Genie und Mörder: Phil Spector in Haft verstorben

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Genie und Mörder: Phil Spector in Haft verstorben

Er arbeitete mit einen der bekanntesten Namen im Popbusiness zusammen, schuf unzählige Hits und wurde für seinen Wall-of-Sound-Stil berühmt. Doch der US-Produzent Phil Spector hatte auch eine andere, wenig rühmlichere Seite. 2009 wurde er für den Mord an der Schauspielerin Lana Clarkson schuldig gesprochen. Nun ist Spector 81-jährig in Kalifornien gestorben.

Begonnen hat Spector, der am 26. Dezember 1939 in New York als Harvey Phillip Spector zur Welt kam, seine Karriere als Songschreiber. Aber bereits in seinen ersten Bands war er nicht nur Musiker, sondern beschäftigte sich intensiv mit dem Aufnahmeprozess. Ein erster Hit wurde “To Know Him Is To Love Him” mit dem Trio The Teddy Bears im Jahr 1958, wobei der Titel dem Grabstein seines Vaters entliehen war. Dieser hatte sich das Leben genommen, als Spector noch ein Kind war.

Dem ersten Erfolg sollten unzählige weitere folgen. Schnell machte sich Spector als Songwriter und Produzent einen Namen, der nicht nur ein Händchen für die Musik, sondern auch einen ziemlich exzentrischen Charakter hatte. Er veredelte für Künstler wie The Ronettes, Tina Turner, Ramones, die Beatles und nach deren Ende auch für Soloalben von John Lennon und George Harrison die Songs.

Dass Spector keine einfache Persönlichkeit war, musste auch Leonard Cohen am eigenen Leib erfahren. Mit dem kanadischen Musiker arbeitete Spector für das Album “Death of a Ladies’ Man” zusammen, überwarf sich allerdings mit ihm und stellte die Platte letztlich im Alleingang und vor allem nach eigenen Vorstellungen fertig. 1989 wurde Spector in die “Rock and Roll Hall of Fame” aufgenommen.

Weniger rühmlich waren die Schlagzeilen, mit denen Spector zuletzt von sich reden machte. Im Februar 2003 war die 40 Jahre alte Schauspielerin Lana Clarkson in Spectors Villa durch einen Schuss in den Mund getötet worden. Der erste Prozess gegen Spector mit mehr als 70 Zeugenaussagen war im September 2007 gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten. In einem zweiten Prozess hatten ihn dann zwölf andere Geschworene, darunter ein selbst erklärter Spector-Fan, für schuldig befunden. Spector wurde 2009 zu 19 Jahren Haft verurteilt. Vergangenen Samstag ist er in einem Krankenhaus in Kalifornien verstorben, wie die zuständige Behörde mitteilte. Vermutlich an Covid.

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