Gastronomie - Keiner weiss, wie es weitergeht

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Helmut Platzer (Obmann Tourismusregion Wels) im Talk.

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Durch das Ausbleiben der Winterurlauber haben die Sporthändler vor allem in den westlichen Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Salzburg dramatische Einnahmenausfälle erlitten. “Wir haben null Umsätze”, sagte der Chef der Sporthändler-Genossenschaft Sport 2000, Holger Schwarting, am Freitag zur APA. Um die Liquidität der Betriebe zu sichern, wünsche er sich von der Regierung einen Umsatzersatz von 40 Prozent für die normalerweise umsatzstarken Monate Jänner, Februar und März. “Das betrifft vor allem die klassischen Skitourismusorte, wo – wenn Hotels offen hätten – im Normalfall nur 25 bis 30 Prozent der Urlauber aus Österreich kommen und 70 Prozent aus dem Ausland”, sagte Schwarting. “Es wurde sehr viel Ware eingekauft, meist bis in den November angeliefert und muss normalerweise bis Ende Januar bezahlt werden. Aber de facto haben wir seit dem zweiten Lockdown in den Skigebieten so gut wie gar keinen Umsatz.” Die Fotos in den Medien würden täuschen, so Schwarting, “das sind meist Österreicher aus der Region. Der Skiverleih ist theoretisch erlaubt, aber gerade in den Gebieten im Westen sind das Skifahrer, die ihr eigene Ausrüstung haben – der Skiverleih ist bei minus 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr.” Kein Verleih Der Verleih mache etwa 30 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes der Sporthändler in den Wintersportgebieten aus, insgesamt würden die Umsatzeinbußen in dieser Saison, die Anfang Dezember begonnen habe, rund 90 Prozent betragen. Jetzt nicht abgesetzte Ware könne zum Teil auch später verkauft werden, aber der beinahe vollständige Ausfall beim Verleih “tut ganz stark weh, weil der Verleih ist nicht nachholbar”. Der Wareneinsatz mache im Sporthandel rund 60 Prozent der Kosten aus, sagte Schwarting. Darum wünsche man sich einen Umsatzersatz von 40 Prozent, um jetzt zumindest einen Teil dieser Kosten zu decken. Dabei gehe es nur um die Wintergebiete und nur um die Monate Jänner, Februar und März, betonte der Sport-2000-Chef. Es werde zwar auch einen Fixkostenersatz geben und auch eine Verlustkompensation habe die Regierung bereits bekanntgegeben, “was unsere Händler aber wirklich drückt – und nicht nur die Sport 2000, sondern genauso Intersport-Händler oder freie Händler -, ist das Thema der Liquidität”. Die 40 Prozent Umsatzersatz würden helfen, kurzfristig das Liquiditätsloch zu decken und mittelfristig das Ertragsloch. “Natürlich werden wir dann die Verlustabdeckung, die am Ende der Saison von der Regierung angeboten wird, deutlich weniger in Anspruch nehmen müssen.” Reserven schwinden In manchen Skidörfern würden Hotels und Gastronomie “so unterstützt, dass manche davon sogar lieber zulassen als noch aufmachen, weil die Unterstützung so gut ist. Und der Skihändler auf der anderen Seite schaut durch die Finger und sieht seine kompletten Reserven langsam schwinden. Das ist eine gefühlte Ungerechtigkeit, die nicht gut tut, auch der Solidarität der Gesellschaft in diesen Gebieten.” Zur Fachhändler-Gemeinschaft Sport 2000 mit Sitz im oberösterreichischen Ohlsdorf gehören in Österreich 240 Händler mit 403 Geschäften – davon sind 120 Händler in den Skigebieten. Einzelnen Händlern, die in Schieflage geraten, könnte die Genossenschaft wie schon in der Vergangenheit unter die Arme greifen, sagte Schwarting. Auch Probleme in größerem Umfang würde man “schon schaffen, aber es würde uns vor größere Herausforderungen stellen”. Sport 2000 hat inklusive Gigasport nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 29 Prozent und hat im Vorjahr in Österreich 579 Mio. Euro Umsatz gemacht. Sport 2000 Österreich ist Mitglied bei Sport 2000 International, der europaweit zweitgrößten Einkaufskooperation selbstständiger Sporthändler mit 3.950 Geschäften in 23 Ländern und einem Gesamtumsatz von 4,9 Mrd. Euro im Jahr 2019.

Wintersporthändler: Liquidität geht dramatisch dem Ende zu

Weiterhin aktuell sind die Wünsche nach einer Nordumfahrung für Wels. Eine zeitnahe Umsetzung ist dabei aber kein Thema. Wirtschaftsstadtrat Peter Lehner spricht von einer 10-jährigen Planungsphase. Mit der Umfahrung soll in der Zukunft vor allem die Oberfeldstraße entlastet werden.

Wirtschaftsstadtrat fordert Nordumfahrung

Österreich sind innerhalb von 24 Stunden(Stand: 9.30 Uhr) genau 300 neue Infektionenmit dem Coronavirus registriert worden – 141 davon in Wien, wie aus den Zahlen des Innenministeriums vom Samstag hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle von Infizierten stieg um zwei Personen auf 732. Bisher gab es in Österreich 25.062 positive Testergebnisse, 21.406 Personen mit einer SARS-CoV-2-Infektion sind wieder genesen. Somit gibt es 2.924 aktive Fälle in Österreich. Derzeit befinden sich 116 Covid-19-Erkrankte in krankenhäuslicher Behandlung, das sind vier mehr als am Freitagvormittag, die Zahl der Intensivpatienten blieb mit 22 hingegen unverändert.

Österreichweit 300 Neuinfektionen und zwei weitere Tote

In Österreich hingegen setzt der erfreuliche Trend fort: “Die Massnahmen wirken weiterhin, es sind die richtigen Massnahmen zum richtigen Zeitpunkt. Und weiterhin macht die Bevölkerung vorbildlich mit“, erklärte Gesundheitsminister Rudi Anschober. Das Zwischenergebnis: – die Zahl der Anrufe bei 1450 nimmt schrittweise ab (gestern 2200), – nur mehr ein Prozent der gestern durchgeführten Testungen sind positiv. – mit 3694 Personen gibt es weniger als 4000 aktiv Erkrankte – auch die Zahl der Hospitalisierten (805) sinkt genauso wie die darin enthaltene Zahl der Menschen auf Intensivstationen (194) – die tägliche Steigerung positiv Getesteter liegt im Durchschnitt der letzten 10 Tage mittlerweile nur mehr bei 1,04 Prozent (Spanien: 2,6; Frankreich 2,7; Schweden 4,6; GB 6,3 Prozent).

Anschober: Trend in Österreich weiter sehr erfreulich

Die Maskenpflicht an den Schulen fällt mit der Rückkehr der Schüler aus den Pfingstferien am 3. Juni. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Samstag an. Stundenpläne, “Schichtbetrieb” und Abstandsregeln bleiben aufrecht, Turnunterricht wird auf freiwilliger Basis am Nachmittag möglich. Singen im Unterricht ist wieder erlaubt. In Skandinavien hätten die zum Teil vor Österreich vorgenommenen Öffnungen der Schulen keine Erhöhung der Corona-Infektionszahlen gebracht, begründete Faßmann. Auch an den “großen” Infektionsfällen der vergangenen Wochen wie den Postverteilungszentren in Wien und Niederösterreich oder dem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt seien keine Schulen beteiligt gewesen. “Kinder können angesteckt sein, aber sie spreaden nicht”, so Faßmann. An den Schulen unverändert fortgesetzt wird die Teilung der Klassen ab 19 Schülern sowie der Schichtbetrieb. Auch die aktuellen Stundenpläne bleiben bis Schulschluss aufrecht. “Keep it simple, lautet meine Devise. Kinder, Eltern und Lehrer sollen nicht alle zwei Wochen neue Vorgaben erhalten”, so Faßmann. Turnunterricht kann schulautonom am Nachmittag an den regulären Unterricht angehängt werden. Für die Schüler ist die Teilnahme freiwillig, das Pflichtfach Bewegung und Sport bleibt ausgesetzt. Beim Turnunterricht gelten die vom Gesundheitsministerium für den Breitensport erarbeiteten Vorgaben. Bei der Umsetzung vertraut Faßmann auf die Lehrer: Sicher möglich seien etwa wenig körperbetonter Basketball, Völkerball oder Leichtathletik, ausgeschlossen kontaktintensivere Sportarten. Generell werde der Sportunterricht aber eher draußen stattfinden, so der Minister und die Direktorin des Wiener Realgymnasiums auf der Schottenbastei, Cornelia Arnold. Turnsäle seien vielfach zu Klassenzimmern umfunktioniert worden, zum Teil werde dort Betreuung angeboten Ebenfalls möglich sein sollen Veranstaltungen zum Schulschluss wie etwa Maturafeiern oder Abschlussfeste. Dabei gelten die normalen Vorgaben für Veranstaltungen. “Mit ein bisschen Kreativität geht sich auch ein gemeinsames Klassenfoto aus”, meinte Faßmann.   Das kommende Schuljahr soll nach den derzeitigen Plänen ohne Einschränkungen normal beginnen. Davor soll es noch das Angebot einer Sommerschule für bestimmte Schülergruppen geben.

Maskenpflicht in Schulen fällt sofort