nun auf die Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober) und die Buch Wien (11. bis 15. November). Beide Veranstaltungen sollen stattfinden, wenngleich im kleineren Rahmen und sofern nicht das Virus das letzte Machtwort spricht. Denn: „Die Präsenz von Büchern ist enorm wichtig, und die Verleger brauchen unbedingt Begegnungszonen.“ Annette Knoch, Inhaberin des Grazer Literaturverlages Droschl, ist froh, „mit kleinen, flexiblen Strukturen über die Runden“ gekommen zu sein. Eine Hilfe sei auch die Mehrwertsteuersenkung von zehn auf fünf Prozent auf Bücher gewesen. „Das ist auch den Verlagen zugutegekommen.“ Knoch bereitet sich auf ein durchwachsenes Jahr vor, was den „Turbo“ Frankfurter Buchmesse betrifft, ist sie eher skeptisch. „Alle großen deutschen Verlage und auch sehr viele internationale Häuser haben schon abgesagt.“ Für Knoch ist die Bücherschau am Main hauptsächlich die Bühne dafür, in Österreich bereits erschienene Titel international zu verbreiten. „Dieser Rechtehandel, für den der persönliche Kontakt wichtig ist, fällt wohl größtenteils weg heuer – und damit auch der Erlös.“ In diesem Beziehungsgeflecht mit Abstand am schlimmsten betroffen sind natürlich die Autoren selbst. „Die Situation ist gleichbleibend schlecht“, weiß Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG AutorInnen. Abgesehen davon, dass durch weniger Buchverkäufe auch die Tantiemen abnehmen, bricht den Schriftstellern aufgrund der Corona-Bestimmungen eine Erlösquelle fast völlig weg. „Das sind die Lesetourneen bzw. Buchpräsentationen, die fast alle abgesagt wurden“, so Ruiss. Haupteinnahmequelle bricht weg Für viele Autoren sei das die Haupteinnahmequelle. „Für nicht wenige SchriftstellerInnen stellen Lesungen mehr als zwei Drittel ihrer Gesamteinnahmen dar.“ Denn von den Tantiemen allein kann kaum jemand leben. Die Rechnung ist einfach: Wenn es gut geht, verkauft ein österreichischer Literat von einer Neuerscheinung 5000 Stück. Die Tantiemen betragen bei einem Verkaufspreis von 20 Euro pro Buch durchschnittlich zwei Euro – brutto. „Und davon soll ein Autor bis zum Erscheinen eines neuen Buches, was oft drei Jahre oder mehr dauert, leben?“, fragt der AutorInnen-Vertreter. Die Perspektive? Ruiss: „Ein Mix aus kleinen Maßnahmen würde schon helfen, zum Beispiel eine Reiseunterstützung für AutorInnen, die nach Frankfurt zur Buchmesse fahren wollen.“ Und im Großen: „Es ist unglaublich, welch vielstimmige, originelle Literaturszene seit den 1970er-Jahren in Österreich blüht und immer üppiger wird. Dieses wertvolle literarische Erbe müssen wir unbedingt schützen.“

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